AT18386U1 - Schließsystem und Verfahren zur Montage eines derartigen Schließsystems - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schließsystem zur Montage an einem Türblatt (60) oder einem Fensterrahmen, umfassend ein Einsteckschloss (10), das in eine Ausnehmung (62) des Türblatts (60) bzw. des Fensterrahmens einbringbar ist, eine Rosette (22), die in ein Gewindeteil (40) eindrehbar ist, eine Handhabe (20) und einen Mehrkantstift. Das Gewindeteil (40) ist mittels eines Sicherungselements drehfest zwischen dem Türblatt (60) bzw. dem Fensterrahmen und dem Einsteckschloss (10) gesichert.
Description
SCHLIEBSYSTEM UND VERFAHREN ZUR MONTAGE EINES DERARTIGEN SCHLIEBSYSTEMS
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schließsystem zur Montage an einem Türblatt oder einem Fensterrahmen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zur Montage eines derartigen Schließsystems an einem Türblatt oder einem Fensterrahmen.
[0002] Ein Schließsystem und ein Verfahren zur Montage eines derartigen Schließsystems an einem Türblatt oder einem Fensterrahmen sind aus der Praxis bekannt. Das bekannte Schließsystem umfasst ein Einsteckschloss, das in eine Ausnehmung des Türblatts oder des Fensterrahmens einbringbar ist, eine Rosette, eine Handhabe und einen Mehrkantstift. Bei einem Fensterrahmen wird die dem Einsteckschloss entsprechende Baueinheit als Getriebe oder Schlossgetriebe bezeichnet. Die Rosette ist in ein Gewinde eindrehbar. Zur Montage des Schließsystems wird das Einsteckschloss in die Ausnehmung des Türblatts bzw. des Fensterrahmens eingebracht. Dann wird die Rosette an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen montiert und der Mehrkantstift durch eine Ausnehmung der Rosette hindurchgeführt, so dass der Mehrkantstift in einer Schloßnut des Einsteckschlosses gelagert ist. Im Anschluss wird die Handhabe an dem Mehrkantstift fixiert.
[0003] Bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Schließsystem ist das Gewinde jedoch an einer Gewindeplatte ausgebildet, die bei der Montage an eine Außenseite des Türblatts angeschraubt wird. Um eine hinreichende Stabilität des Schließsystems zu gewährleisten, ist die Gewindeplatte mit hohen Anzugswerten an dem Türblatt zu verschrauben. Durch das Verschrauben kann sich das Türblatt jedoch verziehen und/oder die Gewindeplatte kann in das Türblatt einschneiden. Das Türblatt kann also bei der Montage beschädigt werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schließsystem zur Montage an einem Türblatt oder einem Fensterrahmen, das stabil und leicht montierbar ist, und ein Verfahren zur Montage eines derartigen Schließsystems an einem Türblatt oder einem Fensterrahmen bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch das Schließsystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und das Verfahren zur Montage des Schließsystems gemäß Patentanspruch 7 gelöst.
[0006] Es wird also ein Schließsystem zur Montage an einem Türblatt oder einem Fensterrahmen vorgeschlagen, das ein Einsteckschloss, eine Rosette, die in ein Gewindeteil eindrehbar ist, eine Handhabe und einen Mehrkantstift umfasst. Das Einsteckschloss ist in eine Ausnehmung des Türblatts bzw. des Fensterrahmens einbringbar. Mittels eines Sicherungselements ist das Gewindeteil drehfest zwischen dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen und dem Einsteckschloss gesichert. Ein derartiges Sichern des Gewindeteils gewährleistet eine hohe Stabilität des Schließsystems bei gleichzeitig geringem Montageaufwand. Zudem ist eine Beschädigung einer Außenfläche des Türblatts bzw. des Fensterrahmens ausgeschlossen.
[0007] Der Begriff „Einsteckschloss“ ist in seinem breitesten Sinne zu verstehen und umfasst bei einem Fensterrahmen auch Baueinheiten, die eigentlich als Getriebe oder Schlossgetriebe bezeichnet werden.
[0008] Das Gewindeteil kann aus Kunststoff oder Metall sein.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Schließsystems nach der Erfindung ist das Sicherungselement drehfest an dem Einsteckschloss gesichert. Das Sicherungselement wird also durch das Einbringen des Einsteckschlosses in die Ausnehmung gesichert. Somit ist kein zusätzlicher Montageschritt zum drehfesten Sichern des Sicherungselements erforderlich. Zudem ist das Sicherungselement alleine von der die Ausnehmung aufweisende Seite des Türblatts bzw. des Fensterrahmens montierbar.
