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DE958817C - Klemmwalzenpaar, insbesondere Ausgangswalzenpaar, fuer Streckwerke von Spinnereimaschinen - Google Patents

Klemmwalzenpaar, insbesondere Ausgangswalzenpaar, fuer Streckwerke von Spinnereimaschinen

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Publication number
DE958817C
DE958817C DEU1524A DEU0001524A DE958817C DE 958817 C DE958817 C DE 958817C DE U1524 A DEU1524 A DE U1524A DE U0001524 A DEU0001524 A DE U0001524A DE 958817 C DE958817 C DE 958817C
Authority
DE
Germany
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roller
rollers
pair
output
pinch
Prior art date
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Expired
Application number
DEU1524A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Ude
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schiess AG
Original Assignee
Schiess AG
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Publication date
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Priority to DEU1524A priority Critical patent/DE958817C/de
Priority to US2780840D priority patent/US2780840A/en
Priority to FR1074798D priority patent/FR1074798A/fr
Priority to GB729253D priority patent/GB729253A/en
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H5/00Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
    • D01H5/18Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
    • D01H5/26Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars in which fibres are controlled by one or more endless aprons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Klemmwalzenpaar, insbesondere Ausgangswalzenpaar, für Streckwerke von Spinnereimaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Klemmwalzenpaare, insbesondere das Ausgangswalzenpaar, bei Streckwerken von Spinnereimaschinen, insbesondere Vor- und Feinspinnmaschinen.
  • Bei allen Streckwerken ist es erwünscht, vor allem den Abstand zwischen dem letzten Führungsorgan im Verzugsfeld und dem vorderen Lieferzylinder möglichst klein zu halten, um auch die kurzen Fasern unter Kontrolle zu halten und sie am »Schwimmen« zu hindern. Die Verkürzung des Durchzugsabstandes hängt aber geometrisch von den Begrenzungsflächen der beteiligten Organe ab, so daB ihr mit Rücksicht auf die konstruktiven Notwendigkeiten, die insbesondere durch die statischen und dynamischen Beanspruchungen der Organe gegeben sind, Grenzen gesetzt sind. Man hat zwar durch verschiedene konstruktive Kunstgriffe versucht, diese Grenzen zu umgehen, doch nur mit geringem Erfolg.
  • So hat man beispielsweise schon vorgeschlagen, möglichst geringe Durchzugsabs.tände durch Verringerung der Krümmungsxadien der Durchzugswälzchen zu erreichen oder die Fasern mittels endloser, über schmale Schienen geführter Bänder möglichst nahe an die Klemmlinie der Verzugsklemmwalzenpaare heranzuführen. Die angestrebte Verkürzung des Durchzugsabstandes gegenüber einem Klemmwalzenpaar scheiterte bisher an den konstruktiven Vorbedingungen, denen das Klemmwalzenpaar zu genügen hat, insbesondere an den durch ihre Belastungsfähigkeit bedingten zu großen Walzen- bzw. Zylinderdurchmessern.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Klemmwalzenpaar, insbesondere ein Ausgangswalzenpaar, für Streckwerke von Spinnereimaschinen zu schaffen, das ein weitergehendes Herabsetzen des Abstandes von dem zunächst liegenden Faserführungs- und förderungsorgan des Streckwerkes zuläßt, als es mit den bisher bekannten Vorrichtungen erzielbar ist.