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Gott strafe die FDP

  • Black Cat@feddit.de
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    2 years ago

    Als damals einige meiner Kommilitoninnen Probleme hatten, weil Prof. M. ihre Kurse gern ĂŒberzog und sie dann zu spĂ€t bei ihren Jobs aufschlugen, meinte Prof. M., dass man sich halt entscheiden mĂŒsste, was einem wichtiger wĂ€re: das Studium oder der Job.

    Ja, warum geht man nicht einfach neben dem Studium arbeiten?

    • quatschkopf34@feddit.de
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      2 years ago

      Ein Job ist bei einem VOLLZEITstudium eigentlich auch gar nicht vorgesehen und genau dafĂŒr ist eigentlich das Bafög da. Nur doof halt, wenn man am Ende dann ohne Job hungern muss.

      • Jumi@lemmy.world
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        2 years ago

        Bitte was? Wie um alles in der Welt soll man denn vom Bafög leben können?

        • amelia@feddit.de
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          2 years ago

          Bafög-Höchstsatz sind 812€. Kommt wohl sehr arg auf die Stadt an, in der man studiert, ob man davon leben kann, und darauf ob es gute Wohnangebote des örtlichen Studierendenwerks gibt. Ich habe gerade mal fĂŒr Bonn gecheckt, da bekommt man beim Studierendenwerk auf jeden Fall kleine Appartements fĂŒr unter 300€ - aber man muss natĂŒrlich das GlĂŒck haben, dass etwas frei ist. Wenn man dann aber unter 300€ Miete bezahlt und noch ĂŒber 500€ ansonsten ĂŒbrig hat, kann man davon als Student:in mMn schon leben. Muss man aber schon doppelt so viel fĂŒr die Miete bezahlen, wird es natĂŒrlich wirklich schwierig. Ich finde aber, das grĂ¶ĂŸere Problem beim Bafög ist eher, dass es teilweise sehr kompliziert ist, es zu bekommen, und dass man es spĂ€ter teilweise zurĂŒckzahlen muss, sodass die meisten Leute vmtl. schon versuchen einen Teil zur Seite zu legen.

          • ElmarsonTheThird@feddit.de
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            2 years ago

            Und, dass Bafög halt auch fĂŒr den Mittelstand schlecht gerechnet ist. Meine Eltern haben ein paar wenige Hektar Acker, Wald und Wiesen (weniger als 10 ha). Das Land wird neben dem Beruf meines Vaters noch ein wenig bearbeitet oder eben fĂŒr wenige Euro verpachtet. Wir reden hier ĂŒber ErtrĂ€ge, die nur knapp ĂŒber den Kosten liegen.

            Deswegen gab’s kein Bafög, weil die Eltern ja zu viel Grundbesitz haben. Man könne ja das Land verkaufen.

            GrundsĂ€tzlich ja korrekt, aber wieso bekommt mein Nachbar, dessen Eltern ein ArchitekturbĂŒro besitzen und in einer Wohnung der Eltern wohnt, mehrere hundert Euro?

    • 🩄🩄🩄@feddit.de
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      20
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      2 years ago

      Mein Studium war da irgendwie anders. Wenn die Zeit vorbei war oder ich keinen Bock mehr hatte, bin ich halt gegangen. Gab zumindest bei mir keine Anwesenheitspflicht.

      • Black Cat@feddit.de
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        2 years ago

        Kommt vielleicht auch drauf an, was man studiert. Wenn man mit 15-20 Leuten da sitzt und das ist das Hauptprojekt des Semesters, sollte man schon an den meisten Terminen anwesend sein.

    • Mr_TurTur@feddit.de
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      2 years ago

      Hat der Prof meiner Frau ganz genau so gesagt und mir ist fast der Arsch geplatzt. XD

  • butiloveu@feddit.de
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    2 years ago

    Erinnert mich an die Frau die sich gegen BĂŒrgergeld ausgesprochen hat obwohl sie selbst zuvor mehrere Jahre von HarzIV gelebt hat. Aber da sie ihren Traumberuf gefunden habe brauche sie dies nicht mehr und somit scheinbar auch die anderen genau so wenig.

    Nach mir die Sintflut.

