<Desc/Clms Page number 1>
Luftpumpe mit Einrichtung zum Anschluss an die Motorwelle von verschiedenen
Kraftfahrzeugen.
Die Erfindung betrifft eine Luftpumpe, welche bei beliebigen Kraftfahrzeugen Anwendung finden und an die Motorwelle zwecks Antrieb angeschlossen werden kann und welche vorzüglich zum Aufpumpen der Luftreifen solcher Fahrzeuge dienen soll. Derlei Luftpumpen sind an sich bekannt, jedoch konnten diese einerseits infolge ihrer zu kostspieligen Ausführung und anderseits wegen ihrer unzugänglichen konstruktiven Ausgestaltung und mangelhaften Anpassungsfähigkeit keine weitere Verbreitung finden.
Die Anforderungen, welche an eine solche Pumpe gestellt werden, sind folgende :
1. Die Pumpe soll möglichst einfach in ihrer Konstruktion, wirtschaftlich im Betrieb, leicht zerlegbar, alle ihre inneren Teile leicht zugänglich, möglichst klein und handlich in ihrer Form sein.
2. Das Inbetriebsetzen soll möglichst durch einen einzigen Handgriff erfolgen können.
3. Die Pumpe soll in der Betriebslage vollkommen festsitzen, um ein Halten mit der Hand zu vermeiden.
4. Die Pumpe soll womöglich bei allen Motortypen Verwendung finden können, d. h. durch Auswechsel von 1-2 einfachen Bestandteilen anpassungsfähig sein.
Diesen Anforderungen wird bei der gemäss der Erfindung gewählten Bauart und Ausstattung der Pumpe vollkommen entsprochen.
Für diesen Zweck eignet sich besonders eine an sich bekannte Zweizylinderpampe, deren Kolben durch eine gemeinsame Kolbenstange derart angetrieben wird, dass jeder Hub wirksam ist, indem bei jeder Auf-und Niederbewegung der eine oder andere Kolben eine Luftkompression erzeugt.
Es hat sich nun gezeigt, dass einerseits aus wirtschaftlichen Gründen, anderseits zum Zwecke einer leichteren Montage und einer leichteren Zugänglichkeit es vorteilhaft ist, das Pumpengehäuse, wie auf der Zeichnung dargestellt, aus drei Teilen, u. zw. aus einem mittleren, das Kurbelgetriebe und die Lagerungen aufnehmenden Teil 1 und aus zwei besondere Körper darstellenden Zylinderteilen 2, herzustellen, welche in die beiden seitlichen Öffnungen des Mittelteiles 1 eingepasst sind, indem deren Ränder 3, die zur Aufnahme der Ränder 4 der Zylinderteile dienen, geschlitzt und mit Ansätzen 5 versehen sind, durch welche Schraubenbolzen 6 derart periferial geführt sind, dass sie auch in die Wandungen der Zylinder eingreifen, wodurch die Ränder gegeneinander verkeilt werden.
Die Zylinder 2 enthalten an ihren Enden je ein Rückschlagventil 7, von welchen die zur Anschlussstelle 8 einer Schlauchverbindung führenden Druckleitungen 9 ausgehen. Diese Luftleitung ist zum Teil in den Zylinderkörpern und zum Teil im mittleren Körper geführt. Die Frischluftzuleitung erfolgt durch seitliche Öffnungen 10, welche bei der tiefsten Lige der Kolben freigelegt werden.
Der Mittelteil J ! bildet somit das eigentliche Kurbelgehäuse, in welchem die Lagerungen 11 der Antriebswelle 12 untergebracht sind, zu welchem Zweck ein Rohransatz 13 vorgesehen ist. Dieser Rohransatz ist an seiner Aussenfläche zur auswechselbaren Anbringung einer Hülse 14 geeignet, welche zur Befestigung der Pumpe am Fahrzeug für den Betrieb dient. Die Hülse 14 hat eine der jeweiligen Fahrzeugtype angepasste Form und Bemessung, so dass das freie Ende dieser Hülse in den meisten Fällen auf den vorstehenden Teil des Führungsrohres 15 der Handkurbel einfach aufgeschoben werden kann.
Zur Festlegung dient bei der dargestellten Ausführungsform ein in der Wand der Hülse gelagerter Zapfen 16, welcher unter Wirkung einer Feder 17 in eine Bohrung des Rohres 13 einschnappt. Die Befestigung erfolgt somit selbsttätig beim Aufschieben der Hülse 14, indem der Zapfen dabei gegen Federwirkung ausweicht und sodann in die Bohrung einfällt.
<Desc/Clms Page number 2>
Das Ende der Welle 12 ist bei dieser Ausführungsform mit einem linksgängigen Schraubengewinde versehen, auf welches die rohrförmig ausgebildete Kuppelstange 18 aufgeschraubt werden kann. Diese Kuppelstange ist ebenfalls von der jeweiligen Fahrzeugtype entsprechender Form und Bemessung, so dass deren Ende 19 beim Aufschieben der Hülse 14 mit dem Ende der Motorwelle 20 in Eingriff kommt.
Ist somit die Hülse 14 in der richtigen Lage auf das Rohrende 15 aufgeschoben, so ist die Pumpe auch bereits betriebsfähig und kann nach Anlassen des Motors die erzeugte Druckluft an beliebige Stellen des Fahrzeuges durch einen mit der Anschlussstelle 8 verbundenen Schlauch geleitet werden.
Das Innere des Kurbelgehäuses 1 ist durch eine mit Deckel 21 ! verschlossene Öffnung zugänglich, so dass bei dieser Ausbildung des Gehäuses sowohl die Montage als auch etwaige Reparaturen leicht und rasch vorgenommen werden können. Die Pumpe ist angesichts ihres kleinen Formates und Gewichtes am Wagen leicht unterzubringen.
Natürlich kann die Pumpe auch zur Betätigung anderer pneumatischer Vorrichtungen, beispielsweise einer Wagcnhebevorrichtung, dienen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Luftpumpe mit Einrichtung zu deren unmittelbarem Anschluss an die Motorwelle von Kraftfahrzeugen mittels auswechselbarer Kuppelstange und Ansteckhülse, dadurch gekennzeichnet, dass die in einem besonderen mittleren Gehäuse untergebrachte Antriebswelle in den axialen Druck auf nehmenden Kugellagern gelagert ist, wobei die beiden von dieser Welle ebenfalls mittels Kugellager angetriebenen, durch eine Stange miteinander vereinigten Kolben zur Vermeidung der Verunreinigung der Pressluft mit Schmiermittel als Lederkolben ohne Anwendung von Saugventilen ausgebildet sind.