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AT129315B - Verfahren zur Absorption von Äthylen. - Google Patents

Verfahren zur Absorption von Äthylen.

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Publication number
AT129315B
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Authority
AT
Austria
Prior art keywords
ethylene
absorption
compounds
copper
acid
Prior art date
Application number
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English (en)
Original Assignee
Bataafsche Petroleum
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum filed Critical Bataafsche Petroleum
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Publication of AT129315B publication Critical patent/AT129315B/de

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Absorption von Äthylen. 
 EMI1.1 
 weitestmöglieh vermieden wird. 



   Es ist bekannt, Äthylalkohol herzustellen, indem man Äthylen an Schwefelsäure bindet und das erhaltene Sulfat hydrolysiert. Ausser Äthylalkohol kann man bekanntlich auch andere Verbindungen, wie Ester oder Äther, herstellen, indem man zunächst das Äthylen in Schwefelsäure absorbiert und die erhaltenen Reaktionsprodukte dann weiter umsetzt. Die Absorptionsgeschwindigkeit von Äthylen durch Schwefelsäure ist aber diesen bekannten Verfahren gewöhnlich gering. Es sind daher auch schon ver-   schiedene   Katalysatoren zur Erhöhung der Absorptionsgeschwindigkeit vorgeschlagen worden. 



   Es wurde nun gefunden, dass man bei der Absorption von Äthylen in starken Säuren besonders gute Ergebnisse erzielt, wenn man als Katalysatoren ein oder mehrere Metalle oder Metallverbindungen der Platingruppe in fein verteilter, beispielsweise kolloidaler Form,   zweckmässig   auf Trägern, wie Russ, Kieselsäuregel, Entfärbungston od. dgl., oder   lösliche   Verbindungen von Metallen der Platingruppe, Kupfer, Eisen, Kobalt oder Nickel verwendet. Dabei kann man auch von   unlöslichen   Verbindungen von Metallen der Platingruppe, Kupfer, Eisen, Kobalt oder Nickel oder selbst von den Metallen Kupfer, Eisen, Kobalt oder Nickel ausgehen und diese in der Absorptionssäure in   löslicher   Form umwandeln, in der sie als Katalysatoren verwendet werden.

   Besonders wirksam sind lösliche Komplexverbindungen der genannten Stoffe, die mit Hilfe von Kohlenoxyd oder Stickstoffmonoxyd in der Absorptionssäure hergestellt sind. 



   So kann man beispielsweise zu Schwefelsäure eine beliebige Menge Cuprooxyd zusetzen und durch 
 EMI1.2 
 gleiche Verbindung erhält man, wenn man der Schwefelsäure metallisches Kupfer zusetzt und dann Kohlenoxyd durch die Säure hindurchleitet. Auch die Metalle der Platingruppe können in gleicher Weise in lösliche Komplexverbindungen umgewandelt werden. So kann man beispielsweise Kaliumplatinchlorid   KPt   Cl4 zu Schwefelsäure zugeben, wodurch man eine dunkelbraune Suspension erhält. Durch das Reaktionsgemisch wird Kohlenoxyd hindurchgeleitet. Die Farbe des Reaktionsgemisches wird heller, weil sich eine lösliche Komplexverbindung bildet, die ein ausgezeichneter Katalysator für die Absorption von Äthylen ist. 



   An Stelle von Kohlenoxyd kann man auch Stickstoffmonoxyd verwenden, das beispielsweise mit Cuprosulfat lösliche Komplexverbindungen vom Typus Cu2SO4 (NO) x liefert. 



   Beispiele :
1. Ein   93%   Äthylen enthaltendes Gas wird durch 100 em3   96% ige Schwefelsäure,   in der 5 g Cuprocyanid gelöst sind, hindurchgeleitet. Die Temperatur beträgt   150 C. 61%   des Gases werden absorbiert. Wenn die Menge an Cuprooxyd erhöht wird, steigt die Absorption. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   2. 5 g Cuprooxyd werden zu 100   cm3 96%iger Schwefelsäure   zugesetzt ; durch das Gemisch wird Kohlenoxyd hindurchgeleitet, wodurch nahezu das gesamte Cuprooxyd in Lösung-gebracht wird. Leitet man durch die auf diese Weise erhaltene, Katalysator enthaltende Absorptionssäure Äthylen, so werden   72%   absorbiert. 



   3.5 g Cuprooxyd werden zu 100   cm3     96% iger Schwefelsäure   zugesetzt ; durch das Gemisch wird 
 EMI2.1 
 



   4.5 g Kaliumplatinchlorid   (KPtd)   werden zu 100   cm3 96% iger Schwefelsäure   zugesetzt ; durch das Gemisch wird Kohlenoxyd hindurchgeleitet, wodurch eine Absorptionsflüssigkeit erhalten wird, die eine lösliche Komplexverbindung der verwendeten Platinverbindung enthält. Diese Lösung ist ein vorzügliches Absorptionsmittel für Äthylen. 



