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Schaltung zum Gleichrichten von modulierten HF-Sehwingungen und zum Verstärken der nach
Gleichrichtung erhaltenen Schwingungen.
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mit einem breiten Niederfrequenzband moduliert sind (beispielsweise 0-2#106 Hertz).
Solche Schaltungen können z. B. bei Fernsehempfängern verwendet werden, bei welchen die der Wiedergabevorrichtung zuzuführenden Niederfrequenzbildströme ein solches, breites Frequenzband umfassen.
Es hat sich gezeigt, dass mit den bekannten Schaltungen, die zur Gleichrichtung von HF-Schwingungen und zur Verstärkung der nach Gleichrichtung erhaltenen Niederfrequenzschwingungen eingerichtet sind, keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden. Wird zum Gleichrichten eine Diode
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Anderseits können die niedringsten Modulationsfrequenzen nur erhalten bleiben, wenn auf den Gleichrichter ein Gleichstromnrsf ärker folgt. Ein allgemein bekannter Nachteil der Gleiehstromverstärker besteht jedoch darin, dass die Kathoden der Verstärkerröhren verschiedenes Polential in bezug aufeinander und gegen Erde besitzen und dal, er gegeneinander und gegen Erde isoliert werden müssen.
Durch die erfindungsgemässe Schaltung haben noch die Ausgangsspannungen der höchsten Modulationsfrequenzen einen genügend hohen Wert, anderseit s werden auch die niedrigsten Modulationsfrequenzen bis zur Frequenz Null herunter gleichmässig verstärkt.
Gemäss der Erfindung werden die gleichzurichtenden Schwingungen einerseits einer als Anoden- gleichrichter geschalteten Entladungsröhre, anderseits einer Diode zugeführt. Vom Anodengleichrichter
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Koppelelement an einen ein- oder mehrstufigen Wechselstromverstärker geliefert, während die Ausgangsspannung der Diode über ein Filter, welches nur die tiefere Gruppe der Modulationsfrequenzen
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die Gleichspannung am Gitter negativer macht.
Bei der Schaltung gemäss der Erfindung soll die letzte Röhre des genannten Wechselstromverstärkers zweckmässig eine annähernd geradlinige Kennlinie besitzen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der einige Ausführungsformen einer erfindungsgemässen Schaltung beispielsweise dargestellt sind.
Die in Fig. 1 dargestellte Schaltung weist eine HF-Verstärkerröhre V1, eine als Anodengleich- rieliter geschaltete Röhre V2, eine Niederfrequenzverstärkerröhre V3 sowie eine Diode D auf. Die Röhren V1 bis V3 können Trioden sein, es können aber auch Schirmgitterröhren oder Penthoden verwendet werden. Dem Gitter der HF-Verstärkerröhre V1, welche die letzte Hoch-oder Zwischen- frequenzverstärkerröhre eines Fernsehempfängers sein kann. werden die gleichzurichtenden Schwingungen zwischen den Klemmen 2 und 4 zugeführt.
In dem Ausgangskreis der Röhre V1 liegt ein Filter F, über das die Hoch-oder Zwischenfrequenzschwingungen sowohl der Diode D als auch der Röhre V2 zugeführt werden, Das Filter F ist vorzugsweise ein übliches Zwischenbfrequenzbandfiltet
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und besteht beispielsweise aus zwei gekoppelten, auf die Zwischenfrequenz abgestimmten Schwingungs- kreisen.
In dem Kreis, der den Ausgangskreis des Filters F und die Diode D enthält, liegt ein Widerstand 6, überbrückt durch einen Kondensator 8, über welchem die mittels der Diode D gleichgerichteten Spannungen auftreten. Das nicht mit der Kathode der Röhre D verbundene Ende des Widerstandes 6 ist über ein Tiefpassfilter, bestehend aus einem Widerstand 10 und einem Kondensator 12, das die
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Widerstand 6 auftretenden Spannungen dem Gitter der Verstärkerröhre V3 zugeführt.
Die in dem Ausgangskreis des Filters F auftretenden Schwingungen werden ferner über einen Kopplungskondensator 14 und einen Widerstand 16 dem Gitter der Röhre V2 aufgedrückt. In der Kathodenzuleitung dieser Röhre liegt der Widerstand 18, überbrückt durch einen Kondensator die zum Erzielen der für Anodengleichrichtung erforderlichen Gittervorspannung der Rölre V2 dienen.
Die Röhre Vs ist über ein Kopplungselement, das die Widerstände 22 und 24 sowie den Kondensator 26 enthält, mit der Niederfrequenzverstärkerröhre 1'3 verbunden. Das Kopplungselement 22, M, 26 ist derart bemessen, dass die niedrigen Frequenzen des zu verstärkenden Frequenzbandes oder wenigstens die Gleiehstromkomponente nicht von der Röhre Vs aus an das Gitter der Röl re V3 gelangen kann.
