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Selbsttätiger Plattenwechsler für Spreehmaschinen
Bei den meisten bekannten Plattenwechslern für
Sprechmaschinen wird der Plattenstapel durch ein oder mehrere Klinken über dem Spielteller gehalten, welche Klinken durch irgendwelche mechanische Betätigungsmittel in den Dorn ein- geschwenkt werden können, auf welchen die
Platten aufgesteckt sind. Der Plattenwechsel- vorgang bestand darin, dass, nachdem der Tonarm ausgeschwenkt war, die unterste Platte des Stapels freigegeben wurde, so dass sie über den Dorn abrutschte und auf die zuletzt gespielte Platte zu liegen kam, während die als Haltemittel dienenden
Klinken die zweitunterste Platte und damit den
Plattenstapel festhielten.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Plattenwechseleinrichtung, die zu dem erwähnten
Zwecke eine Hülse aufweist, die durch Schlitze in federnde Lamellen unterteilt ist, wobei diese Hülse mit einem Betätigungsorgan der Halteklinken in Verbindung steht. Die federnden Lamellen legen sich während des Wechselvorganges gegen die Innenseite des Führungsloches der Platten, um den Plattenstapel während des Wechselvorganges zu halten.
In der Zeichnung sind vier beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Achsialschnitt einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 stellt eine Ansicht des um 90'gegenüber der Darstellung in Fig. 1 verdrehten Dornes, Fig. 3 veranschaulicht einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform, während des Abspielens einer Platte, während Fig. 4 die gleiche Ausführungsform während des Wechselvorganges darstellt. Eine dritte Ausführungsform ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt, wobei wieder Fig. 5 den Betriebszustand während des Spielens einer Platte veranschaulicht und Fig. 6 die Stellung der einzelnen Organe während des Wechselvorganges zeigt. Die vierte Ausführungsform in den gleichen Betriebszuständen wird durch die Fig. 7 und 8 dargestellt.
Fig. 9 zeigt in grösserem Massstabe Einzelheiten der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2, während Fig. 10 einen um 90 verdrehten Achsialschnitt der Fig. 7 darstellt. Fig. 11 schliesslich ist ein Schnitt nach der Linie XI-XI in Fig. 10.
Bei dem in den Fig. 1, 2 und 9 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes weist der Dorn einen äusseren Hohl- zylinder 1 auf, auf welchem als letzter Teil des
Betätigungsmechanismus des Plattentellers 3 das
Zahnrad 2 fest aufgebracht ist. Der ebenfalls fest auf dem Hohlzylinder 1 sitzende Plattenteller 3 ist mittels des Kugellagers 4 im Apparatgehäuse 5 gelagert. Innerhalb des Hohlzylinders 1 ist die Betätigungsstange 6 gehalten, welche an ihrem unteren Ende mit einer nicht dargestellten
Steuerung verbunden ist, dank welcher die Betätigungsstange 6 in vertikaler Richtung auf-und abbewegt werden kann. Diese Steuerbewegung, sowie das Auslösen dieser Steuerbewegung wird durch nicht dargestellte allgemein bekannte Mittel bewerkstelligt.
Die Betätigungsstange 6 ist von einem Einschnitt 7 durchbrochen, in welchem die Halteklinken 8 ausschwenkbar gelagert sind. Sie sind durch eine Feder 10 verbunden, durch deren Einfluss die Halteklinken 8 auseinandergedrückt werden, so dass sie das Bestreben haben, durch ein Fenster des Hohlzylinders 1 beidseitig über den äusseren Umfang dieses Hohlzylinders hinauszutreten. Diese Stellung ist in Fig. 1 dargestellt, wo der Plattenstapel 11 auf der Oberseite der Klinken 8 aufruht und durch diese gehalten wird.
Die Betätigungsstange 6 weist in ihrem oberen Teil ein Gewinde 12 auf, in welches die Schraube 13 eingeschraubt ist, durch deren Kopf 14 die Feder 15 gehalten ist, die sich anderseits gegen die Schulter 16 einer Hülse 17 abstützt, welche über den oberen Teil der Be- tätigungsstange ss gesteckt ist. Diese Hülse 17 ist in ihrem unteren Teil geschlitzt, so dass durch die einzelnen Schlitze die federnden Lamellen 18 gebildet werden, deren unterer Rand 19 (vgl. besonders Fig. 9) eine innere Schrägfläche aufweist und auf seiner Aussenseite leicht über den äusseren Umfang der Hülse 17 hinausragt.
