<Desc/Clms Page number 1>
Kleiderrechenarm mit mehrfach tibereinanderliegenden Längsträgern.
Um bei Kleiderrechenarmen mehrere übereinanderliegende Längsträger in zweckmässiger Weise mit Hut-und Mantelhaken besetzen zu können, hat man bereits vorgeschlagen, die Längsträger nicht senkrecht übereinander, sondern etwas versetzt zueinander anzuordnen, was jedoch nur bei ortsfest mit einer Wand verbundenen Kleiderrechen, nicht aber bei schwenkbaren Kleiderrechenarmen angängig ist. Denn bei letzteren muss die Belastung der einzelnen Leisten möglichst nahe der Symmetrieebene des Kleiderreehenarmes zur Wirkung kommen, wenn man bleibende Formänderungen des letzteren hintanhalten will.
Um daher schwenkbare Arme mit möglichst vielen Kleiderhaken ausstatten zu können, musste man, um ein weites Auskragen eines Teiles der Haken zu vermeiden, die Huthaken verschieden lang wählen und dabei verhältnismässig kräftig ausführen, wenn man Verbiegungen, wie sie sonst infolge des gelegentlichen Zusammenstossen der einzelnen Kleiderrechenarme beim Schwenken leicht hätten eintreten können, ausschliessen wollte.
Man ist auch bereits dazu übergegangen, die Mantelhaken auf dem untersten Träger für sich allein anzubringen, während für die Hüte ein besonderes Brett, Netz od. dgl. vorgesehen wurde. Diese Einrichtung konnte jedoch lediglich für fest an der Wand angebrachte Kleiderablagen Verwendung finden, da bei den schwenkbaren Anlagen beim Schwenken leicht ein Durcheinanderwerfen der auf dem Brett oder Netz liegenden Hüte erfolgen würde und dann die Zusammengehörigkeit der einzelnen Garderobestücke nicht mehr feststellbar wäre.
Der gleiche Effekt, der mit dieser Einrichtung für fest an der Wand angeordnete Kleiderablagen erzielt werden kann, wird durch die erfindungsgemässe Ausbildung auch bei schwenkbaren Gardelobeeinrichtungen dadurch erreicht, dass mehrere Längsträger in an sich bekannter Weise übereinander angeordnet werden und ebenso wie bei der bekannten Einrichtung nur der unterste Träger mit Mantelhaken besetzt wird, die an demselben einzeln oder in Verbindung mit Huthaken befestigt werden, während die darüber befindlichen Längsträger nur Huthaken tragen, wobei die Gesamtzahl der an einem Kleiderrechen vorgesehenen Huthaken annähernd ebenso gross wie die der Mantelhaken, die am unteren Längsträger vorgesehen sind, gewählt wird. Durch diese Einrichtung wird sowohl eine gute Raumausnutzung als auch das geringste Drehmoment um die Hauptachse des Systems erzielt.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 1 zeigt einen zweietagigen Kleiderrechenarm in Seitenansicht. Fig. 2 ist der Kreuzriss zu Fig. 1. Fig. 3 zeigt die Ausführung eines dreietagigen Kleiderreehenarmes. Fig. 4 ist der Kreuzriss zu Fig. 3. Fig. 5-8 zeigen Gestaltungsmöglichkeiten für die Kleiderhaken.
Gemäss den Fig. 1 und 2 sind die beiden Längsträger 1 eines zweietagigen Kleiderrechenarmes aus einem einzigen Stück einer flachen, aber hochkant gestellten bzw. quadratischen oder runden Metallschiene, z. B. aus Flacheisen, Messing od. dgl., gebogen. Die freien, senkrecht übereinanderliegenden Enden des Armes sind an einem aus gleichem Metall bestehenden Trägerteil 2 angeschweisst und die Enden des letzteren zapfenartig gestaltet, damit sie in die an der Wand befestigten Lageraugen 4 und 5 drehbar eingesetzt werden können. Der untere Lagerzapfen 6 ist dabei kürzer gehalten als der obere.
Denn letzterer soll in seinem Lagerauge 5 derart längsverschiebbar sein, dass beim Anheben des Armes 1 und des Seitenträgers 2 der untere Zapfen 6 aus seinem Lager 4 ausgehoben und dann der obere Zapfen aus seinem Lager 5 nach unten herausgezogen werden kann, wenn der Kleiderrechenarm von der Wand abgenommen werden soll, um an einer andern Stelle aufbewahrt oder im Falle einer Beschädigung durch
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
befestigt. Dabei stehen die oberen Haken versetzt zu den unteren. An den letzteren sind zugleich die zugehörigen Mantelhaken 7 vorgesehen, während für die oberen Huthaken besondere Mantelhaken 8 auf dem unteren Längsträger des Armes 1 zwischen dessen Huthaken angeordnet sind.
