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AT139842B - Verfahren zur Herstellung von Druckfarben für die Erzeugung von kornlosen Farbdrucken auf Druckflächen geringer Adhäsion. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Druckfarben für die Erzeugung von kornlosen Farbdrucken auf Druckflächen geringer Adhäsion.

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Publication number
AT139842B
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Authority
AT
Austria
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printing
production
grainless
color
intermediate layer
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Application number
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English (en)
Inventor
Heinrich Dr Pruefer
Original Assignee
Heinrich Dr Pruefer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Heinrich Dr Pruefer filed Critical Heinrich Dr Pruefer
Application granted granted Critical
Publication of AT139842B publication Critical patent/AT139842B/de

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Description


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  Verfahren zur Herstellung von Druckfarben für die Erzeugung von kornlosen Farbdrucken auf
Druckflächen geringer Adhäsion. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kornlosen   Farbdrucken   auf   Druckflächen   geringer Adhäsion. 



   Die   Üblichen   Druckfarben sind für Papier u. dgl.   Druekträger   von beträchtlicher Adhäsion und Saugvermögen bestimmt und ergeben auf solchen Druckflächen vollständig befriedigende Resultate betreffs Gleichmässigkeit und Deekkraft des Druckes. Wenn jedoch diese normalen Druckfarben beispielsweise auf Glas, Celluloid, Cellophan   verdruckt   werden, so weist die Farbschicht keine genügende Deckkraft auf und ist grobkörnig, gleichgültig, wieviel Farbe aufgetragen wird. Die Farbe weist also keine genügende Deckkraft und in der Durchsicht ein grobes Korn auf.

   Es wurde vorgeschlagen, beispielsweise Celluloid mit   Celluloselacken   eventuell mit einem Zusatz von Harzen, Ölen od. dgl. zu bedrucken, um gegen Seifenlösungen oder anderen chemischen Reinigungsmitteln widerstandsfähige Drucke zu erzielen (Schweizer Patentschrift Nr. 143737). Die nach diesem Verfahren hergestellten Drucke sind ungleichmässig im Aussehen (Schweizer Patentschrift Nr. 146781). Die letzterwähnte schweizerische Patentschrift schlagt deshalb vor, die Druckträger mit einem Druckgnmd (Zwisehensehichte) der mit der Druckfarbe sich bindet, zu versehen. 



   Erfindungsgemäss können kornlose und gut haftende Drucke auf Flächen geringer Adhäsion erzielt werden, ohne dass die Druckfarbe die   Druckfläche   bzw.   Druekgrund   angreift. Dies wird dadurch erzielt, dass man der Druckfarbe sonst üblicher Zusammensetzung filmbildende und die Haftfähigkeit vergrössernde Substanzen, wie beispielsweise Natur-oder Kunstharze etc. zusetzt. Die Ausführung kann so vorgenommen werden, dass diese filmbildenden Stoffe, wie beispielsweise Harze, vor dem Zusatz zur Druck- 
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 den Druckgrund nicht angreifenden Lösungsmittel gelöst und die hergestellte Harzlösung dann mit der Farbe vermischt wird. 



   Man kann beispielsweise das übliche Offsetsehwarz, welches im wesentlichen eine Mischung von Leinöl und Russ darstellt, mit einer Harzlösung vermischen, welche durch Lösen eines fettlösliehen PhenolFormaldehydkondensationsproduktes, das z. B. in bekannterweise durch Erhitzen von Phenol, Formaldehyd mit Balsamen, Naturharzen, Ölen usw. erhalten, in gewöhnlicher Solventnaphtha hergestellt wurde. 



  Es wird ein Teil Kunstharz auf ein Teil Solventnaphtha verwendet und von dieser Lösung ein Teil mit drei Gewichtsteilen Druckfarbe gemischt. 



   Es wurde gefunden, dass, wenn die Farbzusammensetzung in dieser Weise ergänzt wird, die Farbe dann auf glatten Unterlagen zufolge der adhärierenden Harzbestandteile festhaftet. Überdies ist der Druck dann praktisch kornlos bei gleichzeitig guter Deekkraft. Es kann angenommen werden, dass die Harzlösung in dieser Form zugesetzt, den durch Rühren erzielten feinen Verteilungszustand des Farbkörpers aufrecht hält. 



   Die Menge und die Art der Zusätze müssen so gewählt sein, dass der geschilderte Effekt eintritt. 



  Allenfalls muss der Zusatz grösser sein als bei den   üblichen   Farben. Es soll jedoch der Harzzusatz nicht derart gesteigert werden, dass die beim Drucken erforderlichen technischen Manipulationen wesentlich 
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 soll diese Druckfarbe einen Harzgehalt von 15 bis   45% aufweisen.   



