AT111642B - - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Sicherungstopf mit einer körnigen Füllung für Behälter zur Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten. Die Erfindung betrifft einen Sicherungstopf, wie er bei Einrichtungen zur Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten zwischen dem Lagerbehälter und der in die Aussenluft führenden Leitung eingeschaltet wird, die zur Be-und Entlüftung des Lagerbehälters dient. Der Sicherungstopf ist bekannt mit einer grösseren Anzahl von Körpern angefüllt, die zum Verteilen und Kühlen der etwa in der Luftleitung entstehenden Flamme dienen. Insbesondere wurde Kies zu diesem Zwecke als Füllung verwendet. Damit der Luftstrom beim Durchtritt durch die Kiesfüllung keine wesentliche Behinderung erfährt, muss der Sicherungstopf einen wesentlich grösseren lichten Durchmesser aufweisen als die in die Aussenluft mündende Leitung. Um den grossen Topfquerschnitt in den kleinen Querschnitt der Luftleitung überzuleiten, hat man den Topf sich oben und unten verjüngen lassen und die Kiesfüllung auf einen an der Übergangsstelle in den sich verjüngenden Teil angeordneten Siebboden gelegt und auch den Kiestopf nicht bis oben hin ausgefüllt, so dass oben und unten im Sicherungstopf leere Räume entstehen. Der obere leere Raum, in den die zur Aussenluft führende Luftleitung mündet, hat den Nachteil, dass bei Vorhandensein eines explosionsfähigen Gemisches in dieser Luftleitung und Entstehen einer Zündflamme in diesem Raum eine brisante Sonderverpuffung entstehen kann, die so kräftig ist, dass sie auch ziemlich hohe Kiespaekungen durchschlägt. Nach der Erfindung ist dieser Übelstand dadurch vermieden, dass die Mündung der mit der Aussenluft in Verbindung stehenden Luftleitung die Form eines Siebes hat, dessen Durchgangsquerschnitt den der Luftleitung übertrifft, und dass die zur Verteilung und Kühlung der etwa auftretenden Zündflamme dienende Füllung sich dicht an diese Siebmündung anschliesst. Eine etwa in der Luftleitung entstehende Zündflamme trifft dann beim Eintritt in den Sicherungstopf unmittelbar auf die Verteilungund Kühlkörper, so dass eine gute Sicherung gegen das Durchschlagen der Packung gewährleistet ist, während die Luft bei ihrem Durchtritt durch den Sicherungstopf keine Stauungen erfährt, da der Gesamtdurchgangsquerschnitt der Sieböffnungen der Mündung der Luftleitung grösser ist als der Durchgangsquerschnitt der Luftleitung selbst, also auch hier der grosse Querschnitt des Sicherungstopfes nicht unmittelbar in den kleinen Querschnitt der Luftleitung übergeht. Die siebförmig ausgebildete Mündung der mit der Aussenluft in Verbindung stehenden Luftleitung kann in verschiedener Weise vorteilhaft ausgebildet sein, insbesondere ist auch deren Unterbringung in einem abnehmbaren Deckel des Sicherungstopfes zweckdienlich. Da die Verteilungs- und Kühlkörper des Sicherungstopfes sich möglichst dicht gegen die Siebmündung der Luftleitung anlegen sollen, sind Einstellvorrichtungen vorgesehen, durch welche die Füllkörper gegen die Siebmündung angedrückt werden können. Auch kann das in den Topf hineinragende Ende der Luftleitung so ausgebildet sein, dass es bei der Einführung zur Verdrängung und Zusammenpressung der Füllung dient. Als Verteilungs-und Füllkörper für den Sicherungstopf sind Metallkugeln zweckmässig verwendbar, da sie eine stärkere Kühlwirkung als z. B. Kieskörper gleicher Grösse haben, jedoch haben die Metallkugeln den Nachteil, dass sie von den Flüssigkeiten und deren Dämpfen chemisch angegriffen werden und daher schnell verrosten und Korrosionserscheinungen zeigen. Gemäss der Erfindung ist dieser Übelstand dadurch vermieden, dass die Metallkugeln entweder aus einem nicht oxydierenden und nicht korrodierenden Metall oder aus einem Metall bestehen, das mit einem nicht oxydierenden und nicht korrodierenden Überzug aus Blei, Chrom od. dgl. versehen ist. Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen des Sicherungstopfes nach der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen je einen Längsschnitt durch verschiedene Ausführungsformen eines Sicherungstopfes, in Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 dargestellt. Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform und Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 4. In Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform im Längsschnitt und in Fig. 7 im Grundriss dargestellt. Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch den Topfdeckel gemäss der Linie E-F der Fig. 7. In Fig. 9 ist ein Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform und in Fig. 10 ein Querschnitt nach der Linie G-H der Fig. 9 dargestellt. Fig. 11 zeigt eine Ausführungsform eines Sicherungstopfes nach der Erfindung und Fig. 12 zeigt eine weitere Ausbildung des Kiestopfes und dessen Anordnung in einer Sicherheitgrube. Der Sicherungstopf nach Fig. 1 besteht aus einem Behälter 1, der sich an seinem unteren Ende auf den Querschnitt der zum Lagerbehälter führenden Leitung 2 kegelförmig verjüngt. In dem oben <Desc/Clms Page number 2> gleichfalls kegelförmig verjüngten Behälter ist eine mittels einer Schraube. 3 verschlossene Öffnung vorgesehen. In den oberen Teil des Behälters ragt ein mit der ins Freie führenden Leitung J verbundener Anschlussstutzen 6 hinein, dessen im Innern des Behälters 1 befindliches Mündungsende 7 mit Sieb- EMI2.1 schrauben der Verschlussschraube 3 derart zusammengepresst werden können, dass sie sich fest an das in den Behälter 7 hineinragende Mündungsende 7 des Rohrstutzens anschmiegen und dass die Bildung von Hohlräumen mit Sicherheit vermieden ist. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist das in das mit den Körpern 10 gefüllte Gefäss 11 hineinragende Mündungsende 12 des Rohrstutzens 6 nur auf der unteren Hälfte mit Sieblcehern 8 versehen. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass ein Verstopfen des Rohres durch von oben durch die Sieblöcher hindurchfallende Fiillkörper vermieden ist. Die hiedurch hervorgerufene Verkleinerung des Durchtrittsquerschnittes ist dadurch wieder ausgeglichen, dass das Rohrende 12 ringförmig gebogen und erheblich verlängert ist (Fig. 3). Der Behälter 11 ist mit einem abnehmbaren Deckel 13 versehen, der gleichfalls mit einer zum Anpressen der Körper 10 an das Rohrende 12 dienenden Schraube 3 ausgerüstet ist. Der mit der Rohrleitung 5 verbundene Rohrstutzen 14 des Sicherungstopfes nach Fig. 4 dient als Deckel zum Abschluss des die Füllkörper enthaltenden Behälters und ist derart ausgebildet, dass der nach dem Behälterinnern zu geöffnete Rohrkanal 15 spiralförmig gewunden ist und auf diese Weise etwa den ganzen Querschnitt des Behälters überdeckt. Gegen den sich nach unten öffnenden, spiralförmig ausgebildeten Kanal 15 legt sich eine am Rohrstutzen 14 befestigte kräftige Siebplatte 16.-Um das sichere Anliegen der Füllkörper gegen diese Siebplatte zu gewährleisten und das Bilden von Hohlräumen beim Zusammensintern der Füllmasse zu vermeiden, ist die untere, die Füllkörper tragende Siebplatte 17 auf durch die Behälterwand hindurchgeführten Stellschrauben 18 gelagert, mit deren Hilfe die Füllkörper gegen das obere Sieb 16 gepresst werden können. Auf den Stellschrauben 18 angeordnete Muttern 79 dienen dazu, die Lage der Stellschrauben bzw. des Siebes zu sichern. EMI2.2 EMI2.3 Querschnitt grösser ist als der der Luftleitung 5. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 9 und 10 ist die Luftleitung 5 mit einem in der Wandung des Behälters 21 angeordneten, beiderseits um den Innenraum des Behälters herumgeführten Ringkanal22 verbunden, der mittels eines Siebzylinders 23 von dem die Füllkörper enthaltenden Behälterinnern getrennt ist. Eine im Deckel des Behälters 21 angeordnete Schraube 3 ermöglicht es, die in das Behälterinnere eingefüllten Füllkörper zusammenzupressen und auf diese Weise die Entstehung von schädlichen Hehlräumen zu vermeiden. Die Bildung von Explosionskammern ist ferner auch hier dadurch vermieden, dass der Gesamtquerschnitt der zu beiden Seiten um dem Behälter herumgeführten Ringkanäle 22 denjenigen der Luftleitung 5 nicht übersteigt. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 ist der sieh kegelförmig nach oben verjüngende Behälter 24 mit einem mit Innengewinde versehenen Halsstück 25 ausgerüstet, in das das Ende 26 der Luftleitung eingeschraubt ist. An das Ende der Luftleitung schliesst sieh ein Luftverteih ; ngsstutzen 27 an, der mit einem kegelförmig zugespitzten Mundstück 28 versehen ist. Der Verteilungsstutzen 27 sowie das Mund- EMI2.4 schrauben der Luftleitung in das Halsstuck 2J kann die Lage des Luftverteilungsstutzens 27 im Behälterinnern geändert werden. Eine Gegenmutter 29 dient dazu, das Ende 26 der Luftleitung bzw. den Luftverteihingsstutzen in seiner Lage zu sichern. Durch Einschrauben des Endes 26 wird der Luftverteiluigsstutzen in die Füllkörpermasse hineingepresst, so dass sich hiebei die verdrängten Füllkörper fest an den EMI2.5 haben sollten, wieder angefüllt werden. In Fig. 12 ist der Kiestopf 1 mit einem unteren, schrägliegenden Sieb 30 versehen, an dessen tiefster Stelle eine mit Verschraubung verschlossene Öffnung 31 vorgesehen ist. Die Kiesfüllung liegt auf dem schrägen Sieb 30 auf und füllt den ganzen Topf bis zur Einfüllverschraubung 3. Die Luftleitung 5 mündet in das Siebrohr 7, welches in den Kies hineinragt. Der ganze Kiestopf 1 ist im oberen Teil einer mit Erde zugeschütteten Grube 32 untergebracht. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass trotz der Lage des Kiestopfes 1 im oberen Teil der Grube 32 dieser Topf im Falle eines Brandes, z. B. von verschüttetem Benzin nicht leicht erhitzt werden kann und trotzdem die Erneuerung des Kiesinhaltes ohne besonders <Desc/Clms Page number 3> grosse Umstände möglich ist, da nur die obere Erdschicht aus der Grube 32 entfernt zu werden braucht, worauf durch Öffnung der Verschraubungen 3 und 21 der Kies aus dem Topf entnommen und erneuert werden kann. Bei sämtlichen Ausführungsformen des Sicherungsbehälters werden also grundsätzlich die schädlichen Hohlräume an der Einführungsstelle der Luftleitung in den Behälter vermieden, so dass brisante Sonderverpuffungen beim Eintreten einer Zrindflamme in diese Hohlräume nicht mehr entstehen können. Als Füllkörper können sowohl Kies als auch Kugeln aus nicht rostendem und nicht korrodierendem Metall, z. B. Blei, Verwendung finden. Bei Verwendung von Kugeln aus einem Metall, das von der Lagerflüssigkeit und deren Dämpfen angegriffen wird, kann der Schutz durch Verbleien oder Verchromen der Kugeln erzielt werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Sicherungstopf mit einer körnigen Füllung für Behälter zur Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündung der mit der Aussenluft in Verbindung stehenden Luftleitung die Form eines Siebes hat, dessen Durchgangsquerschnitt den der Luftleitung übertrifft, und die körnige Füllung sich dicht an diese Mündung anlegt, zu dem Zweck, unter Vermeidung von Stauungen der Luft brisante Verpuffungen im Sicherungstopf zu verhüten.
Claims (1)
- 2. Sicherungstopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen in die körnige Füllung des Topfes hineinragenden, am einen Ende geschlossenen und am andern Ende an die Luftleitung (5) anschliess- baren Rohrstutzen (6), der siebartig mit Durchtrittsöffnungen (8) versehen ist, deren Gesamtquerschnitt den der Luftleitung übertrifft.3. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in die körnige Füllung hineinragende Rohrstutzen (12) auf dem dem Lagerbehälter zugewandten Teil mit den Durchtrittsöffnungen (8) versehen ist und in Windungen durch die Füllung hindurchgeht.4. Sicherungstopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen als Hohlkörper ausgebildeten, abnehmbaren Deckel, der an die Luftleitung anschliessbar und dessen Hohlraum gegen die körnige Füllung des Topfes durch ein Sieb abgeschlossen ist, dessen Durchgangsöffnungen einen grösseren Gesamtquerschnitt haben als der der Luftleitung.5. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem als Hohlkörper ausgebildeten Deckel (14) für die Zuführung der Luft gewundene Kanäle (15) vorgesehen sind, die nach dem Sieb (16) zu offen liegen.6. Sicherungstopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Topf vorgesehenen, an die Luftleitung (5) anschliessbaren Ringkanal (22), dessen Hohlraum gegen die körnige Füllung (10) des Topfes durch ein zylindrisches Sieb (23) abgeschlossen ist.7. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die körnige Füllung des Topfes durch verstellbare Druckglieder (3) gegen die Siebfläche andrückbar ist.8. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die körnige Füllung des Topfes auf einem Bodensieb (17) ruht, das durch Stellschrauben (18) in der Höhe einstellbar ist.9. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der in die körnige Füllung des Topfes hineinragende, siebartig ausgebildete Rohrstutzen (27, 28), z. B. durch Verschraubung einstellbar mit dem Topf verbunden ist.10. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1, 7 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der einstellbare, siebartig ausgebildete Rohrstutzen (27) sich am vorderen Ende (28) keilartig verjüngt.11. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Topf (1) mit einer oberen verschliessbaren Öffnung (3) zum Einbringen des Kieses und einer unteren verschliess- baren Öffnung (21) zum Herauslassen des Kieses versehen ist.12. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das den Kiesinhalt des Topfes (1) tragende Sieb (30) mit Gefälle gegen die Auslassöffnung (21) in den Kiestopf eingebaut ist.13. Sicherungstopf nach den Ansprüchen 1 bis 12, gekennzeichnet durch eine körnige Füllung aus Kugeln, die entweder aus einem nicht oxydierenden und nicht korrodierenden Metall oder aus einem Metall bestehen, das mit einem nicht oxydierenden und nicht korrodierenden Überzug aus Blei, Chrom od. dgl. versehen ist.
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