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Einrichtung an Registrierkassen oder Buchungsmaschinen zum Zählen von Kapazitäts- überschreitungen der Addierwerke Bei besonderen Verwendungszwecken von Registrierkassen, z. B. in Filialgeschäften, wo sowohl das Einführen der Beträge als auch die tägliche Abrechnung der Kasse und das Auswechseln des Kontrollstreifens von derselben Person vorgenommen wird, ist es möglich, dass die Kapazität eines oder mehrerer Addierwerke durch betrügerisches Hinzufügen von Beträgen überschritten wird, um dadurch das Addierwerk auf Null oder auf einen geringeren als den richtigen Bestand einzustellen. Da das Druckwerk dem Benutzer zugänglich ist, kann er zur Vornahme dieses Betruges den Abdruck der fälschlich eingeführten Beträge verhindern oder nachträglich vernichten und ausserdem den dadurch zuviel geschalteten Laufnummerzähler wieder richtigstellen.
Um einer derartigen Betrugsmöglichkeit zu begegnen, ist es bekannt, nichtnullstellbare Überschreitungszähler anzuordnen, welche bei jeder Kapazitätsüberschreitung eines Addierwerkes um eine Einheit weitergeschaltet werden und deren Stand bei jeder Abrechnung der Addierwerke mit zum Abdruck gelangt.
Diese Überschreitungszähler sind meist nur zwei-oder dreistellig und bieten daher, insbesondere bei Maschinen, deren Addierwerke nur in grösseren Zeitabständen nullgestellt werden, nur geringe Sicherheit, da ja auch diese Zähler durch entsprechend häufiges Hinzuaddieren des grössten einstellbaren Wertes auf Null gestellt werden können.
Die Unterbringung von mehr als dreistelligen Überschreitungszählern, insbesondere bei Maschinen mit mehreren Addierwerken auf einer Achse, ist nicht ohne weiteres möglich und würde vor allem eine wesentliche Verbreiterung der Maschine erfordern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine grössere Sicherheit gegen die Möglichkeit einer Überschreitung bzw. Nullstellung des Überschreitungszählers durch fortgesetztes Addieren von BeträGen zu erhalten, ohne dass deswegen eine Verbreiterung der Maschine vorgenommen zu werden braucht. Die Erfindung besteht darin, dass allen oder mehreren Addierwerken ein einziger Überschreitungszähler in Form eines mit den normalen Betragsschaltwerken zusammenarbeitenden und deren Stellenzahl entsprechenden Addierwerkes zugeordnet ist und dass bei jeder Kapazitätsüberschreitung eines der Addierwerke die Maschine durch eine Sperrvorrichtung gegen die normale Weiterbenutzung gesperrt wird und die Sperrung nur durch Einleitung eines den Stand des Überschreitungszählwerkes um eine Einheit ver- ändernden Maschinenganges wieder aufgehoben werden kann.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 das Einstellfeld der Maschine, Fig. 2 einen Querschnitt durch das Betragsschaltwerk, Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Addierwerksreihe mit der Zehnerschaltvorrichtung, Fig. 4 einen Querschnitt durch das Betragsschaltwerk der höchsten Stelle mit einer Seitenansicht der Addierwerkstastenbank mit der Tastensperrvorrichtung, Fig. 5 eine Seitenansicht der Sondertastenbank.
Bei der der Beschreibung zugrunde gelegten Maschine handelt es sich um eine Registrierkasse für Filialgeschäfte, deren vollständige Be- dienung, d. h. Registrieren der Beträge, tägliche
Abrechnung der Kasse und Herausnehmen des
Kontrollstreifens von einer einzigen Person vor- genommen wird. Die Abrechnung geht hiebei so vor sich, dass die einzelnen z. B. für ver- schiedene Warenarten vorgesehenen Addierwerke nacheinander durch Ziehen von Zwischen- summen abgelesen und diese Summen auf einen
Abrechnungszettel gedruckt werden. Durch Ver- gleich der neuen Abrechnungssummen mit denen der letzten Abrechnung ergeben sich die Summen der in den einzelnen Warenarten umgesetzten
Beträge, zu deren Kontrolle noch der Kontroll- streifen hinzugefügt und mit dem Abrechnungs- zettel der Verrechnungsstelle zugeschickt wird.
Die Addierwerke, welche von der die Maschine bedienenden Person nicht nullgestellt werden können, überschreiten infolge des fortgesetzten
Hinzuaddieren von Beträgen verhältnismässig oft ihre Kapazität. Um diese Kapazitätsüber- schreitungen, die einer Nullstellung eines Addier- werkes gleichkommen und deshalb zu be-
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trügerischen Zwecken absichtlich herbeigeführt werden könnten, genau zu kontrollieren, ist die Maschine in nachstehend beschriebener Weise eingerichtet.
