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Vorrichtung zum Einfädeln des Fadens in Nihmaschinennadeln.
Zum Einfädeln von Nadeln benutzt man bereits kleine Vorrichtungen, die aus einem Griff- plättchen und einer daran befestigten, federnden Drahtschlinge bestehen. Beim Einschieben in das
Nadelöhr legt sich die Schlinge zusammen, breitet sich jedoch nach Passieren des Öhres wieder auf, so dass man leicht mit dem Fadenende in die Schlinge hineinfahren kann ; beim Herausziehen der
Schlinge aus dem Öhr wird der eingelegte Faden von ihr mit durch das Nadelöhr gezogen und der Faden ist eingefädelt. Das Hineinstecken der Drahtschlinge erfolgte aber bisher doch mit freier Hand, es muss also das Nadelöhr gesucht werden, erfordert daher ein gutes Auge und eine ruhige Führung. Besonders bei Nähmaschinen, wo das Öhr schlecht zugänglich liegt, ist das Einfädeln zeitraubend und beschwerlich.
Ein müheloses, rasches und sicheres Einführen der Drahtschlinge in das Nadelöhr lässt sich durch eine zwangsläufige Einführung erreichen. Eine solche Vorrichtung wird nun im folgenden beispielsweise beschrieben und in der anliegenden Zeichnung dargestellt. Hiebei zeigen :
Fig. 1 eine Vorderansicht der an der Nadelstange befestigten Vorrichtung in drei Stellungen, nämlich a) bei in das Öhr eingeführter Drahtschlinge (in vollen Linien ausgeführt), b) bei bereits an der Nadel anliegender Drahtführung und vor dem Öhr stehender Drahtschlinge (Drahtführung in vollen Linien, Drahtschlinge mit Einfädelarm strichpunktiert), c) bei hochgeschlagener Vorrichtung Stellung ausser Gebrauch, ebenfalls strichpunktiert), Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der gleichen Vorrichtung in Stellung a), Fig. 3 eine Draufsicht (Grundriss), Fig.
4 einen Schnitt A-B durch die Lagerbüchse 11 des Einfädlerarmes 6 und den Lagerzapfen 4 in der Ebene des Anschlagstiftes 20, Fig. 5 einen Schnitt C-D durch die Lagerbüchse 36 des Führungsarmes 33, den Anschlagstift 38 und den Lagerzapfen 4, Fig. 6 die Drahtführung 32 in Seitenansicht, Fig. 7 die Drahtführung 32 in Draufsicht.
Die Einfädelvorrichtung wird mittels des Halteklobens 1 statt des üblichen Nadelhalters durch die Klemmschraube 2 an der Nadelstange 3 befestigt. An den Haltekloben 1 schliesst sich ein abgesetzter Lagerzapfen 4 an, den Übergang bildet ein scheibenförmiger Ansatz 5. Auf dem Lagerzapfen 4 ist zunächst der Einfädlerarm 6 aufgesteckt, welcher die Drahtschlinge 8 zum Einziehen des Fadens in das Ohr 7 der Nadel 9 trägt. Der Einfädlerarm besteht aus einem oberen, ringförmigen Teil 10, mit der Büchse 11 und dem Träger 12. Der Träger 12 hat eine U-förmige Vertiefung 13 mit den gabelförmigen Rändern 14.
In der U-förmigen Vertiefung 13, also zwischen den gabelförmigen Rändern 14 des Trägers 12 ist der mit einem Schlitz 15 versehene untere Teil des Einfädlerarmes 6 schlittenartig verschiebbar und kann mit der Klemmschraube 16 so festgestellt werden, dass die Einspannstelle 17 der Drahtschlinge 8 und somit die Drahtschlinge selbst gleich weit vom Drehmittelpunkt der Vorrichtung entfernt ist, wie das Nadelöhr 7. Um die Büchse 11 des Einfädlerarmes 6 ist eine Schraubenfeder 18 gelegt, deren ein Ende in ein Loch im scheibenförmigen Ansatz 5 des Klobens 1 eingehängt ist, während das andere Ende den Träger 12 des Einfädlerarmes 6 umgreift bzw. an diesen anliegt und dabei das Bestreben hat, den Einfädlerarm 6 von der Nadel 9 wegzudrehen und in die hochgeschwenkte Lage c zu bringen.
