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SchalteinrichtungfürEinzelschaltersteuerungenvonWechselstrom-Trebfahrzeugen mit Stufentransformator und Überschaltspule.
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zustand durch die einseitige Belastung der Uberschltspule dieselbe eine beträchtliche Drosselwirkung und einen dementsprechenden Spannungsabfall auf die Motoren ausübt. Es ist bekannt.
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spule geschaltet wird. über welchen der nicht mit dem Stufentransformator verbundene Zweig der Überschaltspule gespeist wird.
Die Schalteinrichtung gemäss der Erfindung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind. damit die Geschwindigkeit des Ein- und Ausschaltens des Überschaltwider-
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Welle B durch das Handrad A in Bewegung gesetzt. Die Welle B ist mit einer Punktier- scheibe 0 versehen, welche mit einem unter Einfluss einer Zugfeder stehenden Punktierhebel P zusammenwirkt.
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Schaltet der Führer auf. d. h. dreht er das Handrad A in der Pfeilrichtung. so wird die mit demselben verbundene Spiralfeder C gespannt, wodurch das andere Ende der Spiral-
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die Drehung des mit der Steuerwalze E gekuppelten Flügels G wird die Flüssigkeit in der Kammer J unter Druck gesetzt und kann nur langsam durch den Umlaufkanal L in den Raun) hinter dem Flügel G entweichen. Dadurch tritt eine Verzögerung der Drehung der Steuer-
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Die Wirkungsweise der dargestellten Ausführungsform ist folgende :
Für das Aufschalten wird das Handrad A vom Führer des Triebfahrzeuges aus der o-Stellung auf Stellung 1 gedreht; dabei läuft die Steuerstromwalze E unter dem Einfluss der gespannten Spiralfeder C nach. jedoch mit einer Geschwindigkeit, welche durch die Verzögerung-
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Beim Weiterdrehen des Handrades A auf Stellung 2 wird durch den Auflauf des Kontaktfingers K 5 der Hüpfer H 4 dazugeschaltet und sind auf Stellung 2 die Hüpfer H 1 - H4 eingeschaltet, wie in Fig. 3 gezeichnet ist. Da bis auf Fahrstellung. S nur Hüpfer eingeschaltet werden und keine Umschaltung an den Überschaltspulen U 1 und U 2 : 2 vorgenommen wird. so ist das Einschalten der Überschaltwiderständer W 1 oder W 2 noch nicht erforderlich.
Beim Weiterschalten auf Fahrstellung. 3 geschieht ein Umschalten von Hüpfer H 1 und H 5. Damit kein Kurzschluss entsteht, muss Hüpfer H 1 zuerst geöffnet werden, bevor H 5 am gleichen Schenkel der Überschaltspule angeschaltet wird und infolgedessen die Zuleitung vom Transformator aus, an diesem Schenkel der Überschaltspule U 1 während dem Umschaltvorgang unterbrochen werden.
Durch das parallele Zuschalten, des Überschaltwiderstandes n 1 in unten beschriebener Weise während der Umschaltperiode wird der nicht mit dem Stufentransformator verbundene Zweig der Überschaltspule gespeist. so dass keine einseitige Belastung und Drosselwirkung an der Übersehaltspule U 1 auftritt : Die Steuerwalze E läuft wiederum unter dem Einfluss der gespannten Spiralfeder C dem gedrehten Handrad 1 nach. jedoch in einer Geschwindigkeit, welche durch die Bremsvorrichtung H bestimmt ist und vor allem in einer Geschwindigkeit. bei welcher das Einschalten des Überschaltwiderstandes W 1 erfolgt. bevor der Hüpfer H 1 öffnet.
Durch das Drehen der Steuerwalze E aus Stellung, 2 auf Stellung 3 läuft auf Zwischenstellung 2 α der Kontaktfinger K 9 auf und wird dadurch die Zuleitung (+) an die Hüpferbetätigungsspule U 9 angelegt, was ein Einschalten des Hüpfers H 9 zur Folge hat. Der Schalt-
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gelegt. Beim Weiterdrehen läuft auf Stellung : 2 b der Kontaktfinger K 2 von dem Walzenbelag Q ab, wodurch Hüpfer H 1 öffnet und die Speisung an dem einen Schenkel der Über- schaltspule direkt vom Transformator aus aufgehoben wird.