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die eine der beiden Ausgangswalzen oder gegebenenfalls auch beide Walzen als nadel- oder drahtartige dünne Stifte ausgeführt sind, die durch mindestens eine Walze mit von der zugehörigen Walze hinweg zunehmendem Durchmesser abgestützt sind. Zum Verhindern des Wickelns von Fasern um die dünnen Klemmwälzchen sind die Klemmwalzenaggregate von einem Riemchen umschlungen, oder die Stützwalze wird mit die Wickelbildung auf der gestützten Walze verhindernden Reinigungsbelägen versehen, etwa derart, daß ein Reinigungsbelag in eine Ausdrehung der Stützwalze so eingefügt ist, daß seine Oberfläche mit der Stützwalzenoberfläche eine geschlossene Zylinderumfangsfläche bildet. Des weiteren kann die Stützwalze in an sich bekannter Weise aus faserabstoßendem Werkstoff bestehen.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen Teil eines Doppelriemchenstreckwerks bekannter Bauart in schematischer Seitenansicht; Fig. 2 veranschaulicht die Anwendung der Erfindung auf den Streckwerksteil nach Fig. i, ebenfalls in schematischer Seitenansicht; Fig. 2 a ist eine Längsansicht zu Fig. 2, teilweise geschnitten; Fig. 3 ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung mit zwei Stützwalzen im Längsschnitt, und Fig. q. ist ein Querschnitt zu Fig. 3; Fig. 5 und 6 -sind schaubildliche Ansichten der Ausführungsform nach Fig. 3 und q.; Fig. 7 zeigt die Lagerung eines Stützwalzenaggregats als Unterwalze in der Maschine, während Fig. 8 die Vorderansicht eines Stützwalzenaggregats als Oberwalze zeigt-, Fig. 9 zeigt die Anwendung der Ausführungsform nach Fig. 3 bis 6 auf die Ausgangsunterwalze eines Streckwerkes; Fig-, io zeigt dieselbe Ausführungsform in Seitenansicht in Anwendung auf die Ausgangsoberwalze eines Streckwerkes; Fig. i i ist die Seitenansicht einer anderen Ausführungsform als Ausgangsoberwalze; Fig. i2 zeigt die Seitenansicht eines Streck-Werkes, bei dem die Erfindung auf das Ausgangswalzenpaar und die Mittei- und Durchzugwalzen angewendet ist; Fig. 13 zeigt die Lagerung der Unterwalzen nach Fig. 12 in einem gemeinsamen Lagerschild.
  • Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den Figuren gleiche Teile.
  • Fig. i erläutert das der Erfindung zugrunde liegende Problem an dem Beispiel eines Doppelriemchenstreckwerkes. Aus den eingangs geschilderten Gründen ist es erwünscht, den Abstand a, zwischen der Durchzuglinie A, in der der Faserstrang F das Durchzugorgan, hier die Riemchen R1 und R2, verläßt, und der Klemmlinie B des Ausgangszylinderpaares Z1 und Z2 so kurz wie möglich zu halten; denn je kürzer d ist, desto besser sind die Fasern, auch die kurzen, geführt, .um so geringer ist somit der Anteil an »schwimmenden« Fasern.
  • Die Möglichkeit, die Durchzugorgane R1 und R, dem Ausgangswalzenpaar Z1 und Z2 zu nähern, d. h. den Durchzugäbstand a zu verkürzen, hängt ersichtlich geometrisch von den Begrenzungsflächen der beteiligten Körper, d. h. praktisch von den vier benachbarten Krümmungsradien ab, nämlich dem Radius r1, der Unterriernchenumlenkung, dem Radius r2 der Oberriemchenumdenkung, dem Radius r3 der Ausgangsunterwalze Z2 und dem Radius r4 der zugehörigen Druckwalze Z1. (Bei Einriemchen- oder Walzendurchzugstreckwerken treten sinngemäß die Radien. der entsprechenden Unter- und Oberwalen für r1 und r2 ein.) Die Problematik bei Verminderung des Radius r1 der Unterriemohenumlenkung liegt im wesentlichen darin, daß das meist angetriebene Unterriemchen unter mechanischer Spannung steht. Bei Verwendung einer beiderseits gelagerten Umlenkwalze wird diese also auf Biegung beansprucht. Man hat daher unter Verzicht auf eine umlaufende Umlenkwalze das Riemchen an dieser Stelle, wie aus Fig. i ersichtlich, um eine feststehende Umlenkkante herumgeführt, wodurch der äußere Krümmungsrad-ius des Leders auf wenige Millimeter im erwünschten Sinne verringert werden konnte. Dafür aber mußten die Nachteile einer gleitenden Reibung des Riemchens R1 an der scharfgekrümmten festen Kante -in Kauf genommen werden, was insofern besonders unerwünscht ist, als eben das Unterriemchen unter Antriebsspannung steht.
