Beschreibung
Vorrichtung mit einem Umrichter
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit
- einem Umrichter, der über eine Kurzschluss- Schutzeinnchtung mit einem Gleichspannungskreis verbunden ist,
- die zumindest teilweise in dem Gleichspannungskreis ange- ordnet und zum Unterdrucken eines über den Umrichter fließenden Kurzschlussstromes im Gleichspannungskreis eingerichtet ist und
- einen oder mehrere ansteuerbare Leistungshalbleiter aufweist, - wobei parallel zu wenigstens einem der ansteuerbaren Leistungshalbleiter ein Schutzelement angeordnet ist.
Eine solche Vorrichtung ist aus der DE 698 37 414 T2 bereits bekannt. Dort ist eine Vorrichtung mit einem selbstgefuhrten Umrichter (sogenannter Voltage Source Converter) beschrieben, welcher zwischen ein Wechselspannungsnetz und ein Gleichspan- nungsnetz geschaltet und zur Übertragung elektrischer Leistung zwischen dem Gleichspannungsnetz und dem Wechselspannungsnetz eingerichtet ist. Hierzu wandelt der Umrichter Gleichspannung m Wechselspannung um oder umgekehrt. Die Vorrichtung umfasst zusätzlich eine Kurzschluss-
Schutzemrichtung, welche in dem Gleichspannungsnetz angeordnet ist und mehrere in Reihe geschaltete ansteuerbare Leistungshalbleiter aufweist, wobei parallel zu jedem der ansteu- erbaren Leistungshalbleiter jeweils ein Uberspannungsableiter angeordnet ist.
Damit ein im Gleichspannungsnetz auftretender Kurzschluss keine Bauteile des Umrichters zerstört, begrenzt die Kurz-
schluss-Schutzeinrichtung den Strom im Gleichspannungskreis auf eine annehmbare Hohe. Hierzu wird mindestens einer der ansteuerbaren Leistungshalbleiter in seine Sperrstellung überfuhrt. Am sperrenden Leistungshalbleiter kommt es dann schnell zu einem Spannungsanstieg. Als Schutzelement ist parallel zu dem sperrenden Leistungshalbleiter ein Uberspan- nungsleiter vorgesehen, der ab einem Spannungsschwellenwert niederohmig reagiert. Indem der Kurzschluss-Strom über den dann niederohmigen Überspannungsabieiter gefuhrt wird, kommt es zu einer den Umrichter schutzenden Strombegrenzung im Gleichspannungskreis .
Da die Hohe des Kurzschlussstromes nicht vorhersehbar ist, ist im Rahmen dieses Standes der Technik die Anzahl der anzu- steuernden Leistungshalbleiter und gegebenenfalls auch deren Ansteuerfrequenz an die jeweiligen Umstände anzupassen. Der relative Regelaufwand zum Ansteuern dieser Vorrichtung birgt die Gefahr, dass nicht ausreichend schnell plötzlich auftretende Kurzschlussstrome hinreichend begrenzt werden. Dies kann eine Zerstörung von Umrichterbauteilen zur Folge haben.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche die negativen Auswirkungen eines im Gleichspannungsnetz auftretenden Kurz- Schlusses zuverlässig verhindert.
Die Erfindung lost diese Aufgabe dadurch, dass das Schutzelement ein Energiespeicher ist.
Erfindungsgemaß dient das Schutzelement dem sicheren Unterbrechen des Kurzschluss-Stromes, indem es ein Energiespeicher ist. Im Gegensatz hierzu dient das Schutzelement gemäß dem Stand der Technik dem Begrenzen des Kurzschluss-Stromes, indem es ein Uberspannungsableiter ist. Dies fuhrt dazu, dass
die erfindungsgemaße Kurzschluss-Schutzeinrichtung einen Kurzschluss-Strom sicher und schnell unterbricht, ohne dass die Gefahr besteht einen der sperrenden Leistungshalbleiter der Kurzschluss-Schutzeinrichtung zu zerstören. Im Gegensatz hierzu wird gemäß dem Stand der Technik der Kurzschluss-Strom mittels der bekannten Kurzschluss-Schutzeinrichtung stufenweise begrenzt, so dass wahrend der Strombegrenzung die Gefahr einer Zerstörung von Umrichter-Bauteilen gegeben ist.
