DE9452C - Neuerungen an elektrischen Kohlenlicht-Lampen - Google Patents
Neuerungen an elektrischen Kohlenlicht-LampenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/0087—Controlling of arc lamps with a thread or chain
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- Radiation-Therapy Devices (AREA)
Description
1879.
Klasse 21.
C. L. R. E. MENGES in AMSTERDAM. Neuerungen an elektrischen Lampen mit Berührung beider Köhlenspitzen unter constantem Druck.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. März 1879 ab.
Vorliegende Erfindung besteht in dem Gebrauch von zwei Stäbchen aus Kohle (oder
anderem ähnlichen Stoff), jedes verbunden mit einem der Pole einer Elektricitätsquelle und mit
ihren Enden unter einem constanten und zweckentsprechenden Druck einander berührend. Man
kann die beiden Kohlen in gerade Linie stellen oder so, dafs sie einen Winkel bilden.
Die Elektricität findet an der Berührungsstelle der beiden Kohlen einen gewissen Widerstand
und wird dadurch in Wärme umgesetzt, welche die Kohle leuchtend macht.
Durch die Einwirkung der Luft brennen die Kohlen ab und spitzen sich zu; nach kurzer
Zeit haben sie eine bestimmte Form und permanente Leuchtkraft erhalten, da der elektrische
Widerstand nur von dem Druck zwischen beiden Kohlen abhängt (unter übrigens gleichen
Verhältnissen) und dieser Druck constant ist.
Da man das Quantum des glühenden Stoffes klein genug nehmen kann, und der Stromkreis
immer geschlossen ist, so kann man ein elektrisches Licht erhalten mit Strömen, welche bis
jetzt zu diesem Zwecke zu schwach waren.
Untersuchungen haben gezeigt, dafs das Licht immer sehr weifs ist und dieselbe Kohle für
ziemlich verschiedene Stromstärken brauchbar ist.
Da die Leitung stets geschlossen bleibt, so kann man mehrere Lampen in den Schliefsungskreis
einfügen. Auch kann man Lampen in abgezweigten Leitungen anbringen.
Ich behalte mir vor, mein System in der Luftleere oder in anderem Gase wie Luft zu
gebrauchen.
Es kann Gaskohle, Graphit, künstliche Kohle, rein oder mit anderen Stoffen gemischt oder
vernickelt etc. Anwendung finden.
Bei meiner Lampe kann man natürlich ebenso wie bei jeder anderen elektrischen Lampe matt geschliffene
oder Milchglasglocken, Reflectoren etc. anwenden; ich behalte mir aber die Benutzung
von Laternen für elektrisches Licht vor, die wie folgt construirt sind.
Wenn man einen leuchtenden Punkt durch zwei Reihen cylindrischer Linsen betrachtet,
jede Reihe bestehend aus einer Anzahl nebeneinander gestellter cylindrischer Linsen, während
die Axen der Cylinder der zweiten Reihe mit denen der ersten Reihe nicht parallel
sind, so sieht man eine mit leuchtenden Punkten bedeckte Oberfläche, welche Punkte
dicht · genug beisammen stehen können, um aus der Ferne den Eindruck einer continuirlich
leuchtenden Fläche hervorzubringen. Eine Oberfläche, zusammengesetzt aus kleinen sphärischen
Linsen mit kurzer Brennweite giebt einen ähnlichen Effect. In der Praxis kann man anstatt
einer Reihe cylindrischer Linsen ein Glas benutzen, dessen Oberfläche mit kleinen Rippen
bedeckt ist, während kleine Erhöhungen auf der Glasfläche den Effect von sphärischen Linsen
hervorbringen.
Wenn die Kohlenstäbchen im Vergleich zu ihrer Dicke sehr lang sind, wie dies nöthig ist,
wenn man ein lange Zeit andauerndes Licht erhalten will, so würde der elektrische Strom
zu sehr geschwächt werden, wenn er die Kohlen in ihrer ganzen Länge durchlaufen müfste. Ich
befestige deshalb jede Kohle in einer durch Feder zusammengehaltenen Klemme, so dafs
nur ein kleiner Theil des Kohlenstäbchens hervorragt und in dem Stromkreis sich befindet.