[0010] Das Sicherungselement ist beispielsweise L-förmig. Insbesondere kann das Sicherungselement einen Längsschenkel und Querschenkel umfassen, der orthogonal zu dem Längsschenkel verläuft und in montiertem Zustand an der Oberseite, der Rückseite oder der Hinterseite des Einsteckschloss aufliegt.
[0011] Bei einer beispielhaften Ausführungsform umfasst das Schließsystem nach der Erfindung ein zweites Gewindeteil. Die Gewindeteile können an Ringabschnitten ausgebildet bzw. angeordnet sein. Die Ringabschnitte können über das Sicherungselement miteinander verbunden sein. Somit können die beiden Gewindeteile gleichzeitig bzw. in einem Montageschritt montiert werden. Auch zwei Ringabschnitte, die jeweils ein Gewindeteil bilden und jeweils ein Sicherungselement aufweisen, sind denkbar.
[0012] Das Sicherungselement kann ein U-förmiger Bügel sein. Auch kann das Sicherungselement aus einem federelastischen Material gebildet sein. Dadurch kann das Sicherungselement bei einer Montage derart verformt werden, dass es in die Ausnehmung des Türblatts bzw. des Fensterrahmens einbringbar ist, wobei es sich anschließend selbstständig in die Ausgangsstellung zurückstellt.
[0013] Bei einer alternativen Ausführungsform des Schließsystems nach der Erfindung ist das Sicherungselement ein Vorsprung bzw. ein Sicherungshaken. Der Vorsprung kann sich bei der Montage in dem Material des Türblatts verhaken, so dass das Gewindeteil drehfest fixiert ist. Ein solches Sicherungselement ist also kostengünstig herstellbar.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Schließsystems nach der Erfindung ist das Gewindeteil an einem Ringabschnitt ausgebildet. An einer Seite des Ringabschnitts kann eine Anlageplatte angeordnet sein. Die Anlageplatte kann an einer dem Ringabschnitt zugewandten Seite das Sicherungselement in Form des Vorsprungs bzw. Sicherungshakens umfassen. Demnach erfordert die drehfeste Sicherung des Gewindeteils an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen keine zusätzlichen Bauelemente.
[0015] Die Rosette kann ein mit dem Gewindeteil korrespondierendes Gegengewinde umfassen. Somit kann die Rosette durch Eindrehen des Gegengewindes in das Gewinde des Gewindeteils an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen fixiert bzw. montiert werden.
[0016] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Montage eines Schließsystems an einem Türblatt oder an einem Fensterrahmen vorgeschlagen. Das Verfahren umfasst folgende Schritte:
a) Einbringen eines ein Gewindeteil umfassenden Ringabschnitts in eine Ausnehmung des Türblatts bzw. des Fensterrahmens;
b) drehfestes Sichern eines Sicherungselements, so dass das Gewindeteil drehfest zwischen dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen und dem Einsteckschloss gesichert ist;
c) Einsetzen der Rosette in das Loch in Richtung der Ausnehmung;
d) Eindrehen der Rosette in das Gewindeteil;
e) Einführen eines Mehrkantstifts in das Loch des Türblatts bzw. des Fensterrahmens; und f) Aufstecken und Befestigen der Handhabe an dem Mehrkantstift.
[0017] Das Griffsystem ist also an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen montierbar, ohne dass eine Gewindeplatte an eine Außenseite des Türblatts bzw. des Fensterrahmens zu verschrauben ist. Somit wird eine Beschädigung einer Außenseite des Türblatts bzw. des Fensterrahmens bei der Montage ausgeschlossen bei großer Stabilität des Griffsystems.
[0018] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung erfolgt das Sichern des Sicherungselements nach Schritt b) durch Einbringen bzw. Einführen des Einsteckschlosses in die Ausnehmung. Der Montageaufwand ist also gering.
[0019] Das Einbringen des Ringabschnitts in die Ausnehmung nach Schritt a) kann folgende Schritte umfassen:
a.l) elastisches Verformen des Sicherungselements, derart dass zwei Längsschenkel des Sicherungselements aufeinander zubewegt werden;
a.li) Einbringen des Ringabschnitts in die Ausnehmung des Türblatts bzw. des Fensterrahmens, bis der Ringabschnitt mit dem Loch fluchtet;
a.) Entspannen des Sicherungselements, so dass das Sicherungselement in die Ruhestellung zurückkehrt und der Ringabschnitt in dem Loch angeordnet ist; und
a.iv) Rotieren des Sicherungselements in eine Position, in der das Einsteckschloss in die Ausnehmung einbringbar ist.
