<Desc/Clms Page number 1>
Lampenarmatur für vollständig indirekte elektrische Beleuchtung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Lampenarmatur für vollständige indirekte elektrische Be- leuchtung gedeckter Räume.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Lampe, d. h. die Armatur, nebst Glühlampe in einer beispiels- weisen Ausführungsform in Seitenansicht und teilweise in senkrechtem axialem Schnitt dargestellt.
Die Lampe laut Ausführungsbeispiel umfasst : a) eine spezielle Glühbirne, deren unterer halbkugelförmiger Teil verspiegelt ist, b) einen unteren ringförmigen Schirm, e) einen oberen grösseren ringförmigen Schirm, d) einen glockenförmigen Halter für die beiden Schirme sowie für die Fassung der Glühbirne, e) ein Rohrpendel, f) eine Deckenrosette.
Die spezielle Glühbirne a kann von unten in den Halter d eingeschraubt werden, ohne dass vorher irgendwelche Schrauben oder Klammern zu lösen wären.
Die beiden ringförmigen Schirme bund c sind gewölbt, u. zw. ist der untere Schirm b nach unten gewölbt und läuft unten in einen waagrechten Rand aus, welcher zum Auflegen einer Glasplatte g dient, während der obere Schirm C nach oben gewölbt ist. Beide waagrechten Schirme werden konzentrisch durch Bügel in einem bestimmten Abstand auseinander gehalten.
Der Glühfaden der Lampe a soll direkte Lichtstrahlen weder nach unten noch seitlich entsenden, sondern sollen direkte Strahlen nur nach oben zur Decke des Raumes gehen. Der untere Schirm b kann nur auf seiner oberen bzw. inneren konvexen Seite, u. zw. durch das Spiegelbild des Glühfadens, welches am Hals oder an der nicht verspiegelten Hälfte der Birne entsteht, beleuchtet werden. Dieser untere Schirm b reflektiert diese Strahlen auf die untere konkave Fläche des oberen Schirmes c, wodurch derselbe leuchtend erscheint. Die aktiven oder direkten Lichtstrahlen der Birne sind nach der Decke gerichtet, von wo sie nach unten reflektiert werden und zur Beleuchtung des Raumes dienen. Von der Decke werden Strahlen auch auf die obere innere konvexe Fläche des oberen Schirmes c geworfen, welcher dieselben dann nach allen Richtungen in Raume zerstreut.
Die auf die Schirme fallenden, vom Spiegelbild des Fadens stammenden Strahlen dienen nicht zur Beleuchtung des Raumes, sondern bezwecken, dass die Armatur selbst nicht im Schatten bleibt. Die auf dem unteren Rand des unteren Schirmes b aufgelegte erwähnte Glasplatte g, welche in der Mitte ein Loch für die Glühbirne besitzt, erhält ebenfalls von der Decke reflektierte Strahlen, wodurch sie ebenfalls leuchtend erscheint.
Dank dieser Anordnung erscheint diese Armatur, u. zw. die untere Fläche des oberen ringförmigen Schirmes e, sowie die in der Mitte des unteren Schirmes befindliche Glasplatte g doch leuchtend, trotzdem deren Wirkung eine vollständig indirekte ist.
Entsprechend der Lichtstärke der Glühbirne sowie der Grösse des oberen Schirmes c kann eine gewisse Deckenfläche beleuchtet werden. Die Wirkung ist um so besser, je kürzer das Rohrpendel e ist, d. h. je näher sich die Lampe an der Decke befindet.'Das Annähern der Lampe an die Decke wird dadurch begrenzt, dass bei einer zu grossen Nähe nur eine beschränkte Fläche derselben beleuchtet werden kann. Aus diesem Grunde ist das Rohrpendel e einstellbar und kann je nach der Ausdehnung der Decke verkürzt oder verlängert werden.
Wenn die Decke sehr hoch liegt, ist die Wirkung der Armatur unzulänglich, und um die Beleuchtung nicht zu verringern, wird auf dem Pendel eine künstliche, tiefer liegende Decke unter der Form eines Schirmes eingeführt.
<Desc/Clms Page number 2>
Falls keine verspiegelte Glühbirnen der beschriebenen Art erhältlich sind, wird der untere halbkugelförmige Teil der Birne mit einer entsprechenden an der erwähnten Glasplatte g befestigten Kugelschale abgedeckt, deren Inneres wie ein Spiegel ausgebildet ist. In dieser Weise erzeugt die' Armatur die verlangte Wirkung, aber in einem geringeren Mass.
Die Armatur laut Erfindung besitzt noch den Vorteil, dass die beiden ringförmigen Schirme b, e, vermittels gemeinsamer Bügel und eines Bajonettverschlusses im glockenförmigen Halter d ohne sonstige Schrauben oder Befestigungsorgane eingesetzt werden können.
Weiter oben wurde mit Bezugnahme auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel einer Armatur mit zwei ringförmigen Schirmen beschrieben. Die Armatur kann indessen auch mit mehreren solchen ausgeführt werden, in welchem Falle der unterste Schirm nach unten und die darüberligenden Schirme nach oben gewölbt sind, auch braucht die auf dem untersten Schirm liegende Platte nicht aus Glas, sondern kann aus irgendeinem weissen oder farbigen Material hergestellt sein, welches durchscheinend ist oder nicht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lampenarmatur für vollständig indirekte elektrische Beleuchtung, aus einem oben mit einer Deckenrosette und unten mit einem glockenförmigen Verbindungsstück versehenen und in seiner Länge einstellbaren Rohrpendel bestehend, welches durch Bajonettverbindung ein Gestell trägt, auf welchem Gestell übereinander zwei oder mehrere konzentrisch ringförmige Schirme angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der unterste Schirm nach unten und die andern darüberliegenden Schirme nach oben gewölbt sind und dass der unterste Schirm in einen flachen waagrechten ringförmigen Rand ausläuft, auf welchem eine in deren Mitte eine runde Öffnung besitzende Platte aufgelegt ist.