   An Stelle von eigentlichen fettlösliehen Kunstharzen, können auch sonstige Kunst-oder Naturharze bzw. auch Harzester u. dgl. verwendet werden, welche erforderlichenfalls durch Zusatz dritter Stoffe oder Lösungsmittel in an sich bekannter Weise, z. B. durch Verschmelzen eines gewöhnlichen Phenol- 

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   Aldehydharzes   mit Kolophonium, Ölen oder Ölsäuren bzw. einem Gemisch derselben genügend   öllöslich   gemacht werden. Bevorzugt werden solehe Harzlösungen, welche durch Lösen in der Kälte hergestellt sind und sieh beim Stehen in der Kälte nicht scheiden. An Stelle von Solventnaphtha (Petroleum) können auch andere Lösungsmittel verwendet werden, wie beispielsweise Terpentinöl, Leinöl, Benzol etc. oder 
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 sprechen, welche durch Verwendung in und Mischung mit Druckfarben bedingt sind.

   Sie müssen demgemäss mit dem Lösungsmittel der angewendeten Druckfarbe leicht mischbar sein, sie müssen den   üblichen   Anforderungen an Lösungsmitteln von Druckfarben, betreffs des Verhaltens auf dem Druckträger und im Druckbild entsprechen. 



   Die Mengenverhältnisse von Harz und Lösungsmittel können erheblich je nach der Auswahl dieser Stoffe, nach der verwendeten Druckfarbe und den sonstigen Anforderungen schwanken. Die   Harzlösung   kann, wie oben erwähnt, beispielsweise mit dem dreifachen ihres Gewichtes mit Druckfarbe gemischt werden. Aber auch dieses Mengenverhältnis kann je nach den besonderen Verhältnissen, insbesondere auch nach dem gewählten Verhältnis zwischen Harz und Lösungsmittel und nach dem   gewünschten   Enderfolg schwanken. Massgebend ist auch beispielsweise der Farbton. So wird man etwa bei hellen gelben Farbtönen nur die erforderliche Mindestmenge an Harz, oder aber besonderes lichte Harzsorten je nach Bedarf zusetzen.. 



   Es ist vorteilhaft, bei der   Druckfarbenmisehung   den späteren Harzzusatz zu berücksichtigen und eine entsprechend höhere Menge an   Farbkörper   zu wählen. Die Druckfarbe kann im übrigen weitgehend in der Zusammensetzung dem besonderen Verwendungszweck angepasst sein und es können beispielsweise in an sich bekannter Art Sikkative usw. zugesetzt werden, um die damit bekannten Erfolge, wie rascheres Trocknen, zu erzielen, wodurch ein Zusatz von niedrig siedenden Lösungsmitteln zur Druckfarbe sich erübrigt. 



   Die nach obigem abgeänderte Druckfarbe haftet zufolge der enthaltenen   Harzlösung   sehr gut auf glatter Unterlage und liefert einen kornlosen Druck. 



   Ist der   Druckträger   wasserempfindlich, bzw. hygroskopisch, wie z. B. Cellophan, wird eine Zwischenschicht aufgetragen, durch welche die Wasserunempfindlichkeit, beispielsweise des Cellophans, erzielt wird. Die Zwischenschicht kann beispielsweise durch Aufwalzen einer Harzlösung oder Überstreichen mit dieser erhalten werden. Man kann hiezu eine alkoholische Harzlösung verwenden, welcher zweckmässig geringe Zusätze an höhersiedenden aliphatischen Alkoholen, z. B. Butanol oder aliphatischen Estern. z. B.   Butyl-oder Amylacetate   gegeben werden, um die gewünschte Durchsichtigkeit zu erhalten und ein insbesondere in der Kälte mitunter eintretendes trübes Auftrocknen zu verhindern.

   Bei der Auswahl der Stoffe für diese Zwischenschicht-es kommen naturgemäss die verschiedenartigsten   Schutzuberzüge   in Betracht-ist nur zu beachten, dass diese beim nachfolgenden Auftrag der Farbschicht praktisch nicht angegriffen werden und umgekehrt, die Farbe nicht angreifen sollen. Es werden demgemäss insbesondere Öl oder Fett schwer lösliche   Harzgründe   in Betracht kommen. 



   Werden nicht hygroskopisch   Druckträger,   wie z. B. Celluloid oder Cellon verwendet, erübrigt sich das Auftragen einer Zwischenschicht. 



