AT16838U1 - Tellurium - Google Patents
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Abstract
Ein Tellurium (1) umfasst einen Sockel (2) mit einer Bohrung, eine· Schraube (3), einen Mondring (10) mit einer Mondachse (13), an dem ein Mond (14) angeordnet ist, und eine Schraubkappe (5) mit einer Erdachse (6), an der eine Erde (7) angeordnet ist, wobei die Schraube (3) in der Bohrung des Sockels (2) angeordnet ist und die Schraubkappe (5) auf den Sockel (2) mittels der Schraube (3) aufgeschraubt ist. Zwischen dem Sockel (2) und der Schraubkappe (5) ist der Mondring (10) angeordnet, der zur Längsachse der Schraube (3) geneigt ist.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft ein Tellurium.
[0002] Aus der DE 40 35 635 C1 ist ein Tellurium zur Darstellung der bei der täglichen Rotation und dem jährlichen Umlauf der Erde um die Sonne eintretenden Erscheinungen, besonders des durch den Winkel der Ekliptik bedingten Wechsels der Jahreszeiten, bekannt. Dieses Tellurium weist einen Sockel mit einem auf dem Sockel um diesen drehenden Arm auf. Ein drehbarer Globus ist auf dem ausragenden Ende des Arms unter einem Winkel von 23,5° zur Vertikalen angeordnet. Weiter weist das Tellurium eine nahezu punktförmige Lichtquelle auf, die in der Drehachse des Sockels angeordnet ist, wobei eine optische Einrichtung das Licht der Lichtquelle bündelt. Zusätzlich ist eine Vorrichtung zur Darstellung des durch die Sonne bedingten Schattenwurfs vorgesehen.
[0003] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Tellurium hinsichtlich der Darstellungsmöglichkeiten weiter zu verbessern.
[0004] Die Lösung des technischen Problems ergibt sich durch den Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0005] Das Telluriuum umfasst einen Sockel mit einer Bohrung, eine Schraube, einen Mondring mit einer Mondachse, an dem ein Mond angeordnet ist, und eine Schraubkappe mit einer Erdachse, an der eine Erde angeordnet ist, wobei die Schraube in der Bohrung des Sockels angeordnet ist und die Schraubkappe auf dem Sockel mittels der Schraube aufgeschraubt ist, wobei zwischen dem Sockel und der Schraubkappe der Mondring angeordnet ist, der zur Längsachse der Schraube geneigt ist, wobei die Neigung des Mondrings vorzugsweise zwischen 4° bis 6° geneigt ist.
[0006] Hierdurch ist die Mondbahn wie in der Realität gegenüber der Bahnebene der Erde geneigt, sodass die Darstellung realitätsnäher ist. In der Realität entspricht die Neigung 5,15°, sodass eine Neigung zwischen 4° bis 6° dem ausreichend nahe kommt. Vorzugsweise ist dabei auch die Erdachse geneigt, vorzugsweise zwischen 22° bis 25°, weiter vorzugsweise um 23,5°.
[0007] In einer Ausführungsform ist der Mondring zwischen einem ersten Rundkeil und einem zweiten Rundkeil angeordnet, wobei Mittel zur Kopplung der beiden Rundkeile vorgesehen sind. Uber die Rundkeile lässt sich einfacher die Neigung der Mondumlaufbahn einstellen, wobei dann der Mondring selbst plan sein kann und auf der schiefen Ebene des Rundkeils aufliegt. Durch die Mittel zur Kopplung wird verhindert, dass sich die beiden Rundkeile gegeneinander verdrehen und so eine Rotation um die Schraube verhindern.
[0008] In einer Ausführungsform ist das Mittel zur Kopplung als Stift ausgebildet, wobei zwischen Mondring und Schraube ein Mondlagering angeordnet ist, wobei der Stift in Bohrungen der beiden Rundkeile und des Mondlagerings steckt, sodass diese die Teile nicht gegeneinander verdreht werden können.