Der obere Teil des Hohlzylinders 1 weist eine äussere konische Fläche 22 auf, welche mit der inneren Schrägfläche 20 der Hülse 17 zusammenarbeitet, in der Weise, dass eine Aufwärtsbewegung des Zylinders 1 die Lamellen 18 auseinanderdrückt, so dass sich deren äusserer Rand 19 gegen die Innenwandungen des Führungsloches der zweituntersten Platte anlegt.
Der Plattenwechselvorgang spielt sich auf die folgende Weise ab :
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Der über den Dorn gesteckte Plattenstapel 11 liegt vorerst auf der Oberseite der Klinken 8 auf.
Durch den erwähnten, nicht dargestellten Steuer- mechanismus, der den Plattenabwurf einleitet, wird nun die Betätigungsstange 6 nach unten ge- zogen. Dadurch wird die Feder 24, welche sich einerseits gegen die Betätigungsstange 6 und anderseits gegen den Hohlzylinder 1 abstützt, zusammengedrückt. Gleichzeitig wird die Lager- stelle 9 der Klinke 8 nach unten bewegt, so dass die auf dem unteren Rand des Fensters des Hohl- zylinders 1 aufliegenden Klinken soweit nach innen verschwenkt werden, bis sie hinter den äusseren Umfang des Zylinders 1 zurücktreten.
Durch die gleiche senkrechte Bewegung wird die Feder 15 zusammengedrückt, welche die Ab- wärtsbewegung auf die Hülse 17 überträgt und der Rand 19 der federnden Lamellen 18 schiebt sich über die konische Fläche 22 des Zylinders 1.
Dadurch werden die federnden Lamellen 18 auseinandergedrückt und pressen sich ihrerseits gegen die Innenwandung der zweitletzten Platte. In zeitlicher Hinsicht sind diese Vorgänge dermassen koordiniert, dass wenn die Klinken 8 innerhalb des Umfanges des Hohlzylinders 1 verschwunden sind, die federnden Lamellen 18 sich schon gegen das Führungsloch der zweituntersten Platte anpressen und so diese zweitunterste Platte samt dem darüberliegenden Plattenstapel halten. Sobald die Klinken 8 ihre innere Endlage erreicht haben, fällt die unterste Platte 23 über die Hülse 1 ab und gleitet auf den Plattenteller 3. Durch die nicht dargestellten Steuerorgane wird in diesem Augenblick die Betätigungsstange 6 wieder nach oben verschoben.
Durch die Wirkung der Feder 10 treten die Klinken 8 wieder über den Umfang des Hohlzylinders 1 hinaus, die Hülse 17 verschiebt sich der Federwirkung der Lamellen 18 wegen, die nun wieder den Einfluss der jetzt entspannten Feder 15 überwiegt, nach oben, so dass die Klemm- wirkung des Randes 19 auf die Innenwandungen der jetzt untersten Platte aufhört und der gesamte Stapel um die Dicke einer Platte bis auf die Höhe der Klinken nachrutscht, auf deren Oberseite er gehalten bleibt.
In der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist die Hülse 25, die an Stelle der Hülse 17 des ersten Ausführungsbeispieles tritt, auf dem obersten Teil der Betätigungsstange 6 aufgeschraubt. Diese Betätigungsstange 6 ist in 26 abgesetzt. Um den oberen Teil von kleinerem Durchmesser sind die Segmente 27 angeordnet, welche durch einen gemeinsamen unteren Teil zusammengehalten sind und an Stelle der federnden Klinken 8 des ersten Ausführungsbeispieles treten. Der obere Rand der federnden Segment-
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während der untere Teil die Abschrägung 29 trägt. Zwischen den beiden schrägen Flächen springt eine Nase vor, auf welcher, während der Spieldauer einer Platte, der Plattenstapel ruht.
Das lose auf die Betätigungsstange 6 aufgesteckte Segmentstück 27 stützt sich mit seiner unteren Schrägfläche 29 gegen den konischen Rand des
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gegen den konischen unteren Rand 19 der Hülse 25 ansteht, welche wieder durch Schlitze in einzelne federnde Lamellenunterteilt ist, deren unterer Rand leicht über den Umfang der Hülse 25 hervorsteht.
