DE812024C - Durch Abdruck oder Abzug wirkende Klemmfalle fuer kleinere Raub- und Nagetiere - Google Patents
Durch Abdruck oder Abzug wirkende Klemmfalle fuer kleinere Raub- und NagetiereInfo
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Description
CWiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 27. AUGUST 1951
ρ 35270 III145k D
Es wurde gefunden, daß zur Bekämpfung von kleinen Raub- und Nagetieren, wie Hermelinen,
Ratten, Wühlmäusen und Maulwürfen, solche Fallen besonders wirksam und waidgerecht sind, die
mit Widerlagern und federbelasteten Greifeisen in das Erdreich einführbar sind und zur Auslösung
vom Tier durch Abdruck oder Abzug den Gang des Schädlings umgreifen. Diese besondere von der Erfindung
gelöste Aufgabe besteht in der Ausbildung einer Klemmfalle, die um den Gang in das Erdreich
gesetzt werden kann, ohne eine warnende Verletzung hervorzurufen. Eine solche Verletzung wird
auch vermieden, wo der Boden durch aufgeworfene Haufen und angenagte Pflanzenwurzeln besonders
locker ist. Die Klemmfallen ergreifen das Tier sicher und töten es; denn, wenn der Schädling diese
Falle auslöst, so muß er sich notwendigerweise mit dem Hauptteil seines Körpers innerhalb des Fallenraums
befinden. Da nun die Schlagleisten diesen Hohlraum der Falle bzw. das ihm entsprechende
Gangstück beiderseits begrenzen, schlägt das Eisen das Tier beim Einklemmen tödlich. Bei anderen
Fallenbauarten, besonders bei solchen, die von oben nach unten schlagend bzw. stehend wirken, kann
erfahrungsgemäß das getroffene Tier sich nach ,unten aus der Falle heraus wühlen.
Die neue Erfindung bezieht sich auf solche Klemmfallen; sie besteht darin, daß die Widerlager
parallel zum festen Fallenrahmen zur Umgreifung des Ganges nach auswärts abgewinkelt und die
zum Klemmen dienenden Greifeisen derart sichelförmig gebogen sind, daß sie in der Spannstellung
den Gang seitlich umgreifen, jedoch beim Auslösen den freien Raum des Ganges überstreichen.
Nach der Erfindung übt die Sichelform der Greifeisen mehrere Wirkungen gleichzeitig aus. Zunächst
kann die Falle infolge der sichelförmig zugespitzten Enden besonders leicht in den Erdboden eingedrückt
werden und steht in ihm mit festem Halt. Ebenfalls infolge dieser Sichelform umfassen die
Greifeisen den Gang von außen, indem sie sich
ίο seiner natürlichen Gestalt besser anpassen als dies
bei anders geformten Eisen der Fall wäre. Wird die Falle ausgelöst, so heben sich die Sichelspitzen unter
allen Umständen leicht, sicher und ohne Widerstand aus dem Boden. Die Sichelspitze wird nirgendwo
in der vollen Wucht ihrer Klemmbewegung aufgehalten, sie durchschlägt alle Widerstände ohne
weiteres. Kleinere Holzstückchen, die sich im Gang befinden können, werden ohne weiters durchschlagen,
Steine, selbst mittlerer Größe, beiseite geschleudert. Treffen die Greifeisen das Tier, so
schlagen sie ihm mit voller Wucht in die Flanke. Die Sichelform der Eisen führt den Tod des Tieres
sofort herbei. Das Tier kann sich, selbst wenn es ausnahmsweise nicht sogleich tot sein sollte, nicht
mehr aus den Eisen befreien, weil die Falle, besonders mit den sichelförmig zugespitzten Enden,
im Körper des Tieres unter allen Umständen hängenbleibt. Durch die spitzen Enden der sichelförmigen
Greifeisen und die Richtung der Schlagbewegung wird das Tier stets den tödlichen Schlag
schräg von unten in die Weichteile erhalten. Ferner wird es durch diese Schlagart vom Boden* abgehoben
und schwebt, je nach seiner Größe, bis zu einem gewissen Grade in der Luft. Selbst, wenn
es also noch eine kurze Zeit leben sollte, so kann es sich weder aus der Falle befreien noch sinnvolle
Grabarbeit zu seiner Rettung beginnen.
Sowohl die Abzug- als auch die Abdruckvorrichtung befindet sich gleichfalls außerhalb des
Ganges. Bei der Auslösung wird der Abdruckfuß durch leichtes Andrücken des Erdreiches oberhalb
des Gangscheitels zwischen den Fangeisen eingestellt. Der Abzughaken wird vorzugsweise in bereits
angefressene Pflanzen eingehängt. Hierbei ist also auch die geringste Verletzung des Ganges ausgeschlossen.