  • r2, der Krümmungsradius des Oberriemchens, das, meist locker sich vorwölbend, um eine ebenfalls feststehende Kante herumläuft, dürfte etwa bei q. bis 5 mm liegen, eine Größenordnung, die auch bei Verwendung eines oberen Belastungswälzchens bei Einriemchenstreckwerken nicht unterschritten wird.
  • Mit diesen Kunstgriffen konnte bei den üblichen Durchzugstreckwerken, wie aus Fig. i auch etwa maßstäblich hervorgeht, aus rein geometrischen Gründen der Durchzugabstand a bestenfalls auf etwa 16 mm, meist jedoch 18 mm und mehr, vermindert werden, auch wenn die Radien r3 und r4 der Lieferzylinder so klein bemessen werden, wie in Fig. i geschehen. Es leuchtet aber ein, daß eine weitere Verkürzung von a nur möglich ist, wenn man mindestens einen der Radien r3 oder r4. verkleinert. Wenn das bislang trotz des zu erwartenden Gewinns an Garngleichmäßigkeit nicht geschah, so im wesentlichen wegen der folgenden Schwierigkeiten i. Die Ausgangsunterwalze Z2 wird angetrieben und muß über die ganze Maschinenlänge hinweg tangential an ihr angreifende Kräfte übertragen. Sie muß also die erforderliche Torsionsfestigkeit und -steifigkeit, d. h. ausreichenden Durchmesser haben. Auch Torsionsschwingungen dürfen nicht auftreten.
  • 2. Die Ausgangsunterwalze Z2 wird an jeder Spinnstelle durch die positiv belasteten Druckwalzen Z1 auf Biegung beansprucht, muß also auch das erforderliche Trägheitsmoment haben, um sich nicht in unzulässiger Weise durchzubiegen.
  • 3. Sowohl bei der Ausgangsunterwalze Z2 "wie auch bei der auf ihr abrollenden Druckwalze Z1 sind der Durchmesserverminderung durch die mit abnehmendem Durchmesser zunehmende Wickelgefahr Grenzen gesetzt.
  • q.. Durch eventuelle weitere Verminderung der Durchmesser der Ausgangswalzen Z1 bzw. Z2 darf die Möglichkeit eines Aufbringens des zum Verzug erforderlichen positiven Klemmdruckes zwischen beiden nicht in Frage gestellt werden.
  • Die Erfindung löst das Problem auf einfache Weise, ohne daß sie die eben geschilderten Schwierigkeiten im Gefolge hat. Sie besteht darin, mindestens zwei Walzen zu einem Stützwalzenaggregat zusammenzufassen, wobei eine Walze kleineren Durchmessers das Fasergut erfaßt, während die andere größeren Durchmessers als Stützelement für die erste Walze dient. Ein derartiges Aggregat nimmt im Streckwerk die Stelle der bisherigen Einzelwalzen eiri, so daß dort, wo es eingesetzt wird, der bisher große Durchmesser zugunsten eines weit kleineren verlassen werden kann.
  • Die Fig. 2 und 2 a veranschaulichen das Prinzip in seiner einfachsten Form. Die Ausgangswalze Z2 der Fig. i ist hier durch das Walzenaggregat 1,.2 ersetzt, bei dem die Walze i geringeren Durchmesser als die Walze 2 hat und weit geringeren Durchmesser als die übliche Ausgangswalze Z2. Die Walze i mit dem kleineren Durchmesser erfaßt das Fasergut genau wie die bisherige Ausgangswalze Z2, während die stärkere Walze :2 als Stütz-und Antriebswalze für die Walze i dient. Die Mitnahme der Walze i durch Walze 2 kann durch rein rollende Reibung, aber auch durch Riffelung oder Zahneingriff von i und 2 erfolgen. Die Laufrichtung der Walze 2 ist natürlich derjenigen der Walze i entgegengesetzt. Beide Walzen sind z. B. in gemeinsamen Lagerhaltern 5 gelagert, die durch Anschläge 5" gegen Verdrehen gesichert sind.