[0020] In Schritt a) werden dann also die beiden Ringabschnitte insbesondere zeitgleich in das Loch eingebracht. Die Ringabschnitte sind somit in kurzer Zeit an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen montierbar.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung wird in Schritt b) der Ringabschnitt in Richtung einer Türblatt- bzw. Fensterrahmenaußenseite verschoben, bis ein Sicherungselement in das Türblatt bzw. den Fensterrahmen einschneidet. Das Sicherungselement ist an einer Anlageplatte ausgebildet, die an dem in der Ausnehmung angeordneten Ende des Ringabschnitts angebracht ist.
[0022] Die drehfeste Sicherung des Gewindeteils an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen erfordert also keine zusätzlichen Bauelemente.
[0023] Das Einsteckschloss kann an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen fixiert werden. Das Fixieren kann durch Verschrauben erfolgen.
[0024] Bei einer beispielhaften Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung umfasst das Eindrehen der Rosette in das Gewindeteil gemäß Schritt d) folgende Schritte:
d.i) Einbringen eines Montageaufsatzes in die Handhaben, derart dass ein Mitnahmeprofil des Montageaufsatzes aus der Handhabe herausragt;
d.ii) Einbringen des Mitnahmeprofils in das Loch, derart dass das Mitnahmeprofil mit einem Mitnahmeprofil der Rosette in Eingriff ist;
d.ii) Drehen der Handhabe um eine sich in Lochlängsrichtung erstreckende Achse bis eine Anlageplatte der Rosette an dem Türblatt bzw. dem Fensterrahmen anliegt;
d.iv) Entfernen des Mitnahmeprofils aus dem Loch; und d.v) Entfernen des Mehrkantstifts aus der Handhabe.
[0025] Die Handhabe wird in Schritt f) beispielsweise mittels einer Schraube an dem Mehrkantstift fixiert.
[0026] Ausführungsbeispiele von Schließsystemen zur Montage an einem Türblatt nach der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
[0027] Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Schließsystems nach der Erfindung in einem nicht montierten Zustand;
[0028] Figur 2 einen ersten Teilschritt eines Schritts a) eines Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0029] Figur 3 einen zweiten Teilschritt des Schritts a) des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0030] Figur 4 einen Schritt des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0031] Figur 5 einen Schritt c) des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0032] Figur6 einen ersten Teilschritt eines Schritts d) des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0033] Figur 7 einen zweiten Teilschritt des Schritts d) des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0034] Figur 8 einen Schritt e) des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0035] Figur 9 einen ersten Teilschritt eines Schritts f) des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems;
[0036] Figur 10 einen zweiten Teilschritt des Schritts f) des Verfahrens zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems; und
[0037] Figur 11 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Schließsystems nach der Erfindung in nicht montiertem Zustand.
[0038] In Figur 1 ist ein Schließsystem 2 zur Montage an einem Türblatt 60 dargestellt. Das Schließsystem 2 umfasst ein Einsteckschloss 10, zwei Gewindeteile 40 mit Innengewinden 46, zwei Rosetten 22, zwei Abdeckungen 30, zwei Montageringe 28, zwei Handhaben 20, einen Vierkantstift 16 und zwei Schrauben 18.
[0039] Das Türblatt 60, an welcher das Schließsystem 2 gemäß den in den Figuren 2 bis 10 dargestellten Montageschritten montierbar ist, umfasst eine Ausnehmung 62 und ein Loch 64.
[0040] Die Gewindeteile 40 sind jeweils aus einem Ringabschnitt 48 gebildet und weisen jeweils ein Innengewinde auf. Die beiden Ringabschnitte 48 sind über einen Bügel 52 miteinander verbunden. Der Bügel 52 ist ein Sicherungselement, mittels welchem die Gewindeteile 40 drehfest in dem Loch 64 des Türblatts 60 sicherbar sind. Der Bügel 52 umfasst zwei Längsschenkel 56 und einen die beiden Längsschenkel 56 verbindenden Querschenkel 58. Die beiden Längsschenkel 56 und der Querschenkel 58 bilden zusammen eine U-Form, wobei der Querschenkel 58 gerade oder gekrümmt ausgebildet sein kann. Das Bauteil, das aus dem Bügel 52 und dem Gewindeteil 40 gebildet ist, besteht aus Kunststoff.