Nach einer Weiterentwicklung besteht die neue Erfindung darin, daß der starre Rahmen und das
Fangeisen gemeinsam durch Schlauchfedern belastet sind, die sich einendig auf den festen Rahmen,
anderendig auf das Fangeisen abstützen.
Von besonderem Vorteil ist die Anordnung einer den starren Rahmen überbrückenden und wiegenartig
aufgehängten Klinke, die eine das Fangeisen spannende Feder in ihrer waagerechten Fangstellung
hält. Ein Ende dieser Klinke trägt einen Abdruckfuß, das andere Ende einen Abzughaken.
Nützlich ist ferner die Anordnung eines Widerlagers in der Gestalt einer Umhüllenden. Dieser
gangartige Tunnel dient für den oberirdischen Gebrauch. Er besteht in einer Hülse oder einem Gestell,
das zum Einsetzen der Falle dient. Dieses Gestell ist mit einem kragenartigen Oberrand ausgestattet,
dessen Querstege Lager zur Aufnahme der Fallenspannachse enthalten. Gegen die Flachseite
dieses Oberrandes legt sich das Widerlager für die Schlauchfedern des Greifeisens an. Auch in
dieser Ausführung kann die neue Falle·zum Abdruck oder Abzug verwendet werden, z. B. zum
Fangen von Iltissen, Ratten und Hermelinen über der Erde.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer bevorzugten
Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht auf die neue Klemmfalle;
Fig. 2 zeigt diese Klemmfalle in Seitenansicht in der Ruhestellung;
Fig. 3 stellt eine Seitenansicht der Klemmfalle in gespannter Lage aufgestellt dar, derart, daß sie
durch Abdruck wirksam ist;
Fig. 4 ist das Schaubild der gespannten Klemmfalle nach Fig. 3 innerhalb ihrer tunnelartigen
Hülse oder des Ständers, auch in diesem Falle ist die Falle für die Wirkung durch Abdruck eingestellt
; Fig. 5 zeigt als Einzelheit die Abdruckauslösung.
Man erkennt im einzelnen in Fig. 1 die Greifeisen
ι mit ihren sichelförmigen Enden 3, die durch den Bogen 5 miteinander vereinigt sind. Ihnen
gegenüber sind die Widerlager 2 mit Winkeln 4 durch den Bogen 6 miteinander vereinigt. Oberhalb
des abgewinkelten Teiles der Widerlager 2, also am Unterende des Verbindungsbogens 6, ist auf den
Widerlagern ein Metallband 7 mit Anwinklung 8 befestigt. Diese Abbiegung enthält Bohrungen als
Lager für die Achse 9 der Greifeisen. Diese Achse 9 ist, wie besonders Fig. 1 erkennen läßt, durch
Schlauchfedern 10 belastet. Je ein Ende 12 dieser Schlauchfedern liegt in einer entsprechenden Kerbe
der Oberkante 11 des Streifens 7. Die anderen Enden 13 und 14 dieser Schlauchfedern 10 umgreifen
den Bügelteil 5 der Greifeisen 1.
Ein Haken 15 ist lose auf dem Bügel 6 befestigt. Aus dem Streifen 7, zweckmäßig aus dessen mittleren
Teil, springt ein Lager 8 in Gestalt eines Blechstreifens vor. In dessen Unterteil ist die
Achse 9 zwischen den Schlauchfedern 10 gelagert. Der Oberteil trägt in einer Achse 21 eine Wiege 16
mit einer oberen Kante, in welche der Haken 15 paßt. Beim Eingriff des Hakens 15 in diese Kerbe
wird die Wiege 16 praktisch waagerecht gehalten. An dem in der Zeichnung rechts gelegenen Ende
trägt die Wiege 16 an einer Kette 17 den Köderhäken
20. Am anderen Ende der Wiege ist eine Befestigung, im beispielsweisen Fall ein kleiner
Zapfen 24, zur Aufnahme des Abdruckwinkels 18 angebracht. Dieser ist mit einer Reihe von Löchern
25 versehen, zum Zweck, die Lage der Abdruckplatte 19 an seinem Unterende innerhalb des Schädlingsganges
einzustellen. In Fig. 3 ist diese Abdruckplatte 19 in einer besonders tiefen Stellung
abgebildet, um die Einzelheiten deutlich hervortreten zu lassen. Wie der aufwärts gerichtete Pfeil
in Fig. 3 zu erkennen gibt, ist die eigentliche Betriebsstellung der Abdruckplatte 19 höher; vielleicht
