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Maschine zum Mischen von Karten.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine zum Mischen von Karten, deren wesentliches Merkmal darin besteht, dass die Karten, die in zwei oder mehreren Stapeln beispielsweise nach ihrer Art getrennt liegen, nach vorher bestimmten Reihenfolgen und Verhältnissen gemischt werden.
Unter dem Ausdruck"Mischen von Karten"ist zu verstehen das Aufeinanderlegen bzw. Aneinanderreihen von verschiedenwertigen Karten in bestimmter Reihenfolge.
Der praktische Wert der Erfindung lässt sich daraus folgern, dass die Notwendigkeit zur Vornahme solcher Mischarbeiten sehr häufig auf dem Gebiete der Buchhaltung und Statistik besteht, dass aber auch auf andern Gebieten, z. B. der Reklamesorten-und Preislistenexpedition, die Vorzüge einer derartigen Maschine sich auswirken werden. Das vornehmlich Verwendungsgebiet der Maschine erstreckt sich aber auf die Zusammenarbeit mit Lochkartenmaschinen. Bei Buchhaltung mit Hilfe von Lochkarten ergeben sich beispielsweise oft Fälle, bei denen es notwendig ist, nach einer bestimmten Anzahl Lochkarten einer bestimmten Art Karten einer ändern Art einzumischen, um in den Kartenauswertungsmaschinen bestimmte Wirkungen hervorzurufen (z.
B. Stopp-oder Summenkarten). Aber auch zur Aufnahme von Resultaten aus den rechnerischen Auswertungen einer bestimmten Anzahl von Lochkarten oder einzelner Kartenrubriken in die Auswertungsmasehinen, müssen diesen Maschinen ungelochte Karten zugeführt werden, die in dem zur Auswertung gelangenden Kartenstapel vorher eingemischt sein müssen.
Diese bisher von Hand aus vorgenommenen Arbeiten werden gemäss der Erfindung mittels einer Maschine ausgeführt, die vermittels einer Kartenfördervorrichtung, die in zwei oder mehreren Stapeln lagernden Karten einer gemeinsamen Kartenablagestelle zuführt und dort in einer dem Mischverhältnis entsprechenden Reihenfolge ablagert. Es kann weiters gemäss der Erfindung die Ausbildung der Kartenfördereinrichtung eine derartige sein, dass sie gleichzeitig zur Lagerung der zu mischenden Kartenstapel oder umgekehrt zur Lagerung des aus der Mischung entstehenden gemeinsamen Stapels dient.
Mehrere beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen in Fig. 1, 2 und 3 schematisch dargestellt. Fig. 4 stellt eine Einzelheit der Ausführung nach Fig. 2 dar.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform dient die Kartenfördereinriehtung gleichzeitig auch zur Lagerung der zu mischenden Kartenstapel. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende.
Die mit dem Kartenförderrad 1 verbundenen Magazine 2-7 werden mit den zu mischenden Karten beschickt, u. zw. in der Weise, dass die Karten in den Magazinen in der späteren Mischreihenfolge und entsprechend dem Mischverhältnis lagern. Wären beispielsweise gelochte und nichtgelochte Karten in der Weise zu mischen, dass auf je zwei gelochte Karten eine nicht gelochte Karte folgt, so werden die Magazine 2 und 3,5 und 6 mit gelochten, die Magazine 4 und 7 hingegen mit ungelochten Karten versehen.
Die Ausbildung der Magazine ist eine derartige, dass die Karten durch Federn 8 jeweils gegen eine Bodenplatte gepresst werden, welche in der Richtung der späteren, durch einen Pfeil angezeigten Drehbewegung des Förderrades noch ausgespart ist und ausserdem von den Seitenwänden 10 und 11 des Magazins um Kartendicke absteht, so dass ein Messer 12 bei dem Vorbeigang eines Magazins jeweils die unterste Karte zu erfassen und aus dem Magazin herauszuschieben vermag. Das Messer wird durch eine Feder 13 jeweils gegen das Förderrad gepresst, so dass es den Boden des Magazins gleichmässig abstreift.
