AT14886U1 - Brettsperrholzelement - Google Patents
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Abstract
Brettsperrholzelement (1) mit zumindest zwei Lagen (2), welche jeweils mehrere Holzlamellen (3) aufweisen, und mit zumindest einer Decklage (4), welche mehrere Decklamellen (5) aufweist, wobei die Decklamellen (4) der Decklage (5) eine der benachbarten Lage (2) zugewandte Füllschicht (6), eine von der benachbarten Lage (2) abgewandte Deckschicht (7) und eine zwischen der Füllschicht (6) und der Deckschicht (7) angeordnete Zwischenschicht (8) aufweisen, wobei die Faserrichtung der Zwischenschicht (8) quer zur Faserrichtung der Deckschicht (7) verläuft.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Brettsperrholzelement mit zumindest zwei Lagen, welche jeweils mehrere Holzlamellen aufweisen, und mit zumindest einer Decklage, welche mehrere Decklamellen aufweist.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung eine Decklamelle zur Verwendung in einem solchen Brettsperrholzelement.
[0003] Als Brettsperrholz werden im Bauwesen Massivholztafeln bezeichnet, die aus mehreren über Kreuz flach aufeinanderliegenden Lagen bestehen. Solche Brettsperrholzelemente (auch Dickholz, mehrschichtige Massivholzplatte oder Kreuzlagenholz genannt) werden insbesondere für Wand-, Decken- oder Dachkonstruktionen verwendet. Ein Beispiel für ein Brettsperrholzelement ist in der AT 13 769 U1 beschrieben.
[0004] Brettsperrholz weist eine Holzfeuchtigkeit von ungefähr 12 Prozent plus/minus 2 Prozent auf. Die Holzausgleichsfeuchte in beheizten Innenräumen kann jedoch aufgrund der klimatischen Bedingungen auf unter 8 Prozent absinken. Durch diesen Holzfeuchtigkeitsverlust schwinden die Brettlamellen an der Oberfläche in Abhängigkeit des Feuchtigkeitsunterschieds und in Abhängigkeit des sogenannten Schwind- und Quellmaßes. Das Schwind- und Quellmaß für Nadelholz quer zur Faserrichtung beträgt rund 0,25 Prozent pro Prozent Holzfeuchteunterschied. Durch dieses Schwinden entstehen Fugen zwischen den einzelnen Holzlamellen, welche das Erscheinungsbild des Brettsperrholzes beeinträchtigen.
[0005] Zur Behebung dieses Problems wurde im Stand der Technik vorgeschlagen, die Holzlamellen an deren Schmalseite miteinander zu verkleben, so dass die Decklage in der Art einer Massivholz-Einschichtplatte ausgebildet wird. Die Fugenbildung zwischen den Holzlamellen wird dabei minimiert, jedoch äußert sich das Schwinden des Holzes in diesem Fall in einer unkontrollierten Rissbildung in den einzelnen Holzlamellen selbst. Derartige Risse in den Holzlamellen beeinflussen die Tragfähigkeit der Platte zwar nicht wesentlich, sind jedoch bei den Anwendern aus optischen Gründen unerwünscht. Darüber hinaus ist nachteilig, dass die Verklebung der Holzlamellen an den Schmalseiten mit einem zusätzlichen Arbeitsgang und damit mit höheren Produktionskosten verbunden ist.
[0006] Darüber hinaus ist es auch möglich, die Holzfeuchtigkeit an die Holzausgleichsfeuchte in Innenräumen beim Trocknungsprozess der Brettlamellen anzupassen. Dies verursacht aber höhere Trocknungskosten. Zudem sind für den angewendeten Klebstoff auch Mindestwerte für die Holzfeuchtigkeit einzuhalten.
[0007] Eine weitere Möglichkeit das Schwinden des Brettes zu verbessern, ist die Verwendung von Holzlamellen mit geringeren Brettbreiten. Geringere Brettbreiten verursachen jedoch höhere Produktionskosten im Bereich von Keilzinkenverbindungen zur Herstellung von quasi endlosen Lamellen.
