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AT159508B - Photographisches Erzeugnis, insbesondere für Farbenphotographie. - Google Patents

Photographisches Erzeugnis, insbesondere für Farbenphotographie.

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Publication number
AT159508B
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Authority
AT
Austria
Prior art keywords
dye
product
dissolved
photographic
solution
Prior art date
Application number
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English (en)
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
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Publication of AT159508B publication Critical patent/AT159508B/de

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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


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  Photographisches Erzeugnis, insbesondere für Farbenphotographie. 



   Es sind bereits Farbstoffbildner bekannt, die durch Kondensation von Phenol und Formaldehyd gebildet wurden. Weiterhin wurden in älteren Anmeldungen von uns als Zusatz zu Halogensilberemulsionen Farbkuppler vorgeschlagen, die in bezug auf das Bindemittel diffusionsecht sind. 



  Solche Farbstoffkomponenten wurden erhalten, indem man in Farbstoffkomponenten geeignete Gruppen einführt, u. zw. entweder Gruppen, die dem Molekül des Farbstoffbildners substantiven Charakter verleihen, oder Reste hochpolymerer Carbonsäure oder deren Derivate, ferner Kohlenstoffketten mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen, Kohlehydratreste, Polypeptidreste, Reste von natürlichen Harzen oder Sterinreste. Enthalten die Polymerisationsprodukte mehrere reaktionsfähige Gruppen, so können mittels letzterer auch mehrere farbgebende Molekülreste eingebaut werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass man ein besonders brauchbares photographisches Erzeugnis erhält, wenn man Halogensilberemulsionen verwendet, die Farbstoffbildner enthalten, bei denen in einem kettenförmigen Molekül die farbstoffbildende Gruppe mehrmals auftritt, und die durch Kondensation von Farbstoffkomponenten mit Dialkoholen, aromatischen Aldehyden oder Thionylchlorid gebildet wurden. Als farbbildende Gruppen können alle in der Photographie als Farbstoffbildner bekannten Verbindungen verwendet werden, beispielsweise Phenole, Aniline, Naphtole, Naphtylamine, Aminonaphtole, ferner alle Verbindungen, die eine reaktionsfähige Methylengruppe besitzen, wie beispielsweise Acetessigester, Cyanessigester, Benzoylessigester, Hydrindene, Pyrazolone u. dgl.

   Diese Farbstoffbildner werden erfindungsgemäss mit Dialkoholen, aromatischen Aldehyden oder Thionylchlorid unter geeigneten Bedingungen kondensiert. 



   Die so erhaltenen Farbstoffbildner haben den Vorteil, dass sie eine grössere färbende Wirkung als andere diffusionsechte Farbstoffbildner besitzen, da hier das Molekül mehrere farbkuppelnde Stellen enthält. Man kann in dieser Reihe sämtliche Farben des Spektrums erzielen, insbesondere auch die dunkleren Farbtöne. 



   Beispielsweise erhält man durch Kondensation von m-Kresol mit p-Kresol-di-alkohol ein polymeres Kondensationsprodukt, welches bei der farbigen Entwicklung einen blauen Farbstoff ergibt. 



  Aus Produkten, denen das Acetessigoxyanilid zugrunde liegt, erhält man Farbstoffbildner, die gelbe Farbtöne liefern. Mit Hilfe von Farbstoffbildnern, die sich vom 1- (p-Oxyphenyl)-3-methyl-5-pyrazolon ableiten, erhält man rote Farbstoffe. Die Körper lassen sich sehr leicht in der entsprechenden Menge Alkalilauge oder andern anorganischen oder organischen Basen lösen und, mit Wasser verdünnt, der Gelatine oder Emulsion zusetzen. Zweckmässig ist es, durch Ansulfurieren oder vorherige Einführung von Carboxylgruppen oder andern   wasserlöslichmachenden   Gruppen die Wasserlöslichkeit bzw. Alkali-   löslichkeit   zu erhöhen. Die Farbstoffbildner können der Emulsion in einem beliebigen Zeitpunkt des Herstellungsprozesses zugegeben werden. 



   Die so gewonnenen Halogensilberemulsionen mit diffusionsechten Farbstoffbildnern können in an sich bekannter Weise zu photographischen Schichten verarbeitet werden, wobei eine oder mehrere Schichten auf einer oder beiden Seiten eines Schichtträgers übereinander angeordnet werden können. 



