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AT128863B - Verfahren zur Herstellung von Kautschukartikeln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kautschukartikeln.

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Publication number
AT128863B
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Authority
AT
Austria
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gasoline
layer
solution
parts
acetic acid
Prior art date
Application number
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English (en)
Original Assignee
Dunlop Rubber Co
Anode Rubber Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Dunlop Rubber Co, Anode Rubber Co Ltd filed Critical Dunlop Rubber Co
Application granted granted Critical
Publication of AT128863B publication Critical patent/AT128863B/de

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  • Moulding By Coating Moulds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Kautsehukartikeln. 



   Die Erfindung betrifft die Herstellung von Kautschukartikeln aus wässerigen Dispersionen   geeig-   neter organischer Stoffe, wie von Kautschuk oder ähnlichen vegetabilischen Pflanzensäften, durch Arbeitsmethoden nach Art des Tauchen, Streichens, Spritzens oder der elektrophoretischen Niederschlagung. 



  Sie bezweckt, solche Artikel auf der Oberfläche mit runzeligen (geriffelten oder körnigen) Effekten zu versehen. 



   Gemäss der Erfindung werden solche Effekte dadurch erzielt, dass man unkoagulierte Schichten der genannten Dispersionen mit einzelnen oder gemischten Flüssigkeiten in   Berührung   bringt, welche zugleich koagulierend und quellend wirken, oder auch unmittelbar nacheinander mit zwei Flüssigkeiten behandelt, von denen die eine die Koagulierung, die andere die Quellung bewirkt. 



   Die verwendeten wässerigen Dispersionen können in nicht konzentrierter Form oder konzentriert benutzt werden. Sie können mit Zusätzen, welche einen Bestandteil des Endproduktes bilden sollen, oder mit Präservierungsmitteln versetzt sein. Sie können ferner natürlich oder   künstlich,   vulkanisiert oder unvulkanisiert sein und auch verschiedene Zusätze enthalten, wie Faktis,   Kautschukabfall   und 
 EMI1.1 
 Präservierungsmittel, Farbstoffe und Füllmaterialien der   üblichen   Art, ferner auch besondere Materialien, wie Lederstaub, Korkstaub, Fasern, Metallstaub und kolloide Metalle. Weiter können diesen Dispersionen auch künstliche Harze beigemischt sein, wie Phenolaldehyd-,   Eiweissaldehyd-und   HarnstoffaldehydKondensationsprodukte oder Mischungen derselben. 



   Es wurde ferner gefunden, dass unkoagulierte Produkte sich besonders gut für die Zwecke der vorliegenden Erfindung eignen, die aus konzentrierten, mit Zusatzstoffen versetzten Dispersionen nach dem Verfahren der englische Patentschrift Nr. 290313 gewonnen werden. 



   Eine Ausführungsform des Verfahrens ist die folgende : Eine nicht poröse Form wird in einen Latex eingetaucht, der 25-30% Wasser enthält und einen Gehalt an festen Stoffen aufweist, welcher sich, in Prozenten   ausgedrückt,   wie folgt zusammensetzt : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Kautschuk <SEP> als <SEP> Latex <SEP> 55'00 <SEP> (als <SEP> trockener <SEP> Kautschuk <SEP> gerechnet)
<tb> Schwefel.............................................. <SEP> 2'00
<tb> Schwefel <SEP> .......................................... <SEP> 2#00
<tb> Beschleunigungsmittel <SEP> ........................................ <SEP> -#40
<tb> Schlämmkreide.............................................. <SEP> 13#00
<tb> Zinkoxyd <SEP> 3-00
<tb> Baryt <SEP> 20-06
<tb> Transformatorenöl <SEP> 5-00
<tb> Farbstoff <SEP> 1-00
<tb> 100.

   <SEP> 00
<tb> 
 
Die Form mit dem daran haftenden unkoagulierten Niederschlag von konzentriertem Latex wird dann in eine Lösung eingetaucht, die aus 5 Volumteilen Eisessig und 200 Volumteilen Benzin besteht, 
 EMI1.3 
 an der Form haftenden Masse zeigt. Diese Runzelbildung entsteht wahrscheinlich infolge der Quellwirkung, welche das Benzin auf die vorerst unter dem Einfluss der Essigsäure durch oberflächliche 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 muss, sieh zu kräuseln bzw. Falten zu werfen. 



