AT151026B - Verfahren zum Eindampfen von salzsauren Holzzuckerlösungen. - Google Patents
Verfahren zum Eindampfen von salzsauren Holzzuckerlösungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Eindampfen von salzsauren Holzzuekerlösungen. Bei der Aufschliessung des Holzes mit konzentrierter, z. B. 40% iger Salzsäure entstehen Lösungen, die neben Kohlenhydraten einen hohen Gehalt an Chlorwasserstoffsäure haben. Beispielsweise können solche Lösungen in 100 Gewichtsteilen 28 Gewichtsteile Zucker und 27 Teile HC 1 enthalten. Wegen der Empfindlichkeit des Zuckers gegen Salzsäure von so hoher Konzentration muss das Eindampfen im Vakuum geschehen. Da aber nicht genügend Wasser aus der Lösung verdampft, um bei der nachfolgenden Kondensation die ganze Menge HC 1 aufnehmen zu können, verlassen grosse Anteile des Chlorwasserstoffes den Kondensator noch gasförmig und müssen durch die Vakuumpumpe abgesaugt werden. Die Vakuumpumpe muss also grosse Leistung besitzen, um das aus der Lösung entwickelte Gas so schnell abzusaugen, dass das Vakuum aufrecht erhalten bleibt. Dieser Nachteil wird vermieden, wenn man die Holzzuckerlösung von einem Teil des Chlorwasserstoffes befreit, ehe man sie in den Vakuumverdampfer bringt und dort wässerige Salzsäure aus der Lösung abdestilliert. Diese an sich bekannte Massnahme wird nun erfindungsgemäss mit der weiteren Verarbeitung der rohen Holzzuckerlosungen verbunden. Diese weitere Verarbeitung besteht im wesentlichen aus der Vakuumverdampfung und aus einer Zerstäubung der eingedickten Lösung mit heisser Luft. Die Dämpfe bzw. Gase aus diesen beiden Stufen dienen nach der Erfindung dazu, um aus nachfolgenden Anteilen der Ausgangslösung einen Teil des überschüssigen Chlorwasserstoffes zu beseitigen. Nach der einen Ausführungsform benutzt man also die Wärme der bei der Vakuumdestillation erzeugten Dämpfe für die Vorwärmung der einzudampfenden Lösung. Man führt diese Wärme beispielsweise in Röhrensysteme der sauren Holzzuekerlösung zu, benutzt diese also zugleich als Kühlflüssigkeit für die Dämpfe. Dabei verringert man den Atmosphärendruck für die frische Holzzuckerlösung nur in einem verhältnismässig geringen Ausmass, beispielsweise um 100 bis 200 mm Quecksilbersäule. Die von der Lösung aufgenommene Wärme wird dann zum Teil dazu verwendet, Chlorwasserstoffgas aus der Lösung auszutreiben. Das so entwickelte Gas steht somit noch unter einem Druck von 650 bis 550 mm Quecksilbersäule ; sein Volumen ist also nicht viel grösser als bei Atmosphärendruck, und man kommt mit kleinen Pumpen aus. Man kann vor die Pumpen noch einen Einspritzkondensator oder Absorptionsturm für Chlorwasserstoff schalten und dadurch die Belastung der Pumpe weiter verringern. Z. B. werden die beim Eindampfen der Holzzuckerlösung entwickelten Dämpfe von zirka 50 durch einen mit säurefesten Röhren versehenen Kondensator geleitet, dem von aussen die rohe Holz- zuckerlösung bei einem Unterdruck von 20 cm Quecksilbersäule zufliesst. Unter dem Einfluss der Wärme und des Vakuums gibt diese Lösung Chlorwasserstoff und wenig Wasser ab und läuft bei einer Temperatur von etwa 30 dem Vakuumverdampfer zu. Die entwickelten Gase werden von zugeführter 20% iger Salzsäure unter Kühlung aufgenommen. Bei der andern Ausführungsform der Erfindung, gegebenenfalls in Verbindung mit der eben beschriebenen, entfernt man Chlorwasserstoff aus der ganzen Zuckerlösung durch die Abluft, die bei der bekannten Zerstäubungstrocknung des noch sauren Holzzuckersirups entsteht. Der bei der Vakuumverdampfung gewonnene Holzzuckersirup wird dabei unter Zufuhr von heisser Luft fein zerstäubt und getrocknet. Die Luft nimmt die im Sirup verbleibenden Anteile von Wasser und Chlorwasserstoff grösstenteils auf, bleibt aber noch weit unterhalb der Sättigungsgrenze. Diese noch warme Abluft wird in geeigneter Weise mit der vorzubehandelnden Holzzuckerlösung in Berührung gebracht, <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 75 Teile HC 1, bevor sie im Vakuumverdampfer weiter behandelt wird. Die Abluft von der Zerstäubungstrocknung ist dabei sowohl von mitgerissenen Zuekerteilchen EMI2.2 werden kann. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Entfernen eines Teiles von überschüssigem Chlorwasserstoff aus salzsäurehaltigen Holzzuckerlosungen vor deren Eindampfen im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, dass man EMI2.3
Claims (1)
- durch indirekte Erhitzung mit den bei der Vakuumverdampfung entstehenden Dämpfen, gegebenenfalls bei geringem Unterdruck, vorwärmt und den entweichenden Chlorwasserstoff auffängt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Abluft von der Zer- stäubungstroeknung des Holzzuekersirups durch die saure einzudampfende Holzzuckerlösung durchstreichen lässt.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT151026D AT151026B (de) | 1935-08-22 | 1936-08-20 | Verfahren zum Eindampfen von salzsauren Holzzuckerlösungen. |
Country Status (2)
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| GB (1) | GB480610A (de) |
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| DE1059850B (de) * | 1957-01-18 | 1959-06-18 | Udic Sa | Mehrstufiges Verdampfaggregat zum Eindampfen von chlorwasserstoff-haltigen Zuckerloesungen |
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1936
- 1936-08-20 AT AT151026D patent/AT151026B/de active
- 1936-08-24 GB GB23273/36A patent/GB480610A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB480610A (en) | 1938-02-24 |
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