[go: up one dir, main page]

AT158639B - Anordnung zur Zusammenwirkung mehrerer elektrolytischer Zersetzer. - Google Patents

Anordnung zur Zusammenwirkung mehrerer elektrolytischer Zersetzer.

Info

Publication number
AT158639B
AT158639B AT158639DA AT158639B AT 158639 B AT158639 B AT 158639B AT 158639D A AT158639D A AT 158639DA AT 158639 B AT158639 B AT 158639B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
decomposers
electrolyte
gas separation
arrangement
common
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dipl Ing Niederreither
Original Assignee
Hans Dipl Ing Niederreither
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Dipl Ing Niederreither filed Critical Hans Dipl Ing Niederreither
Application granted granted Critical
Publication of AT158639B publication Critical patent/AT158639B/de

Links

Landscapes

  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Anordnung zur Zusammenwirkung mehrerer elektrolytischer Zersetzer. 



   Es ist bekannt, zwei waagrechte, einander gegenüberliegende Zellenkörper durch teilweise gemeinsame Leitungen mit gemeinsamen Gasabseheidetöpfen zu verbinden. Ferner ist bekannt, mehrere senkrechte stehende Einzelzellen durch ein   Bloekstück   und dieses durch Leitungen mit gemeinsamen
Gasabscheidegefässen zu verbinden. 



   Bei diesen Zersetzern spielt sich der Elektrolytumlauf in der Einzelzelle ab. Die Gasblasen gelangen, ohne wesentlich Elektrolyt zu fördern, infolge ihres Auftriebes in ruhendem Elektrolyten in das   Gasabscheidegefäss.   



   Bei Zersetzern, bei denen die Gasabfuhr zur Umwälzung des Elektrolyten benutzt wird und bei denen die Elektrolytumläufe aus den eigentlichen Zersetzern herausgeführt und gegebenenfalls ausserhalb gekühlt werden, hängt Belastung und Gasreinheit wesentlich von der Anordnung und dem störungsfreien Betrieb dieser Umläufe ab. 



   Man hat bisher bei der Aufstellung mehrerer derartiger elektrisch parallel geschalteter Zersetzer, um gleiche Belastungen und gute Gasreinheiten zu erreichen, jeden Zersetzer mit genau gleichen, völlig gesonderten Umläufen und   Gasabseheidegefässen   versehen, wobei vermieden wurde, die Umläufe an irgend einem Punkt zusammenzuführen. Derartige Anlagen bestehen also aus einer Vielzahl gleicher, völlig getrennter,   raumbeanspruchender   und verhältnismässig kostspieligen Einheiten. 



   Dennoch führt dieses Vorgehen erfahrungsgemäss nicht zu dem   gewünschten   Ziel. Geringfügige, nicht vermeidbare Abweichungen in der Herstellung wirken sich im Betriebe bei elektrischer Parallelschaltung verhängnisvoll aus. Es ist hiebei ohne besondere Massnahmen, z. B. Einschalten 
 EMI1.1 
 geschaltet sind, gleichmässig zu belasten. 



   Tatsächlich wird ein Elektrolyseur, dessen Kühlung im wesentlichen über den umlaufenden Elektrolyten erfolgt und der eine kleinere sekundliche Umlaufmenge aufweist als andere Elektrolyseure, infolge der geringeren   Umlaufmenge   und damit Kühlungsmöglichkeit heisser als die andern mitwirkenden Elektrolyseure. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Belastung des Elektrolyseurs, wenn er zu den andern elektrisch parallel geschaltet ist, d. h. mit der gleichen Spannung arbeitet, gegenüber den andern ständig steigt und höher liegt.

   Da aber schliesslich der Belastung eine Grenze gesetzt ist, die dann aber nur von einem der Elektrolyseure erreicht wird und nicht überschritten werden darf, während die andern noch weit von dieser Grenze entfernt sind, sinkt die Leistungsfähigkeit der Anlage, weil eben die andern Elektrolyseure bei weitem nicht ausgenutzt sind, ganz bedeutend. 



   Im Gegensatz hiezu kann gemäss der Erfindung durch Vereinigung der Elektrolytumläufe an irgend einer Stelle eine im wesentlichen gleiche Belastung derartiger Elektrolyseure besonders vorteilhaft, z. B. durch Anordnung gemeinsamer Gasabseheidegefässe, erreicht werden, ohne dass Nachteile, wie z. B. Verschlechterung der Gasreinheit, auftreten. Auf diese Weise wird viel Raum und Werkstoff erspart und der Aufbau einer grösseren Anlage vereinfacht sich ganz bedeutend. 



   Eine Erklärung für diese Wirkungsweise kann darin gesehen werden, dass durch die Mischung der Elektrolyte der einzelnen Zersetzer miteinander, z. B. in den   Gasabscheidegefassen,   diese in ihrer Temperatur und Konzentration vollständig einander angeglichen, wieder den einzelnen Zersetzern zugeführt werden. Der Zersetzer, der den geringeren Elektrolytumlauf, also die geringere Kühlungsmöglichkeit aufweist, wird zwar zunächst infolge der rascher steigenden Elektrolyttemperatur mehr Leistung aufnehmen, während andere Zersetzer zurückbleiben.

