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Ringventil, insbesondere für Kompressoren
Es sind Ringventile bekannt, deren Ventilplatte mittels Lenkerplatte reibungslos geführt wird. Diese Bauart hat den Nachteil, dass die Ventilplatte bei der Hubbewegung eine Verdrehung in der Plattenebene ausführt, die durch das Herausbiegen der mit der Ventilplatte verbundenen Lenkerarme der Lenkerplatte nach einer Seite entsteht. Die im Rhythmus der Hubbewegung der Ventilplatte stattfindende Verdrehung der Ventilplatte in der Plattenebene hat zur Folge, dass die Ventilplatte beim Schliessen des Ventiles sich nach einer schraubenförmigen Bewegung dem Ventilsitz nähert, wodurch die für das Dichthalten des Ventiles erforderliche schlagartige, senkrecht zur Sitzfläche ausgeführte Bewegung der Ventilplatte nicht erzielt wird.
Weiters hat die Drehbewegung der Ventilplatte den Nachteil, dass die Lenkerarme der Lenkerplatte, insbesondere bei raschlaufenden Maschinen und hohen Plattenhüben, zusätzlich stark beansprucht werden, was sich durch häufige Brüche der Lenker erwiesen hat.
Es ist auch bekannt, über der Ventilplatte eine
Dämpferplatte anzuordnen, die mittels einer durch
Lenkerarme mit dem übrigen Teil der Platte verbundenen Nabe federnd beweglich ist und deren Blattfederzungen teilweise gegen den Hub- fänger und teilweise gegen die Ventilplatte heraus- gebogen sind. Die durch diese Ausbildung ge- sicherte Parallelstellung und Druckwirkung der Dämpferplatte ermöglicht eine gute Dämpfung der Öffnungsschläge der Ventilplatte.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Ring- ventil, dessen Ventilplatte in der Hubbewegung keine Verdrehung in der Plattenebene vollführt.
Es wird dies durch Anordnung einer Lenkerplatte erreicht, die mindestens vier Lenkerarme auf- weist. Zwei gegenüberliegende Lenkerarme, die zur Nabe der Lenkerplatte führen, werden bei der Hubbewegung nach einer Seite aus der
Plattenebene herausgebogen und dadurch eine kleine Verdrehung der Lenkerplatte in der Platten- ebene erreicht ; die übrigen zwei mit der Ventil- platte verbundenen Lenker der Lenkerplatte erfahren eine Herausbiegung aus der Plattenebene nach der anderen Seite, so dass dadurch das mit der
Ventilplatte verbundene Lenkerende bezüglich Verdrehung in Ruhe bleibt und daher die Ventilplatte bei dcr Hubbewegung keinerlei Verdrehung in der Plattenebene vollführt.
Die Lenkerplatte gemäss der Erfindung hat gleichzeitig die Funktion einer Dämpferplatte, indem sie dauernd in ebener Lage in veränderlichem Abstand vom Hubfänger u. zw. parallel zur Ventilplatte sich befindet. Dies wird durch die beschriebene Anordnung der Lenker erzielt, die zur Erlangung der erforderlichen Elastizität bei kleineren Ausführungen zweckmässigerweise ausgeschliffen werden, und durch Anordnung von auf die Lenkerplatte wirkende Schraubenfedern oder Federplatten. Die lebendige Kraft der sich öffnenden Ventilplatte wird noch vor Erreichen des Hubfängers von der Lenkerplatte teilweise oder ganz aufgenommen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen
Schnitt durch das Ventil, Fig. 2 einen Grundriss des Ventiles bei abgehobenem Hubfänger, Fig. 3 die linke Hälfte der Ventilplatte, Fig. 4 die rechte
Hälfte der Lenkerplatte, Fig. 5 eine schematische
Darstellung der auf den Umfang abgewickelten
Ventilplatte und Lenkerplatte.
Zwischen Ventilsitz a und Hubfänger d ist die
Lenkerplatte c mit den beiden Lenkern i an der
Nabe h mittels Hubbeilagef zentrisch festgehalten.
An den Enden der beiden Lenker j sind durch
Nietung k die beiden Arme e der Ventilplatte b,
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Lenker der Lenkerplatte i, j und die Arme e der Ventilplatte können zweckmässigerweise ausge- schliffen werden, um die erforderliche Durchbiegung zu erreichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ringventil, insbesondere für Kompressoren, dessen Ventilplatte mittels einer Lenkerplatte reibungslos geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkerplatte (c) mindestens vier aus der Lenkerplatte herausgeschnittene Lenker aufweist, von denen zwei gegenüberliegende (i) in der Schliesslage der Ventilplatte gegen den Hubfänger herausgebogen sind und dort an ihren Enden gemeinsam zentrisch festgehalten werden, und die übrigen zwei Lenker (j) gegen den Ventilsitz herausgebogen und mit ihren Enden mit der Ventilplatte fest verbunden sind, wodurch eine Verdrehung der Ventilplatte in der Plattenebene bei der Hubbewegung verhindert wird.