AT119878B - Verfahren zum Abreinigen der Elektroden, insbesondere der Niederschlagselektroden von elektrischen Gasreinigern. - Google Patents
Verfahren zum Abreinigen der Elektroden, insbesondere der Niederschlagselektroden von elektrischen Gasreinigern.Info
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Description
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Verfahren zum Abreinigen der Elektroden, insbesondere der Niederscl1IagseIekú'oden von elektrischen Gasreiniger.
Elektromagnetische Abklopfvorrichtungen zur Reinigung der Elektroden elektrischer Gasreiniger sind bekannt. Sie haben den Nachteil, dass manrelativ grosse Energien braucht, um solehe Beschleunigungs- kräfte für die an den Elektroden sitzenden Teilchen hervorzurufen, dass ein praktisch vollständiges Ab- schleudern des Staubes erreicht wird. Ausserdem tritt bei K10pfwerken der üblichen Art zwischen je zwei Stössen eine starke Dämpfung der Elektrodenerschütterung durch das Klopfwerkzeug auf. Weitere
Nachteile sind die starke Geräuschbildung und die allen diesen mechanischen Vorrichtungen anhaftende
Betriebsunsicherheit.
Alles dies wird gemäss der Erfindung behoben durch Anwendung oszillierender magnetischer
Kräfte, die auf die Elektroden einwirken und sie zu kräftigen Resonanzschwingungen veranlassen, ohne dass zwischen dem Elektrodensystem und den die magnetischen Kräfte hervorrufenden Vorrichtungen eine Berührung eintritt. Die Dämpfung ist infolgedessen auf ein Minimum beschränkt und es hat sich gezeigt, dass man bei richtiger Bemessung der Teile zu einem geringen Bruchteil derjenigen Leistung kommt, die bei gleichem Abreinigungseffekt für ein Klopfwerk der bekannten Art aufgewendet werden müsste.
Zur Erzielung starker Resonanzwirkung wird die Frequenz der magnetischen Kräfte nach dem Verfahren der Erfindung so eingestellt, dass sie in der Nähe der mechanischen Eigenschwingungszahlen des betreffenden Elektrodensystems bzw. der betreffenden Elektrode liegt. Der durch ein -K1opfwerk leicht eintretende Verschleiss kommt hier gänzlich in Fortfall und die unangenehmen Sehlaggeräusche sind ersetzt durch ein gleichbleibendes schwaches Summen oder Tönen..
Die Vorrichtungen zur Erzeugung wechselnder Magnetfelder können z. B. in bekannter Weise in
Elektromagneten mit oder ohne Eisenkernen bestehen, und es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, für je zwei nebeneinander befindliche Elektroden einen dazwischenliegenden Elektromagneten zu ver- wenden, der in gleicher Weise synchron auf beide Elektroden einwirkt und daher selbst von mechanischen
Kräften entlastet ist.
Sollen mehrere Elektroden von ungleicher Eigenschwingungszahl abgereinigt werden, so erfolgt dies erfindungsgemäss nacheinander in der Weise, dass ein frequenzveränderlicher Wechselstrom verwendet wird, den man kontinuierlich oder diskontinuierlich die kritischen Frequenzen durcheilen lässt.
Zur Einstellung und Veränderung der jeweiligen Frequenz des die Elektromagneten speisenden Wechselstromes können alle dazu geeigneten bekannten Einrichtungen verwendet werden. Vorteilhaft wird ein Umformeraggregat benutzt, dessen Drehzahl in bekannter Weise innerhalb des erforderlichen Bereiches von Hand aus oder selbsttätig (periodisch) verändert wird.
Stehen die abzureinigenden Elektroden unter Hochspannung, so dass man mit den praktisch geerdeten Elektromagneten od. dgl. nicht in die zur Resonanzeinstellung notwendige Nähe heran kann, so kann erfindungsgemäss der den Elektromagneten speisende Strom der Sekundärwicklung eines Transformators entnommen werden, dessen Isolation nach Art der Heiztransformatoren für Hochspannungventilanordnungen so bemessen ist, dass kein Überschlag auf geerdete Teile zu befürchten ist.
Zur Korrektur der Eigenschwingungszahlen können an den Elektroden in geeigneter Weise ange- brachte Massen oder Versteifungen (Federn) dienen.
Sind die Elektroden selbst aus nichtmagnetischem Material, so werden erfindungsgemäss an ihnen den Elektromagneten zugeordnete Anker aus magnetischem Material fest angebracht.
Bei der Durchführung des Abreinigungsverfahrens mit Hilfe von Elektromagneten, deren Wicklung von Wechselströmen zur Erzeugung der Magnetfelder durchflossen wird, hat es sich gezeigt, dass die Frequenz der mechanischen Resonanzschwingungen, in die die Elektrode durch den Elektromagneten versetzt wird, doppelt so gross ist, als die Frequenz des den Elektromagneten erregenden Wechselstromes.
Die Ursache dieser Erscheinung liegt darin, dass sowohl die positive, wie die negative Halbwelle des Wechselstromes anziehende Kräfte auf die Elektrode ausübt.