[0008] Auch wurde bereits untersucht, die Holzlamellen an der Sichtseite durch Holzwerkstoffplatten, üblicherweise Einschichtplatten, zu ersetzen, welche jedoch angesichts des Materialeinsatzes mit deutlichen höheren Kosten verbunden sind als gewöhnliches Schnittholz.
[0009] Demnach besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, die Nachteile des Standes der Technik zu lindern bzw. zu beseitigen. Die Erfindung setzt sich daher insbesondere zum Ziel, ein Brettsperrholzelement der eingangs angeführten Art anzugeben, mit welchem die Auswirkungen des Schwindens auf das Erscheinungsbild der Decklage des Brettsperrholzelements reduziert werden.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Brettsperrholzelement mit den Merkmalen von Anspruch 1 sowie durch eine Decklamelle mit den Merkmalen von Anspruch 9 gelöst. Bevorzugte Ausführungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0011] Erfindungsgemäß weisen die Decklamellen der Decklage eine der benachbarten Lage zugewandte Füllschicht, eine von der benachbarten Lage abgewandte Deckschicht und eine zwischen der Füllschicht und der Deckschicht angeordnete Zwischenschicht auf, wobei die Faserrichtung der Zwischenschicht quer zur Faserrichtung der Deckschicht verläuft.
[0012] Das erfindungsgemäße Brettsperrholzelement kann insbesondere als Brettsperrholzplatte für Wand-, Decken-, Dach- oder Trägerkonstruktionen verwendet werden. Das Brettsperrholzelement weist an der Sicht- bzw. Außenseite eine Decklage bestehend aus mehreren Decklamellen auf, welche entsprechend den Holzlamellen der einzelnen Lagen nebeneinander, d.h. an den Breitseiten aufeinander stoßend, angeordnet sind. Die Decklamellen weisen jeweils einen mehrschichtigen Aufbau mit zumindest einer innenseitigen Füllschicht, einer außenseitigen Deckschicht und einer Zwischenschicht bzw. Sperrschicht zwischen Deck- und Füllschicht auf, welche jeweils aus Vollholz oder aus einem Holzwerkstoff (d.h. einem Werkstoff, der durch Zerkleinern von Holz und anschließendem Zusammenfügen der so erhaltenen Holzteile erzeugt wird) gebildet sind. Die Füllschicht, Zwischenschicht und Deckschicht sind untereinander verbunden, wobei insbesondere je eine flächige Klebeverbindung zwischen der Zwischenschicht und der Deckschicht und der Zwischenschicht und der Füllschicht vorgesehen ist. Wesentlich für die Erfindung ist nun, dass sich die Faserrichtung der Zwischenschicht quer, d.h. insbesondere im Wesentlichen senkrecht, zur Faserrichtung der Deckschicht erstreckt. Wie im Stand der Technik an sich bekannt, sind die Quell- und Schwindmaße von Holz in Faserrichtung, d.h. in Längsrichtung, und in Querrichtung, d.h. senkrecht zur Längsrichtung, sehr unterschiedlich, wobei das Quell- und Schwindmaß von Holz in Faserrichtung wesentlich geringer als in Querrichtung ist. Diese Erkenntnis macht sich die Erfindung dadurch zunutze, dass die Deckschicht mit einer dazu insbesondere um 90° verdrehten Zwischenschicht unterlegt wird. Dadurch werden die Fasern der Zwischenschicht quer zu den Fasern der Deckschicht orientiert, wohingegen die Faserrichtung der Füllschicht in Längsrichtung der Deckschicht verläuft. Da die Zwischenschicht in Längsrichtung eine geringere Schwindneigung als die Deckschicht in Querrichtung aufweist, werden die Auswirkungen des Schwindens auf die Deckschicht durch den Verbund zwischen der Zwischenschicht und der Deckschicht vermindert. Vorteilhafterweise kann so eine Rissbildung bzw. Fugenbildung an der die Sichtseite des Brettsperrholzelements bildenden Deckschicht verhindert bzw. zuverlässig vermindert werden. Zur Ausbildung der Deckschicht wird vorzugsweise ein hochwertiges Vollholz, wie Lärche, Zirbe, Tanne oder eine Laubholzart, verwendet. Die Deckschicht kann jedoch alternativ aus einem Holzwerkstoff bestehen. Die Zwischen- und Füllschicht kann jeweils aus einem Vollholz, insbesondere Nadelholz, oder aus einem Holzwerkstoff bestehen. Die Deckschicht jeder Decklamelle kann aus einer oder mehreren nebeneinander liegenden Deckschichtstreifen bestehen.