    • amphicoelias@lemmy.world
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      2 years ago

      Ist in dem Fall weniger “nach mir die Sintflut” und mehr “Ich sitzte im Boot. Reisst die Deiche ein.”

  • hh93@lemm.ee
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    2 years ago

    Wie können die Eltern arm genug sein dass man den Bafög Höchstsatz noch bekommt aber aus irgendeinem Grund noch genug Geld haben fĂŒr 200€/Monat UnterstĂŒtzung?

    • ProcurementCat@feddit.deOP
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      2 years ago

      Jemand sollte mal das zustĂ€ndige Bafög-Amt in Hamburg benachrichtigen. Diese Frau hat 6 Jahre lang an einer Privatuni studiert, was dort 62.400€ kostet, nebenbei Bafög Höchstsatz und 200€ monatliche UnterstĂŒtzung durch die Eltern erhalten und noch einen Nebenjob gehabt. ZusĂ€tzlich waren ihre Eltern so wohlhabend, dass sie ihr eine Privatschule finanziert haben, die die 1595€ monatlich kostet.

      Das ist eindeutig Sozialbetrug, nie im Leben hĂ€tte diese Person jemals Anspruch auf Bafög haben dĂŒrfen.

      • ProcurementCat@feddit.deOP
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        2 years ago

        Da sie auf eine Privatuni gegangen ist, gehe ich von genau diesem Fall aus. Das, oder direkter, persönlicher Einfluss auf den Entscheidungsprozess der Bafög-Genehmigung.

        Aber selbst wenn nicht, WTF ist falsch wenn man Bafög Höchstsatz + UnterstĂŒtzung der Eltern + Nebenjob braucht, nur um zu studieren - und dann glaubt, das sei akzeptabel?? Was ist mit Leuten, die keine Eltern mehr haben oder deren Eltern das Geld nicht haben? Was ist mit Leuten, die nicht arbeiten können oder auch lĂ€nger brauchen als Regelstudienzeit? Was ist mit all den Leuten, die einfach nicht das GlĂŒck haben wie diese eine Frau?

        Edit: Von Reddit kommt noch was Lustiges zu der Frau: Ihr Abi hat sie gemacht auf einer Privatschule, die 1595€ monatlich kostet und studiert hat sie auf ner Privatuni, die 5000€ pro Trimester nimmt. Am Arsch hat die das mit Bafög + Minijob + 200€ bezahlt.

        • Senseless@feddit.de
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          2 years ago

          Genau so soll das System funktionieren. Es ist nicht gewollt das jeder, unabhÀngig der Herkunft, studieren kann. Nicht umsonst ist der Anteil der Studierenden aus sozialschwachen Familien signifikant geringer als der Anteil aus einem gut situierten Elternhaus.

          • bobbytables@feddit.de
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            2 years ago

            Das hĂ€ngt mir Sicherheit auch damit zusammen, dass schon die SchulabschlĂŒsse stark vom sozioökonomischen Hintergrund abhĂ€ngen (in Bayern zum Beispiel war/ist(?) der eigene Abschluss zu rund 60% abhĂ€ngig von den Eltern). Die Ungerechtigkeit fĂ€ngt also schon viel frĂŒher an. Siehe auch Bourdieu, kulturelles Kapital

        • Holzkohlen@feddit.de
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          2 years ago

          Genau so stelle ich mir FDP-Politiker vor. Völlig weltfremd, keinerlei Empathie fĂŒr normale BĂŒrger. Ich frage mich echt, wie man so verblendet durchs Leben gehen kann. Manche brauchen wirklich mal nen RealitĂ€tscheck.

      • Bekannte von mir haben auch Bafög Höchstsatz bekommen, weil zu dem Zeitpunkt die Eltern kein Einkommen hatten. Der Vater war gerade in den Wechsel in den Vorruhestand und hat von seiner Abfindung die Wohnung gekauft, in der die Kinder dann zum Studium gezogen sind.

        Bafög ist in seiner derzeitigen Gestaltung auch so ein Ding, wo untere und normale Mittelschicht gefickt werden und die Oberschicht sich hÀufig so rechnen kann, dass sie noch ordentlich kassiert.

        Diese Frau von der FDP mĂŒsste von allen Fragen der Bildungsfinanzierungweit ferngehalten werden, weil sie offensichtlich keinerlei Bezugzur RealitĂ€t normaler Menschen hat.