[0009] In einer alternativen Ausführungsform weisen die beiden Rundkeile Halbringe auf, die die Kopplung realisieren. Die Halbringe greifen dabei ineinander durch den Mondring. Der Vorteil ist die Einsparung von Bauteilen (Stift und Mondlagering) und der einfachere Zusammenbau.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform weist der Mondring Mittel zum Fixieren und Lösen des Mondringes gegen eine Drehung um die Längsachse der Schraube auf. Vorzugsweise weist der Mondring hierzu ein Gewinde auf, in das eine Griff-Schraube eingeschraubt ist. Je nach Ausführungsform wird dadurch der Mondring gegen den Mondlagering oder die Halbringe der Rundkeile fixiert bzw. durch Herausdrehen der Griff-Schraube gelöst.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform weist der zweite Rundkeil Mittel zum Fixieren und Lösen des zweiten Rundkeils mit der Schraube auf, wobei das Mittel vorzugsweise auch eine GriffSchraube ist.
[0012] Somit sind verschiedene Bewegungen zwischen Mond und Erde plastisch darstellbar, wobei durch eine Drehung an der Griff- Schraube des zweiten Rundkeils das Rotieren der Ekliptik der Mondumlaufbahn zur Erde darstellbar ist. Somit lassen sich insbesondere Finsterniskonstellationen plausibilisieren, warum diese in Realität erheblich seltener auftreten, als dies bei einfachen Tellurien zu erwarten wäre.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform weist die Schraubkappe eine Bohrung auf, in der die Erdachse gelagert ist. Dabei kann die Erdachse mit der Schraubkappe fest verbunden sein, beispielsweise verklebt oder verlötet sein. Die Erde weist dann ebenfalls eine Bohrung auf, in der eine Hülse angeordnet ist, in die die Erdachse eingeführt ist, sodass die Erde (Globus) um die Erdachse drehbar ist.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Figuren zeigen:
[0015] Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Tellurium in einer ersten Ausführungsform, [0016] Fig. 2 eine Schnitt-Darstellung entlang des Schnitts D-D,
[0017] Fig. 3 eine Schnitt-Darstellung entlang des Schnitts E-E,
[0018] Fig. 4 eine Explosionsdarstellung der Schnitt-Darstellung,
[0019] Fig. 5 eine Draufsicht auf ein Tellurium in einer zweiten Ausführungsform, [0020] Fig. 6 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A- A und
[0021] Fig. 7 eine Explosionsdarstellung der Schnittdarstellung.
[0022] In der Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein Tellurium 1 in einer ersten Ausführungsform dargestellt, wobei in den Fig. 2 und 3 Schnittdarstellungen entlang der Schnittlinie D-D bzw. E-E dargestellt sind. Das Tellurium 1 umfasst einen Sockel 2 mit einer Bohrung, in der eine Schraube 3 angeordnet ist. Die Schraube 3 verbindet dabei den Sockel 2 mit einer Bodenplatte 4. Weiter weist das Tellurium 1 eine Schraubkappe 5 auf. Die Schraubkappe 5 weist eine Bohrung auf, in der eine Erdachse 6 in der Bohrung verklebt ist. Auf die Erdachse 6 ist eine Erde 7 (Globus) aufgesteckt. Hierzu weist die Erde 7 eine Bohrung auf, in der eine Hülse 8 angeordnet -ist, sodass die Erde 7 um die Erdachse 6 drehbar ist. Die Erdachse 6 schließt dabei zur Längsachse der Schraube 3 einen Winkel a = 23,5° ein. Um diesen Winkel a ist die Schraubkappe 5 abgeschrägt, sodass die Erdachse 6 senkrecht zur Oberfläche der Schraubkappe 5 steht. Weiter umfasst das Tellurium 1 einen ersten Rundkeil 9, einen Mondring 10, einen Mondlagering 11 und einen zweiten Rundkeil 12. Dabei ist der Mondring 10 zwischen dem ersten Rundkeil 9 und dem zweiten Rundkeil 12 angeordnet. Der Mondlagering 11 liegt zwischen Schraube 3 und Mondring 10. Der erste Rundkeil 9 weist eine Neigung von ca. 5° auf (vorzugsweise 5,15°), sodass der Mondring 10 ebenfalls um 5° geneigt ist. Entsprechend stellt sich ein Winkel ß von ca. 85° ein. An den Mondring 10 ist eine Mondachse 13 angeordnet, die beispielsweise in eine Bohrung eingesteckt ist. An der Mondachse 13 ist ein Mond 14 angeordnet. Die Mondachse 13 kann dabei lösbar oder fest mit dem Mondring 10 verbunden sein. Weiter weist der Mondring 10 an der gegenüberliegenden Seite ein Gewinde auf, in das eine Griffschraube 15 einschraubbar ist. Der zweite Rundkeil 12 weist eine komplementäre Neigung zum ersten Rundkeil 9 auf. Auch der zweite Rundkeil 12 weist ein Gewinde auf, in das eine zweite Griffschraube 16 eingedreht werden kann. Zusätzlich weisen der erste Rundkeil 9, der Mondlagering 11 und der zweite Rundkeil 12 jeweils eine Bohrung auf, in die ein Stift 17 eingesteckt ist, um eine Verdrehung und damit Verkeilung der Elemente gegeneinander zu verhindern.