[0013] Um die Decklamellen in derselben Weise wie die Holzlamellen der Lagen einsetzen und verarbeiten zu können, ist es günstig, wenn die Decklamellen der Deckschicht im Wesentlichen dieselbe Stärke und/oder dieselbe Breite wie die Holzlamellen der Lagen aufweisen. Bevorzugt weisen die Decklamellen dieselben Abmessungen, d.h. dieselbe Breite, Länge und (Wand-) stärke, wie die vorzugsweise einlagigen Holzlamellen auf. Im Unterschied dazu weisen die Decklamellen jedoch einen mehrschichtigen Aufbau auf, mit welchem das Schwindverhalten der Decklage auf der Sichtseite des Brettsperrholzelements verbessert wird. Die Holzlamellen der einzelnen Lagen können vorzugsweise aus einem Nadelholzwerkstoff gefertigt sein.
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung weist das Holzmaterial der Füllschicht ein größeres Elastizitätsmodul bzw. eine höhere Festigkeit als das Holzmaterial der Holzlamellen auf. Das größere Elastizitätsmodul bzw. die höhere Festigkeit des Holzmaterials der Füllschicht im Vergleich zum Holzmaterial der Holzlamellen äußert sich insbesondere in feineren Jahresringen, und/oder kleineren Ästen und/oder einer höheren Rohdichte. Demnach weist das Holzmaterial der Füllschicht ein größeres Elastizitätsmodul und/oder eine größere Festigkeit als das Holzmaterial der Holzlamellen auf. Vorzugsweise beträgt das Elastizitätsmodul des Holzmaterials der Füllschicht der Decklamellen zwischen dem 1,0-fachen und dem 2-fachen, besonders bevorzugt zwischen dem 1,05-fachen und dem 1,5-fachen, insbesondere im Wesentlichen das 1,2-fache, des Elastizitätsmoduls des Holzmaterials der Holzlamellen der Lagen. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass die Decklamellen mit derselben Stärke wie die Holzlamellen der Lagen ausgebildet werden können, ohne die mechanischen Eigenschaften der
Decklamellen durch die Anordnung der Zwischenschicht negativ zu beeinflussen. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass der Aufbau der Decklamelle für die statische Bemessung im Anwendungsfall nicht eigens berücksichtigt werden muss. Somit kann die Decklage in der Planung im Wesentlichen wie eine weitere Lage behandelt werden. Vorteilhafterweise kann das Brettsperrholzelement bei dieser Ausführung ab Werk mit den Decklamellen einschließlich der Deckschicht an der Sichtseite ausgestattet werden, wobei die Decklage im Wesentlichen dieselbe Steifigkeit bzw. Festigkeit wie die Lagen aufweist. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber bekannten Ausführungen, bei welchen Deckschichten nachträglich auf dem Brettsperrholzelement angebracht wurden. Bei solchen Ausführungen konnten die Deckschichten nicht in die Festigkeitsbemessung einbezogen werden, so dass die Deckschichten zusätzlich zu den für den Anwendungsfall erforderlichen Lagen angebracht wurden. Dadurch ergab sich nachteiligerweise eine größere Stärke des resultierenden Brettsperrholzelements.
[0015] Um ein hochwertiges Erscheinungsbild zu erzielen, den Einsatz hochwertiger und daher kostenintensiver Holzarten zu minimieren und das Schwindverhalten zu verbessern, ist es von Vorteil, wenn die Deckschicht eine Dicke von 4 bis 10 mm, insbesondere von im Wesentlichen 7 mm, aufweist.
