Das Mastermind der Überfälle auf Feuerwehrhäuser und eine Bank im nördlichen Burgenland – es wurden mehr als 90.000 Euro erbeutet – muss für dreieinhalb Jahre rechtskräftig in Haft. Für den Kosovaren ist das in Ordnung.
Ein ehrenwerter Bursche, wenn man den einführenden Worten seines Verteidigers Philipp Wolm Glauben schenkt: Der Kosovare, zuvor im Nordburgenland ansässig, soll sich in die Heimat begeben haben, um seine kranke Mutter zu pflegen.
„Ich komme!“
Jedenfalls soll den Gartenbauexperten dort der Ruf ereilt haben, mittels internationalem Haftbefehl gesucht zu werden. Was macht man da? Ein Rückruf: „Okay, ich komme, und dann stelle ich mich dem Verfahren am Landesgericht Eisenstadt, logo“. „Er hat den Behörden klar mitgeteilt, wann er wo in Österreich sein wird“, sagt Wolm, der beim Prozess ankündigt, dass sich sein Mandant vollinhaltlich schuldig bekennen wird. Wie geht es der Mutter?
Der 33-Jährige sitzt einfach nur da und nickt. Seine drei Kumpanen, die längst hinter Gittern sitzen und gesagt hatten, was er angestellt habe, werden nicht mehr befragt. Unnötig.
„Es war alles seine Idee“
Es geht um Einbrüche in diverse Feuerwehrhäuser im Nordburgenland. Was kann man dort erbeuten? Werkzeug, um einen Bankomaten aufzuschneiden, wie die Komplizen unisono zu Protokoll gaben. „Es war alles seine Idee.“ Das Quartett begab sich im Vorjahr nach Draßburg. Entnahm 91.000 Euro aus dem Bankomat der PSK. Nach der Flucht via Geisterfahrt mit 180 km/h konnten von der Polizei 33.960 Euro sichergestellt und der Bank rückerstattet werden. Der Rest der Beute war von den Räubern untereinander aufgeteilt worden. Ein weiterer Coup in Wiener Neustadt scheiterte, womöglich gibt es dort bessere Bankomaten.
Der Angeklagte sagt, dass es ihm leidtut. Dass so etwas nie wieder vorkommen werde. Er gibt auch zu, seiner Frau mit der Entführung des gemeinsamen Kindes gedroht zu haben, sollte sie ihm nicht 15.000 Euro bezahlen. „Sie hatte einen neuen Freund. Das geht nicht.“
Das Urteil des Schöffensenats: Dreieinhalb Jahre Haft!
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