  • Wie aus Fig. 2 ersichtlich, läßt sich mit Hilfe des Walzenaggregats i, 2 der Abstand a zwischen den Klemmlinien der Streckwerksorgane R1 und R2 einerseits sowie Z1 und i andererseits gegenüber dem bisherigen Abstand (nach Fig. i) herabsetzen. Fig. 2 a läßt weiterhin erkennen, wie die große Stützwalze 2 zugleich zum Reinigen bzw. zur Wickelabnahme von Walze i dienen kann. Unterhalb der Klemmstelle des Fasergutes sind in Walze 2 flache Eindrehungen, angebracht, die mit Putzorganen 2' (wie z. B. Putzwalzenbelag oder Bürsten oder Kratzenband) versehen sind, so daß sie Wickel, die sich an der Walze i bilden wollen, bereits nach etwa einer halben Umdrehung der Walze i übernehmen. Walze .2 kann andererseits auch - mit oder ohne Eindrehung - aus faserabstoßendem Material bestehen.
  • Das in Fig. 2 und 2 a in seiner Anwendung als Ausgangsunterwalze dargestellte Zweiwalzenaggregat kann ebensogut auch als Ausgangsoberwalze an Stelle der einfachen Oberwalze Z1 verwendet werden, und zwar im Zusammenwirken mit einer einzelnen Unterwalze Z2 oder auch einem Unterwalzenaggregat i, z. Bei Verwendung als Oberwalze sind die beiden Seitenhalter oder Lagerschilde 5 des Aggregats durch eine Querstange starr miteinander zu verbinden.
  • Um der Notwendigkeit zu entgehen, die Laufrichtung der Antriebswalze 2 umzukehren, wird zweckmäßig eine ungerade Zahl von Walzen von abnehmendem bzw. zunehmendem Durchmesser zu Walzeneinheiten zusammengeschlossen, wie es durch die folgenden Figuren verdeutlicht wird. Am vorteilhaftesten ist das Vereinigen von: drei Walzen zu einer Einheit, von denen jeweils die stärkere Walze die schwächere abstützt.
  • In Fig. 3 und q. ist ein solches Dreiwalzenaggregat dargestellt. Die in einer Ebene übereinander angeordneten Walzen i, 2 und 3 sind von einem Laufband q. aus Gummi, Leder oder anderem geeignetem Natur- oder Kunststoff umschlungen. Dabei wird die kleinste Walze i von der benachbarten Walze 2 und diese wiederum von der Walze 3 gestützt.
  • Bei einfachster Anordnung liegen die Achsen der drei Walzen in einer Ebene. Walzen i und 3 laufen gleichsinnig mit dem umhüllenden Band ¢ um, die dazwischenliegende Walze 2 läuft demnach gegensinnig. Die Durchmesser der drei Walzen sind so bemessen, daß Walze 2 die Bandfläche nicht berührt. Durch eine solche Stützwalzenanordnung ist die Möglichkeit gegeben, den an der Bemessung der Durchzugstrecke d beteiligten Krümmungsradius y (Fig. q.) klein zu halten und trotzdem die zurrt Antrieb bzw. aus Festigkeits- und Steifigkeitsgründen erforderlichen Wellenquerschnitte zur Verfügung zu stellen. Das umhüllende Band fördert nicht nur den Antrieb der Walzen des Aggregats, sondern vermindert auch die Wickelgefahr erheblich.
  • Die Walzen werden durch Endlager 5 in ihrer Lage zueinander gehalten. Bei längeren Walzen können Zwischenlager 6 vorgesehen werden, die innerhalb des Bandes q. liegen können, also von diesem mit umhüllt werden (Fig. 5) oder aber dieses durchbrechen (Fig. 6).