        • ProcurementCat@feddit.deOP
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          2 years ago

          Diese Frau von der FDP mĂŒsste von allen Fragen der Bildungsfinanzierungweit ferngehalten werden, weil sie offensichtlich keinerlei Bezugzur RealitĂ€t normaler Menschen hat.

          Das ist Auftrag des WÀhlers. Aber alle zwei Legislaturperioden kommen die JungwÀhler, die noch keine Erfahrung mit dieser widerlichen Partei haben.

        • ProcurementCat@feddit.deOP
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          2 years ago

          Bafög ist in seiner derzeitigen Gestaltung auch so ein Ding, wo untere und normale Mittelschicht gefickt werden und die Oberschicht sich hÀufig so rechnen kann, dass sie noch ordentlich kassiert.

          An der Stelle: Bafög war sogar mal noch viel schlimmer dran, natĂŒrlich unter Kohl und der Union

          https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesausbildungsförderungsgesetz#Geschichte

          Im Oktober 1982 kam es zu einem Regierungswechsel; die fast 16-jĂ€hrige Regierungszeit von Helmut Kohl begann. Die UniversitĂ€ten waren voll, weil geburtenstarke JahrgĂ€nge im studierfĂ€higen Alter waren. AusbildungsplĂ€tze waren – auch aufgrund der Wirtschaftslage u. a. nach der zweiten Ölkrise 1979 – knapp. Die Umstellung der studentischen Ausbildungsförderung auf Volldarlehen (1983 bis 1990) bedeutete bei durchschnittlich zehn Semestern Studienzeit bis zu 70.000 DM BAföG-Schulden fĂŒr mit Höchstsatz geförderte Studierende.[3] Zudem wurde die Ausbildungsförderung fĂŒr SchĂŒler an allgemeinbildenden Schulen praktisch abgeschafft: sie werden seitdem nur noch dann gefördert, wenn sie ausbildungsbedingt, also aufgrund einer unzumutbar großen Entfernung zur Schule, nicht bei ihren Eltern wohnen können. Durch zahlreiche Gesetzesnovellen in den 1980er und 1990er Jahren, die die Förderungsmöglichkeiten reduzierten, erreichte das BAföG im Jahr 1998 seinen Tiefpunkt. Das BAföG bildete nur noch fĂŒr knapp 13 Prozent der Studierenden eine (Teil-)Finanzierungsquelle.

          Und es war ausgerechnet SPD + GrĂŒne unter Schröder die das wieder auf ein halbwegs akzeptables System umgemĂŒnzt haben.

          Nach der Bundestagswahl 1998 bildete Gerhard Schröder die erste rot-grĂŒne Regierungskoalition. Sie beschloss 2001 eine weitreichende Reform, die viele EinschrĂ€nkungen der Kohl-Ära zurĂŒcknahm. ZusĂ€tzliche VerĂ€nderungen erfolgten etwa durch die Freistellung des Kindergeldes bei der Einkommensanrechnung. Zudem mĂŒssen seither insgesamt nur maximal 10.000 Euro des Darlehens zurĂŒckgezahlt werden (sogenanntes Deckelungsprinzip bei der Darlehensrestschuld). Nach dieser Reform gewann das BAföG wieder wesentlich an Bedeutung. Im Jahr 2003 erhielten bereits mehr als 25 % der Studierenden Förderung nach dem BAföG.

          Das sogar unter dem asozialsten SPD Kanzler den es jemals gab. Auch ein Grund warum ich Leute, die mir sagen wollen, dass die SPD keine soziale Politik mache, einfach nur zum Kotzen finde.

          • You@feddit.de
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            2 years ago

            Gerade beim BAföG fand ich es im Studium auch sehr bezeichnend, wer es bekommen hat, wie damit umgegangen wurde und wie die politische Einstellung war.

            Die, die es tatsÀchlich brauchten und teilweise noch nebenher arbeiten mussten waren eher sozial eingestellt und links von der Mitte.

