<Desc/Clms Page number 1>
Regelventil für Heizanlagen.
Das Patent Nr. 131681 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Regeln der Heizleistung einer Heizanlage. bei der der Rückfluss des Kondensats von der höhergelegenen Verbrauchsstelle zu dem tieferliegenden Verdampfer geregelt wird. Dabei handelt es sich um Heizanlagen, die vorwiegend mit hohen Drücken und hohen Temperaturen betrieben werden. Die Ventile solcher Heizanlagen arbeiten somit unter besonders schwierigen Betriebsbedingungen, da bei solchen Anlagen Drücke bis etwa 200 Atm. und Temperaturen bis etwa l50O C und darüber vorkommen können. Nun sollen die Ventile viele Jahre hindurch dicht halten, namentlich wenn sie in einem geschlossenen Heizkreis verwendet werden.
Es
EMI1.1
es den Betriebsbeanspruchungen nicht mehr genügend gewachsen ist, zumal auch die Bewegungsmög- lichkeit des Ventiles hohe Anforderungen an das Material stellt. Wird ein solches federndes Zwischenglied defekt, so ist die Auswechslung des hart eingelöteten und an sich etwas empfindlichen Teils an Ort und Stelle umständlich und schwer durchzuführen.
Gemäss der Erfindung wird nun die Membrane aus dem Bereich der hohen Temperaturen herausgelegt. u. zw. vorzugsweise dadurch, dass zwischen Ventil und Membrane ein Übertragungsorgan von solcher Länge eingeschaltet ist, dass die Membrane den hohen Temperaturen nicht ausgesetzt ist ; ausserdem wird die Anordnung so getroffen, dass der der Membrane benachbarte Teil des Führungsrohres stets mit Kondensat des Heizmittels gefüllt ist. Das Ubertragungsorgan kann schliesslich mit einem zu seiner Betätigung dienenden Handrad, Griff od. dgl. derart verbunden sein, dass das Ventil unabhängig von der Bewegung durch Hand selbsttätig geschlossen wird, wenn der Druck des vom Ventil gesteuerten Mittels einen bestimmten Wert überschreitet.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung im senkrechten Längsschnitt.
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform eines solchen Ventiles dargestellt. Der Ventilkegel 86 steuert den Durchgang des Heizmittels durch das Ventilgehäuse 89, das von der Wärmeverbrauchsstelle durch das Rohr 87 eintritt und durch das Rohr 88 zur Wärmeaufnahmestelle fliesst. Der Ventilkegel 86 sitzt unter Zwischenschaltung eines Führungsteils 91, der im Ventilgehäuse 89 geführt wird, an einer Ventilspindel 90, deren anderes Ende ebenfalls mit einem Führungsstück 92 versehen ist, das im Gehäuse 93 geführt wird. Die Gehäuse 89 und 93 sind durch ein langes Führungrohr 94 verbunden, in dem sieh die Spindel 90 frei bewegen kann.
In dem Gehäuse 93 ist ein inneres Gewinde 95 angebracht, auf das ein nahtloser, längsfedernder Spiralschlaueh 96 eingeschraubt und eingelötet ist. Das andere Ende dieses Schlauches ist auf ein Gewinde 97 des
EMI1.2
und der Hülse 93 eingeschraubt ist. Letztere ist an der Aussenwand 102 des Gerätes befestigt ; beispielsweise kann dies durch Einschrauben der angedeuteten Gewindegänge der Hülse 93 in Gewinde der HÜlse 101 und einer Gegenmutter 103 erfolgen. Der Flansch 98 weist schliesslich noch einen mit Innengewinde
<Desc/Clms Page number 2>
versehenen Kopf 104 auf. In dieses Gewinde greift das mit Gewinde versehene Ende eines Bolzens 105, der in einem Handrad 109 drehbar angeordnet ist und dessen Kopf 106 sich in eine runde Nute 107 des Handrades legt.
Das Handrad hat einen mit Gewinde versehenen Ansatz j ! OS, der. in ein entsprechendes Innengewinde der Hülse 101 greift. Durch Drehen des Rades im einen oder andern Sinne wird also eine Längsbewegung der Spindel 90 und damit des Ventils 86 herbeigeführt, ohne dass diese Teile jedoch dabei eine Drehung mitmachen, da die Schraube 100 in der Nute 99 diese Drehung verhütet, während anderseits die Nute eine Längsbewegung zulässt. Man kann also durch Drehung des Rades 109 das Ventil öffnen und schliessen.
In Fig. 2 ist ein ähnliches Regelventil wie in Fig. 1. dargestellt. Jedoch weist dieses ausser der Handregelung auch noch eine selbsttätige Regelung auf, indem der Druck des Heizmittels beim Überschreiten einer bestimmten Grenze selbsttätig den Durchtritt dieses Mittels absperrt. Zu diesem Zweck ist das Ventil 110 durch eine Verbindungsstange 111 mit der Spindel 90 verbunden. Der Ventilkörper 110 sitzt hier entgegengesetzt wie in Fig. 1, so dass er durch Bewegung der Spindel 90 in der Rieh-
EMI2.1
und damit geschlossen oder geöffnet. Ausserdem aber wirkt der Druck des Heizmittels gegen die Spindel 90 bzw. deren Führungskörper 91 und 92 in dem Sinne, dass das Ventil geschlossen wird, wenn der Druck stärker ist als die Kraft der Feder 112.
Die Spannung dieser Feder kann beliebig eingestellt werden, wodurch auch der Druck einstellbar ist, bei dem das Ventil geschlossen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Regelventil für Heizanlagen mit Abdichtung des Ventils mittels einer Membrane, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane (96) mittels eines zwischen ihr und dem Ventil (86) eingeschalteten Übertragungsorgans (90. 92) von genügender Länge aus dem Bereich der hohen Temperaturen herausgelegt ist.