  • Um diese Zwischenlager 6 bei der Montage auf die Antriebswelle 3 aufschieben zu können, kann man die Lagerhalter entweder teilen oder aber die Welle 3, wie in Fig. 5 angedeutet, mit Rohrstücken 3a versehen.
  • Sind die Endlager 5 ortsfest gelagert (z. B. an den Stanzen), so geben die Zwischenlager 6 dem gesamten Aggregat Verwindungssteifigkeit. Die Walzen i, 2 und 3 können auch an einer Stelle, an mehreren Stellen oder auf ihrer ganzen Länge mit einer Verzahnung versehen sein, die bei i und 3 möglichst vertieft, auf 2 dagegen erhaben angebracht sein kann; damit würde das um die Walzen i und 3 herumlaufende Band durch die Verzahnung nicht aufgebauscht werden.
  • Die Zwischen- und die Endlager 6 bzw. 5 können des weiteren zwecks Erhöhens der Steifigkeit des Aggregats starr miteinander verbunden werden, beispielsweise durch eine Verbindungsleiste. Eine solche ist bei Aggregaten mit nur zwei Endlagerhaltern oder Lagerschilden 5 unerläßlich, wie in Fig. 3 und 4 bei io ersichtlich.
  • Stützwalzenzusammenstellungen nach Fig. 2 bis 6 können geschlossene Einheiten bilden, die man als Konstruktionselemente in die Streckwerke usw. einbauen kann, etwa wie einen einzelnen Zylinder.
  • Die Stützwalzeneinheiten arbeiten im einzelnen wie folgt i. Die Bandspannung - sofern .eine solche angewendet wird - wird in beliebiger Höhe durch Anpressen der einen Walze auf die andere, also von dem Aggregat in sich aufgenommen und wirkt sich infolgedessen nach außen auf irgendwelche Lagerungen nicht aus.
  • 2. Eine von außen auf die Walze. i in Richtung des Pfeiles wirkende Belastung P (Fig. 4) wird ganz, mit zunehmendem Lastangriffswinkel a, zu einem kleiner werdenden Teil von der nächsten Stützwalze :2 und, je nach Lagerung in den Haltern, auch von der Stützwalze 3 aufgenommen.
  • 3. Grundsätzlich kann jede der drei Walzen angetrieben werden. Im allgemeinen wird Walze 3 angetrieben, weil hier der Durchmesser und damit der Umschlingungswinkel des Laufbandes atn größten, dessen Mitnahme daher am besten ist.
  • 4. Zwischen den Walzen i, 2 und 3 herrscht unter Einwirkung der Laufbandanspannung oder äußerer Kräfte im Sinne des Pfeiles P (Fig. 4) rein wälzende Reibung. Durch diese Wälzreibung und durch die Haftreibung des umschlingenden Bandes laufen z. B. bei Antrieb der Walze 3 -die anderen einwandfrei mit, auch unter Last.
  • Ob und in welcher Größe Reibung in den Lagerstellen der Walzen z, 2 und 3 irr den End- und Zwischenhaltern bzw. Lagerschilden 5 und 6 (Fig. 3 bis 6) auftritt, die zum Teil auch mit Wälzlagern versehen werden können, hängt ab von der Richtung der äußeren angreifenden Kraft, also dem Winkel a (Fig. 4) und von der Funktion., die das Stützwalzenaggregat gerade übernehmen soll. Greift die Kraft P unter dem Winkel a = O'an; so wird sie praktisch vollkommen durch die angrenzenden Stützwalzen aufgenommen; in den Lagerstellen der End- und- Zwischenhalter bzw. Lagerschilde 5 bzw. 6 tritt dann lediglich die geringfügige Beanspruchung auf, die durch Halterung der einzelnen Walzen in ihrer Lage zueinander erzeugt wird, sofern Welle 3, wie in Fig. 7 angedeutet, z. B. in den Zylinderlagern der Maschine (Stanzen 15) gelagert ist.