Der Plattenwechselvorgang spielt sich bei diesem Ausführungsbeispiel folgendermassen ab :
Wie erwähnt, wird während der Spieldauer einer Platte der Plattenstapel durch eine Nase des Segmentstückes 27 gehalten. Um den Plattenwechselvorgang einzuleiten, wird die Betätigungsstange auf nicht dargestellte Weise nach unten bewegt, welche Bewegung unmittelbar auf die Hülse 25 übertragen wird. Der untere Rand der Lamellen 18 stösst dabei mit seiner schrägen Fläche 19 gegen die obere konische Fläche 20 des Segmentstückes 27. Das hat zur Folge, dass gleichzeitig die Lamellen 18 nach aussen und die einzelnen Glieder des Segmentstückes 27 nach innen gedrückt werden.
Die Federkraft der Lamellen 18 und der einzelnen Segmente des Segmentstückes 27 sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass der untere äussere Rand der federnden Lamellen gegen die Innenwandung des Führungs- loches der zweituntersten Platte angepresst ist, wenn die Segmentstücke so weit nach innen gedrückt sind, dass deren Stützflächen innerhalb des Umfanges des Zylinders 1 zurücktreten. In diesem Augenblick kann die unterste Platte 23 über den Hohlzylinder 1 auf den Plattenteller abrutschen, während der Plattenstapel auf der zweituntersten Platte, welche durch die auseinander gepressten Lamellen 18 gehalten wird, aufliegt.
Die nachfolgende Aufwärtsbewegung der Betätigungsstange 6 bewirkt eine gegenläufige Bewegung, die Nasen des Segmentstückes 27 treten wieder über den Umfang des Zylinders 1 hinaus, die federnden Lamellen 18 gehen in die Ausgangsstellung zurück, so dass der gesamte Plattenstapel um eine Plattendicke nach unten rutscht und auf den Nasen der Segmentstücke 27 liegen bleibt.
In der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 wirkt die Betätigungsstange 6, welche im Hohlzylinder 1 geführt ist über eine Schraube 31 und eine Feder 3 auf ein rohrtörmiges Verbindungsstück 33, dessen äusserer unterer Rand abgeschrägt ist. Der obere Teil des Hohlzylinders 1 ist geschlitzt, wie es in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen die Hülsen 17 und 25 waren, so dass auch hier federnde Lamellen 34 gebildet werden. Die Betätigungsstange 6 ist vom Schlitz 35 durchbrochen, in welchem die Klinken 36 Platz finden. Diese Klinken sind mit einer Nase 37 versehen, gegen welche sich der Plattenstapel abstützt. Auf der unteren Seite stützen sie sich mit dem Rand 38 gegen eine dem Schlitz 35 entsprechende Öffnung des Zylinders 1.
Die Klinken 36 tragen je einen Arm 39, welche Arme sich in der Achse des Dornes kreuzen und bis über die Dornmitte hinaus ragen. Die beiden gekreuzten Arme können dem Einfluss eines Stiftes 40 oder einer Kugel 42 unterworfen werden, welche letztere durch die Feder 41 gegen die gekreuzten Arme 39 gedrückt wird.
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Wird die Betätigungsstange in vertikaler Richtung nach unten bewegt, so wird diese Bewegung über die Feder 32 auf das Verbindungsstück 33 übertragen, welches mit seinen schrägen Flächen gegen die entsprechenden der federnden Lamellen 34 stösst und auf diese Weise die Lamellenränder gegen die Innenwandung des Führungsloches der zweituntersten Platte drückt. Gleichzeitig stösst der Stift 40 gegen die beiden gekreuzten Arme 39 der Klinken 36, wodurch diese um ihre Stützfläche 38 so lange verdreht werden, bis die Nasen 37 hinter den Umfang des Zylinders
1 zurücktreten. In dieser Betriebsstellung kann die unterste Platte 23 über die Hülse 1 abfallen, während der Plattenstapel durch die zweitunterste von den federnden Lamellen 34 gehaltene Platte gestützt wird.
Die Rückführbewegung erfolgt analog den beschriebenen Ausführungsbeispielen, wobei die Klinken 36 durch die unter Einfluss der Feder 41 stehende Kugel 42 wieder in die
Sperrstellung ausgeschwenkt werden.
Gemäss der in den Fig. 7,8, 10 und 11 dargestellten Ausführungsform des Erfindung- gegenstandes ist die Betätigungsstange 6 durch eine breitköpfige Schraube 54 über die Feder 42 mit einem rohrförmigen Verbindungsstück 33 verbunden. Dieses Verbindungsstück 33 ist somit in der Lage, federnd den Abwärtsbewegungen des Betätigungsarmes 6 zu folgen, während die Aufwärtsbewegung durch den oberen Rand der Betätigungsstange 6 bewerkstelligt wird, welche gegen eine entsprechende Absetzung des rohr- förmigen Verbindungsstückes 33 stösst. Die Betätigungsstange 6 weist einen langen Spalt 43 auf, der vom Bolzen 44 durchsetzt ist, welcher Bolzen seinerseits in den Wandungen des Verbindungsstückes 33 gelagert ist. Der Bolzen 44 dient der Lagerung zweier Klinken 45, deren längliche Öffnungen 55 er durchsetzt.