In dem Ausgangskreis der Röhre Vs liegt ein Widerstand,'28, an dem eine Spannung auftritt, die einem Verbrauchsgerät, z. B. der Wiedergabevorrichtung eines Fernsehempfängers, zugeführt werden kann.
Von den den Klemmen 2 und 4 zugeführten modulierten HF-Schwingungen werden von dem durch die Röhre V2, das Kopplungselement 22, 24, 26 und die Niederfrequenzverstärkerröhre V3 gebildeten Teil der Schaltung nur diejenigen Frequenzen, week-re oberhalb des Durchlassbereiches des Kopplungselementes (bestehend aus 22, 24, 26) liegen, gleichgerichtet und verstärkt.
Um zu erreichen, dass auch die Niederfrequenzschwingungen, deren Frequenz unterhalb des Durchlassbereiches des oben genannten Teiles der Schaltung liegt, in dem Ausgangskreis der Schaltung zwischen den Klemmen 30 und 32 auftreten, sind die Diode D sowie das Filter 10, 12 vorgesehen. Durch diesen Teil der Schaltung wird dem Gitter der Verstärkerröhre V3 eine veränderliche negative Vorspannung zugeführt, deren Amplitude durch die an dem Widerstand 6 auftretende Niederfrequenz spannung und deren Frequenz durch den Durchlassbereich des Filters 10, 12 bedingt wird.
Das Filter 10, ist derart bemessen, dass von den am Widerstand 6 auftretenden Niederfrequenzsehwingungen
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von hier aus an das Gitter der Röhre V3 gelangen.
Die Ausgangsspannung der Diode wird dem Gitter der Röhre V3 in der Weise zugeführt, dass bei zunehmender Trägerwellenamplitude der der Zweielektrodenröhre zugeführten Schwingungen
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komponente, die auf der Trägerwelle moduliert ist und in dem durch die Röhre V2, das Kopplungs- element 22, 24,26 und die Verstärkerröhre V2 gebildeten Teil der Schaltung verlorengeht.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher die den Klemmen 2 und 4 zugeführten
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auf die Zwischenfrequenz abgestimmten Sehwingungskreis bestehen kann, so dass die Diode D nur die Zwischenfrequenz und die tieferen Modulationsfrequenzen, die der Zwischenfrequenz benachbart sind, durchlässt. Der dadurch auftretende Vorteil besteht darin, dass das von den Filtern Fi und F2 durchgelassene Frequenzband dem hinter ihnen geschalteten Teil der Schaltung angepasst werden kann.
Die Schaltung ist zweckmässig derart eingerichtet, dass das Filter Fi das ganze empfangene Frequenzband gleichmässig durchlässt und dass lediglich die in dem durch die Röhre V2, das Kopplungs-
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komponente und die tiefen Frequenzen der Modulation über das Filter 10, 12 an das Gitter der Röhre V3 angelegt wird.
Ein wesentlicher Vorteil, der mit der in Fig. 2 dargestellten Schaltung bei Verwendung in einer Fernsehempfangsschaltung verbunden ist, besteht darin, dass über das Filter F2 ein die Frequenz der Synehronisierimpulse umfassendes Frequenzband der Diode D zugeführt werden kann. Die Synchronisierimpulse können in diesem Fall dem Widerstand 6 entnommen werden ; die Gleichstromkomponente der Synchronisierimpulse geht dann nicht verloren, wie es der Fall sein würde, wenn diese
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des Wechselstromverstärkers zugeführt, da der Wechselstrom verstärker nicht zum Verstärken der über das Filter 10, 12 dem Verstärker zugeführten Frequenzkomponenten eingerichtet ist.
Die letzte Verstärkerröhre des Wechselstromverstärkers soll vorzugsweise eine geradlinige Gitterspannungs-Anodenstrom-Kennlinie besitzen, da bei gekrümmter Kennlinie eine Änderung der Gittervorspannung nicht nur eine Änderung des Anodengleiehstroms, sondern auch eine Änderung der Verstärkung der Röhre zur Folge hat. Diese Änderung der Verstärkung ist derart, dass bei Zunahme der Amplitude der Trägerschwingung die Verstärkung abnimmt und umgekehrt, was bei der Schaltung gemäss der Erfindung nicht erwünscht ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltung zum Gleichrichten von modulierten HF-Schwingungen und zum Verstärken der
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umfassen, unter Verwendung zweier Gleichrichter, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichzurichtenden Schwingungen einerseits einer als Anodengleichrichter geschalteten Entladungsröhre, die mit Hilfe von die niedrigen Frequenzen nicht durchlassende Kopplungselementen mit einem aus einer oder mehreren Stufen bestehenden Wechselstromverstärker gekoppelt ist, und anderseits einer Diode zugeführt werden, deren Ausgangsspannung über ein die genannten niedrigen Frequenzen durchlassende Filter an das Gitter der letzten Verstärkerröhre des Weehselstromverstärkers derart angelegt wird,
dass bei Zunahme der Trägerwellenamplitude der gleichzurichtenden Schwingungen die Gleichspannung am Gitter stärker negativ wird.