Jeder Kleiderhaken 9 besteht im wesentlichen aus zwei Huthaken 91 und 92 und zwei nach unten ragenden Spannteilen 9, 3 und 94, die durch eine Schraube 95 zusammengezogen werden können, um zwischen sich einen Längsträger 1 festzuklemmen. Im Bereich der unteren Kanten des letzteren sind die Spannteile 93 und 94
EMI2.1
dadurch letzteren in dem Einschnitt zwischen den beiden Spannteilen nach oben drücken. Dadureh legt sich der Haken satt auf den betreffenden Längsträger auf. Seitliche Kippbewegungen der Huthaken sind ausgeschlossen. Ausserdem drücken sich die Abschrägungen 96 etwas in den betreffenden Längsträger ein, wodurch Seitwärtsversehiebungen der Haken beim Gebrauch in zuverlässiger Weise ausgeschlossen werden.
Die Schraube 95 ist derart angeordnet, dass der mittlere Teil ihres Schaftes, der kein Gewinde besitzen soll, der unteren Seite des Längsträgers 1 möglichst nahe ist. Bei denjenigen Kleiderhaken, die auf dem untern Längsträger des Kleiderrechenarmes befestigt werden, sind die Spannteile 93 und 94 zweckmässigerweise zu Mantelhaken ausgestaltet, wie aus den Fig. 5 und 6 hervorgeht.
Wenn die Huthaken von dem Längsträger aus nur nach einer Seite reichen sollen, so erhalten sie die aus Fig. 7 und 8 ersichtliche Gestalt, die im übrigen auch bei Kleiderablagen zur Anwendung kommt, die unbeweglich an der Wand befestigt werden. In ähnlicher Weise, wie es in bezug auf die Huthaken geschilder wurde, werden zweckmässigerweise auch die Mantelhaken 8 ausgebildet. Infolge der festen Verbindung der beiden Längsträger 1 miteinander stützen sich diese gegenseitig, so dass sie erheblich mehr belastet werden können, als wenn beide Längsträger unabhängig voneinander am Träger 2 befestigt wären. Wollte man die Festigkeit des Kleiderrechenarmes 1 noch erhöhen, so könnte man das Feld zwischen den beiden Längsträgern durch Gitterstäbe an sich bekannter Art ausfüllen oder wenigstens einen Spanndraht vorsehen.
Wenn mehr als zwei Kleiderhakenreihen vorzusehen sind, werden die Längsträger zweckmässigerweise in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise miteinander verbunden. Auf dem oberen Längsträger werden dabei ausschliesslich Huthaken befestigt. Die zugehörigen Mantelhaken sind stets auf dem untersten bzw. auf dem jeweils untersten der Längsträger zu vereinigen, wobei man einzelne dieser Haken mit Huthaken vereinigen kann, wie es in Fig. 3 gezeigt ist. Es steht jedoch nichts im Wege, auf dem untersten Träger ausschliesslich Mantelhaken anzuordnen. Die beiden oberen Längsträger 1 bilden einen U-förmigen Bügel, der ähnlich demjenigen gestaltet ist, der oben an Hand der Fig. 1 und 2 beschrieben wurde.
Das freie Ende des untern zusätzlichen Längsträgers 10 wird an dem darüberliegenden befestigt. Wünscht man die Tragfähigkeit noch weiter zu erhöhen, so könnte man noch zwischen den oberen beiden Längsträgern gemäss den in Fig. 3 gestrichelt eingetragenen Linien ein Zwischenstück l ? einschalten und dieses an seinen beiden Enden mit den benachbarten Längsträgern verschweissen oder hart an diesen anlöten.
Wenn der unterste Längsträger 10 kürzer als der darüberliegende ist, so werden zweckmässigerweise an dem freien Ende des letzteren eine entsprechende Anzahl von Kleiderhaken 7 und 8 vorgesehen.
Die beschriebene Anordnung hat den Vorteil, dass eine Schwächung der Längsträger zum Zwecke der Hakenbefestigung vermieden ist. Die Träger werden weder angebohrt noch gekerbt. Hieraus folgt weiter, dass man die Haken jederzeit leicht versetzen, also insbesondere enger anordnen kann, um dem jeweiligen Bedarf zu entsprechen. Ausserdem lässt sich jeder Haken im Falle einer Beschädigung ohne weiteres durch einen neuen ersetzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kleiderrechenarm mit mehreren übereinanderliegenden Längsträgern, dessen unterster Träger die Mantelhaken trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die über dem untern Träger befindlichen Längsträger nur mit Huthaken (9) besetzt sind, wobei insgesamt annähernd ebenso viele Mantelhaken wie Huthaken an dem Kleiderrechenarm vorgesehen sind.