...vielleicht verstehe ich euch dann besser [la.leo.dy]
so lautet ein kommentar, den ich just in diesem moment in eine gemeinsame hausarbeit von zwei freunden von mir gesetzt habe, die ich korrigiere. gemeint habe ich:
ich hole mir jetzt alkohol um mich auf euer niveau runterzusaufen - - -
aber der anstand gebietet es mir, mich nicht ganz so drastisch auszudrücken. prost.
eigene schwierige entscheidungen mussten getroffen, die entscheidungen anderer akzeptiert werden. ein schicksalsschlag folgte dem nächsten. doch nun ist schluss. alles wird besser. für mich beginnt das neue jahr diesmal eine woche früher und zwar an heiligabend. einfach, weil ich es kann!!
leo wünscht allen und vor allem denen, die es dieses jahr ebenfalls härter getroffen hat, als in anderen jahren, schöne feiertage und ein frohes neues jahr, lasst es am samstag ordentlich krachen und rutscht nicht aus.
das ist das lied, das mich durch den heutigen morgen begleitet :-).
manchmal ist das halt so: du wachst, wie vom hafer gestochen, auf, kannst nicht mehr einschlafen und hast sofort einen song im kopf. keiner weiß, woher er kommt, keiner weiß, wohin er geht, alles, was ich weiß, ist, dass er da ist und mir gute laune bereitet und das um 6:30 uhr morgens :-).
edit: sowohl mutter als auch schwester durch meinen frühen anruf in angst und panik versetzt - läuft :-D
"ist was passiert!!?" *keuch*
"ja, etwas ganz furchtbares... ich konnte nicht mehr schlafen!"
... rauch ich noch 'ne Zigarette [Clowns und Helden]
da sitze ich, nichts böses ahnend, in der straßenbahn. schaue mal hier hin, mal dorthin, mal hinaus in den grauen, nebligen himmel, versunken in die musik, die mein mp3-player in meine gehörgänge bläst. bis ich plötzlich merke, dass 3 reihen vor mir ebenfalls nebel aufsteigt.
den nothammer bereits im anschlag, um nicht nur das eigene, sondern auch das leben aller anderen bahnfahrer vor dem sich ausbreitenden feuer zu retten, springe ich auf. das ist meine chance. endlich mal ein held sein. held sein für einen tag.
im hechtsprung auf die fensterscheibe, den nothammer fest umgriffen, die lodernden flammen im blick, fällt mir etwas auf: es riecht nicht.
ich blicke mich atemlos um, schaue nach links, nach rechts, nach vorne. wo sind die flammen, die mich und den rest der straßenbahn eben noch zu asche verwandeln wollte? sie sind weg. sie waren nie da.
mein traum, die welt zu retten, zerplatzt, als ich ein leises blubbern höre und sehe, wie ein junger mann vor mir rauch auspustet - nein, verzeihung - dampf.
meinen puls herunterfahrend, mache ich fünf schritte zurück und lasse mich - halb beruhigt, halb genervt davon, dass ich von einer e-zigarette um meine chance eine heldin zu sein, betrogen wurde - zurück in meine sitzbank plumpsen. nochmal gut gegangen.
dennoch kann ich meinen blick nicht von dem dampfenden etwas vor mir lassen. irgendwas stimmt da nicht... habe ich richtig gesehen oder spielt mir meine phantasie erneut einen streich?
entweder der junge mann hat sich verdammt gut gehalten, oder aber er steht tatsächlich erst kurz vor seinem 10ten 16ten geburtstag. es ist ein kind, naja, nennen wir es teenager. wenn der an irgendetwas zu nuckeln hat, denke ich mir, dann an einem schnuller - nicht an einer e-zigarette.
kurz überlege ich, hinzugehen und ihm das ding aus dem mund zu schlagen. nicht, weil ich die erwachsene raushängen und den moralapostel spielen will. sondern, weil ich einfach fassungslos bin. darüber, wie einfach es sich die teenies von heute machen! ich meine: es gehört nicht viel dazu, sich nikotin über dampf einzuverleiben, ohne, dass der konsum spuren hinterlässt, die eventuell von den eltern entdeckt werden und zu ärger führen könnten. früher... früher da gehörte eine gewisse aufmüpfigkeit und eine große portion mut dazu, wenn man sich mit nikotin zu versorgen pflegte. es war eine herausforderung, unertappt zu bleiben!
als ich 13 war und heimlich meine ersten zigaretten im wald rauchte, da war es abenteuerlust und ein spiel mit dem feuer, dass ich spielte - kein spiel mit der batterie!