   Es wurde weiter gefunden, dass durch die Regelung der   Koaguliermittelmenge   und die Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie Alkohol, der Grad oder die Tiefe der Runzelbildung beeinflusst werden kann. So ergibt z. B. eine Mischung aus   2'5   Teilen Eisessig, 200 Teilen Benzin und 200 Teilen Alkohol nur eine geringe Runzelbildung. 



   Die Runzelbildung kann auch dadurch herbeigeführt werden, dass man den an der Form haftenden unkoagulierten Niederschlag zuerst durch einige Sekunden in ein Koagulierungsbad eintaucht, das z. B. aus Alkohol oder einer   0'5%igen Essigsäurelösung   in Wasser oder einer   wässerigen   Lösung eines Aluminiumsalzes (beispielsweise 5% ig) besteht und sodann in ein Quellbad, z. B. eine Mischung von gleichen Teilen Benzin und Alkohol, bringt. 



   Die unkoagulierte Schichte, die mit einer runzeligen (oder geriffelten)   Oberfläche   versehen werden soll, kann für sich das Endprodukt bilden, oder sie kann auch vorerst auf der Oberfläche eines ändern Körpers aus vulkanisiertem oder unvulkanisiertem Kautschuk oder aus Metall gebildet werden. 



   Das Erstarren der Schichte nach der Runzelbildung kann durch blosses Trocknen bewirkt werden, sei es mit, sei es ohne Anwendung von Wärme, oder durch Hitzegerinnung, oder auch durch Eintauchen des Niederschlages in eine   wasserentziehende und zugleich koagulierend   wirkende Lösung, z. B. der in dem englischen Patent Nr. 303544 beschriebenen Art. 



   Die Runzelbildung und das Erstarren der Schichte kann aber auch durch einen einzigen Vorgang herbeigeführt werden, u. zw. durch die Verwendung einer Lösung, welche sowohl wasserentziehende als auch quellende Mittel enthält. Als Beispiel einer solchen Lösung sei angeführt : etwa 100 Teile Benzin, etwa 100 Teile Alkohol, etwa 15 Teile Ammoniumazetat und etwa 7 Teile Wasser. 



   Gegebenenfalls kann die nach irgendeiner der vorhergehend beschriebenen Methoden hergestellte, gerunzelte (bzw. geriffelte) Oberfläche auch einen Anstrich erhalten, z. B. mit Firnis oder mit sehr dünnem Latex von abweichender Farbe behandelt werden. In dieser Weise kann man auch ein Material von körnigem bzw. narbigem, lederähnlichem Aussehen erhalten. 



   Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die die   Oberflächenkoagulierung   und Runzelbildung bewirkende Flüssigkeit auch aus einem einzigen Stoff, wie Tetrachlorkohlenstoff oder Butylazetat bestehen ; allenfalls kann auch eine Mischung zweier Flüssigkeiten dieser Art verwendet werden. Beim kurzen Eintauchen einer unkoagulierten Schichte eines konzentrierten mit Zusatzstoffen versetzten Latex in eine dieser Flüssigkeiten oder eine Mischung derselben entsteht eine gerunzelte Ober-   fläehe.   Wenn man einer solchen Flüssigkeit Essigsäure zusetzt, ist der Effekt   ausgesprochener.   



   Verschiedene Grade der Runzelbildung kann man durch entsprechende Wahl des Quellungsmittels erzielen, das dem Koagulierungsmittel zugesetzt wird, wobei dieses letztere aus irgendeiner sauer wirkenden Substanz bestehen kann, die im Quellmittel und auch in Wasser   hinreichend löslich   ist, z. B. 



  Essigsäure oder Propionsäure. Zu den geeigneten Quellmitteln gehören alle   Kautsehuklösungsmittel,   wie Benzin, Toluol, Xylol und sonstige Kohlenteerdestillate, Petroleumdestillate, Schwefelkohlenstoff oder Chlor-Substitutionsprodukte von Aethan, Aethylen oder Methan, weiter auch Aether,   flüchtige   Kohlenwasserstoffe im allgemeinen oder auch Mischungen   irgendweleher   solcher Mittel. 