   Man kann auch Cupriverbindungen, z. B. Kupfersulfat oder Kupferchlorid, in katalytisch hochwirksame Form bringen, indem man sie mit Stickstoffmonoxyd in Gegenwart von   Schwefelsäure   behandelt. So ist beispielsweise eine Lösung einer Komplexverbindung des Kupfers, die man erhält, wenn man Stickstoffmonoxyd durch Schwefelsäure hindurehleitet, die Kupferchlorid enthält, ein ausgezeichnetes Absorptionsmittel für Äthylen, weil sie 40% des hindurchgeleiteten Äthylens absorbiert. 



   Cuproverbindungen werden im allgemeinen durch Kohlenoxyd schneller in Lösung gebracht als Cupriverbindungen ; ferner werden Cuproverbindungen schneller in Lösung gebracht durch Stickstoffmonoxyd als durch Kohlenoxyd. 



   Lösliche Verbindungen der Metalle der oben beschriebenen Art können in katalytisch wirksameren Zustand gebracht werden, indem man sie mit Kohlenoxyd oder Stickstoffmonoxyd unter Bildung löslicher Komplexverbindungen in Reaktion bringt. 



   Die Absorption kann bei gewöhnlichen, erniedrigten oder erhöhten Drucken und Temperaturen durchgeführt werden. An Stelle der Schwefelsäure kann man auch Phosphorsäure oder geeignete Sulfosäuren als Absorptionsflüssigkeit verwenden. 



   Die Absorption kann auch in Gegenwart anderer Stoffe durchgeführt werden, die wie Schaumbildner, Emulgatoren u. dgl. als Beschleuniger für den Absorptionsvorgang bekannt sind. Man kann auch das Äthylen vor der Absorption in der starken Säure in geeigneten Lösungsmitteln lösen. 



   Um die Löslichkeit des Äthylens in der starken Säure zu verbessern, kann diese mit geeigneten Lösungsmitteln, beispielsweise Alkohol, Essigsäure, Nitrobenzol oder Äther, verdünnt werden. Die nach der Absorption erhaltenen starken Säuren, die absorbiertes Äthylen enthalten, können durch entsprechende Behandlung, beispielsweise Hydrolyse und bzw. oder Destillation oder in anderer bekannter Weise, auf Verbindungen wie Alkohol, Ester oder Äther verarbeitet werden. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung ist nicht auf die Verwendung von reinem Äthylen   beschränkt   ; man kann auch äthylenhaltige Gase, beispielsweise Naturgas,   Krackgas   od. dgl., die eine bestimmte Menge von   Äthylen   und gegebenenfalls noch andern Olefinen enthalten, ohne vorherige Abscheidung des Äthylens und bzw. oder der andern Olefine aus den Gasen als Ausgangsmaterial verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von insbesondere zur Umwandlung in Alkohol, Ester, Äther u. dgl. geeigneten Absorptionsprodukten durch Behandlung von Äthylen oder   äthylenhaltigen   Gasgemischen mit starken Säuren in Gegenwart von Metallen oder Metallverbindungen als Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysatoren ein oder mehrere Metalle oder Metallverbindungen der Platingruppe in fein verteilter Form, zweckmässig auf Trägern, oder in starken Säuren lösliche Verbindungen von Metallen der Platingruppe, von Kupfer, Eisen, Kobalt oder Nickel verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus in der Absorptionssäure gelösten Verbindungen von Kupfer, Eisen, Kobalt und Nickel durch Kohlenoxyd oder Stickstoffmonoxyd erzeugte lösliche Komplexverbindungen als Katalysatoren verwendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus in der Absorptionssäure unlöslichen Verbindungen von Metallen der Platingruppe, Kupfer, Eisen, Kobalt oder Nickel in der Säure, beispielsweise durch Behandlung mit Kohlenoxyd oder Stiekstoffmonoxyd, löslich gemachte Verbindungen als Katalysatoren verwendet werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Metallen Kupfer, Eisen, Kobalt oder Nickel in der Absorptionssäure durch Behandlung mit Kohlenoxyd erzeugte lösliche Verbindungen als Katalysatoren verwendet werden.
AT129315D 1929-06-04 1930-05-26 Verfahren zur Absorption von Äthylen. AT129315B (de)

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GB129315X 1929-06-04

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AT129315B true AT129315B (de) 1932-07-25

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AT129315D AT129315B (de) 1929-06-04 1930-05-26 Verfahren zur Absorption von Äthylen.

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