Die Kohlen werden von Zeit zu Zeit um soviel vorgeschoben, als sie sich durch Verbrennung
abnützen, so dafs der in den Stromkreis eingeschaltete Theil stets gleiche Länge
behält. Wären die beiden Klemmen fest mit einem Gestell verbunden, so würde es wegen
der unvermeidlichen Ungleichmäfsigkeit in der Reibung zwischen Klemme und Kohle nicht
möglich sein, den Druck zwischen beiden Kohlen constant zu erhalten, da die Kohlen ziemlich
fest durch die Klemmen erfafst werden müssen, damit bei dem Uebergang der Elektricität
auf die Kohle kein schädlicher elektrischer Widerstand entsteht. Deshalb mache ich die eine Klemme frei beweglich, natürlich
so, dafs die Kohlen immer in Berührung bleiben. Unter Umständen kann es auch zweckmäfsig
sein, beide Klemmen beweglich zu machen. Wenn nun die bewegliche Klemme durch irgend
eine unveränderliche Kraft in Richtung der festen Klemme gedrückt wird, so bleibt
auch der Druck zwischen beiden Kohlen constant.
Um die Kohle, welche durch die bewegliche Klemme gehalten wird, in dieser Klemme verschieben
zu können, mufs natürlich die durch irgend einen Motor gelieferte Kraft so übertragen
werden, dafs dadurch die Beweglichkeit der Klemme nicht leidet.
Claims (1)
- Die in der Zeichnung im Durchschnitt dargestellte Einrichtung wird nach dem Obigen leicht zu erklären sein.α und b sind die beiden Klemmen, welche die Kohlenstäbchen c d und c e halten. Die Klemme α ist mit dem Gestell fg h i fest verbunden, jedoch elektrisch davon isolirt. Die Klemme b ist an dem Hebel k Im befestigt, welcher sich bei / um zwei Stifte drehen kann.Der eine Pol der Elektricitätsquelle ist mit der Klemme α in Verbindung, während die Klemme b durch Vermittelung des Hebels kl und des Gestells fg h i mit dem anderen Pole verbunden ist.Die zur Bewegung der Kohlenstäbchen nöthige Kraft wird durch eine in das Federhaus η eingeschlossene Feder geliefert. Mit dem Federhaus fest verbunden sind zwei Trommeln ο und /. An der Trommel ο ist die Kette ο g d befestigt, durch welche die Kohle d c fortgeschoben wird. Die Kette pike dient für die Kohle e c. Damit nun durch die an der Kette pike wirkende Zugkraft die Beweglichkeit des Hebels klm nicht beeinträchtigt wird, ist die Rolle h so angebracht, dafs der von k kommende Theil der Kette gerade in einem Punkt aufläuft, welcher in der Drehungsaxe des Hebels klm liegt. Es ist deutlich, dafs hierdurch eine an der Kette wirkende Kraft auf den Hebel keinen Einflufs ausübt. Der Druck zwischen beiden Kohlen bleibt also constant und kann übrigens durch eine Feder (in der Figur nicht angegeben) regulirt werden.Wenn die Kohlen bis auf ein bestimmtes Mafs abgebrannt sind, so wird durch den Hebelarm Im eine Auslösevorrichtung r in Bewegung gesetzt. Es wird dann der Windfang g frei und die Trommeln ο und p drehen sich so lange, bis durch das Verschieben der Kohlen der Hebelarm / m soweit zurückbewegt ist, dafs der Windfang q wieder festgehalten wird. Das Nachschieben der Kohle ist also ganz automatisch durch den Verbrauch selbst bestimmt, so dafs ohne besondere Regulirung die Lampe ebenso gut brennt mit schwachen wie mit starken Strömen.Die Linie, welche die Berührungspunkte c der beiden Kohlen mit der Axe / verbindet, mufs mit den beiden Kohlenstäbchen ungefähr gleiche Winkel bilden. Die Kohlenstäbchen brauchen aber nicht in einer geraden Linie zu stehen.Durch die aufsteigende Hitze wird die obere Kohle immer etwas wärmer wie die untere und brennt schnell ab, deshalb ist auch die Trommel / etwas gröfser wie die Trommel o.Patent-A νspruch:Der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene Mechanismus zur Regulirung an elektrischen Lampen, deren Kohlenelektroden unter constantem unveränderlichem Drucke mit einander in Berührung stehen, durch ein Uhrwerk ohne Benutzung eines Elektromagneten.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9452T | 1879-03-07 |
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|---|---|
| DE9452C true DE9452C (de) | 1880-06-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18799452D Expired DE9452C (de) | 1879-03-07 | 1879-03-07 | Neuerungen an elektrischen Kohlenlicht-Lampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9452C (de) |
-
1879
- 1879-03-07 DE DE18799452D patent/DE9452C/de not_active Expired
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