            Dann gab es die, die eigentlich gut situierte Eltern hatten, aber trotzdem BAföG bekommen haben und neben dem Studium Zeit fĂŒr lĂ€ngere Urlaube und Party hatten. Eher konservativ und es wurde ĂŒber die SPD und alles nicht konservative gemeckert. Auch ĂŒber die “Schmarotzer” des Sozialsystems wurde gerne gelĂ€stert. Und dann kommt bei einigen genau dieser Leute heraus, wie die Eltern und die Studierenden bei den Angaben “getrickst” haben. Das ging soweit, dass die BAföG-Zahlungen komplett auf Sparkonten/SparbĂŒcher gewandert sind, um sich ein “zinsloses” Darlehen und Geldgeschenk bei sofortiger kompletter RĂŒckzahlung zu sichern. Da gab es kein Unrechtsbewusstsein oder wenigstens Gewissensbisse. Die haben sich fröhlich auf die Schulter geklopft, weil sie so schlau das System ausgetrickst haben. Das wird ja nicht geprĂŒft und wie soll das denn schon herauskommen. Mein Mitleid hielt sich in Grenzen, als einige dieser verschwiegenen Konten aufgeflogen sind und die selben Leute sich mit unfreundlicher Behördenpost konfrontiert sahen.

            • queta@feddit.de
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              2 years ago

              Die, die es tatsÀchlich brauchten

              haben es nicht bekommen. Weil sie schon eine Ausbildung hatten, oder zu alt waren, oder zu lange fĂŒr das Studium gebraucht haben (wegen Kind, Krankheit, Job (!) etc. - ganz zu schweigen von Pflichtkursen, in denen man entweder mit LosglĂŒck einen Platz bekam, oder auf die nĂ€chste Gelegenheit warten musste, oder Kursen, die nur alle zwei Jahre angeboten wurden usw.) oder weil die Eltern genug Geld gehabt hĂ€tten: “Verklagen Sie Ihre Eltern halt auf Unterhalt.” “Wenn mein Vater mich findet, bringt er mich um.” “Wenn Sie tot sind, steht Ihnen kein BAföG zu.”

      • Aetherion@feddit.de
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        ·
        2 years ago

        nice dann gibt man halt an, dass man gerade 1k durch arbeit verdient bekommst wieder nichts

        • Schmuppes@lemmy.world
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          2 years ago

          HÀtte ich neben dem Bafög-Höchstsatz auch noch freiwillig SV-pflichtig gearbeitet, hÀtte ich was falsch gemacht.

  • rimjob_rainer@discuss.tchncs.de
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    ·
    2 years ago

    Meine Freundin hat damals Höchstsatz bekommen, da ihre Mutter alleinerziehend war. Gleichzeitig verdiente ihre Mutter wahrscheinlich alleine so viel wie beide meiner Eltern und sie hatte 4 Immobilien. Ich dagegen, zwei Geschwister und keine Immobilien, habe kein Bafög bekommen. Meine Eltern haben zu zweit wohl etwas zu viel verdient. Die Folge war, dass ich einen Minijob und einen Studienkredit aufnehmen musste, wÀhrend meine Freundin von Bafög und Taschengeld gut zurecht kam.

    • nodiet@feddit.de
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      7
      ·
      2 years ago

      Ob alleinerziehend oder nicht, relevant ist das gesamte einkommen der Eltern. Wenn du Geschwister hast wird das Einkommen auch noch auf alle Kinder aufgeteilt (außer sie arbeiten schon). Insgesamt verstehe ich nicht, wie es rechnerisch sein kann, dass deine Freundin in der Situation, wie du sie schilderst, mehr BAföG kriegen konnte als du.

      • cedeho@feddit.de
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        7
        ·
        2 years ago

        Erscheint mir auch unplausibel. Alleinerziehend spielt da tatsÀchlich keine Rolle.

    • Don_alForno@feddit.de
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      1
      ·
      2 years ago

      Was hat das mit alleinerziehend zu tun? Meine Kommilitonin musste jedes Semester ewig viel Aufwand betreiben, um mal wieder die Angaben ihres Vaters einzutreiben, der ansonsten kein Teil ihres Lebens war und nicht wirklich kooperierte.

  • Diplomjodler@feddit.de
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    1
    ·
    2 years ago

    Ich habe mein Studium zu ca. 50% mit eigener Arbeit finanziert. Das wĂŒnsche ich niemandem.

