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Sonntag, 31. März 2019

Stoffspielereien: Quilt - Floating Squares

Als ich heute früh mein Blog-Roll durchgesehen habe, stach mir auf Kazes Blog das Thema der "Stoffspielereien" ins Auge. Und mir fiel mein Quilt ein, den ich hier am Blog noch nicht gezeigt habe.
Also, kurzerhand Fotos gemacht und, ich reihe mich gerne ein!Ich habe mehrere Jahre an diesem Quilt gearbeitet. Immer wieder blieb er für längere Zeiten liegen. Wobei das Top an sich verhältnismäßig schnell fertig war. Aber dann kam die Frage nach dem Quilting - möglichst schlicht solltes es sein und nichts sollte vom Muster ablenken. Es blieben nach einigen Versuchen nur die eng gesteppten, einfachen Stepplinien übrig. Eine Weilchen dauerte es dann auch noch, bis der Rand drumherum genäht war  - Ich steppe das Binding immer mit der Maschine an und nähe es von Hand unsichtbar und auf der linken Seite gegen. 

Vor ein paar Wochen wurde er dann endlich fertig:
















Die Rückseite blieb schlicht. 

Die Anregung zum Quilt kam aus dem tollen Buch: "The Improv Handbook for Modern Quilters" von Sherri Lynn Wood. Hinter der "floating square"-Technik steckt die Idee der Reduktion auf eine Anzahl von  wenigen Stoffen. In meinem Fall, vier. 



Nachdem man sich entschieden hat in welcher Stoffstückchen - Größe man arbeiten möchte, setzt man diese zusammen, schneidet und näht - im Wechsel. So lange, bis eine stimmige Komposition entsteht, mit der man zufrieden ist. 
Ein intuitives und meditatives und Vorgehen, welches mir sehr entgegen kommt. 

Mein Quilt ist, genau genommen und mathematisch betrachtet zwar nicht geometrisch, aber im übertragenen Sinne für mich dennoch passend.

Karen sammelt hier alle Teilnehmer in Sachen Stoffspielereien "Geometrie" ein.



Samstag, 23. März 2019

Spring Style-Along: Bestandsaufnahme


Für ein paar vage Frühjahrs-Nähpläne kann ich etwas Struktur gut gebrauchen und freue mich über den diesjährigen Spring Style Along, den Alex vom Blog "Mama macht Sachen" initiiert. Vielen Dank an dieser Stelle schon mal!

Ich bewundere ja strukturiertes Nähen sehr.
Einen Nähplan zu haben, ein paar Stoffe auszuwählen, die Schnitte, die schon längst mal umgesetzt werden wollen, das alles ein wenig "im Griff" zu haben, die Farben, Schnitte und Stoffe aufeinander abzustimmen. Das alles mache ich sonst nie.

Aber mittlerweile haben sich auf meinem Bügelbrett und in sonstigen Ecken in meinem Nähzimmer schon wieder ein paar UFOs angesammelt, die mit etwas Planung und Struktur durchaus gut zueinander passen und sich gegenseitig ergänzen könnten. Eine gute Basis für eine Mini-Kollektion und passend zum Spring Style Along käme ich sogar auf FÜNF Teile.

Heutige Themenstellung:

Bestandsaufnahme: Was hab ich? Was brauch ich? Was will ich?

Ich möchte ein paar neue und praktische Teile für meine Alltagsgarderobe. Vorzugsweise aus den Stoffen de ich schon habe. Zwei der Teile sind praktischerweise schon zugeschnitten.


1.  Hose Bruege aus leichtem jeansfarbenem Baumwollstoff. Ein UFO (light), zugeschnitten im letzten Herbst. Doch dann wurde es kühler und die Hose blieb liegen. Rechts im Bild.



2. Culotte aus der Ottobre aus dunklem Denim,erst kürzlich zugeschnitten. Die Hose nähe ich zum dritten Mal, und liebe sie. Eine sichere Bank.



3. Top aus Burdastyle 08/2015
Das Top habe ich schon einige Male in Jersey umgesetzt. Mit unterschiedlichem Erfolg - dieses Mal möchte ich den Schnitt aus dem sehr feinen Webstoff nähen.



4. Zwei Blusenstoffe und ein Jersey - für Oberteile. Kombipartner zu beiden Hosen. Hier habe ich erst vage Vorstellungen.



5. Ein leichter Mantel aus Burdastyle 03/2012. Ein toller Mantel, im Heft umgesetzt mit zwei verschiedenen Jacquards mit kleinen Krawattenmustern.
Mit dem Mantel liebäugele ich schon sehr lange und langsam habe ich keine Ausrede mehr, das Projekt noch länger vor mir herzuschieben. - Stoffe hierfür: eine Kombination aus kleingemustertem Baumwollstoff mit Elasthan für oben und einem Rest Jeansstoff in Leinwandbindung für unten.