  • Wird dagegen ein solches Aggregat z. B. als Oberwalze verwendet und dabei die äußere Kraft P etwa gemäß Fig. 8 über das Verbindungsstück iö bzw. die Endhalter oder Lagerschilde 5 in das Aggregat eingeleitet, so wird P zum Teil über die Lager der Walzen 3, 2 und i, andernteils über die Stützwalzen 3, 2 und i zur Klemmlinie B geleitet. Durch diese Kraftverzweigung, die man durch Formgebung der Lagerlöcher in den Lagerschilden 5 z. B. noch beeinflussen kann, wird in jedem Falle erreicht, daß erstens die kleinste Walze i gestützt ist und zweitens ihre Lagerstellen in den Lagerschilden niedriger beansprucht sind, als wenn die Walze i lediglich in den Lagerschilden 5 gelagert wäre ohne anschließende Stützwalzen.
  • Ein solches Stützwalzenaggregat gestattet also, Zylinder von kleinem Krümmungsradius »unter positiven Klemmdruck zu setzen-ohne Gefahr unzulässiger Durchbiegung, mit der Möglichkeit zum Antrieb und ohne zusätzliche Wickelgefahr. Die glatten äußeren Umhüllungsflächen des Aggregats bieten vielmehr gute Absaugemöglichkeiten.
  • Diese Stützwalzeneinheiten können an den verschiedensten Stellen in die Streckwerke von Spinn-und Vorspinnmaschinen eingesetzt werden, um den Durchzugabstand zu verringern. Fig.9 bis i2 zeigen Beispiele hierfür. Dabei sind zu Vergleichszwecken etwa der gleiche Maßstab und, soweit angängig, die gleichen Abmessungen wie in Fig. i gewählt. Die sich ergebende Verkürzung des Durchzugabstandes a hat in diesen Skizzen jedoch nur relative, nicht absolute Bedeutung. Für andere Durchzugstreckwerke ergeben sich also, je nach den geometrischen Verhältnissen, andere absolute Werte für d bzw. für die zu erzielenden Verkürzungen.
  • Fig. 9 zeigt ein Stützwalzenaggregat in einem Streckwerk als Ausgangsunterwalze. Angetrieben wird hierbei Welle 3. Ein Vergleich mit Fig. i läßt die Abnahme von a erkennen.
  • Fig. io zeigt ein Oberwalzenaggregat auf einer normalen Ausgangsunterwalze,, wobei außer der Ausgangsunterwalze Z2 auch Welle 3 des Oberwalzenaggregats angetrieben wird. Auch in diesem Falle vermindert sich der Durchzugabstand a gegenüber der normalen Oberwalze Z1 nach Fig. i.
  • Bei Oberwalzen-Stützwalzen-Aggregaten mit angetriebener Achse ist die Möglichkeit des Absattelns und des Reinigens während des Betriebes wichtig. Grundsätzlich sind zwei Anordnungen möglich; Fig. io zeigt ein während des Betriebes abnehmbares Oberwalzen-Stützwalzen-Aggregat. Der Antrieb erfolgt über die durchgehende Welle i i, von der jede Oberwalze über das Zahnradpaar 7, 8 oder über entsprechende Reibrollen, angetrieben wird. Mittels der Hakenhalter g kann der Druckroller während des Betriebes über die Welle i i eingehängt werden, womit der Eingriff des -Zahnrad-(oder Reibrollen-) paares 7, 8 gewährleistet ist. Die Belastung erfolgt in Richtung des Pfeiles P.
  • Fig..ii zeigt eine Druckwalzenanordnung mit vier Walzen, von denen die angetriebene Walze 3 über die Maschinenlänge durchgeht, während die übrigen Walzen durch Reibung aufeinander und durch die Haftreibung des umschlingenden Bandes 4 mitgenommen werden. Dieses Oberwalzen-Stützwalzen-Aggregat ist während des Betriebes um Welle 3 schwenkbar. Die Belastung erfolgt in Richtung-des Pfeiles-P. Die LastP wird in diesem Falle über die Lagerzapfen von Walze 2 auf die Walzen 2 und i geleitet. Auch in diesem Falle ergibt sich eine Verminderung des Durchzugabstandes a.