Die Anzahl der einen oder mehreren, gegebenenfalls in Reihe geschalteten ansteuerbaren Leistungshalbleiter der erfin- dungsgemaßen Kurzschluss-Schutzeinrichtung ist so gewählt, dass an keinem der gleichzeitig gesperrten Leistungshalbleiter bei auftretenden Kurzschlussspannungen eine die Span- nungsfestigkeit des Leistungshalbleiters überschreitende
Spannung abfallt. Mit anderen Worten sind der eine oder die mehreren ansteuerbaren Leistungshalbleiter der Kurzschluss- Schutzeinrichtung dazu eingerichtet, eine maximal auftretende Kurzschlussspannung zu sperren. Der zu wenigstens einem der ansteuerbaren Leistungshalbleiter parallel geschaltete Energiespeicher dient dazu, dass geringe zeitliche Differenzen bei der Ansteuerung der Leistungshalbleiter und damit geringe Differenzen im Abschalten der Leistungshalbleiter zu keiner für die Leistungshalbleiter schädlichen Fehlverteilung der über den Bauteilen abfallenden Spannung fuhrt.
Die Vorrichtung mit einem Umrichter ist beispielsweise Teil einer Hochspannungs-Gleichstrom-Ubertragungsanlage (HGU- Anlage) . Derartige HGU-Anlagen können elektrische Energie, welche m Form von Wechselspannung bereitgestellt wird, durch Transformieren der Wechselspannung in Gleichspannung in einem Umrichter, über lange Distanzen über ein Gleichspannungsnetz transportieren, wobei die elektrische Energie am Ankunftsort über einen weiteren Umrichter zurück in Wechselspannung
transformiert wird. Die beiden Umrichter weisen hierbei einen identischen Aufbau auf und jeder dieser Umrichter kann erfin- dungsgemaß über mindestens eine Kurzschluss-Schutzeinrichtung vor im Gleichspannungsnetz auftretenden Kurschlussen gesi- chert werden. Bei der Vorrichtung mit einem Umrichter konnte es sich aber auch um einen Teil der elektrischen Antriebsvorrichtung eines Schienenfahrzeugs handeln. Die erflndungsgema- ße Vorrichtung ist natürlich nicht auf die genannten Ausfuh- rungsbeispiele beschrankt.
Wie bereits dargestellt wurde, dient der Umrichter zum Um- πchten von Wechselspannung in Gleichspannung und umgekehrt. Der Aufbau derartiger Umrichter ist bekannt. Beispielsweise kann es sich um einen so genannten selbstgefuhrten Umrichter mit Gleichspannungszwischenkreis in Zweipunkt- oder Drei- punkttechnik oder um einen selbstgefuhrten Umrichter mit Gleichspannungszwischenkreis und Multileveltopologie handeln (sogenannter modularer Multilevel Voltage Source Converter) . Der Aufbau derartiger Umrichter ist bekannt und umfasst Rei- henschaltungen von Submodulen, welche einen oder mehrere ansteuerbare Leistungshalbleiter mit jeweils einer dazu gegensinnig angeordneten Freilaufdiode umfassen. Beim Auftreten eines Kurzschlusses im Gleichspannungsnetz entsteht ein vom Wechselspannungsnetz getriebener Strom über die Freilaufdio- den im Umrichter hin zu der den Kurzschluss verursachenden
Fehlerstelle. Hierbei werden die den Kurzschlussstrom leitenden Freilaufdioden zerstört. Um dies zu verhindern, ist er- fmdungsgemaß die den Kurzschlussstrom unterbrechende Kurzschluss-Schutzeinrichtung im Gleichspannungszwischenkreis an- geordnet. Mit Hilfe eines konventionellen, mechanisch schaltenden Leistungsschalters wäre eine vergleichbar schnelle Unterbrechung des Kurzschlussstroms hingegen nicht möglich.
Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Energiespeicher ein Kondensator ist.
Der zu dem ansteuerbaren Leistungshalbleiter parallel ge- schaltete Kondensator ist hierbei so ausgelegt, dass ein
Sperren des Leistungshalbleiters nicht zu einem sprunghaften Anstieg der über den Leistungshalbleiter abfallenden Spannung und somit bei geringen zeitlichen Differenzen zwischen dem Sperren der Leistungshalbleiter zu keiner für diese schadli- chen Fehlverteilung der Spannung über der Serienschaltung kommt .
Es kann auch als vorteilhaft angesehen werden, dass gegensinnig parallel zu jedem ansteuerbaren Leistungshalbleiter je- weils eine Diode geschaltet ist.
Diese so genannte Freilaufdiode dient zusatzlich zum Schutz vor Überspannungen beim Sperren des ansteuerbaren Leistungshalbleiters. Die Überspannungen entstehen durch Induktivita- ten im abzuschaltenden Kurzschlussstromkreis. Durch die Freilaufdiode werden derartige Spannungsspitzen vermieden.
Es kann auch als vorteilhaft angesehen werden, dass mindestens zwei in einer Reihenschaltung aufeinanderfolgende an- steuerbare Leistungshalbleiter entgegengesetzt angeordnet und von einem gemeinsamen Kondensator überbrückt sind.
Gemäß diesem Ausfuhrungsbeispiel unterbricht die Kurzschluss- Schutzeinrichtung einen Kurzschlussstrom unabhängig von sei- ner Stromrichtung. Dies ermöglicht den Einsatz der erfin- dungsgemaßen Vorrichtung in Anlagen, in welchen der Strom im Gleichspannungszwischenkreis in beiden Richtungen fließen kann .
Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass der Umrichter Leistungshalbleiterventile umfasst, die jeweils eine Reihenschaltung von Submodulen aufweisen und die Kurzschluss- Schutzeinrichtung eine Reihenschaltung von Submodulen um- fasst, wobei die Submodule der Kurzschlusseinrichtung und die Submodule des Umrichters gleich aufgebaut sind.
Das Verwenden von Standardbauteilen reduziert die Anschaffungskosten der erfmdungsgemaßen Vorrichtung.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Submodul zwei in Reihe geschaltete gleichsinnig angeordnete ansteuerbare Leistungshalbleiter auf, welche von einem gemeinsamen Kondensator überbrückt sind.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung eine Detektionsemrichtung zum Erfassen eines Kurzschlussstromes und eine Steuervorrichtung zum Steuern wenigstens eines der Leistungshalbleiter der Kurzschluss-Schutzemrichtung auf, wobei die Detektionsemrichtung über eine Kommunikationsleitung mit der Steuereinrichtung verbunden ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der ansteuerbare Leistungshalbleiter ein Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode (IGBT) ist.
Es kann auch als vorteilhaft angesehen werden, dass der ansteuerbare Leistungshalbleiter ein Thyristor ist.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Beschreibung von Ausfuhrungsbeispielen der Er¬ findung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung, wobei
gleiche Bezugszeichen auf gleich wirkende Bauteile verweisen und wobei
Figur 1 einen Kurzschlussstrompfad in einem selbstge- fύhrten Umrichter (VSC) in Zweipunkttechnik in schematischer Darstellung,
Figur 2 einen Kurzschlussstrompfad in einem selbstge- fuhrten Umrichter (VSC) mit sogenannter Multi- leveltopologie in schematischer Darstellung,
Figur 3 ein erstes Ausfuhrungsbeispiel der erfindungs- gemaßen Vorrichtung in schematischer Darstellung,
Figur 4 einen Ausschnitt eines zweiten Ausfuhrungsbeispiels der erfindungsgemaßen Kurzschluss- Schutzeinrichtung in schematischer Darstellung,
Figur 5 einen Ausschnitt eines dritten Ausfuhrungsbeispiels der erfindungsgemaßen Kurzschluss- Schutzeinrichtung in schematischer Darstellung und
Figur 6 einen Ausschnitt eines vierten Ausfuhrungsbeispiels der erfindungsgemaßen Kurzschluss- Schutzeinrichtung in schematischer Darstellung zeigt .