[0041] Der Querschenkel 58 ist länger als ein Schlosskörper 12 des Einsteckschlosses 10 breit ist, so dass der Schlosskörper 12 bei der Montage zwischen den beiden Längsschenkeln 56 anordbar ist. Die Längsschenkel 56 weisen jeweils eine derartige Länge auf, dass Längsachsen der Ringabschnitte 48, eines Lochs 64 des Schlosskörpers 12 und des Lochs 64 des Türblatts 60 fluchten, wenn das Einsteckschloss 10 in die Ausnehmung 62 eingebracht ist.
[0042] Die beiden Rosetten 22 umfassen jeweils eine Anlageplatte 24 und einen Rohrabschnitt 26. An einer Außenumfangsfläche der Rohrabschnitte 26 sind Gegengewinde ausgebildet, die mit den Innengewinden 46 der Gewindeteile 40 korrespondieren. Die Gegengewinde der Rosetten 22 sind Außengewinde 34. Die Rohrabschnitte 26 umfassen an ihren Innenumfangsflächen jeweils ein Mitnahmeprofil zum Eindrehen der Rosette 22 in die Gewindeteile 46.
[0043] Die Figuren 2 bis 10 zeigen schematisch ein Verfahren zur Montage des in Figur 1 dargestellten Schließsystems 2.
[0044] Wie in Figur 2 gezeigt ist, werden in Schritt a) die beiden Längsschenkel 56 des elastisch verformbaren Bügels 52 mit einer Kraft F beaufschlagt. Hierbei wird der Bügel 52 derart elastisch verformt, dass sich die beiden Ringabschnitte 48 aufeinander zubewegen. In dieser Stellung werden die beiden Ringabschnitte 48 in die Ausnehmung 62 eingebracht. Sobald die Ringabschnitte 48 mit dem Loch 64 fluchten, wird die Kraft F entfernt. Der Bügel 52 kehrt aufgrund der elastischen Rückstellkraft in seine Ausgangsposition zurück. Hierbei werden die Ringabschnitte 48 voneinander wegbewegt, wodurch sie in das Loch 64 des Türblatts 60 eingebracht werden.
[0045] Im Anschluss wird der Bügel 52, wie in Figur 3 gezeigt ist, um eine Lochlängsachse in Richtung des in Figur 3 dargestellten Pfeils derart rotiert, dass in Schritt b) das Einsteckschloss 10 in die Ausnehmung 62 eingebracht werden kann, das heißt die beiden Längsschenkel 56 senkrecht ausgerichtet sind und sich der Querschenkel 58 horizontal bzw. in Querrichtung
erstreckt.
[0046] Ein drehfestes Sichern des Bügels 52 gemäß Schritt b) erfolgt bei dem Schließsystem 2 anhand Figur 4. Hierbei wird das Einsteckschloss 10 in die Ausnehmung 62 des Türblatts 60 eingefügt, bis ein Stulp 14 des Einsteckschlosses 10 an dem Türblatt 60 anliegt. Dann wird der Stulp 14 anschließend an dem Türblatt 60 verschraubt.
[0047] Wie in Figur 5 gezeigt ist, wird dann in Schritt c) auf beiden Seiten jeweils eine Rosette 22 in das Loch 64 eingeführt bzw. eingebracht.
[0048] Die Gegengewinde der Rosetten 22 werden mittels eines Montageaufsatzes 66, wie in den Figuren 6 und 7 dargestellt ist, in die Gewindeteile 46 eingedreht. Hierzu wird zunächst ein Mehrkantstift 68 des Montageaufsatzes 66 derart in eine der beiden Handhaben 20 eingebracht, dass ein Mitnahmeprofil 70 des Montageaufsatzes 66 aus der Handhabe herausragt. AnschlieBend wird das Mitnahmeprofil 70 von einer ersten Seite in das Loch 64 eingebracht bzw. eingeführt. Sobald das Mitnahmeprofil 70 mit dem Mitnahmeprofil des Rohrabschnitts 26 der Rosette 22 in Eingriff bzw. in Kontakt ist, wird die Handhabe 20 um die Lochlängsachse rotiert, bis die Anlageplatte 24 der Rosette 22 an dem Türblatt 60 anliegt. Anschließen wird der Montageaufsatz 66 aus dem Loch 64 entfernt.
[0049] Dann wird die zweite Rosette 22 auf die vorstehend beschriebene Art und Weise in das betreffende zweite Gewindeteil 40 eingedreht, und der Mehrkantstift 68 wird aus der Handhabe 20 entfernt.
