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Glietlerfigur.
Die Erfindung bezieht sich auf Gliederfiguren mit in bekannter Weise in beliebigen Lagen ein- stellbaren Flachgliedern bzw. Körperteilen, die durch Kugelklemmgelenke untereinander verbunden sind und aus Platten bestehen, die durch Klemmschrauben parallel zueinander gehalten werden und mit Aus- schnitten zur Aufnahme einer Gelenkkugel versehen sind. Der Erfindungsgegenstand soll insbesondere zur Aufnahme von Trickfilmen an Stelle der bekannten grossen Anzahl sonst erforderlicher Zeichnungen, die bisher die verschiedenen Bewegungsphasen des aufzunehmenden Gegenstandes darstellen, dienen.
Eine solche Gliederfigur für die Aufnahme von Trickfilmen muss eine ausserordentlich grosse Anzahl weit- gehendst verschiedener Einstellmöglichkeiten besitzen, die mit den bisher bekanntgewordenen Figuren dieser Art nicht vollkommen erzielt werden konnten.
Die Figur nach der vorliegenden Erfindung er- möglicht dies aber vermöge der besonderen, zur Verbindung der verschiedenen Glieder oder Körperteile untereinander angewendeten allseitig beweglichen und in jeder Bewegungsstellung fixierten Gelenk- verbindungen ; sie ist, wenn auch in erster Linie für die Aufnahme von Trickfilmen gedacht, so doch auch als Schaufensterfigur, als Spielzeug od. dgl. verwendbar.
Der Erfindungsgegenstand ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in der Zeichnung dar- gestellt ; es zeigt Fig. 1 die Gliederfigur im Aufriss, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie lI-lI der Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 im Grundriss und Fig. 5 im Querschnitt den
Fuss der Gliederfigur, Fig. 6 im Grundriss und Fig. 7 in Seitenansicht die Hand der Gliederfigur und Fig. 8 einen Schnitt nach Linie VIII-VIII durch den Kopf der Gliederfigur.
Die Gliederfigur besteht aus dem Kopf 1, dem Rumpf 2, dem Leib 3, den Oberarmen 4, 4', den
Unterarmen 5, 5', den Händen 6,6', den Oberschenkeln 7, 7', den Unterschenkeln 8, 8'und den Füssen 9,9'.
Die einzelnen flachen Glieder bzw. Körperteile, z. B. der Rumpf 2 und der Leib 3 bestehen je aus zwei in geringem Abstand voneinander parallel angeordneten Platten 10, 10' (Fig. 2 und 3), welche durch Klemm- schrauben 11, die durch Muttern 12 beliebig angespannt werden können, untereinander verbunden sind.
Die allseitig gelenkige Verbindung, z. B. des Rumpfes 2 mit dem Leib 3, erfolgt durch kurze Zapfen 14, die kugelförmige Enden oder Köpfe 15, 15'tragen. Der Kopf 15 greift in entsprechende pfannenartige, am Rande des betreffenden Körperteils offene (kreisbogenförmige) Ausschnitte der Platten 10, 10'ein und wird in diesen durch die Klemmschraube 11 mit Reibung festgehalten. Ebenso greift der Kopf 15' in den zweiten Körperteil ein, der mit dem ersten allseitig gelenkig verbunden werden soll. Es ist so möglich, z.
B. den Rumpf 2 oder den Leib, 3 je um drei zueinander senkrechte Achsen durch Drehen beliebig einzustellen, so dass die beiden Körperteile 2 und 3 relativ zueinander um sechs verschiedene Achsen dreh- bar bzw. einstellbar sind, wodurch die ausserordentlich weitgehende räumliche Verstellbarkeit der Körper- teile zueinander bei gewünschter bestimmter Lage derselben erzielbar ist. In gleicher Weise durch kurze
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förmigen Enden, durch welche die allseitig bewegliche Angliederung der Hände 6,6'an die Oberarme 4, 4' erfolgt.
Hingegen findet die Verbindung zwischen den Oberschenkeln 7, 7'und den Unterschenkeln 8, 8' nur durch die gewöhnlichen Zapfengelenke 16, 16'statt, entsprechend der nur um eine Achse möglichen Beweglichkeit des menschlichen Schenkels.
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Die Füsse-der GHederfigur (Fig. l, 4 und 5) sind als napfartige Platten 17 von länglicher rhom- bischer Gestalt ausgebildet mit einem mit Klemmschrauben 18 aufgeklemmten Winkelsteg 19, welcher die Kugel 15 des Verbindungszapfens 14 in einem entsprechenden kreisförmigen Ausschnitt des Fusses 17 festklemmt, wogegen der Kugelkopf 15'dieses Zapfens 14 in Ausschnitten der den Unterschenkel bildenden parallelen Platten 8 bzw. 8'eingeklemmt ist.
Die Hände der Gliederfigur bestehen (Fig. 6 und 7} aus zwei durch Klemmschrauben 20 in geringem parallelen Abstand zusammengehaltenen Platten 21, 21', die am oberen Rande käfigartige Ausschnitte zur Aufnahme der Verbindungskugel 22 des Unterarmteils 5 bzw. 5'und ferner pfannenartige Ausschnitte am Seitenrand & aufweisen, die die Kugel 23 des Daumengliedes 24 mit Klemmung umgreifen. Die einzelnen Finger hingegen sind an einem an der Unterkante der Platte 21, 21'befestigten Bügel 25 um eine waagrechte Achse 26 nebeneinander drehbar gelagert.
Der Kopf der Gliederfigur (Fig. 8) besteht aus zwei parallelen Platten 27 und 28, welche durch Klemmschrauben'. M in geringem Abstand voneinander zusammenpressbar sind, um in entsprechenden Ausschnitten zwischen sich den Kugelkopf 15'eines den Hals der Figur bildenden Zapfens 14 aufzunehmen.
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in entsprechenden kreisbogenförmigen Ausschnitten der Platten 28 und 27 drehbar eingesetzt und werden in beliebiger Stellung ebenfalls durch die Armierung der Platten 27 und 28 mit elastischen Auflagen 29, 30 aus Gummi od. dgl. festgehalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gliederfigur mit in beliebigen Lagen einstellbaren Flachgliedern, die durch Kugelklemmgelenke untereinander verbunden sind und aus Platten bestehen, die durch Klemmschrauben parallel zueinander gehalten werden und mit Ausschnitten zur Aufnahme einer Gelenkkugel versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung zweier Glieder kurze Zapfen dienen, welche an beiden Enden Kugeln tragen, die je in einen pfannenartigen Ausschnitt der Klemmplatten beider Glieder eingreifen.