Wenn man dem wechselnden magnetischen Fluss einen Gleichiluss überlagert, etwa durch gleichzeitige Magnetisierung mit Gleichstrom, oder durch Vormagnetisierung mit Gleichstrom oder durch permanente Magnete, so wird erreicht, dass die Frequenz der mechanischen Resonanzschwingungen nicht mehr doppelt so gross ist wie die Frequenz des erregenden Wechselstromes, sondern dieser Wechselstromfrequenz gleichkommt. Die Wirkung dieser Vormagnetisierung ist an sich bekannt. Wird eine solche Vormagnetisierung erfindungsgemäss für die Zwecke der Auslösung von Resonanzschwingungen in den Elektroden angewendet, so wird dann die Elektrode wie die Membran in einem Telephon elastisch gespannt gehalten, und diese Verspannung wird durch die negative Halbwelle abgeschwächt und durch die positive
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Halbwelle verstärkt.
Durch die Erfindung ergibt sich die vorteilhafte Möglichkeit, mit einem praktisch bequemen Frequenzbereich zu arbeiten.
Das Verfahren lässt sich in einfacher Weise durchführen, z. B. dadurch, dass über der Wechselstromwicklung des Elektromagneten eine zweite Wicklung angeordnet wird, die an eine gegebenenfalls regelbare Gleichspannung über eine Drosselspule angeschlossen ist.
Dadurch, dass bei vormagnetisiertem Magneten die Frequenz der Zugkraft unmittelbar gleich der Frequenz des speisenden Wechselstromes (statt deren doppeltem) wird, ergibt sich die Möglichkeit. längere Elektroden, deren Eigenfrequenz statt bei etwa 100 Hz in der Gegen von 50 Hz liegt, mit Wechselstrom annähernd normaler Frequenz zu erschüttern. Ausserdem wird bei einer solchen Anordnung der Leistungsfaktor erheblich günstiger (er kann den Wert 1 erreichen, sogar kapazitiv werden) und damit die Maschine kleiner.
Mit einem regelbaren Motorgenerator ist es meist möglich, mit Frequenzen, die nicht allzuweit von der üblichen Frequenz von 50 Hz entfernt liegen, auszukommen. Man kann aber die erforderliche veränderliche Frequenz erheblich billiger in einem in bekannter Weise als Frequenzwandler geschalteten Asynchronmotor erzeugen, dessen Läufer etwa über ein Schneckengetriebe langsam mit veränderlicher Drehzahl von einem kleinen Hilfsmotor angetrieben wird. Die Leistung dieses Hilfsmotors braucht, wenn Verluste ausser Acht gelassen werden, nur soviel Prozente der gesamten zu betragen, wie die prozentuale Differenz zwischen Netz-und Gebrauchsfrequenz beträgt. Die übrige Leistung wird transformatorisch dem Netz entnommen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Abreinigen der Elektroden, insbesondere der Niederschlagselektroden von elektrischen Gasreinigern, dadurch gekennzeichnet, dass durch magnetische Felder ohne Zwischenschaltung mechanischer Übertragungsmittel auf die Elektroden oszillierende magnetische Kräfte mit Schwingungzahlen zur Einwirkung gebracht werden, die in der Nähe der mechanischen Eigenschwingungszahlen der Elektrode oder des Elektrodensystems liegen und ohne Abstreicher od. dgl. lediglich durch diese Schwin- gingen dite Abreinigung herbeiführen.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Elektroden Elektromagnete angeordnet sind, deren eine oder mehrere Wicklungen von Wechselströmen zur Erzeugung der we chselnden Magnetfelder durchflossen werden.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur aufeinanderfolgenden Abreinigung mehrerer Elektroden von ungleicher Eigenschwingungszahl ein frequenzveränderlicher Wechselstrom verwendet wird, den man kontinuierlich oder diskontinuierlich die kritischen Frequenzen durcheilen lässt.4. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Verwendung eines Umformeraggregates, dessen Drehzahl in an sich bekannter Weise innerhalb des erforderlichen Bereiches von Hand aus oder automatisch (periodisch) verändert wird.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erschütterung der Hochspannungelektroden Elektromagnete benutzt werden, deren Strom von der Sekundärwicklung eines Transfomators entnommen wird, dessen Isolation der Hochspannung entspricht.6. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung von die Eigenschwingungszahl korrigierenden Massen oder Versteifungen (z. B. Federn) an der oder den Elektroden.7. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Abreinigung von Elektroden aus nichtmagnetischem Baustoff an ihnen den Elektromagneten zugeordnete Anker aus magnetischem Material angeordnet sind.8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Elektroden in Resonanzschwingungen versetzende Wechselstromelektromagnet vormagnetisiert wird, derart, dass die Frequenz der mechanischen Resonanzschwingungen der Frequenz des erregenden Wechselstrom gleichkommt.9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechselstromelektromagnet mit Gleichstrom vormagnetisiert wird.10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wechselstrom, der die Elektromagnetwicklung durchfliesst, ein Gleichstrom überlagert wird.11. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass über der Wechselstromwicklung des Elektromagneten eine zweite Wicklung liegt, die an eine gegebenenfalls regelbare Gleichspannung angeschlossen ist.12. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein permanenter Magnet zur Vormagnetisierung verwendet wird.13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die veränderliche Frequenz in einem als Frequenzwandler geschalteten Asynchronmotor erzeugt wird, dessen Läufer mit veränderlicher Drehzahl angetrieben wird.
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