  • Die Oberwalzen-Stützwalzen-Aggregate gemäß Erfindung können jedoch auch ohne eigenen besonderen Antrieb eingesetzt werden wie übliche Oberwalzen. Mitnahme erfolgt dann also lediglich durch Anpressen an. den Unterzylinder.
  • Fig. 12 zigt schließlich die Verwendung von vier Stützwalzeneinheiten in ein und demselben Streckwerk, wobei sich ein besonders geringer Durchzugabstand ca ergibt. Angetrieben werden hierbei die Unterwalzen 3 und 3a, gegebenenfalls auch die Oberwalzen 3b und 3,. Durch den Ersatz der Doppelriemchen R1 und R2 mit festen Umlenkkanten gemäß Fig. i ergibt sich bei der Ausführung nach Fig.-12 der große Vorteil, daß die Riemchen um rotierende, von Walze 2, bzw. 2b aus wälzend angetriebene Walzen i" bzw. lb gezogen werden, Schlupf und Verschleiß durch gleitende Reibung also vermieden sind.
  • Die Lagerschilde der beiden unteren Aggregate in Fig. 12 können zu jeweils einem Lagerschild 13 zusammengefaßt werden, wie Fig. 13 veranschaulicht, so daß diese beiden Stützwalzenaggregate in den beiden stärksten angetriebenen Wellen 3 und 3a sicher hängen. Das untere Band kann., wie Fig. 12 zeigt, auch bei Verwendung eines Stützaggregats mit einer Spannwalze 12 versehen werden.
  • Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie läßt sich bei allen Streckwerksbauarten der Spinnerei und Vorspinnerei, gegebenenfalls auch nachträglich, anwenden, bei denen ein Herabsetzen der Durchzugabstände zwischen den Streckwerksorganen bisher auf konstruktive Schwierigkeiten wegen der nicht unterschreitbären Zylinderdurchmesser stieß. Die Aufteilung eines großen Durchmessers in mehrere sich abstützende kleine Durchmesser ist für die Erfindung wesentlich.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Klemmwalzenpaar, insbesondere Ausgangswalzenpaar, für Streckwerke von Spinnereimaschinen, gekennzeichnet durch einen als untere Ausgangswalze dienenden Stift (i) von geringem Durchmesser, der durch eine oder mehrere unter ihm gelagerte Walzen (2 und 3) mit von der Ausgangswalze (2) weg zunehmenden Durchmessern gestützt wird.
  2. 2. Klemmwalzenpaar, insbesondere Ausgangswalzenpaar, für Streckwerke von Spinnereiniaschinen, gekennzeichnet durch einen als obere Ausgangswalze dienenden Stift (i) von geringem Durchmesser, auf dem eine oder mehrere übereinandergelagerte Walzen (2 und 3) mit von der Ausgangswalze (i) weg zunehmendien Durchmessern aufliegen.
  3. 3. Klemmwalzenpaar nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß um eines der beiden Klemmwalzenaggregate (1, 2, 3) oder um beide Klemmwalzenaggregate (1, 2, 3) ein Riemchen, (4) herumgelegt ist.
  4. 4. Klemmwalzenpaar nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwalze (2) mit die Wickelbildung auf der gestützten Walze .(i) verhindernden Reinigungsbelägen (2') versehen ist.
  5. 5. Klemmwalzenpaar nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Reinigungsbelag (2') in eine Ausdrehung der Stützwalze (2) eingefügt ist, derart, daß seine Oberfläche mit der Stützwalzenoberfläche eine geschlossene Zylinderumfangsfläche bildet.
  6. 6. Klemmwalzenpaar nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützwalze (2) in an sich bekannter Weise aus faserabstoßendem Werkstoff besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 352 76q., 352 830, 461351, 678 178, 678 179; schweizerische Patentschriften Nr. 210 32q., 268 5oi; französische Patentschriften Nr. 544 236, 547 2o9, 649 767, 821982; britische Patentschrift Nr. 38q.822; USA.-Patentschriften Nr. 2 132 299, 2 193 196.
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