Quer zum Schlitz 43 ist die Betätigungsstange 6 weiter von der senkrecht dazuliegenden Öffnung 60 durchbrochen, welche dem Bolzen 44 und damit auch dem Verbindungsstück 33 eine Relativbewegung zur Betätigungsstange 6 gestattet.
Die Klinken 45 tragen Nasen 46, auf welche sich während des Spieles einer Platte der Plattenstapel abstützt. Eine Kugel 47 wird durch die Feder 48 gegen die unteren geneigten Flächen der Klinken 45 gedrückt, so dass der Bolzen 44 gegen den unteren Rand des Loches 55 anliegt. Die Klinken 45 sind beide von einem gebogenen Führungsschlitz 49 durchbrochen, wobei die Biegungsrichtung dieses Schlitzes bei beiden Klinken eine entgegengesetzte ist. Die beiden Führungsschlitze werden vom Stift 50 durchsetzt, der unverrückbar mit der Betätigungsstange 6 verbunden ist.
Der untere Rand 51 des Verbindungsstückes 33 verläuft nach innen zu konisch, während der obere Rand des Zylinders 1, welcher in federnde Lamellen 52 aufgeteilt ist, auf seiner Innenseite eine konische Fläche trägt, derart, dass das Verbindungsstück 33 mit seiner Schrägfläche 51 unter diese federnden Lamellen 52 greifen kann.
Die Wirkungsweise der Abwurfvorrichtung nach diesem Ausführungsbeispiel ist die folgende :
Während die eine Platte gespielt wird, stützt sich der Plattenstapel auf die Nasen 46 der ausgeschwenkten Klinken gemäss Fig. 7. Die Auswechslung der Platten wird wieder durch eine Bewegung der Betätigungsstange 6 nach unten ausgelöst.
Der Schraubenkopf 54 drückt die Feder 32 zusammen, so dass das Verbindungsstück 33 nach unten bewegt wird und sein unterer Rand die federnden Lamellen 52 gegen die Innenwandung des Führungsloches der zweituntersten Platte drückt.
Sobald diese Stellung erreicht ist, bleibt das Verbindungsstück stehen, während die Betätigungsstange 6 sich weiter nach unten bewegt. Die Relativbewegung zwischen Betätigungsstange und oberer Hülse wird ermöglicht durch die Öffnung 60 in der Stange 6, innerhalb welcher der Stift 44 sich gegen das obere Ende bewegt. Mit dem Verbindungsstück 33 verbleiben auch die Klinken in ihrer Lage, während der Stift 50, der fest mit der Betätigungsstange 6 verbunden ist, weiter nach unten bewegt wird, was der Form der Führungsschlitze wegen zur Folge hat, dass die Klinken nach innen schwenken, bis die Nasen 46 hinter den Umfang des Zylinders 1 zurückgetreten sind. Diese Betriebsstellung ist in Fig. 8 dargestellt. Die Kugel 47 wird dabei durch die Feder 48 in steter Berührung mit den Klinken 45 gelassen.
In dieser Stellung kann die unterste Platte 23 abrutschen, während der Stapel auf der festgehaltenen zweituntersten Platte gehalten bleibt. Eine Aufwärtsbewegung der Betätigungstange 6 hat zur Folge, dass die Klinken durch den Stift 50 wieder nach aussen geführt werden, bevor der obere Rand 53 der Betätigungsstange die entsprechende Absetzung des Verbindungsstückes erreicht hat, um so deren Aufwärtsbewegung und damit die Lösung der zweituntersten Platte von den federnden Lamellen einzuleiten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Plattenwechsler für Sprechmaschinen, bei welchem der Plattenstapel durch einschwenkbare Klinken oberhalb des Plattentellers gehalten wird und der eine zu federnden Lamellen geschlitzte Hülse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Lamellen durch den Einfluss schräger Flächen gegen die Innenwandungen des Führungsloches der vorletzten Platte des Stapels gedrückt werden können, zum Zwecke, diesen Stapel während des Abfallens der letzten Platte zu halten.