So weit mein Nähplan für die Minikollektion.
Ich sehe eine gute Chance, dass alle Teile am Ende gut zueinander passen, harmonieren und kombinierbar sind.

Die Linkliste der Bestandaufnahme zum Spring Style Along ist übrigens noch bis zum Dienstagabend geöffnet. Also, falls die eine oder andere Lust verspürt auch mitzumachen - nur zu!


Hier treffen sich die Teilnehmerinnen des Spring Style Along 2019.


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Ansonsten hier noch mal alle Termine im Überblick:


20.03.2019 – Bestandsaufnahme: Was hab ich? Was brauch ich? Was will ich?
30.03.2019 – Der rote Faden: Was ist mein Style Concept für diese Mini-Kollektion? Wie hängen die Teile zusammen? Welche Gefühle will ich umsetzen?
06.04.2019 – Masterplan: Wie setze ich mein Style Concept um? Welche Teile? Welche Schnitte? Welche Stoffe? Welche Techniken?? Was bis wann?
13.04.2019 – Drama, baby? Nicht jedes Projekt läuft so glatt, wie wir es gern hätten. Hier geht es um Lösungen für technische Schwierigkeiten und Passformprobleme.
20.04.2019 – Die Kirsche auf der Sahne: Schuhe, Taschen, Tücher, Schmuck, Makeup … all die wunderbaren Kleinigkeiten, die aus Kleidungsstücken erst einen Look machen.
01.05.2019 – Endspurt: Dran bleiben, erste Ergebnisse spoilern oder noch mal von vorn? Motivation für die letzte Etappe
11.05.2019 – Défilée: Geschafft! Und nun: Zeigt her Eure neuen Kleider.


Mittwoch, 6. März 2019

MeMadeMittwoch* - Culotte, Astoria, Paola und Esme

Meine derzeitige Lieblingskleidung ist diese vielseitige Culotte, ein Astoria-Sweater im Wechsel mit einem Paola Turtleneck-Rolli. Darüber ein Esme Cardigan.

Mit Astoria habe ich lange geliebäugelt - ich hatte das Schnittmuster ewig abgepaust hier liegen, bevor ich es endlich genäht habe. Der tolle taillenkurze Pulli ist perfekt für Röcke und Hosen, bei denen man den Bund nicht zu sehr verdecken möchte. 
Dieses Probeexemplar habe ich in Größe S genäht, und ein weiteres dann in M zugeschnitten. So sitzt es etwas blusiger und lockerer. Dieses Shirt könnte ich in mindestens zehn Farben in meinem Schrank haben.


Die Culotte ist aus minifeinem Hahnentritt aus 100% Wolle genäht. Ein Stoff, der sich zwar nur mies fotografieren lässt, dafür aber so einiges unbeschadet mitmacht und daher im Dauereinsatz ist.
Die Hose habe ich im Vorderteil abgefüttert. Dadurch fällt die Hose schön schwer, beult an den Knien nicht aus und erlaubt außerdem eine Strumpfhose darunter zu tragen.

Das war ein Tipp von Yvonne, eine spezielle Anleitung dafür gibt es nicht. Es ist aber ganz simpel. Einfach die Vorderteile noch einmal aus Futterstoff zuschneiden und in den Seitennähten mitfassen. In Herrenhosen wird diese Methode wohl öfter angewandt, oft reichen diese Futterstücke auch nur bis unters Knie. Der Rand wird bei dieser Methode oft nur mit der Zackenschere abschnitten. Ich habe meinen Futtereinsatz aber umgeschlagen und mit einem Saum versehen.



Paola Turtleneck - als ich es bei Named verlinken wollte, habe ich vergeblich danach gesucht. Es wurde wohl aus dem Programm genommen. Schade.
Korrektur: Paola Turtleneck gibt es hier!



Die Culotte habe ich im Sommer schon aus einem schimmernden Leinenstoff genäht, funktioniert auch gut. Eine weitere aus Denim ist in Planung.


Esme brauche ich wohl nicht weiter zu beschreiben.




Culotte, "Ultra-Urban"aus Ottobre (Heft 5/2016)
Paola Turtleneck Pattern, sowie Esme Cardigan von Named.

Damit gebe ich an den MeMadeMittwoch ab, der Plattform für selbst geschneiderte Mode an der Frau. Dort empfängt uns heute Elke, in einem wunderschönen blauen lilafarbenen Kleid!