[0050] In Schritt e) wird der Vierkantstift 16 in das Loch 64 eingeführt (siehe Figur 8).
[0051] Abschließend werden die Montageringe 28 und dann die Handhaben 20 auf den Vierkantstift 16 aufgesteckt bzw. aufgebracht. Die Handhaben 20 werden an dem Vierkantstift 16 verschraubt. Dies ist in Figur 10 gezeigt.
[0052] In Figur 11 ist eine alternative Ausführungsform eines Schließsystems 4 zur Montage an dem Türblatt 60 dargestellt.
[0053] Da das in Figur 11 dargestellte Schließsystem 4 weitgehend dem in Figur 1 gezeigten Schließsystem 2 gleicht, werden im Folgenden lediglich Unterschiede zu dem Schließsystem 2 erläutert. Nicht näher beschriebene Bauteile des Schließsystems 4 entsprechen den Bauteilen des Schließsystems 2 und sind mit dem gleichen Bezugszeichen versehen.
[0054] Das Schließsystem 4 umfasst zwei jeweils ein Innengewinde aufweisende Gewindeteile 40 aus einem metallischen Werkstoff. Die Gewindeteile 40 weisen jeweils einen Ringabschnitt 48 und eine Anlageplatte 44 auf. Die Ringabschnitte 48 umfassen an einer Innenumfangsseite jeweils ein Gewinde 46. An der Anlageplatte 44 sind auf einer dem Ringabschnitt 48 zugewandten Seite Vorsprünge 42 ausgebildet, die dorn- oder hakenartig ausgebildet sein können.
[0055] Die Gewindeteile 40 werden bei der Montage des Schließsystems 4 derart in die Ausnehmung 62 eingebracht, dass die Ringabschnitte 48 in dem Loch 64 angeordnet sind und die Anlageplatten 44 an dem Türblatt 60 anliegen. Die an den Anlageplatten 44 angeordneten Vorsprünge 42 schneiden somit in das Türblatt 60 ein, wodurch die Gewindeteile 40 drehfest gesichert sind.
[0056] An den Außenseiten der Ringabschnitte 48 sind Federelemente 49 angeordnet, die das jeweilige Gewindeteil 40 in dem betreffenden Loch 64 des Türblatts 60 halten. Die Federelemente 49 sind Montagehilfen und können Toleranzen ausgleichen.
BEZUGSZEICHENLISTE
2 Schließsystem 4 Schließsystem 10 Einsteckschloss 12 Schlosskörper 14 Stulp
16 Vierkantstift
18 Schraube
20 Handhabe
22 Rosette
24 Anlageplatte 26 Rohrabschnitt 28 Montagering 30 Abdeckung
32 Ausnehmung 34 Außengewinde 40 Gewindeteil
42 Vorsprung
44 Anlageplatte 46 Innengewinde 48 Ringabschnitt 49 Federelemente 52 Bügel
56 Längsschenkel 58 Querschenkel
60 Türblatt 62 Ausnehmung 64 Loch
66 Montageaufsatz 68 Mehrkantstift 70 Mitnahmeprofil
AT 18 386 U1 2025-01-15
Claims (15)
1. Schließsystem zur Montage an einem Türblatt (60) oder einem Fensterrahmen, umfassend ein Einsteckschloss (10), das in eine Ausnehmung (62) des Türblatts (60) bzw. des Fensterrahmens einbringbar ist, eine Rosette (22), die in ein Gewindeteil (40) eindrehbar ist, eine Handhabe (20) und einen Mehrkantstift, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindeteil (40) mittels eines Sicherungselements drehfest zwischen dem Türblatt (60) bzw. dem Fensterrahmen und dem Einsteckschloss (10) gesichert ist.
2, Schließsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement drehfest an dem Einsteckschloss (10) gesichert ist.
3. Schließsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement ein Bügel (52) ist.
4. Schließsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein zweites Gewindeteil (40), wobei die beiden Gewindeteile (40) an Ringabschnitten (48) ausgebildet sind, die über das Sicherungselement miteinander verbunden sind.
5. Schließsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement ein U-förmiger Bügel (52) ist und/oder federelastisch ist.
6. Schließsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement ein Vorsprung (42) ist, der in das Türblatt eingreift.
7. Schließsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindeteil (40) an einem Ringabschnitt (48) ausgebildet ist, das an einer Seite eine Anlageplatte (44) umfasst, an der auf einer dem Ringabschnitt (48) zugewandten Seite der Vorsprung (42) angeordnet ist.
8. Schließsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rosette (22) ein mit einem Gewinde des Gewindeteils (40) korrespondierendes Gegengewinde umfasst.
9. Verfahren zur Montage eines Schließsystems (2, 4) an einem Türblatt (60) bzw. einem Fensterrahmen, umfassend folgende Schritte:
a) Einbringen eines ein Gewindeteil umfassenden Ringabschnitts (48) in eine Ausnehmung (62) des Türblatts (60) bzw. des Fensterrahmens;
b) _drehfestes Sichern eines Sicherungselements, so dass das Gewindeteil (40) drehfest zwischen dem Türblatt (60) bzw. dem Fensterrahmen und dem Einsteckschloss (10) gesichert ist;
c) Einsetzen der Rosette (22) in das Loch (64) in Richtung der Ausnehmung (62);
d) Eindrehen der Rosette (22) in das Gewindeteil (40);
e) Einführen eines Mehrkantstifts in das Loch (64) des Türblatts (60) bzw. des Fensterrahmens; und
f) Aufstecken und Befestigen der Handhabe (20) an dem Mehrkantstift (50).
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichern des Sicherungselements nach Schritt b) durch Einbringen des Einsteckschlosses (10) in die Ausnehmung (62) erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen des
Ringabschnitts (48) in die Ausnehmung (62) nach Schritt a) folgende Schritte umfasst:
a.l) elastisches Verformen des Sicherungselements, derart dass zwei Längsschenkel (56) des Sicherungselements aufeinander zubewegt werden;
a.) Einbringen des Ringabschnitts (48) in die Ausnehmung (62) des Türblatts (60) bzw. des Fensterrahmens bis der Ringabschnitt mit dem Loch (64) fluchtet;
a.) Entspannen des Sicherungselements, so dass sich das Sicherungselement in Richtung seiner Ruhestellung zurückstellt und der Ringabschnitt (48) in dem Loch (64) angeordnet ist; und
a.iv) Rotieren des Sicherungselements in eine Position, in der das Einsteckschloss (10) in die Ausnehmung (62) einbringbar ist.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt b) der Ringabschnitt (48) in Richtung einer Türblatt- bzw. Fensterrahmenaußenseite verschoben wird, bis ein Sicherungselement in das Türblatt (60) bzw. den Fensterrahmen einschneidet, wobei das Sicherungselement an einer Anlageplatte (44) ausgebildet ist, die an einem in der Ausnehmung (62) angeordneten Ende des Ringabschnitts (48) angeordnet ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsteckschloss (10) an dem Türblatt (60) bzw. dem Fensterrahmen fixiert, insbesondere verschraubt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Eindrehen der Rosette (22) in das Gewindeteil (40) gemäß Schritt d) folgende Schritte umfasst: d.i) Einbringen eines Montageaufsatzes (66) in die Handhaben (20), derart dass ein Mit-
nahmeprofil (70) des Montageaufsatzes (66) aus der Handhabe (20) herausragt;
d.ii) Einbringen des Mitnahmeprofil (70) in das Loch (64), derart dass das Mitnahmeprofil (70) mit einem Mitnahmeprofil der Rosette (22) in Eingriff ist;
d.ili) Drehen der Handhabe (20) um eine sich in Lochlängsrichtung erstreckende Achse bis eine Anlageplatte (24) der Rosette (22) an dem Türblatt (60) bzw. dem Fensterrahmen anliegt;
d.iv) Entfernen des Mitnahmeprofils (70) aus dem Loch (64); und
d.v) Entfernen des Mehrkantstifts (68) aus der Handhabe (20).
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (20) in Schritt f) mittels einer Schraube (18) an dem Mehrkantstift fixiert wird.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|---|
| DE102022131203A1 (de) | 2022-11-25 | 2024-05-29 | Griffwerk GmbH | Schließsystem für Türen oder Fenster |
Citations (1)
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| US20130239631A1 (en) * | 2012-03-14 | 2013-09-19 | Townsteel, Inc. | Cylindrical Lockset |
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|---|---|---|---|---|
| DE102018126399A1 (de) | 2018-10-23 | 2020-04-23 | Hermat-Metallwaren B. Porst GmbH | Schließsystem und Verfahren zur Montage eines derartigen Schließsystems |
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| US20130239631A1 (en) * | 2012-03-14 | 2013-09-19 | Townsteel, Inc. | Cylindrical Lockset |
Also Published As
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