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Stationsanzeigevorrichtung für Rundfunk- oder Bildfunkempfänger u, dgl.
Es ist bekannt, dass es bei Rundfunkempfangsgeräten hoher Selektivität, insbesondere beim Empfang kurzer Wellen von Wichtigkeit ist, die Abstimmorgane (Kondensatoren) in eine genau vorbestimmte Stellung zu bringen, um günstige Empfangsverhältnisse zu erzielen. Dies ist für Ungeübte häufig gar nicht einfach. Schon eine ganz geringe Abweichung von der richtigen Stellung bedingt unangenehme Folgen, indem entweder die Tonwiedergabe erheblich leidet oder bei Kurzwellenempfang (Fernsehen) die Station überhaupt nicht zur Verstärkung gelangt. Der bestimmten Stellung der Kondensatoren entspricht zwangsläufig auch eine bestimmte Stellung des Stationsanzeigeorgans, z. B. des Zeigers, der über eine Skala oder Tafel beweglich ist, wobei an die gebräuchliche Ausbildung der Skala als Voll- oder Teilsichtskala gedacht wird.
Gegenstand der Erfindung ist eine Stationsanzeigevorrichtung, welche es gestattet, die Einstellung des Zeigers und damit der Abstimmorgane auf eine genau vorbestimmte Stelle der Skala beispielsweise einen Skalenteilstrich oder eine andere Marke in einfacher Weise durchzuführen. Die genaue Einstellung einer Station erfordert bei Apparaten, welche mit der erfindungsgemässen Stationsanzeigevorrichtung ausgestattet sind, auch keinerlei besondere Übung oder Geschicklichkeit.
Diese Vorteile werden im wesentlichen dadurch erreicht, dass mindestens der den Einstellmarken benachbarte Bereich der Skala spiegelnd ausgebildet ist. Dadurch ist es möglich, einen über diese Skala verschiebbaren Zeiger genau auf die betreffende Marke einzustellen. Es wird also mit andern Worten, von dem an sich bekannten Prinzip der Spiegelablesung nunmehr für die Zwecke der genauen Einstellung der Abstimmorgane bei Rundfunk-und Fernsehempfängern Gebrauch gemacht.
Die Art der Burchführimg-dieses Prinzips im Empfängerbau kann verschieden sein. Grundsätzlieh kans-'gesagt werden Hass'es durchaus nicht nötig ist, grosse spiegelnde Flächen vorzusehen, denn es genügt zur genauen Einstellung eines bestimmten Wertes vollkommen, wenn nur unmittelbar neben der Marke, auf welche'eingestellt wird, einriegelnder Belag vorgesehen ; ist.
" Auch die geometrische Form des spiegelnden Belages, z. B.. einer spiegelnden Marke, ist nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Als zweckmässig hat es sich allerdings erwiesen, die spiegelnden Marken mit einer kleinen, in die Richtung des Zeigers weisenden Spitze zu versehen, während die übrigen Teile dieser Marke ganz beliebig sein können. Die Einstellung geht dann so vor sich, dass der Zeiger mit der Spitze der Marke zur Deckung gebracht wird und die genaue Einstellung des Zeigers vermittels der spiegelnden Einstellfläche nachgeprüft und nötigenfalls berichtigt wird.
Es ist auch denkbar, dass der Belag solche Form erhält, dass er die Stationsnamen als spiegelndes Feld umgibt ; er kann neben oder unter (über) dem Stationsnamen bzw. der Marke angeordnet sein ; es kann auch ein Buchstabe (Ziffer) der Stationsbezeichnung dadurch als Marke hervorgehoben werden, dass dessen Umgebung spiegelnd ausgeführt ist.
Denkbar ist die Ausführung einer Vollsichtskala, bei der beispielsweise sämtliche Stationsnamen spiegelnd ausgeführt sind, während der Hintergrund matt bleibt. Für diesen Fall ergibt sich noch ein weiterer Vorteil : Die Ausleuchtung der ganzen Stationstafel kann mit verhältnismässig geringem Lichtaufwand erfolgen. Auch bei diesen Anzeigevorrichtungen erfolgt die Einstellung der Abstimmorgane unter Mithilfe von Skalen oder sonstigen Marken, als welche auch einzelne Buchstaben der Stationsnamen dienen können.
Die Anordnung eines spiegelnden Belages hindert nicht daran, jene Teile der Skala, bei denen es auf eine genaue Einstellung weniger ankommt (was etwa für das Langwellengebiet Geltung hat), in der herkömmlichen Weise auszustatten und den Spiegelbelag dort überhaupt wegzulassen.
Die Farbe des Spiegels ist gleichgültig ; sein Reflexionsvermögen muss aber hinreichen, um eine Spiegelung des Zeigers hervorrufen zu können.
Die konstruktive Ausbildung des Zeigers wird so getroffen, dass eine genügend genaue Einstellung möglich ist, d. h. er wird, in der Blickrichtung gesehen, flach (messerartig) ausgeführt. Hiebei hat man es in der Hand, den Verlust der Einstellgenauigkeit der durch eine nötige Mindestdicke und die Bedingung der guten Sichtbarkeit des Zeigers gegeben ist, dadurch auszugleichen, dass der Zeiger entsprechend weiter von der spiegelnden Fläche weggerückt wird ; dies ist auch sonst im Empfängerbau zur Vermeidung genauer (teurer) Montagearbeiten erwünscht.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Stationsanzeigevorrichtung für Rundfunk-oder Bildfunkempfänger u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der den Einstellmarken benachbarte Bereich der Skala spiegelnd ausgebildet ist.
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