<Desc/Clms Page number 1>
Sicherheitseinrichtung für elektrische Leitungssteckkupplungen, insbesondere für
Eisenbahnzüge od. dgl.
Sicherheitseinrichtungen für elektrische Leitungssteckkupplungen, insbesondere für Eisenbahnzüge od. dgl. sind bereits an sich bekannt, jedoch bieten diese nicht für alle im Betriebe vorkommenden Fälle volle Sicherheit, weil sie es nicht verhindern, dass die zu kuppelnde Hauptleitung zu derselben Zeit, in welcher der Kuppler die Kupplung bedient, wenn auch nur kurz zeitig an Spannung gelegt werden kann.
Es kann dadurch ein Lichtbogen entstehen, der den Kuppler schwer verletzen und die Kupplung beschädigen kann.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen und in allen Fällen ein Bedienen der Kupplung im spannungslosen Zustande bei geöffnetem Hauptschalter in einfachster Weise zu erzwingen. Sie ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 stellt den Hauptschalter a im geschlossenen, Fig. 2 im offenen Zustande, Fig. 3 die Steckkupplung b dar.
Der auf der Lokomotive oder dem Triebwagen angeordnete Hauptschalter a für die zu kuppelnde Leitung kann von Hand mittels des Griffes c oder elektrisch durch Druckknopf d und Elektromagnet e eingeschaltet werden. Er wird durch Sperr hake in der Einschaltstellung festgehalten und kann durch den Auslöser g oder - < jfs elektrisch oder durch Anheben des Hebelarmes h von Hand geöffnet werden.
EMI1.1
erregt ist. Durch Einbau eines Stromwandlers < h bei Wechselstrom oder eines Widerstandes mit Nebenschluss bei Gleichstrom in die Hauptleitung (Fig. 2) und einer daran angeschlossenen Spule Y2 in den Auslöser wird der Hauptschalter zum selbsttätigen Höchststromunterbrecher vervollständigt.
Im ge-
EMI1.2
ausbilden und durch den Auslösemagneten betätigen, um den gleichen Zweck zu erreichen.
Die Hauptleitung m führt vom Hauptschalter a durch den ganzen Zug ; sie wird zwischen je zwei miteinander gekuppelten Fahrzeugen durch die Steekkupplung b leicht lösbar und betriebssicher verbunden.
Parallel zur Hauptleitung ist die Sicherungsleitung 11 ebenfalls durch den ganzen Zug und die Steckkupplungen b geführt. Letztere besteht aus der mit einem kleinen Schalter o versehenen Dose p mit Deckel q, Verriegelungshebel l'und dem Stecker s. Der doppelarmige Schalter o ist durch seine Drehachse t gemeinsam mit dem Gehäuse der Dose p geerdet, wird durch die Spannfeder u geschlossen und erdet dadurch mittels seines Kontaktes r und der Verbindungsleitung n1 die Sicherungsleitung n solange, als der Stecker s nicht vollständig in die Dose eingeführt oder der Stecker herausgezogen und die Dose nicht durch Deckel q geschlossen ist.
Stecker und Deckel sind mit Nasen w versehen, die durch
EMI1.3
ganz in die Dose eingeführt ist, auf die Rolle z des Schalters o und hält diesen geöffnet, solange sich der Stecker in der Betriebslage befindet oder Deckel die Dose verschliesst, wobei die Nase y, den Schalter offen hält.
Die Wirkungsweise der oben beschriebenen Einrichtung ist folgende :
Nachdem sämtliche Kupplungen des Zuges fertig verbunden und die Dosendeckel an den Zugenden
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Spannung gelegt, und es können die von ihr zu speisenden Stromverbraucher des Zuges eingeschaltet werden.
Soll eine andere Zusammensetzung gebildet werden, also Entkupplungen nötig sein, so ist es nicht erforderlich, dass der Kuppler wartet, bis der Lokomotiv-oder Triebwagenführer den Hauptschalter geöffnet hat, er kann vielmehr sofort die Steckkupplung entriegeln und den Stecker herausziehen. Dabei wird ganz selbsttätig zuerst der Erdungsschalter o geschlossen und der Hauptsehalter a ; geöffnet, lange bevor sich die Hauptkontakte der Steckkupplung öffnen. Es kann also an diesen keine Funkenbildung entstehen. Ein zu frühes Schliessen des Hauptschalters 1n durch den Lokomotivführer oder eine andere Person vor oder während des Kuppelns wird durch oben beschriebene Sicherung i-li am Hauptschalter wirksam verhindert.
Die Bedienung der Kupplung erfolgt also gefahrlos für den Bedienenden. Durch Zuklappen des Deckels q oder Ankuppelung eines andern Wagens wird der Erdschalter 0 wieder geöffnet und die Zuleitung ni wieder einschaltbereit.
EMI2.1
EMI2.2