[0016] Um das Schwinden der Deckschicht zuverlässig zu verhindern, ist es günstig, wenn die Zwischenschicht eine Dicke von 3 bis 10 mm, insbesondere von im Wesentlichen 5 mm, aufweist. Durch die Anordnung der Zwischenschicht wird bei Auftreten von Feuchtigkeitsunterschieden ein Gegenzug auf die Deckschicht ausgeübt, mit welchem das Schwinden der Deckschicht im Wesentlichen unterbunden wird. Dadurch kann das einheitliche Erscheinungsbild der Deckschicht erhalten werden.
[0017] Um die Decklamellen entsprechend den Holzlamellen der Lagen zu dimensionieren, weist die Füllschicht vorzugsweise eine Dicke von 6 bis 40 mm, insbesondere von im Wesentlichen 25 mm, auf. Die Gesamtstärke der Decklamellen und der Holzlamellen beträgt zwischen 15 und 45 mm, vorzugsweise im Wesentlichen 20 bis 40 mm.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, auf das sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. In der Zeichnung zeigt: [0019] Fig. 1 einen Ausschnitt eines Brettsperrholzelements gemäß Stand der Technik; [0020] Fig. 2 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Brettsperrholzelements, welche
Decklamellen mit einer Füllschicht, einer Deckschicht und einer quer zur Deckschicht angeordneten Zwischenschicht aufweist; und [0021] Fig. 3 einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Decklamelle zur Verwendung bei dem in Fig. 2 ersichtlichen Brettsperrholzelements.
[0022] In Fig. 1 ist ein im Stand der Technik bekanntes Brettsperrholzelement 1 gezeigt. Das Brettsperrholzelement 1 weist fünf flach aufeinander liegende Lagen 2 auf, welche aus einzelnen Holzlamellen 3 zusammengesetzt sind. Die Lagen 2 sind über Kreuz angeordnet, so dass die Faserrichtungen aufeinanderfolgender Lagen 2 im Wesentlichen senkrecht zueinander angeordnet sind.
[0023] Fig. 2 zeigt ebenfalls ein Brettsperrholzelement 1 mit mehreren, in der gezeigten Ausführung vier, Lagen 2, welche jeweils aus parallel nebeneinander angeordneten, brettförmigen Holzlamellen 3 bestehen. Die Lagen 2 sind in bekannter Weise miteinander verklebt. Darüber hinaus weist das Brettsperrholzelement 1 bzw. die Brettsperrholzplatte eine mit der untersten Lage 2 verklebte Decklage 4 auf, welche aus mehreren parallel nebeneinander angeordneten, brettförmigen Decklamellen 5 besteht. Die Decklamellen stoßen an den Breitseiten aneinander an, d.h. die Fugen zwischen den Decklamellen 5 sind vorzugsweise geschlossen.
[0024] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weisen die Decklamellen 5 der Deckschicht 4 im Wesentlichen dieselbe Stärke, dieselbe Breite und dieselbe Länge wie die Holzlamellen 3 der Lagen 2 auf. Dadurch können die Decklamellen 5 in der Fertigung wie die einschichtigen Holzlamellen 3 der Lagen 2 verarbeitet und auch keilgezinkt werden.
[0025] Wie aus Fig. 2, 3 ersichtlich, weisen die Decklamellen 5 der Decklage 4 einen mehrschichtigen Aufbau auf. In der gezeigten Ausführung ist eine Füllschicht 6, welche mit den quer verlaufenden Flolzlamellen 3 der benachbarten (untersten) Lage 2 verbunden ist, eine die Sichtseite des Brettsperrholzelements 1 bildende Deckschicht 7 und eine dazwischen angeordnete Zwischenschicht 8 vorgesehen. Die Faserlängsrichtung der Zwischenschicht 8 verläuft im Wesentlichen senkrecht zur Faserlängsrichtung der Deckschicht 7, wodurch die Zwischenschicht 8 als Gegenzugelement für die damit verbundene Deckschicht 7 ausgebildet wird. Dadurch können die Schwinderscheinungen der Deckschicht 7 unterbunden oder zumindest deutlich verringert werden. In der gezeigten Ausführung besteht die Deckschicht 7 jeder Decklamelle 5 aus zwei Deckschichtstreifen derselben Breite. Es kann jedoch auch eine durchgehende Deckschicht 7 vorgesehen sein (nicht gezeigt).