   Der von dem einen Zersetzer umgewälzte heisse Elektrolyt vermischt sich indessen in den Gasabscheidegefässen mit dem von den andern 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Zersetzern dorthin beförderten nicht so heissen Elektrolyt, was zur Folge hat, dass der eine Zersetzer verhältnismässig kühleren und die andern mitwirkenden Zersetzer verhältnismässig wärmeren Elektrolyten zugeführt erhalten. Für den einen Zersetzer bedeutet dies eine Herabsetzung seiner Temperatur und damit seiner Belastung, während die Temperatur der andern Zersetzer und damit ihre Belastung steigt. Mit der Zeit gleichen sich die Temperaturen aller Zersetzer und damit ihre Belastungen aus. 



   Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass sogar bei zwei von den gemeinsamen   Gasabscheide-   gefässen verschieden entfernt liegenden Zersetzern zwar zunächst eine Verschiebung der Belastung in dem angedeuteten Sinn eintritt, dass aber diese Verschiebung allmählich wieder ausgeglichen wird und nach einiger Zeit beide Zersetzer ohne irgend welche Eingriffe, wie z. B. das Einschalten von elektrischen Widerständen, auf gleiche Last gelangen. Voraussetzung hiezu ist lediglich die technisch gleiche Bauart der an die gemeinsamen   Gasabseheidegefässe   angeschlossenen Zersetzer an sich. 



   Besonders vorteilhaft ist die Verbindung mehrerer Zersetzer durch gemeinsame Steig-und Fallrohre mit den   Abscheidegefässen,   da hiedurch eine besonders grosse Ersparnis an Rohrleitungen und-ansehlüssen eintritt und die Anlage an Übersichtlichkeit und Einfachheit der Bedienung gewinnt, ohne dass, wie erwartet, eine Verschlechterung der Gasreinheiten durch die gegenseitige Beeinflussung der Umläufe in Kauf genommen werden müsste. 



   Diese Anordnung sei an Hand eines der zahlreichen möglichen Ausführungsbeispiele erklärt. 



   In der schematischen Darstellung der Zeichnung sind die Zersetzer 1 und 2 durch Zweigleitungen 3 und 4 an das Steigrohr 5 und durch die Zweigleitungen 6 und 7 an das Fallrohr 8 des gemeinsamen Umlaufweges angeschlossen, dessen Scheitelpunkt sich im   Gasabscheidegefäss   9 befindet. 



  Der im gemeinsamen Gasabscheidegefäss 9 befindliche Elektrolyt kann durch eine Rohrschlange 10 gekühlt werden. Der Zersetzer 1 weist beim Einschalten einen kleineren Umlauf auf, erhitzt sich daher mehr und seine Belastung steigt, während der Zersetzer 2, der eine grössere Umlaufmenge fördert und demgemäss durch das Fallrohr 8 auch mehr kühleren Elektrolyt zugeführt erhält, weniger Belastung aufnimmt. Indessen wird allmählich durch die Förderung des heissen Elektrolyten aus Zersetzer   1,   der Elektrolyt im Gasabscheidegefäss 9 erwärmt, der Zersetzer 2 erhält wärmeren Elektrolyten und seine Belastung steigt. Mit der Zeit gleichen sich die Belastung bis auf kleine Unterschiede aus, die   vernachlässigt werden können. 



  Die Zersetzer können natürlich auf drei und vier und noch mehr vermehrt werden, auch können   mehrere Kolonnen senkrecht übereinander angeordneter Zersetzer nebeneinander gestellt und mit den gleichen   Gasabseheidegefässen   verbunden werden. Bei Zersetzern, wie z. B. Wasserzersetzern, in welchen zwei Gase getrennt erzeugt werden, besitzen natürlich die Zersetzer zwei getrennte Umläufe, die über zwei getrennte   Gasabscheidegefässe   führen. 



   Die Vorteile dieser Anordnung sind nicht nur Raumersparnis und einfache Leitungsführung, sondern insbesondere auch eine zwangsweise herbeigeführte gleichmässige Belastung der einzelnen Zersetzer und einfache und gleichmässige Kühlung des Elektrolyten für alle Zersetzer. Die Kühlung kann, wie angedeutet, in den gemeinsamen Gasabscheidegefässen und/oder gemeinsamen Ästen der Steig-und Fallrohre erfolgen. 