   Das Verfahren ist für Schichten aus konzentriertem, mit Zusätzen versehenem Latex verwendbar, gleichgültig, ob durch nachfolgende Vulkanisation ein   Weich-oder Hartgummiprodukt   erhalten werden soll. Man kann in dieser Weise auch Metallartikel mit einer Vulkanisatschichte herstellen, die eine sehr anziehende, narbige,   lederähnliche   Oberfläche besitzt. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, Kautschukartikel, wie z. B. Kautschukhandschuhe, Druekballons u. dgl., bei ihrer Herstellung mit einer rauhen, runzeligen oder unebenen Oberfläche bzw. auch mit Flächeneffekten (Mustern, Ornamenten usw.) zu versehen, zu welchem Zwecke die betreffende Fläche oder auch der Gegenstand selbst einen Überzug von Latex erhält. Das Wesen dieses bekannten Verfahrens 
 EMI2.2 
 Gegenstand einer solchen Wärmebehandlung unterwirft, dass bloss die äusserste Lage oder Haut des dicken oder konzentrierten Latex getrocknet wird, und hierauf der Einwirkung eines   Kautschuklösungs- oder   - erweichungsmittels aussetzt, das die beim Trocknen entstandene Haut angreift und einen Oberflächeneffekt bzw. ein Muster hervorbringt.

   Die unmittelbar darunterliegende   Latexsehichte   schützt hiebei durch ihren Wassergehalt bzw. ihre Feuchtigkeit die Kautschukgrundmasse gegen den Angriff des Lösungsbzw. Erweiehungsmittels. 



   Im Gegensatz hiezu betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Kautschukgebilden aus wässerigen Dispersionen, unter Erzielung von Runzeleffekten   (Riffel-oder Körnungseffekten),   bei welchem   unkoaguHerte Schichten   wässeriger Dispersionen, die man durch Tauchen, Aufstreichen, Aufspritzen oder elektrophoretische Niederschlagung erhalten hat, mit einzelnen oder gemischten   Flüssig-   keiten in Berührung gebracht werden, welche eine Koagulation und zugleich eine Quellung bewirken, oder auch mit zwei Flüssigkeiten, von welchen die eine die   Koagulierung   und die andre die Quellung bewirkt, hintereinander behandelt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kautschukartikeln mit einer runzeligen, geriffelten oder körnigen Oberfläche aus wässerigen Dispersionen organischer Stoffe, wie natürliche Kautschukmilch oder ähnliehen Pflanzensäften, konzentrierten Dispersionen mit oder ohne Zusatzstoffen usw., wobei die Kautschukschicht nach bekannten Arbeitsmethoden, wie Tauchen, Spritzen, Streichen, elektrophoretische Nieder- schlagung oder durch Kombination dieser Verfahren gebildet wird, und die Artikel allenfalls nachträglich vulkanisiert werden können, dadurch gekennzeichnet, dass unkoagulierte Schichten dieser Dispersionen mit einzelnen Flüssigkeiten oder mit Flüssigkeitsgemischen in Berührung gebracht werden, die zugleich koagulierend und quellend wirken, oder unmittelbar nacheinander mit zwei Flüssigkeiten behandelt werden,
    von denen die eine eine Koagulierung und die andre eine Quellung bewirkt.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herbeiführung der Koagulierung und Erzielung der Runzelbildung an der Oberfläche der Schichte eine Lösung verwendet wird, welche aus Eisessig und Benzin besteht.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischung von Eisessig und Benzin ein Verdünnungsmittel, wie z. B. Alkohol, zugesetzt ist.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unkoagulierte Niederschlag zuerst in ein koagulierendes Bad, z. B. aus Alkohol oder einer 0'5% igen wässerigen Essigsäurelosung oder einer wässerigen Lösung eines Aluminiumsalzes bestehend, getaucht und unmittelbar nach dieser Behandlung in ein quellendes Bad, wie z. B. in eine Mischung von Benzin und Alkohol, gebracht wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfestigung der Schichte nach der Runzelbildung durch Eintauchen derselben in eine wasserentziehende und zugleich koagulierend wirkende Lösung bewirkt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Runzelbildung und die Verfestigung der Schichte in einem einzigen Arbeitsgang durch die Verwendung einer Lösung bewerkstelligt wird, welche wasserentziehende und quellend wirkende Mittel enthält.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Mischung aus etwa 100 Teilen Benzin, etwa 100 Teilen Alkohol, etwa 15 Teilen Ammoniumazetat und etwa 7 Teilen Wasser.
    8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Behandlung der Latexschichte Tetrachlorkohlenstoff oder Butylazetat oder deren Gemische, allenfalls unter Zusatz von Essigsäure, verwendet.
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Quellungmittel ein Kautschuklösungsmittel, wie z. B. Benzin. Benzol. Toluol. Xylol od. dgl. verwendet wird.
AT128863D 1930-02-20 1930-02-20 Verfahren zur Herstellung von Kautschukartikeln. AT128863B (de)

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