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Samstag, 10. Januar 2026

Da ist er ja


 Ja, Jasper, das ist Schnee. Lange genug haben die Leute darauf gewartet und nun ist er endlich da. Okay, von mir aus könnte er auch gleich wieder abzischen. Was hältst du davon?

 Hmm, weiss nicht ... kannst du's wegmachen?


Nö, tut mir leid, geht nicht.

Okay, dann lass mich mal schauen ... 

Hey, cool, das weisse Zeug ist zwar eklig kalt, aber es haben sich ganz neue Verstecke aufgetan.

 Yipiiii, ich bin auch ein Schneehase.

 Also, ich finde Schnee toll. Weiss gar  nicht was du hast, Frau Gwundergarten. 

Sorry, da war was, muss rasch nachsehen gehen.

 Nein, Jasper, das ist nicht für dich.

 Aber der schon. Mmmmmh, lecker Meise ...

 Nein!  

 Hehe, der checkt es nie. Kannst dir ja an mir die Zähne ausbeissen, wenn du magst.

Oh Gott, jetzt beginnen in meinem Garten schon die Rostviecher zu reden. Mein Hirn muss eingefroren sein. Besser ich drehe mal eine kurze Runde durch den Garten.


Yep, im Hintergrund seht ihr die wenigen Bäume, die im Moment noch stehen gelassen wurden von den Waldarbeitern. Ich fürchte aber, dass die noch nicht fertig sind mit den Fällarbeiten. 
 

Jasper kommst du mit durch den Garten? 

Pfff, die will mich bloss weglotsen von den Piepmätzen, als ob ich das nicht merken würde. Aber was tut man nicht alles der Türöffnerin zuliebe. 





Ach und hier seht ihr auch einer der Gründe, warum Vögel zu füttern Sinn macht. Man kann einen naturfreundlichen Garten haben, aber guckst du ... nichts mehr da zu futtern. 

 Und das geht ab, wenn der Rote sich verzogen hat. Von Buchfinken, Bergfinken, Grünfinken, Amseln, Blau- und Kohlmeise, Sumpfmeisen, Distelfinken, Rotkehlchen, Buntspecht, Schwanzmeisen, Zeisige ... alle schauen hier mal vorbei. Heute war auch ein Kernbeisser unter der Vogelschar. 

 

 Damit es keinen Streit gibt, hängen gut fünf Futtersäulen in meinem Garten. Was ich füttere? Geschälte Sonnenblumenkernen und für die Amseln werfe ich gerne schon mal ein paar Birnen- oder Apfelstückchen unter die Sträucher. 

 Allerdings sind sie auch schon richtige Flugkünstler geworden, um an die Meisenknödel zu gelangen. Damit man was sieht: Bild aufklicken.

 Ein Teil der Distelfinken-Gang.

 Das Rotkehlchen wartet meist geduldig, bis Ruhe an der Säule eingekehrt ist und bedient sich dann aber auch gern.

Aus dieser verschneiten Wunderlandschaft wünschen wir euch ein gutes neues Jahr und ein gemütliches Wochenende! 
 
Alles Liebe 


Alex & Jasper

Sonntag, 16. November 2025

Isle of Skye - Part 3


 Wie versprochen geht es heute zum Old Man of Storr, dem Wahrzeichen der Isle of Skye, das vermutlich jeder Tourist gesehen haben muss ... so auch wir. Ja, es war eine Völkerwanderung zu ihm hinauf, aber Himmel, das war es wert.

Man kratzelt etwa eine Stunde den Berg hinauf. Dabei hat man aber nicht nur den Hintern des Menschen vor einem im Auge, sonder auch diese herrliche Aussicht. Kein Wunder hat Frau Gwundergarten da natürlich schon wieder eine Geschichte im Kopf.




Spannende Felsformationen, die den Old Man immer wieder verschlucken. Im einen Moment hat man ihn noch vor der Nase, im anderen ist er so gut getarnt, dass man ihn nicht ausmachen kann.