  Die Schichten können zur Aufnahme von   Schwarzweiss- oder   Farbbildern verwendet werden. Für 

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 farbenphotographische Zwecke werden die Schichten zweckmässig für verschiedene Bereiche des Spektrums sensibilisiert. Gegebenenfalls können in einer Schicht auch mehrere Farbstoffkomponenten untergebracht werden und diese so ausgewählt werden, dass bei der Entwicklung daraus ein neutral graues Bild entsteht. 



   Die Emulsionen können aber auch in anderer Weise verarbeitet werden, beispielsweise können verschieden sensibilisierte Emulsionen mit verschiedenen Farbstoffbildnern in Form von kleinen Partikeln auf einen   Schichtträger   verteilt werden. 
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 erzeugt werden. Bei der Herstellung von farbigen Bildern wird das Silber in den meisten Fällen restlos entfernt. Bei der Herstellung von   Schwarzweissbildern   mit Hilfe von nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten   Halogensilberschichten   kann das Silber entfernt werden oder mit dem Farbstoffbild in der Schicht verbleiben. 



   Beispiel 1 : Eine Lösung von   1Q   eem Eisessig und   2. 5 com   konz. Schwefelsäure wird langsam in eine Lösung von   16-8 g p-Eresoldialkohol und 10-8 9 m-Kresol   in 40 cem Eisessig bei   20-25  ein-   getragen. Man lässt das Gemisch über Nacht stehen und fällt mit heissem Wasser. Das abgesaugte und ausgewaschene Produkt 
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 wird in Natronlauge gelöst, mit Salzsäure ausgefällt und mehrmals mit Wasser ausgekocht. 



   Die belichtete Emulsion gibt z. B. nach der chromogenen Entwicklung mittels   p-Phenylen-   Diamin-Derivaten ein blaues Bild. 



   Beispiel 2 : Eine Lösung von   10 coin   Eisessig und 2-5 cem konzentrierter Schwefelsäure wird langsam in eine Lösung von   16. 8 9 p-Kresoldialkohol   und 19   9     1- (p-Oxyphenyl) -3-methyl-5-pyrazolon   in   14eem   Eisessig bei   20#25  eingetragen. Nach   längerem Stehen fällt man das gebildete Kondensationsprodukt mit heissem Wasser aus. 



   Das ausgewaschene Produkt wird in Natronlauge gelöst, mit Salzsäure ausgefällt und mehrmals mit Wasser ausgekocht. Zirka   lOg dieses   Produktes 
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 werden in Natronlauge gelöst und einem Kilogramm photographischer Emulsionen zugesetzt und in bekannter Weise vergossen. In der belichteten Halogensilbersehicht erhält man durch chromogene Entwicklung ein rotes Bild. 



   Beispiel 3 : Zu einer Lösung von   16#8 g p-Kresol-dialkohol   und   25-5y Benzoylessig-4-oxy-   anilid lässt man langsam eine Lösung von 10   eem   Eisessig und   2'5 cam   konzentrierter   Schwefelsäure   zufliessen. Nach längerem Stehen wird das gebildete Kondensationsprodukt mit heissem Wasser gefällt. 



  Zur Reinigung wird das Produkt in Natronlauge gelöst, mit Salzsäure ausgefällt und mehrmals mit Wasser gekocht. Zirka 10 g des Kondensationsproduktes 

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 werden in Natronlauge gelöst und einem Kilogramm photographischer Emulsion zugesetzt und in üblicher Weise vergossen. 



   In der belichteten Emulsionsschicht erhält man durch chromogene Entwicklung ein gelbes Bild. 



  Beispiel 4 : Die nach Beispiel 2 hergestellte photographische Emulsionsschicht wird nach der Belichtung mit einem beliebigen   Schwarzweissentwickler   entwickelt. Das erhaltene Silberbild wird beispielsweise nach dem Verfahren des französischen Patentes Nr. 787388 in ein   ss-Naphtalin-   antidiazotat übergeführt. Durch Kupplung des Antidiazotats mit der Farbstoffkomponente erhält man ein Farbstoffbild. 