   Die einzelnen Zersetzer können waagrecht, schräg oder senkrecht angeordnet werden. Besonders vorteilhaft kann die Anordnung der Zersetzer und Umläufe verwendet werden, wie sie in der deutschen Patentschrift Nr. 582725 beschrieben wird. Es ist dabei lediglich nötig, dass bei jedem an die gemeinsamen Gasabseheidegefässe angeschlossenen mehrzelligen Zersetzer die in jener Patentschrift gegebene Vorschrift eingehalten wird. Diese Vorschrift geht dahin, dass der Scheitelpunkt der Elektrolytumlaufwege in solcher Höhe über dem Zellenbloek (Zersetzer) angeordnet und seine Verbindungswege mit dem Zellenblock und den Zellen so bemessen sein sollen, dass eine hinreichende Elektrolytumlaufgesehwindigkeit erzielt wird, um eine wirksame Teilnahme der dem Scheitelpunkt näheren als auch der von ihm entfernter liegenden Zellen an dem Elektrolytumlauf zu ermöglichen. 



   Besonders grosse Vorteile bringt die Anwendung des Erfindungsgegenstandes bei Druckelektrolyseuren, weil hier Raum-und Werkstoffersparnis sowie Vereinfachung des Aufbaues und Betriebes der Anlage eine besondere Rolle spielen. Beim Betrieb zeigen sich hier ein besonders störungsfreier Umlauf und besonders gute Gasreinheiten, wahrscheinlich infolge der Tatsache, dass bei erhöhtem Druck eine merkbare Expansion der Gasblasen im Umlauf nicht auftritt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Zusammenwirkung mehrerer elektrolytischer Zersetzer, insbesondere Druckzersetzer, durch Vereinigung ihrer   Elektrolytumläufe.  

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinigung der Elektrolyt- umläufe in den gemeinsamen Gasabscheidegefässen erfolgt.
    3. Anwendung des vereinigten Elektrolytumlaufs gemäss Ansprüche 1 und 2 auf Zersetzer, die von den gemeinsamen Gasabseheidegefässen verschieden weit entfernt sind.
    4. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzer gemeinsame steig-und Fallrohre aufweisen.
AT158639D 1938-05-13 1938-05-13 Anordnung zur Zusammenwirkung mehrerer elektrolytischer Zersetzer. AT158639B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT158639T 1938-05-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158639B true AT158639B (de) 1940-04-25

Family

ID=3649929

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158639D AT158639B (de) 1938-05-13 1938-05-13 Anordnung zur Zusammenwirkung mehrerer elektrolytischer Zersetzer.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158639B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT158639B (de) Anordnung zur Zusammenwirkung mehrerer elektrolytischer Zersetzer.
DE715795C (de) Aus mehreren parallel geschalteten elektrolytischen Zersetzern bestehende Anlage
DE2064961C3 (de) Ofen mit elektrischen Heizelementen
DE3203732C2 (de) Verfahren zur trockenen Kokskühlung und Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens
DE102019005769A1 (de) Luftgekühlte Kondensatoranlage
DE463569C (de) Galvanisches Bad zur gleichzeitigen Erzielung verschieden starker galvanischer Niederschlaege
DE1230407B (de) Verfahren zur Abscheidung von Ammoniak aus dem Kreislaufgas der Ammoniaksynthese
CH103644A (de) Gaserzeugungsanlage auf elektrolytischem Wege.
DE102022213015A1 (de) Elektrolysevorrichtung
DE3108190C2 (de) Mehrkammereinrichtung in einer Anlage zur kontinuierlichen Gewinnung von Magnesium
DE441858C (de) Elektrolytischer Apparat
DE1467529C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Härtung von ungesättigten Ölen und Fetten
DE102004038931B4 (de) Vorrichtung zur Aufbereitung von Badewasser
DE660746C (de) Pumpenheisswasserheizungsanlage mit Aufheizung des Heizwassers in einem Waermetauscher durch Dampf oder Heisswasser eines Kessels
DE718790C (de) Elektrolytischer Wasserzersetzer
DE1120038B (de) Fassung fuer kontinuierlich abbrennende Elektroden
AT129228B (de) Einrichtung zum Kühlen von Teilen, die unter elektrischer Spannung stehen.
DE897841C (de) Verfahren zum Betrieb einer mit mittelbar wirkenden Kuehlvorrichtungen versehenen Absorptionskolonne zur Saettigung von starkem Ammoniak-wasser mittels Kohlensaeure
DE3203731A1 (de) Verfahren zur trockenen kokskuehlung und vorrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens
AT118520B (de) Relais- und Wähleranordnung in Fernsprechanlagen.
DE421989C (de) Dampfkesselanlage zur Erzielung von Spitzenleistungen laengerer Dauer durch Abstellen der Speisevorrichtung
DE743465C (de) Elektrolytische Zelle, insbesondere zur Herstellung von Hypochloriten
DE661182C (de) Ofen zum Gewinnen eines Mischgases aus Destillationsgas und Wassergas
DE475129C (de) Anordnung zur Regelung des Betriebes von Dampfkesselanlagen mit mittelbarer Hochdruckdampferzeugung
DE411048C (de) Elektrolytischer Apparat