Wahnsinns Aussicht, oder? Ein kleiner Tipp für den Fall, dass ihr da mal hin wollt: Geht am besten früh morgens, dann habt ihr den alten Mann fast für euch allein. 

 

Schafe gibt es in Schottland wohl tatsächlich mehr als Menschen. 


Auf dem Weg zur Talisker Bay, welche sich nicht gleich bei der Talisker Distillery befindet. Gottlob, denn so hat man den Weg fast für sich allein. 


Seht ihr ganz hinten den kleinen weissen Fleck? Nicht? Okay, ich zoome mal ran:

Das ist ein Haus ... hmm, ob ich da wohl einziehen dürfte?



Talisker Bay. Leider auch nicht verschont von menschlichem Abfall, aber irgendwie wirkt es auf diesem Bild wie ein Stück Kunst. Keine Ahnung, was das mal war. Ein Boiler vielleicht?


Die Talisker Bay ist bekannt für ihren schwarzen Sand. Bei uns war gerade Flut und von daher nicht viel davon zu sehen. 


Typische Landschaft auf Skye: Trockensteinmauer, Weide, Fels, Wasserfall und gut ist.


Auf dem Heimweg entlang des Loch Dunvegan, wo es sich die Würstchen im Meerjungfrauen-Kostüm wieder bequem gemacht haben.  Ihr müsst das Bild vermutlich auf gross klicken, damit ihr sie sehen könnt. Ja, es ist ein Suchbild.


Vermisse ich Schottland? Oh ja, wie könnte ich nicht?! Aber ich denke, jeder braucht doch einen Sehnsuchtsort und bei mir und meinem Mann ist es eben gleich ganz UK und nicht nur der nördliche Teil. Sollen wir da hinziehen? Hmm, immer wieder ein Gedanke. Und trotzdem: Manche Träume sind nicht dazu bestimmt, sich diese zu erfüllen. So bewahren wir uns unseren Traum und können immer mal wieder für ein paar Wochen darin versinken, ohne die Realität das Zepter übernehmen zu lassen. Hat doch auch was. 

Allerdings wäre ich im Moment gerade mehr als reif für die Insel. Wir werden vorne und hinten beschallt mit viel Lärm. Die Strasse erhält nächste Woche ihren Belag, sofern das Wetter dies zulässt, und der Wald hinter unserem Haus wird gerade massiv verjüngt. Sprich, es wird alles umgesägt, was seine Wurzeln nicht aus der Erde retten und davonrennen kann. Es sieht zum Fürchten aus. Der Förster habe verlauten lassen, es sei nötig gewesen, da der Wald zuvor vernachlässigt worden sei. Gut, ich verstehe nichts von der Forstwirtschaft - ist so - aber ich frage mich einfach leise, was der Wald wohl gemacht hat, bevor der Mensch Axt und Säge erfunden hat. Dem muss es ja absolut schrecklich gegangen sein ...
Genug der Ironie, ich wünsche euch einen gemütliche Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Alex


Samstag, 11. Oktober 2025

Isle of Skye - Part 2

 

So, Ihr Lieben, heute nehme ich euch wie angekündigt mit zu den Fairy Pools und später noch zu den Seehunden im Loch Dunvegan.


Der Weg zu den Fairy Pools ist nicht so einsam wie es ausschaut ... leider. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es hier in den Sommermonaten - Juni bis August - zu und her geht. Auch wenn die Wasserfälle wirklich traumhaft sind, musste ich mir immer mal wieder ein Lachen verkneifen. Denn vor meinem inneren Auge, sah ich einen alten Schotten in einem Pub sitzen und seinen Kollegen bei einem Gläschen Whisky von seiner Idee erzählen: Lasst uns diesem Ort einen mystischen Namen geben, einen Trampelpfad mit Parkplatz bauen und schon haben wir eine Einnahmequelle. Sorry, ich weiss, so hat es sich vermutlich nicht zugetragen ... aber das Bild wollte einfach nicht aus meinem Kopf. Denn Skye ist wunderschön und es hat sooooo viele Wasserfälle, warum sollten die Feen also gerade hier baden?

