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Verfahren zum Drucken von Bildern in Mehrfarbendruck auf einer durchsichtigen, biegsamen, nicht wasseraufnehmenden Unterlage
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wird zweckmässig die matte Folie von Staub rein geblasen und gebürstet und danach mit einer Waschflüssigkeit, beispielsweise mit reinem Wasser gewaschen.
Bei der Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung kann es bisweilen, besonders wenn das Bild unmontiert verwendet werden soll, zweckmässig sein, als eine letzte Farbübertragungsoperation eine zusammenhängende Deckschicht aus weisser oder anderer hellen Farbe anzubringen, beispielsweise durch Drucken in Offset oder durch Aufwalzen.
Die fertiggedruckte, durchsichtige Folie od. dgl. kann auf einer undurchsichtigen oder durchsichtigen Unterlage montiert werden, vorzugsweise durch Kleben. Ist die Unterlage undurchsichtig und beispielsweise aus Papier, Karton od. dgl., kann mit Vorteil ein weisser Gummilatexklebstoff verwendet werden, ist dagegen die Unterlage durchsichtig und beispielsweise aus einer Kunststoffolie, kann man zweckmässig einen farblosen Gummilatexklebstoff verwenden.
Da sich die Bindemittelschicht hinter dem gedruckten Bild befindet, hat das Bindemittel keine schädliche Einwirkung auf die sichtbare Fläche des Bildes, was oft der Fall ist bei der Ausführung der bekannten sogenannten Laminierung, wobei einedurchsichtige Kunststoffolie über ein auf einem Papier gedrucktes geradsichtiges Bild geklebt wird, weil in diesem Falle die Bindemittelschicht zwischen dem Bild und dem Auge liegt und im übrigen die Druckfarbe lösen kann, so dass die sichtbare Bildfläche missfarbig oder getönt wird.
Die Dicke der durchsichtigen Folien, die gemäss der Erfindung als Druckunterlage zur Verwendung kommen, können in weiten Grenzen je nach dem Bedarf wechseln. Soll die gedruckte, durchsichtige Folie auf einer Verhältnismässig festen Unterlage montiert werden, beispielsweise auf verhältnismässig dikkem Papier oder auf Karton geklebt werden, so genügen dünne Folien, beispielsweise mit einer Dicke von 0, 2 mm oder darunter. Handelt es sich dagegen um die Herstellung beispielsweise von Schildern, die freihängend zu verwenden sind, so können die durchsichtigen, als Druckunterlage dienenden Folien eine Dicke von etwa 1 mm und darüber aufweisen.
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Erfindung ausgeführtesbeispielsweise eine Folie aus demselben Material wie die Folie, worauf das Bild gedruckt ist.
Das Drucken selbst von dem Bilde kann gemäss der Erfindung unter Verwendung jedes geeigneten bekannten Verfahrens, beispielsweise Lithographie,. vorzugsweise Offsetdruck, Buchdruck und liefendruck, ausgeführt werden. Ganz besonders gute Resultate werden im Falle erreicht, wo das Original aus einer
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Das erfindungsgemässe Verfahren kann für die meist verschiedenen Zwecke, wo die Anforderungen an hohe Qualität des gedruckten Bildes gestellt werden, Verwendung finden. Somit kann das Verfahren zum Drucken von Mehrfarbenbildern in wissenschaftlichen und andern Werken, beispielsweise von anatomischen Farbbildern, ferner zum Drucken von illustrierten Kinderbüchern, wo die Möglichkeit die Bildflä- che waschen zu können, ein Vorteil ist, sowie zum Drucken von Karten verschiedener Art, Buchumschlägen usw. verwendet werden. Das Verfahren kann ferner bei der Herstellung von Schildern und Anschlägen und für mehrere andere Zwecke, wo besonders grosse Anforderungen an die Haltbarkeit, den Lüster und die Tiefenwirkung des Bildes gestellt werden, mit Vorteil verwendet werden.
Ein anderes wichtiges Benutzungsgebiet ist die Emballageindustríe, z. B. bei der Herstellung von Deckeln zu Zigarrenschachteln, von durchsichtigen Schachteln für Schönheitsmittel u. dgl.
Die Erfindung ist nicht auf die oben in Einzelheit beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern Modifikationen verschiedener Art sind im Rahmen der Erfindung denkbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Drucken von Bildern in Mehrfarbendruck auf einer du-ichsichtigen, biegsamen, nicht wasser aufnehmenden Unterlage, beispielsweise einer Folie aus durchsichtigem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet,. dass man in an sich bekannter Weise die eine Seite der Folie direkt oder indirekt mit Hilfe eines Sandstrahlgebläses mattiert, so dass einseitig eine körnige Oberfläche mit scharfem, dichtem und gleichmässigem Korn erzeugt wird, und dass man direkt auf der mattierten Seite die verschiedenfar- bigen Teilbilder spiegelbildlich und in der Reihenfolge dunkel-hell druckt.