Die Büchse 11 des Einfädlerarmes 6 hat eine Aussparung 19, in welche der im Lagerzapfen 4 sitzende bzw. eingesetzte Anschlagstift 20 eingreift. Ist der Einfädlerarm soweit gegen die Nadel 9 gedreht, dass sich die Drahtschlinge 8 nach Passieren des Nadelöhres 7 wieder ganz ausbreitet und so das Einlegen des Nähfadens ermöglicht, so wird durch das Anlegen der Anschlagfläche 21 der Aussparung 19 in der Büchse 11 an den Anschlagstift 20 die Weiterbewegung des Armes 6 aufgehalten und so ein Andrücken des Armes 6 an die Nadel 9 unmöglich gemacht.
Ein Verbiegen der Nadel 9 ist
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förmigen Ansatzes 5 eingreift und der Führungsarm 33 durch die gespannte Feder 35, dem Anschlagstift 38 und der Aussparung 39 von dem Einfädlerarm 6 in einem bestimmten Abstand gehalten wird.
Durch einen Druck auf den freien Arm 29 des Winkelhebels wird die Feststellklinke 24 aus der Kerbe 23, herausgezogen und der Einfädlerarm 6 samt dem vorauseilenden Führungsarm 33 nach abwärts gegen die Nadel 9 geschwenkt. Beim Anlegen der Drahtführung 32 an die Nadel 9 wird die Weiterbewegung des Führungsarmes 33 gehemmt. Durch das Weiterdrehen des Armes 6 erfährt die Feder 35 eine zusätzliche Spannung, wodurch die Drahtführung 32 mit leichtem Druck an die Nadel 9 gedruckt wird. Die
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geführte Drahtschlinge 8 wird daher sicher in und durch das Nadelöhr geführt, wobei sie sich zunächst flach zusammenlegt, dann aber wieder auseinanderbreitet. Der Faden kann nun leicht durch die breite, rhomboidförmige Schlinge geführt werden.
Die gespannten Federn 18 und 35 haben nun das Bestreben, die Arme 6 und 33 wieder von der Nadel weg und hoch zu schwenken. Gibt man diesem Bestreben nach, so sind zunächst bis in die Stellung b beide Federn wirksam. In dieser Stellung ist dann die zusätzliche Spannung der Feder 35 wieder aufgehoben und beide Arme werden nun von der Feder 18 allein hochgeschwenkt und zurück in die Stellung c gebracht. Durch das Hoehschnellen der Arme 6 und
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In der Stellung c springt die Feststellklinke 24 unter Einfluss der Feder 26 wieder in die Kerbe 23 des scheibenförmigen Ansatzes 5 ein und verhindert damit eine Bewegung bzw. ein Schlagen der Arme auch bei sehr raschem Nähen. Die hochgeschwenkten Arme lassen die Sicht auf die Nadel und die Naht frei, so dass sie das Nähen, Sticken usw. nicht behindern, das in gewohnterweise vor sich gehen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Einfädeln des Fadens in Nähmaschinennadeln u. dgl. mit einem den einzufädelnden Faden erfassenden Einfädelwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Einfädelwerkzeug (8) an einem Arm (6) befestigt ist, welcher unter Zwischenschaltung einer elastischen Einlage, z.
B. einer Feder (35) mit einem Führungskörper (32) in Verbindung steht, der das Einfädelwerkzeug (8) aufnimmt, in das Öhr (7) der einzufädelnden Nadel (9) führt und an einem Führungsarm (. 33) befestigt ist, der mit dem Führungskörper (32) und dem Träger (6) des einzufädelnden Werkzeuges (8) als zusammenhängendes Ganzes am Haltekloben (1) der die Nadel tragenden Nadelstange (3) oder am Maschinenkörper um einen Zapfen schwenkbar gelagert ist, wobei ein elastisches Glied, z. B. eine Feder (18) zwischen dem Haltekloben (1) der Nadelstange (3) oder dem Maschinen-
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