Da jedoch schon auf Stellung. 2 a der Überschaltwiderstand W 1 zugeschaltet wurde, bleibt die Speisung auch nach dem Öffnen des Hüpfers Irl an der Überschaltspule U 1 beidseitig aufrecht, wie aus Schaltbild Fig. 5 hervorgeht.
Durch Weiterbewegung der Steuerwalze E auf Stellung 2 c wird durch Auflauf des
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durch den Hüpfer H 9 noch eingeschaltet bleibt. wie aus Fig. 6 hervorgeht.
Bei der letzten Teilbewegung auf Fahrstellung 5 läuft der Kontaktnnger K 9 auf der Walze T ? ab. wodurch das Öffnen von Hüpfer H 9 eintritt und die parallele Speisung durch Überschaltwiderstand W 1 aufhört, wie aus Fig. 7 ersichtlich.
Ähnliche Vorgänge spielen sich ab. wenn weiter aufgeschaltet wird.
Aus dem Gesgten geht hervor, dass die Geschwindigkeit des Ein-und Ausschaltens des Überschaltwiderstandes nur einen maximalen im voraus bestimmten. durch die Verzögerungsvorrichtung 7 gegebenen Wert erreichen kann, auch wenn die Drehgeschwindigkeit des Handrades A eine grosse ist. Wenn die Bewegung dieses Handrades langsamer ist als die durch die Vorrichtung il bestimmte Geschwindigkeit des Ein- und Ausschaltens des Überschaltwider- standes. so geht dieses Ein-und Ausschalten mit einer von der Geschwindigkeit des Hand-
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der an der Punktierscl1Pibe 0 angebrachte Mitnehmer S die Steuerwalze E über den Mitnehmer- arm D direkt mitnimmt.
Damit beim Zurückschalten die Bewegung beliebig schnell und ungehindert geschehen kann. ist im beweglichen Flügel G der Verzögerungsvorrichtung H eine drehbare Klappe R vorgesehen, welche sieh beim Zurückschalten unter der Druckwirkung öffnet, so dass das Öl durch die Öffnung der Klappe frei aus der Druckkammer J entweichen kann. Es wird also beim Zurückdrehen keine wesentliche Bremswirkung weder auf Steuerwalze E noch Handrad A ausgeübt und somit der Vorteil der elektro-pneumatischen Hüpfersteuerung, welche ein rasches und plötzliches Abschalten ermöglicht, beibehalten.
Wenn der Führer vor Kurven, Signalen, usw. das Handrad mit Steuerwalze E um mehrere Fahrstellungen oder auf 0 zurückgestellt und beim neuen Aufschalten die beibehaltene Geschwindigkeit des Zuges ihm erlaubt, wieder auf die vorhin eingestellte Fahrstufe aufzuschalten. so kann er das Handrad ungehindert rasch auf diese Stellung bringen ; die Steuerwalze E läuft unter Einwirkung der gespannten Feder C dann bis auf die mit dem Hand- rad A übereinstimmende Fahrstellung in der kürzest zulässigen Zeit und ohne weitere Aufmerksamkeit des Führers nach.
Die Verzögerungsvorrichtung kann in einer beliebigen andern Art, als wie zeichnerisch dargestellt, ausgeführt werden ; sie kann z. B. eine mechanische Verzögerungsvorrichtung oder eine Luftverzögerungsvorrichtung sein. Bei der angeführten Ausführungsform ist die Anwendung der Erfindung in einer Einphasensteuerung mit drei Schaltspulen gezeigt. Selbstverständlich kann die Einrichtung für eine beliebige andere Anzahl von Überschaltspulen und für beliebig andere Schaltarten angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schalteinrichtung für Einzelschaltersteuerungen von Wechselstrom-Triebfahrzeugen mit Sfufentransformator und mit wenigstens einer Überschaltspule, zu welcher beim Umschalten von einer Fahrstufe auf eine andere ein ohmscher Überschaltwiderstand parallel geschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, verhindern, dass beim Vorwärts- schalten die Geschwindigkeit des Ein-und Ausschaltens des Überschaltwiderstandes einen im voraus bestimmten maximalen Wert übersteigt, unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit der Kontrollor bedient wird.