[0026] Um die Decklamellen 5 der Decklage 4 mit einer den Holzlamellen 3 entsprechenden Festigkeit auszubilden, weist das Holzmaterial der Füllschicht 6 ein größeres Elastizitätsmodul und eine höhere Festigkeit als das Holzmaterial der Holzlamellen 3 auf. In der gezeigten Ausführung weist die Deckschicht 7 eine Stärke bzw. Dicke (d.h. eine Erstreckung senkrecht zur Hauptebene des Brettsperrholzelementes 1) von im Wesentlichen 7 mm auf. Die Dicke der Zwischenschicht 8 beträgt in der gezeigten Ausführung im Wesentlichen 5 mm. Die Füllschicht 9 weist eine Dicke von im Wesentlichen 6 bis 40 mm auf.
[0027] Es versteht sich, dass die gezeigte Ausführung des Brettsperrholzelements mit genau vier Lagen 2 und genau einer Decklage 4 lediglich beispielhaft ist. Selbstverständlich kann das Brettsperrholzelement 1 auch nur zwei oder drei Lagen 2, aber auch mehr als vier Lagen 2, beispielsweise fünf Lagen 2, aufweisen.
Claims (10)
- Ansprüche1. Brettsperrholzelement (1) mit zumindest zwei Lagen (2), welche jeweils mehrere Holzlamellen (3) aufweisen, und mit zumindest einer Decklage (4), welche mehrere Decklamellen (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklamellen (4) der Decklage (5) eine der benachbarten Lage (2) zugewandte Füllschicht (6), eine von der benachbarten Lage (2) abgewandte Deckschicht (7) und eine zwischen der Füllschicht (6) und der Deckschicht (7) angeordnete Zwischenschicht (8) aufweisen, wobei die Faserrichtung der Zwischenschicht (8) quer zur Faserrichtung der Deckschicht (7) verläuft.
- 2. Brettsperrholzelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklamellen (5) der Deckschicht (4) im Wesentlichen dieselbe Stärke und/oder dieselbe Breite wie die Holzlamellen (3) der Lagen (2) aufweisen.
- 3. Brettsperrholzelement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Holzmaterial der Füllschicht (6) ein größeres Elastizitätsmodul und Festigkeit als das Holzmaterial der Holzlamellen (3) aufweist.
- 4. Brettsperrholzelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (7) eine Dicke von 4 bis 10 mm, insbesondere von im Wesentlichen 7 mm, aufweist.
- 5. Brettsperrholzelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht (8) eine Dicke von 3 bis 10 mm, insbesondere von im Wesentlichen 5 mm, aufweist.
- 6. Brettsperrholzelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllschicht (6) eine Dicke von 6 bis 40 mm, insbesondere von im Wesentlichen 25 mm, aufweist.
- 7. Brettsperrholzelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzlamellen (3) aufeinanderfolgender Lagen (2) in einem Winkel von vorzugsweise 90° zueinander angeordnet sind, wobei die Decklamellen (5) in einem Winkel von vorzugsweise 90° zu den Holzlamellen (3) der damit verbundenen Lage (2) angeordnet sind.
- 8. Brettsperrholzelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest drei Lagen (2) bestehend aus mehreren Holzlamellen (3) vorgesehen sind.
- 9. Decklamelle (5) zur Verwendung in einem Brettsperrholzelement (1), gekennzeichnet durch eine Füllschicht (6), eine Deckschicht (7) und eine zwischen der Füllschicht (6) und der Deckschicht (7) angeordnete Zwischenschicht (8), wobei die Faserrichtung der Zwischenschicht (8) quer zur Faserrichtung der Deckschicht (7) verläuft.
- 10. Decklamelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllschicht (6) und/oder die Deckschicht (7) und/oder die Zwischenschicht (8) aus einem Holzwerkstoff besteht. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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