Zumal das Wasser, das von den Cuillin Mountains im Hintergrund stammt, doch ziemlich kalt ist.
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Kinders, jetzt lach ich mich doch glatt noch mal weg, denn ich habe kurz KI gefragt, warum die Fairy Pools so heissen. Hier die Antwort (ob sie stimmt ... keine Ahnung):

Die Fairy Pools auf der Isle of Skye in Schottland sind eine Reihe kristallklarer Wasserbecken und Wasserfälle am Fuße der Cuillin-Berge. Ursprünglich war die Gegend unter dem gälischen Namen Coire na Creiche bekannt, was „Kessel der Beute“ bedeutet – ein Hinweis auf eine historische Schlacht zwischen den Clans MacLeod und MacDonald im Jahr 1601.

Der romantische Name „Fairy Pools“ tauchte erstmals in einem Reiseführer der 1930er Jahre auf und scheint vor allem für touristische Zwecke eingeführt worden zu sein. Es gibt keine belegte Verbindung zu Feen oder keltischer Mythologie, obwohl die mystische Landschaft und das klare Wasser durchaus die Fantasie anregen.

Und schon kommen sie, die Touristen 😁. Ein findiges Völkchen, die Schotten.


Hingegen frage ich mich, ob das Guinness wirklich irischen Ursprungs ist (ui, jetzt werde ich gelyncht *gröhl*). Es könnte doch glatt hier gezapft werden, nicht? Spass beiseite: Guinness gehört den Iren.


Schluss mit lustig: Lasst uns ans Loch Dunvegan weiterreisen. Zu einer etwas tragischeren Geschichte.



Seit zig Jahren sind in diesem Loch die Seehunde zuhause. Wir haben sie vor zwölf Jahren schon mal besucht. Wenn ihr dieses Seehunde-Junges anschaut, entdeckt ihr vermutlich seine blutige Schnauze. Seit zirka drei Jahren treibt ein Seehunde-Männchen sein Unwesen in diesem Loch und greift Jungtiere an. Er tötet sie gar. Unser Führer berichtete, dass im letzten Jahr rund 300 Junge von ihm getötet wurden. Sie hätten keine Ahnung, warum das Männchen das tut und hätten es auch schon Forschungsinstituten gemeldet. Alles was die Führer tun können, sei zu versuchen, diesen Bullen immer wieder zu vertreiben. Aber eben: Sie sind nicht rund um die Uhr dort. Die Natur ist manchmal schon ein grausames Biest.


In diesem Jahr haben aber bisher ein paar Jungtiere überlebt. Dennoch ist auch uns aufgefallen, dass es deutlich weniger Seehunde hat, als noch vor zwölf Jahren. Von dem kleinen Motorboot, mit dem wir mit dem Führer unterwegs waren, liessen sie sich überhaupt nicht stören. Sie sind sich das gewohnt und es ist nicht ganz klar, wer hier wen beobachtet. 





Es war wieder ein ganz besonderes Erlebnis, das mir im Herzen bleiben wird.



Auch wenn ich Castle Dunvegan jetzt nicht gerade als schön bezeichnen würde, passt es doch perfekt in die herbstliche Landschaft. Das Innere haben wir nicht erneut angesehen, dafür aber den wunderbaren Garten.

Einem Walled Garden kann ich eh nie widerstehen und muss immer mein "Gwundernäschen" reinstrecken.
Wasserdost. Dank den Jungs von der Gartenwildnis Agasul wächst er seit diesem Sommer auch bei mir im Garten.
Hach, aber dieses Gemüsebeet! Da würde man sich doch am liebsten einmal durchmampfen.

Gartenbank mit Aussicht.

Auf dem Gelände gibt es auch einen spannenden Wassergarten. Durch den vielen Regen der vergangenen Tage, hatte der Wasserfall richtig was zu bieten:


So, das war's für den Moment. In einer weiteren Folge nehme ich euch dann mit zum Old Man of Storr (oder in Alex' Kopf: Zum Geschenk von Obelix an die Inselbwohner).

Habt ein genussvolles Wochenende.

Alex