   Beispiel 5 : Die naeh Beispiel 3 hergestellte Halogensilberemulsionsschicht wird nach der
Belichtung und Entwicklung mit einem beliebigen   Schwarzweissentwickler   mit einer Lösung von tetrazotierter   Benzidin-disulfosäure   behandelt, wobei sich zunächst gleichmässig in der Schicht verteilt ein gelber Farbstoff bildet. Durch Behandlung der Schicht mit einer geeigneten Bleichlösung, beispiels- weise nach dem   französischen   Patent Nr. 814731, erhält man ein gelbes Bild. 



   Beispiel 6 : Zu einer Mischung von 10 g p-Kresol und 10 g m-Kresol in   200 eem   Eisessig lässt man langsam eine Lösung von 5 g Paraldehyd in 60 ecm Eisessig + 2-5 cem konz. Schwefelsäure ein- fliessen. Nach längerem Stehen wird das gebildete Kondensationsprodukt mit heissem Wasser gefällt. 



   Das ausgewaschene Produkt wird zur Reinigung in Natronlauge gelöst und mit Salzsäure wieder aus- gefällt und mehrmals mit Wasser ausgekocht. Zirka 10 g dieses Produktes 
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 werden in Natronlauge gelöst und einem Kilogramm photographischer Emulsion zugesetzt und in bekannter Weise vergossen. In der belichteten Emulsionsschicht erhält man durch chromogene Entwicklung ein blaues Bild. 



   Beispiel 7 :   10. 8 g rn-Kresol   und   10 6 g   Benzaldehyd werden in Eisessig gelöst und langsam mit einer Lösung von 5   cem   konz. Schwefelsäure in 40 eem Eisessig versetzt. Nach einiger Zeit fällt man das gebildete Kondensationsprodukt mit Wasser aus, wäscht aus, löst es zur Reinigung in Natronlauge und fällt mit verdünnter Salzsäure wieder aus. Zirka 10 g dieses Produktes 
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 werden in Natronlauge gelöst und einem Kilogramm photographischer Emulsion zugesetzt und in bekannter Weise vergossen. In der belichteten   Emulsiorssehicht   erhält man durch chromogene Entwicklung ein blaues Bild. 

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   Beispiel 8 : 42 gm-Kresol und   21 g   Diphenyldialdehyd werden in   300 cam   Eisessig gelöst und langsam mit einer Lösung von 5 eem konz.   Schwefelsäure   in 60 eem Eisessig versetzt. Die weitere Verarbeitung erfolgt wie in Beispiel 7. 



   In der das Produkt 
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 enthaltenden belichteten Emulsionsschicht entsteht durch chromogene Entwicklung ein blaues Bild. 



   Beispiel 9 : 100 m-Kresol und 100 g p-Kresol werden unter Rühren in   200   konzentrierter Schwefelsäure von 0  eingetragen. In die weiterhin gekühlte Mischung trägt man 120 g Thionylchlorid ein. Das Reaktionsprodukt wird auf Eis gegossen und neutral gewaschen. Zur Reinigung löst man in Natronlauge und fällt mit Essigsäure aus. Zirka   10 g   des Kondensationsproduktes werden in Natronlauge gelöst und einem Kilogramm photographiseher Emulsion zugesetzt und in   üblicher   Weise vergossen. 



   In der das Produkt 
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 enthaltenden belichteten Emulsionsschicht entsteht durch chromogene Entwicklung ein blaues Bild. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Photographisches Erzeugnis, insbesondere für Farbenphotographie, bei dem auf einem Schichtträger eine oder mehrere Halogensilberemulsionen angeordnet sind, die Farbstoffbildner enthalten, bei denen in einem   kettenförmigen   Molekül die farbstoffbildende Gruppe mehrmals auftritt, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbstoffbildner Kondensationsprodukte von Farbstoffkomponenten mit Dialkoholen, aromatischen Aldehyden oder Thionylchlorid sind.

Claims (1)

  1. 2. Photographisches Erzeugnis, insbesondere für Farbenphotographie, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbstoffbildner verschiedene farbstoffbildende Molekulreste enthalten.
    3. Photographisches Erzeugnis, insbesondere für Farbenphotographie, nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halogensilberemulsionen in Form von Schichten übereinander angeordnet sind.
AT159508D 1936-11-02 1937-11-02 Photographisches Erzeugnis, insbesondere für Farbenphotographie. AT159508B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE159508T 1936-11-02

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AT159508B true AT159508B (de) 1940-09-25

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