Sind die Magazine in der geschilderten Art beschickt, so wird das Förderrad in Richtung des Pfeiles in Drehbewegung versetzt, wodurch die Karten unter der Wirkung des Messers 12 in einen Behälter 14 fallen, in dem sie in der gewünschten Weise gemischt liegen.
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bewegung ist. Die Magazine könnten beispielsweise so angeordnet sein, dass deren sämtliche Böden in eine Ebene fallen und der Behälter 14 unter denselben schwingt, oder umgekehrt, dass die Magazine über dem Behälter hinweg bewegt werden.
Eine weitere Form der Ausbildung des Erfindungsgegenstandes zeigt Fig. 2. Hier ist die Karten- fördervorrichtung in beispielsweiser Form eines Transportbandes 15 weder zur Lagerung der Magazine
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Karten werden wie im zuerst angeführten Beispiel in Magazinen (16, 17), deren Zahl beliebig sein kann, hinterlegt, und sodann wird das Transportband 15 in Bewegung gesetzt. Auf diesem Transportband sind Messer 18 derart befestigt, dass sie, sobald das Transportband gegen die Magazine angehoben wird, jeweils die unterste Karte erfassen und auf das Transportband bringen, so dass sie, dessen Bewegung mitmachend, schliesslich zu dem Behälter 19 gelangt, in welchem sie abgelagert wird. Das Anheben des
Transportbandes wird durch zwei Keilkörper 20 und 21 bewirkt, von denen einer am Transportband selbst, der andere am Gehäuse 22 befestigt ist.
Durch Versetzen oder Entfernen des Keilkörpers 21' könnte weiters bewirkt werden, dass im Mischverhältnis Variationen in bestimmter Reihenfolge auftreten.
Eine andere Ausführungsform der Maschine zeigt Fig. 3. Es sind hier beispielsweise zwei Magazine 2. 3 und 24 vorgesehen, welche die zu mischenden Karten aufnehmen. Als Kartenfördervorrichtung fungiert ein Schwingrahmen 25, der durch einen Exzenter 26 angetrieben wird und an dem die Messer 27 und 28 derart befestigt sind, dass sie mit jeder Rahmenschwingung Karten aus den Magazinen 23 und 24 in den
Behälter 29 befördern. Die Messer 27 und 28 können mittels Reguliersehrauben. 30 so eingestellt werden, dass sie mehrere Karten aus den Magazinen entnehmen, wodurch das Misehverhältnis sich ändern lässt.
Sind mehr als zwei Kartenkategorien zu mischen, so werden die Mischvorgänge der Reihe nach vor- genommen, u. zw. in der Weise, dass zuerst die beiden ersten Kartensorten gemischt werden und dann im nächsten Arbeitsgang die Beschickung des einen Magazins mit dem gemischten Stapel, die des andern
Magazins mit den Karten der dritten Kartensorte erfolgt usw. Naturgemäss könnte die Zahl der Magazine beliebig vermehrt und auch die Messer mit getrennt voneinander angetriebenen Schwingrahmen ver- bunden werden, um die Variationsmöglichkeiten zu erhöhen.
Zu jedem der geschilderten Ausführungsbeispiele können weiters die Kartenabnehmmechanismen, wie Messer od. dgl., durch eigene Steuerorgane überwacht werden, so dass die Möglichkeit besteht, ihre
Wirksamkeit vom Vorkommen bestimmter Karten oder bestimmter sich nicht periodisch folgender
Kartenzahlen abhängig zu machen.
. PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Mischen von Karten, gekennzeichnet durch eine Kartenfördervorrichtung, welche die in zwei oder mehreren Stapeln lagernden Karten einer gemeinsamen Kartenablagestelle zuführt und dort in einer dem Mischverhältnis entsprechenden Reihenfolge ablagert.