[0023] Mittels der Griffschrauben 15,16 können nun gekoppelte oder entkoppelte Bewegungen von Mond 14 und Erde 7 dargestellt werden.
[0024] Wird beispielsweise die Griffschraube 16 fest angezogen und 15 etwas gelöst, so wird der Mondring 10 vom Mondlagering 11 entkoppelt. Dann kann der Mond 14 in seiner schrägen Ebene gedreht werden. Wird die Griffschraube 15 hingegen voll angezogen und 16 etwas gelöst, ist der Mondring mit dem Mondlagering 11 gekoppelt und eine Drehung des Mondrings 10 führt auch zu
einer Drehung des Mondlageringes 11 und damit auch des zweiten Rundkeils 12 mit der Folge, dass sich die schräge Ebene um die Längsachse der Schraube dreht.
[0025] In Fig. 5 bis Fig. 7 ist eine zweite Ausführungsform eines Telluriums 1 dargestellt, wobei gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Mondlagering 11 und der Stift 17 entfallen. Dafür weisen der erste Rundkeil 9 und der zweite Rundkeil 12 Halbringe 18 auf, die ein Verdrehen gegeneinander verhindern. Die Mondachse 13 ist dabei über eine Klebestelle 19 mit dem Mondring 12 verklebt. Die Erdachse 6 ist über eine Klebestelle 20 mit der Schraubkappe 5 verklebt.
Claims (8)
1. Tellurium (1), umfassend einen Sockel (2) mit einer Bohrung, eine Schraube (3), einen Mondring (10) mit einer Mondachse (13) , an dem ein Mond (14) angeordnet ist, und eine Schraubkappe (5) mit einer Erdachse (6), an der eine Erde (7) angeordnet ist, wobei die Schraube (3) in der Bohrung des Sockels (2) angeordnet ist und die Schraubkappe (5) auf den Sockel (2) mittels der Schraube (3) aufgeschraubt ist, wobei zwischen dem Sockel (2) und der Schraubkappe (5) der Mondring (10) angeordnet ist, der zur Längsachse der Schraube (3) geneigt ist.
2. Tellurium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mondring (10) zwischen 4° bis 6° geneigt ist.
3. Tellurium nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mondring (10) zwischen einem ersten Rundkeil (9) und einem zweiten Rundkeil (12) angeordnet ist, wobei Mittel zur Kopplung der beiden Rundkeile (9, 12) vorgesehen sind.
4. Tellurium nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Kopplung als Stift (17) ausgebildet ist, wobei zwischen Mondring (10) und Schraube (3) ein Mondlagering (11) angeordnet ist, wobei der Stift (17) in Bohrungen der beiden Rundkeile (9, 12) und des Mondlagerings (11) steckt.
5. Tellurium nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundkeile (9, 12) Halbringe (18) aufweisen.
6. Tellurium nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mondring (10) Mittel zum Fixieren und Lösen des Mondringes (10) gegen eine Drehung um die Längsachse der Schraube (3) aufweist.
7. Tellurium nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rundkeil (12) Mittel zum Fixieren und Lösen des zweiten Rundkeils (12) mit der Schraube (3) aufweist.
8. Tellurium nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubkappe (5) eine Bohrung aufweist, in der die Erdachse (6) gelagert ist.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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