Die Figur 1 zeigt einen selbstgefuhrten Umrichter 3 (VSC) in Zweipunkttechnik, der zur Leistungsubertragung zwischen einem Wechselspannungsnetz 1 und einem Gleichspannungsnetz 2 eingerichtet ist. Hierzu ist das drei Phasen aufweisende Wechsel-
spannungsnetz 1 mit jeweils einem Wechselspannungsanschluss 5a, 5b, 5c an einen von drei Phasenmodul-Zweigen 4a, 4b, 4c des Umrichters 3 angeschlossen. Jeder der drei Phasenmodul- zweige 4a, 4b, 4c weist zwei Gleichspannungsanschlusse 6al, 6a2, 6bl, 6b2 , 6cl, 6c2 auf zum Anschluss an das Gleichspannungsnetz 2. Die Phasenmodulzweige 4a, 4b, 4c weisen eine Reihenschaltung von Submodulen 8 auf, von denen jeweils zwei je Ventil-Zweig in der Figur 1 dargestellt sind. Die Anzahl der Submodule ist jedoch im Rahmen der Erfindung beliebig und kann auch großer als 100 sein. Jedes Submodul 8 ist durch eine Parallelschaltung eines ansteuerbaren Leistungshalbleiters 9 und einer gegensinnig gerichteten Freilaufdiode 10 realisiert. Parallel zu den drei Phasenmodulzweigen 4a, 4b, 4c ist ein Zwischenkreiskondensator 7 des Umrichters 3 geschaltet.
Im Falle eines durch die Position 12 verdeutlichten Kurzschlusses im Gleichspannungskreis entsteht u.a. ein vom Wechselspannungsnetz 2 gespeister Kurzschlussstrom entlang eines Kurzschluss-Strompfades 13. Dieser Kurzschluss-Strompfad 13 ist beispielhaft aus einer Vielzahl an möglichen Kurzschluss- Strompfaden ausgewählt. Die auf dem Kurzschluss-Strompfad 13 liegenden Freilaufdioden 14, 15, 16, 17 sowie der Zwischenkreiskondensator 7 werden aufgrund des hohen Stromes entlang des Kurzschluss-Strompfades 13 bereits nach kurzer Zeit zer- stört oder beschädigt.
Figur 2 zeigt einen Kurzschlussstrompfad in einem selbstge- fuhrten Umrichter 18 (VSC) , wobei der Umrichter 18 im Gegensatz zu Figur 1 in sogenannter Multileveltopologie aufgebaut ist. Die Phasenmodul-Zweige 19a, 19b, 19c sind wieder jeweils über einen Wechselspannungsanschluss 5a, 5b, 5c an eine Phase eines Wechselspannungsnetzes 1 und über zwei Gleichspannungsanschlusse 6al, 6a2, 6bl, 6b2, 6cl, 6c2 an ein Gleichspannungsnetz 2 angeschlossen. Mit Bezug zu dem Umrichter 3 der
Figur 1 weisen die in Reihe geschalteten Submodule 20 der Phasenmodulzweige 19a, 19b, 19c jedoch einen abweichenden Aufbau auf. Insbesondere ist die Kapazität des zentralen Kondensators gemäß Figur 1 in dem in Figur 2 gezeigten Ausfüh- rungsbeispiels auf die Vielzahl der Submodule verteilt. So weist jedes der Submodule einen eigenen Kondensator auf. Ferner ist jedem Kondensator 21 eine Reihenschaltung aus zwei gleichsinnig angeordneten ansteuerbaren Leistungshalbleitern 22 parallel geschaltet, zu denen jeweils eine Freilaufdiode 23, 25 gegensinnig parallel angeordnet ist.