Das Einstellfeld der Maschine (Fig. l) weist sechs Reihen von Betragstasten 10 und mehrere Addierwerkstasten 11, 12 und 13 auf. Den Addierwerkstasten 11 sind sechs Addierwerke zur Aufspeicherung der in den sechs verschiedenen Warenarten registrierten Beträge zugeordnet, während der Taste 12 ein als Überschreitungszähler dienendes Kontrolladdierwerk zugehört. Ausserdem ist noch ein der Summierungstaste 13 zugeordnetes Addierwerk vorgesehen, welches zur Aufrechnung mehrerer zusammengehöriger Posten verwendet werden kann. Die Warenaddierwerke sind zu je drei auf zwei Achsen 15 und 16 angeordnet (Fig. 2 und 3), während das
Kontroll-und das Aufrechnungsaddierwerk auf je einer Achse 17 bzw. 18 untergebracht sind.
Sämtliche Addierwerke besitzen sieben Betragsstellen, denen je ein Betragsschaltwerk zugeordnet ist.
An der Addierwerkstastenbank ist ein Sperrschieber 21 verschiebbar gelagert (Fig. 4), der mit einem Arm 22 verbunden ist, welcher an dem einen Ende einer Hülse 23 befestigt ist, an deren anderem Ende ein Arm 24 befestigt ist. Dieser Arm ist durch einen Lenker 25 und eine Feder 27 mit einem Sperrhebel 26 federgekuppelt. Unter der Wirkung einer an dem
Hebel 26 angreifenden Feder 28 legt sich dessen hakenförmiges Ende gegen den erhöhten Um- fangsteil einer Scheibe 29, welche auf einer
Achse 30 gelagert ist. Die Scheibe 29 ist mit zwei Zahnsegmenten 29 a versehen, die ru'il je einem kleinen Zahnsegment 31 kämmen.
Jedes der beiden Zahnsegmente 31 ist mit je einem Zehnerschaltritzel 32 starr verbunden, die den Addierrädern 33 der höchsten Betrags- stelle der Warenaddierwerke zugeordnet sind.
Solange in keinem der Warenaddierwerke in der höchsten Betragsstelle ein Übergang von 9"auf O"erfolgt ist, stehen die Zehner- schaltritzel 32 und damit auch die Scheibe 29 in der in Fig. 4 gezeichneten Lage, in welcher der Sperrhebel 26 gegen den erhöhten Umfangs- teil der Scheibe 29 anliegt und dadurch mit
Hilfe der Feder 27 den Sperrschieber 21 in der gezeichneten Lage hält. In dieser Lage gibt der Schieber 21 die Warenaddierwerkstasten 11 frei, sperrt aber die Kontrolltaste 12, so dass also Beträge in die Warenaddierwerke eingeführt werden können.
An der Hülse 23 ist noch ein Arm 34 befestigt (Fig. 5), dessen Stift 35 an zwei Sperrschiebern 36 und 37 angreift, die beide an der Sondertasten- bank verschiebbar gelagert sind. In dieser
Sondertastenbank ist die Aufrechnungstaste. 13 und ein Schloss 14 angeordnet, welches durch einen Schlüssel 40 zum Ziehen einer Zwischen- summe nach rechts und zum Ziehen einer End- summe nach links gedreht werden kann und dabei einen Schieber 38 abwärts bzw. aufwärts bewegt.
Ein in dem Schieber 38 vorgesehener Kurvenschlitz 39 rückt dabei den einen oder anderen
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lesen"und der Tastenschaft 42 die Gangart Nullstellen"bestimmt. In der in Fig. 5 gezeichneten Ausgangslage gibt der Schieber 36
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Schlüssel des Filialleiters nur auf die Gangart "Ablesen't eingestellt werden kann.
Der Schieber 37, welcher in bekannter Weise zum Festhalten der Summierungstaste 13 in gedrückter Lage dient, wird durch Drücken dieser Taste zunächst aufwärts bewegt, springt dann aber unter Federwirkung sofort zurück und legt sich mit seinem Sperrh ? ken über den Stift der gedrückten Taste 13.
