AT158075B - Verfahren zur Umwandlung von zellulose oder zelluloseähnlichen Substanzen in niedrigermolekulare Produkte. - Google Patents
Verfahren zur Umwandlung von zellulose oder zelluloseähnlichen Substanzen in niedrigermolekulare Produkte.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Umwandlung von Zellulose oder zellulose hnlichen Substanzen in niedriger- molekulare Produkte. Die Verfahren zur Behandlung von Holz mit konzentrierten Säuren zwecks Gewinnung von hydrolytischen Spaltprodukten, insbesondere Zucker oder zuckerhaltigen Stoffen, sind bekannt. Bei diesen Verfahren wird, wie gleichfalls bekannt, das Holz vor der Säurebehandlung getrocknet, um eine Verdünnung der konzentrierten Säure durch den Wassergehalt des Holzes zu vermeiden. Ferner ist bekannt, Holz od. dgl. im naturfeuchten Zustande mit verdünnten Säuren zu befeuchten oder zu tränken und gemeinsam mit der Säure unter 105 C, vorzugsweise wesentlich unter 100 C, ganz oder teilweise zu trocknen, worauf die Umwandlungsprodukte entfernt werden. (Diese Trocknung kann vorzugsweise auch bei fallenden Temperaturen unter 1000 C durchgeführt werden. ) Es wurde nun gefunden, dass alle diese Verfahren wesentlich verbessert und ihnen vorgearbeitet wird, wenn das Ausgangsmaterial, als welches Zellulose oder zelluloseähnliche Substanzen, wie Abbauprodukte der Zellulose, z. B. Hemizellulose, sowie pflanzliche Stoffe im allgemeinen in Frage kommen, vor der Säurebehandlung einer kurzen Röstbehandlung unterworfen werden. Dieses Rösten kann z. B. durch Erwärmen auf 110-2500 C durchgeführt werden, wobei bei Anwendung der höheren Temperaturen diese nur kürzere Zeit zur Anwendung gelangen als bei niederen Temperaturen. Durch die erfindungsgemässe Röstbehandlung kann unter Umständen bereits ein Teil des Ausgangsmaterials in abgebauter und verdauliche und somit direkt verfütterbarer Form erhalten werden. Dies kann geschehen durch Auswaschen oder Auskochen mit Wasser, verdünnten Säuren oder Laugen. EMI1.1 vom Ausgangsmaterial an reduzierenden Substanzen. Hievon abgesehen wird durch die Röstbehandlung jedoch auf alle Fälle erreicht, dass das Ausgangsmaterial für die nachfolgende hydrolytische Behandlung derart vorbereitet wird, dass es diesem Aufschluss zugänglicher wird. Der an die Röstbehandlung sich anschliessende, an sich bekannte Abbau kann z. B. durch sauren Aufschluss mit verdünnten oder konzentrierten Säuren oder Lösungen saurer Salze oder Gemengen von Säuren und sauren Salzen oder mittels zelluloseabbauenden Substanzen, wie Kleinlebewesen, bewerkstelligt werden. Hiedurch wird das der erfindungsgemässen Röstbehandlung unterworfene und nachher hydrolytisch aufgeschlossene Material in besserer Ausbeute und kürzerer Zeit abgebaut und auf billige Weise ein wertvolles Futtermaterial oder Ausgangsprodukt für die Gewinnung von Zucker, Alkoholen od. dgl. erhalten. Es wurde ferner gefunden, dass die als Vorbereitung für den eigentlichen Aufschluss dienende, jedoch auch selbst bereits aufschliessend wirkende Röstbehandlung ihrerseits wiederum vorbereitet werden kann, dadurch, dass das Ausgangsmaterial vor der Röstbehandlung entweder mit verdünnten Säuren oder auch bloss mit Wasser behandelt wird. Hiedurch wird die Wirkung der hierauf folgenden Röstung erleichtert und verbessert. Bei der vorangehenden Behandlung mit verdünnten Säuren erfolgt die hierauf folgende Röstung bei vorzugsweise zirka 120-130 C. Wird jedoch mit Wasser vor der Röstung behandelt, so erfolgt die Röstung vorzugsweise bei zirka 180-200'C. Nach dieser Vorbehandlung mit verdünnten Säuren bzw. Wasser kann das Material zunächst getrocknet, um sodann erst geröstet zu werden. Erfindungsgemäss kann auch eine Kombination der beiden zuletzt genannten, der Rastung vorangehenden Massnahmen ausgeführt werden, in dem z. B. das mit verdünnten Säuren behandelte, hierauf gegebenenfalls getrocknete und sodann geröstete Produkt nach allfälliger Entfernung der hiedurch bereits gebildeten Abbauprodukte neuerlich mit verdünnten Säuren behandelt und sodann wieder geröstet wird. Das mit verdünnter Säure vorbereitete und geröstete Material kann jedoch auch <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1
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