Im Falle eines im Gleichspannungsnetz 2 auftretenden Kurzschlusses 12 entsteht wieder ein vom Wechselspannungsnetz 2 gespeister Kurzschlussstrom u.a. entlang des Kurzschluss- Strompfades 24. Auch dieser Kurzschluss-Strompfad 24 ist beispielhaft aus einer Vielzahl an möglichen Kurzschluss- Strompfaden ausgewählt. Die auf dem Kurzschluss-Strompfad 24 liegenden Freilaufdioden 23, 26, 27, 28 werden aufgrund des hohen Stromes entlang des Kurzschluss-Strompfades 24 in kur- zer Zeit zerstört oder beschädigt.
Die Figur 3 zeigt ein erstes Ausfuhrungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem Umrichter 29, welcher mit Wechselspannungsanschlussen 5a, 5b, 5c an ein Wechselspan- nungsnetz 1 und mit Gleichspannungsanschlüssen 6al, 6a2, 6bl, 6b2, 6cl, 6c2 an ein Gleichspannungskreis 2 angeschlossen ist. Der Umrichter 29 ist einen selbstgefϋhrter Umrichter (VSC) mit einer Multileveltopologie und umfasst eine Reihenschaltung von bipolaren Submodulen, die jeweils einen zuge- ordneten Energiespeicher beispielsweise in Form eines Kondensators aufweisen. Dem Energiespeicher ist eine Leistungshalbleiterschaltung parallel geschaltet, mit der die an dem Energiespeicher abfallende Spannung oder eine Nullspannung an dem Anschluss des Submoduls erzeugbar ist. Im Rahmen der Erfin-
düng ist die Topologie des Umrichters jedoch grundsätzlich beliebig, so dass auch zwei-, drei- oder funfstufige VSCs möglich sind. In Figur 3 ist zwischen den Polen des Gleichspannungszwischenkreises ein Kondensator gezeigt, wie er ty- pischerweise nur bei zweistufigen VSCs auftritt. Dies soll die grundsätzlich beliebige Umrichtertopologie andeuten. In dem Gleichspannungskreis 2 ist eine Kurzschluss-Schutz- einrichtung 30 angeordnet mit einer in dem Gleichspannungskreis 2 angeordneten Reihenschaltung von Submodulen 31, die mindestens einen ansteuerbaren Leistungshalbleiter und hierzu parallel geschaltet einen Kondensator umfassen. Die ansteuerbaren Leistungshalbleiter der Submodule 31 sind über eine Steuerleitung 32 mit einer Steuervorrichtung 33 verbunden. Zusatzlich zu den Submodulen 31 ist eine Detektionseinrich- tung 34 in dem Gleichspannungsnetz 2 angeordnet, welche über eine Kommunikationsleitung 35 mit der Steuervorrichtung 33 verbunden ist.
Im Falle eines im Gleichspannungskreis 2 auftretenden Kurz- Schlusses detektiert die Detektionseinrichtung 34 einen Kurz- schluss-Strom und sendet an die Steuervorrichtung 33 ein De- tektionssignal , woraufhin die Steuervorrichtung 33 die Leistungshalbleiter der Submodule 31 in einen den Strom sperrenden Zustand versetzt. Die Kurzschluss-Schut zeinrichtung 30 führt somit zu einer die Bauteile des Umrichters 29 schutzenden Unterbrechung des Kurzschluss-Stromes im Gleichspannungskreis 2.
Die Figur 4 verdeutlicht den Aufbau eines Submoduls gemäß ei- nem zweiten Ausfϋhrungsbeispiels . Dargestellt sind zwei von mehreren in Reihe geschalteten Submodulen 38 der Kurzschluss- Schutzeinrichtung . Die Submodule 38 weisen einen ansteuerbaren Leistungshalbleiter 39 und parallel hierzu einen Kondensator 36 und eine Freilaufdiode 37 auf, wobei die Freilaufdi-
ode 37 entgegengesetzt parallel zum Leistungshalbleiter 39 geschaltet ist.