    • bobbytables@feddit.de
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      26
      ·
      2 years ago

      Ich habe neben meinem Studium 20h pro Woche als Werkstudent gearbeitet. Damit habe ich 100% finanziert und es war echt nicht einfach. Damals gab es auch noch StudiengebĂŒhren, die letztlich dann doch ein Kredit werden mussten, weil ich das nicht mehr stemmen konnte.

      Ich war nicht Bafög-berechtigt, weil ich eine Berufsausbildung hatte und zu alt war (oder so - irgendein dĂ€mlicher Grund, weiß nimmer). Gebraucht hĂ€tte ich es dringend.

      Heute wĂ€re das wahrscheinlich gar nicht mehr möglich. In den letzten 10 Jahren wurde das Studium viel mehr wie Schule angelegt und es gibt nicht mehr die Freiheiten, Kurse so zu legen, wie sie fĂŒr die Arbeit passen.

    • ProcurementCat@feddit.deOP
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      12
      ·
      2 years ago

      Ich höre dich. 2,5 Jahre meiner 5,5 jĂ€hrigen Promotion waren selbstfinanziert durch Nebenjobs. Ich bin so froh, dass ich wenigstens fĂŒr das Grundstudium elternunabhĂ€ngiges Bafög bekommen hatte - weil ich mich sehr gut mit den Gesetzen auskannte und durch geschickte Ausnutzung von Klauseln in meinem speziellen Fall die elternunabhĂ€ngige Finanzierung erwirken konnte.

      Leute, die weniger GlĂŒck haben als ich, haben meine uneingeschrĂ€nkte SolidaritĂ€t.

    • notepass@feddit.de
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      5
      ·
      2 years ago

      Ich habe mein Studium zu 100% mit einer 20h Stelle Finanziert. Ich bin dabei in meiner Ausbildungsfirma geblieben, konnte also einen höheren Satz als Standard-Studentensatz aushandeln. Das war mein GlĂŒck.

      Aber Arbeiten und Studieren empfand ich jetzt nicht als die Hölle. Ich hatte feste Arbeitszeiten neben dem Studium und könnte keine Stunde zu oder abbuchen. Das hat die Klausurphase schwierig gemacht. Aber wirklich ĂŒberlastet oder gestresst habe ich mich nie gefĂŒhlt. Bachelor in Regelstudienzeit gemacht. Master wĂ€re ein Semester drĂŒber gewesen fĂŒr die Thesis, aber dort musste ich auch 2 FĂ€cher nachholen. Leider war das Thesis Semester aber WS19/20. Da hĂ€tte mich Corona dann komplett aus der Bahn geworfen und ich habe die Thesis erst letztes Jahr gemacht.

      Aber insgesamt: Arbeiten und Studieren finde ich ganz gut zusammen.

  • mustbe3to20signs@feddit.de
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    ·
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    2 years ago

    Das ist das neue “Wie ich meine erste Million gemacht habe? Ich hab von meinem Dad 2 Millionen bekommen und an der Börse investiert.”

  • huusmuus@feddit.de
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    edit-2
    2 years ago

    Schritt 1: Habe selbstĂ€ndige Eltern, die ihr Einkommen nach Belieben rauf und runterrechnen und Kosten fĂŒr die HaushaltsfĂŒhrung als Betriebsausgaben geltend machen können (Dienstwagen, BĂŒroausstattung, Reisekosten etc).

    Schritt 2: Wohne vergĂŒnstigt in einer Wohnung der eigenen Eltern.

    Schritt 3: Bekomme zusĂ€tzlich zur monatlichen UnterstĂŒtzung von den Eltern noch einen Mini-Job bei den eigenen Eltern, bei dem man beliebig wenig Arbeitszeit tatsĂ€chlich ableisten muss.

    Schritt 4: Profit.

  • rustyfish@lemmy.world
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    3
    ·
    2 years ago

    Hat jetzt nichts mit der Pfostierung zu tun, aber wird man hier von den Mods frittiert, wenn man jemanden eine „dumme Bitch“ nennt? Frage fĂŒr einen Freund.

  • Roflmasterbigpimp@lemmy.world
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    7
    ·
    2 years ago

    
 Und deshalb nĂ€chste mal ganz ganz feste Rot/GrĂŒn wĂ€hlen(bis das Papier sich fast auflöst!). Damit wir nĂ€chstes mal eine FußgĂ€ngerampel bekommen.