Findet nun während der Betragseinführung in der höchsten Stelle eines der Warenaddierwerke ein Übergang von"9"auf"0", d. h. eine Kapazitätsüberschreitung statt, so wird dem zugehörigen Zehnerschaltritzel 32 (Fig. 4) eine Teildrehung im Uhrzeigersinne erteilt, wobei dessen Zahnsegment 31 der Scheibe 29 eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinne erteilt. Diese Drehung ist so gross, dass der Sperrhebel 26 mit seinem Haken in die Vertiefung der Scheibe 29 einfallen kann, wodurch die mit dem Hebel 26 verbundenen Schieber 21, 36 und 37 so weit angehoben werden, dass der Schieber 21 die Warenaddierwerkstasten 11 sperrt und die Kontrolltaste 12 freigibt, während der Schieber 37 die eventuell gedrückt gewesene Summierungs- taste 13 auslöst.
Ausserdem sperrt jetzt der
Schieber 36 die Summierungstaste 13 und die Tastenschäfte 41 und 42 gegen Einwärtsdrücken. Bei Beendigung dieses Maschinenganges hält die Sperrklinke 26 die Scheibe 29 fest, so dass die Schieber 21, 36 und 37 in der erwähnten
Einstellung bleiben, in welcher die Waren- addierwerkstasten 11 und die Summierungs- taste 13 gesperrt sind. Der nächste Maschinen- gang kann also nur durch Drücken der Kontroll- taste 12 ausgelöst werden. Zwischen dieser
Taste 12 und den Betragstasten 10 besteht eine Ausschliesssperre bekannter Art, welche verhindert, dass die Kontrolltaste 12 in Ver- bindung mit einer Betragstaste 10 gedrückt werden kann.
Durch Drucken der Kontrolltaste 12 wud ein Schieber 45 abwärts bewegt (Fig. 4), der dabei mit seinem unteren Ende einen Arm 46 verschwenkt, der auf einer Welle 200 befestigt ist, welche dadurch um einen bestimmten Winkel gedreht wird. Auf der Welle 200 ist in der Ebene eines jeden Betragsschaltwerkes ein Arm 47 befestigt' (Fig. 2), der mit dem Stift 48 der zugehörigen Nullanschlagklinke 49 zusammenwirken kann.
Wenn die Welle 200 in der eben genannten Weise gedreht wird, treffen ihre Arme 47 auf die Stifte 48 und rücken die Nullanschlagklinken 49 sämtlicher Betragsstellen aus,
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so dass bei diesem Maschinengang sämtliche Betragsschaltwerke auf ihren höchsten Wert, nämlich 9"eingestellt werden, und somit den Wert"99 999 99"in das durch die Kontrolltaste 12 ausgewählte Kontrolladdierwerk 17 einführen. Der Bestand des Kontrolladdierwerkes, dessen Addierräder ursprünglich auf 99 999 99"standen, weist nun den Wert 99 999 98"auf, ist also um eine Einheit verringert worden.
Da dieser Maschinengang unter Benutzung der Taste 12 nach jeder Kapazitäts- überschreitung vorgenommen werden muss, wird also jede Kapazitätsüberschreitung durch Verringerung des Bestandes des Kontrolladdierwerkes um eine Einheit gezählt und durch Abdruck dieses Bestandes auf dem Abrechnungszettel einer regelmässigen Kontrolle unterworfen.
Auf der Achse 200 ist ausserdem ein Hebel 51 (Fig. 4) befestigt, der durch Drücken der Kontrolltaste 12 verschwenkt wird und dabei auf einen Fortsatz des Sperrhebels 26 trifft und somit dessen Haken aus der Rast der Scheibe 29 hebt, so dass diese Scheibe in ihre Normallage zurückkehren kann. Infolge der gedrückten Taste 12 können der Schieber 21 und die mit ihm verbundenen Teile 22-25 nicht in die Ausgangslage zurückkehren, sondern bleiben unter Spannen der Feder 27 in der neuen Stellung. Erst wenn die Taste 12 gelöscht wird, bringt die Feder 27 diese Teile wieder in ihre Ausgangslage.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Registrierkasse oder Buchungsmaschine mit mehreren Addierwerken und einer Einrichtung zum Zählen von Kapazitätsüberschreitungen, dadurch gekennzeichnet, dass allen oder mehreren
Addierwerken ein einziger Überschreitungszähler in Form eines mit den normalen Betragsschalt- werken zusammenarbeitenden und deren Stellen- zahl entsprechenden Addierwerkes (17) zugeordnet ist und dass bei jeder Kapazitätsüberschreitung eines der Addierwerke die Maschine durch eine Sperrvorrichtung (21-29) gegen die normale Weiterbenutzung gesperrt wird und die Sperrung nur durch Einleitung eines den Stand des Überschreitungszählwerkes (17) um eine Einheit verändernden Maschinenganges (Sondertaste 12) wieder aufgehoben werden kann.