Durch gleichzeitiges Ansteuern der Leistungshalbleiter 39 wird ein die Submodule 38 durchfließender Strom in einer Richtung gesperrt. Die Kondensatoren 36 bewirken hierbei, dass geringe zeitliche Differenzen bei der Ansteuerung der Leistungshalbleiter 39 und damit geringe zeitliche Differenzen im Abschalten der Leistungshalbleiter 39 zu keiner für die Leistungshalbleiter 39 schädlichen Fehlverteilung der über die Serienschaltung abfallenden Spannung fuhrt.
Die Figur 5 zeigt eine weitere Ausfuhrungsform 44 der in Figur 4 dargestellten Submodule gemäß einem dritten Ausfuh- rungsbeispiels . Die Submodule 44 sind entsprechend der Submodule eines selbstgefuhrten Umrichters mit Multileveltopologie aufgebaut und umfassen eine Reihenschaltung von zwei ansteuerbaren Leistungshalbleitern 45a, 45b gleicher Sperrrichtung. Den Leistungshalbleitern 45a, 45b ist jeweils eine Freilauf- diode 41a, 41b gegensinnig parallel geschaltet. Parallel zur Reihenschaltung ist ein Kondensator 40 angeordnet. Jedes der bipolaren Submodule 44 ist ausgehend von einer Anschlussklemme 42 mit einer Anschlussklemme 43 eines benachbarten Submo- duls 44 verbunden, wobei die Anschlussklemme 43 mit dem Po- tentialpunkt zwischen den Leistungshalbleitern 45a, 45b des benachbarten Submoduls 44 galvanisch verbunden ist.
Die dargestellte Reihenschaltung der Submodule 44 ermöglicht das Sperren eines Stromes in einer Stromrichtung, die gegen- sinnig zu den Freilaufdioden 41a, 41b ist.
Die Figur 6 zeigt eine weitere Ausfuhrungsform 47 der in Figur 4 dargestellten Submodule gemäß einem vierten Ausfuhrungsbeispiels. Die Submodule 47 weisen im Gegensatz zu den
Submodulen 44 der Figur 5 Leistungshalbleiter 48a, 48b entgegen gesetzter Sperrrichtung auf. Die Submodule sind ausgehend von einer Anschluss klemme 42 mit einer Anschlussklemme 46 eines benachbarten Submoduls 47 verbunden.
Die Reihenschaltung der Submodule 47 ermöglicht das Sperren eines Stromes in beiden Stromrichtungen.
Bezugszeichenliste
1 Wechselspannungsnetz
2 Gleichspannungsnetz 3 Umrichter
4a, 4b, 4c Phasenmodul-Zweig 5a, 5b, 5c Wechselspannungsanschluss
6al, 6a2, 6bl, 6b2, 6cl, 6c2 Gleichspannungsanschluss 7 Zwischenkreiskondensator 8 Submodul
9 ansteuerbarer Leistungshalbleiter
10 Freilaufdiode
12 Kurzschluss
13 Kurzschluss-Strompfad 14, 15, 16, 17 Freilaufdiode 18 Umrichter 19a, 19b, 19c Phasenmodul-Zweig
20 Submodul
21 Kondensator 22 ansteuerbarer Leistungshalbleiter
23 Freilaufdiode
24 Kurzschluss-Strompfad
25, 26, 27, 28 Freilaufdiode 29 Umrichter 30 Kurzschluss-Schutzeinrichtung
31 Submodul
32 Steuerleitung
33 Steuervorrichtung
34 Detektionseinrichtung 35 Kommunikationsleitung
36 Kondensator
37 Freilaufdiode
38 Submodul
39 ansteuerbarer Leistungshalbleiter
Kondensator a, 41b Freilaufdiode Anschlussklemme Anschlussklemme Submodul a, 45b ansteuerbarer Leistungshalbleiter Anschlussklemme Submodul a, 48b ansteuerbarer Leistungshalbleiter