   Auf den fertigen Druck kann gegebenenfalls noch eine-vorzugsweise durchsichtige-Deckschicht aufgebracht werden, welche einen Schutz gegen mechanische Verletzung des Druckes bietet. 



  Hiezu eignet sich beispielsweise eine alkoholische Harzlösung. Es kann auch die oben für die Herstellung der Zwischenschicht beschriebene Lösung verwendet werden. Auch hier gilt die Anweisung, dass die eine Schicht die andere Schicht nicht nachteilig beeinflussen darf. Insbesondere darf das Druckbild nicht durch das Lösungsmittel der Deckschicht ungünstig beeinflusst oder gar verwaschen werden. Im Rahmen dieses Erfordernisses können die verschiedenartigsten Überzüge gewählt werden. Die Hauptmenge des 
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 wie Alkohol oder Aceton etc. bestehen, um ein rasches Trocknen zu   ermöglichen.   



   Das   erfindurgfgcmässe   Verfahren kann ganz allgemein zum Bedrucken glatter Flächen angewendet werden. Es ist beispielsweise mit besonderem Vorteil zur Herstellung von   autotypisehen   Mehrfarbendrucken, zum Bedrucken von Cellophan, Cellon für Verpackungen oder Spielkarten ete. geeignet. zur Herstellung bunter Fensterbilder, für Reklamen u. dgl. mehr. 



   Ein besonderes Anwendungsgebiet dieses Verfahrens ist die Reproduktion von photographischen Schallaufzeichnungen durch die üblichen Druckverfahren. Hiefür kommt durchsichtiges Filmmaterial in Betracht. Also Celluloid, Cellon, Cellophan u. dgl. mehr. Die Schwierigkeiten, die bisher beim Bedrucken dieser Materialien eintreten und in erhöhtem Masse auf Gebieten wie photographisehen   Sehallaufzeich-   nungen   störend, wirken,-weil   eine besondere Genauigkeit und völlig kornloser Druck erforderlieh ist, werden durch das anmeldungsgemässe Verfahren behoben. 



   Die Erfindung erstreckt sich auch auf kornlose Farbdrucke, welche auf   Druckflächen   geringer Adhäsion aufgebracht sind und eine Farbschicht aus einer Mischung von Druckfarben mit filmbildenden und die Haftfähigkeit vergrössernden Substanzen aufweisen, gegebenenfalls mit einer Zwischen-oder einer Überzugsschicht oder beiden. Die Erfindung betrifft des weiteren insbesondere auch Tonfilme, bei welchen die Schallaufzeichnungen auf dem Film in der oben geschilderten Weise gebildet sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Druckfarben für die Erzeugung von kornlosen Farbdrucken auf Druckflächen geringer Adhäsion, dadurch gekennzeichnet, dass der fetten Druckfarbe öllösliche oder durch an sich bekannte Massnahmen öllöslich gemachte Harze oder Harzester gelöst in Mitteln, die mit den Bindemitteln der Druckfarbe (z. B. Leinöl) in der Kälte leicht mischbar sind und die wenig haftfähige Druekfläche (Bildträgerschicht) oder die aufgebrachte Zwischenschicht nicht anzugreifen vermögen, in Mengen von 15 bis 45% (auf fest gerechnet) zugesetzt werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein wasserempfindlicher bzw. wasseranziehender Druckträger vor dem Farbauftrag mit einer Zwischenschicht, die von der Farbe nicht angreifbar ist, wasserunempfindlich gemacht wird, z. B. durch das an sich bekannte Aufwalzen oder Bestreichen mit einer alkoholischen Harzlösung.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der alkoholischen Harzlösung geringe Zusätze von höher siedenden Alkoholen oder Estern gegeben werden.
    4. Kornlose Farbdrucke auf Celluloid Cellon, Cellophan u. dgl. Häuten oder Platten, gekennzeichnet durch Verwendung einer Farbe nach Anspruch 1, gegebenenfalls unter Verwendung einer Zwischenschichte nach Anspruch 2 und 3.
    5. Tonfilm, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehallaufzeichnungen durch Aufdruck von Farben nach Anspruch 1, gegebenenfalls mit Zwischenschichten nach Anspruch 2 und 3 gebildet sind.
AT139842D 1931-06-27 1931-06-27 Verfahren zur Herstellung von Druckfarben für die Erzeugung von kornlosen Farbdrucken auf Druckflächen geringer Adhäsion. AT139842B (de)

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AT139842D AT139842B (de) 1931-06-27 1931-06-27 Verfahren zur Herstellung von Druckfarben für die Erzeugung von kornlosen Farbdrucken auf Druckflächen geringer Adhäsion.

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