wird das zweite oder dritte Nachbarloch
Claims (4)
- oberhalb der Platte 19 in den Zapfen 24 eingeführt. Fig. 5 zeigt den Abdruck 18 mit seiner Platte 19 in vergrößertem Maßstab.Die Betriebsweise der neuartigen Klemmfalle ist besonders aus Fig. 4 ersichtlich. Dort ist die Falle in Spannstellung innerhalb der tunnelartigen Hülse 22 mit Widerlager 23 zu erkennen. Man sieht, daß die Falle in gespannter Stellung mit den Enden ihrer Achse 9 auf dem kragenartigen Oberrand der Hülse ruht und daß sich die Metallstreifen 7, (S gegen die Längsseite des kragenartigen Oberrandes der Hülse anlegen. Ferner erkennt man, daß in der Spannstellung nach Fig. 4 die winkelartigen Widerlager 2, 4 ebenso wie die Greifeisen mit ihren sichelartigen Enden 3 sich an die Wände der tunnelartigen Hülse 22 anschmiegen, so daß der Schädlingsgang durchaus umgriffen wird, mithin sein Inneres für die freie Bewegung des Tieres offen bleibt.Um die Stellung 4 herbeizuführen, die vorzugsweise innerhalb der nicht dargestellten Erde, z. B. des Ackerbodens, anzunehmen ist, wird die ungespannte Falle etwa nach Fig. 2 durch den kragenartigen Oberrand der Hülse 22, 23 geschoben, der Bügel 5 gegen den Bügel 6 gepreßt und der Haken 15 über den Bügel 5 in die Rast der Wiege 16 eingelegt. Der Haken 15 wird in dieser Weise, also nach Einführung der Falle, in der Hülse befestigt und dadurch die in Fig. 4 sichtbare Stellung herbeigeführt. Nunmehr ist die Falle gespannt. Das zur Verdeutlichung in Fig. 4 außerhalb der Falle sichtbare Koderkettchen 17 mit Köder 20 wird in Richtung des Pfeiles (in Fig. 4) in das Falleninnere hineingehängt. Hierdurch ist die Falle auf Abzugwirkung eingestellt. Es kann auch ohne Köder gefangen werden, indem man nur die Abdruckplatte 18, 19 auf den Zapfen 24 der Wiege hängt. Schließlich kann die Falle auch gleichzeitig auf Abdruck und Abzug beansprucht werden, indem ein Köder auf den Haken 20 in die Falle gehängt wird und außerdem die Abdruckplatte 19 in der Nähe des Scheitels des Fallengehäuses aufgehängt wird.Ist die Falle zugeschlagen, so erkennt man dies ohne weiteres an der klaffenden Stellung der Bügel 5 und 6 gegeneinander. Dieses Klaffen ist aus dem Vergleich der Fig. 4 und 2 ohne weiteres ersichtlich. Selbst wenn die Falle zum Fangen in einem tiefen Gang vollständig in die Erde eingedrückt ist, so wird durch den heftigen Schlag und die weiträumige Winkelöffnung der Bügel 5 und 6 gegeneinander eine merkliche Menge Erde beiseite geschoben oder sogar verspritzt, so daß man ohne weiteres erkennen kann, wenn die Falle gewirkt hat.Die neue Falle ist nicht nur zum sicheren Fangen von Wühlmäusen geeignet, vielmehr auch für Iltisse und Hermeline sowie von Ratten und Maulwürfen. Obwohl die Falle in erster Linie dazu bestimmt ist, innerhalb von Gängen zu fangen, kann sie mit Hilfe der tunnelartigen Hülse 22 und der daran angebrachten Füße 23 ebensogut auf und oberhalb des Erdbodens verwendet werden. In diesem Falle schützt die Hülse gegen eine ungewollte Berührung.Vorzügliche Ergebnisse erreicht die neue Falle beim Aufstellen auf Drehbalken, die von Ratten belaufen werden. Nicht nur können die Ratten der auf einem Balken aufgestellten Falle nicht ausweichen, sie wollen auch nicht, weil sie einen solchen Tunnel lieben.P A T E N T Λ N S P R C' C H E :ι. Durch Abdruck oder Abzug wirkende Klemmfalle für kleinere Raub- und Nagetiere, dadurch gekennzeichnet, daß Widerlager parallel zum festen Fallenrahmen zur Umgreifung des Ganges nach auswärts abgewinkelt und die Greifeisen derart sichelförmig gebogen sind, daß sie in der Spannstellung den Gang ebenfalls seitlich umgreifen, jedoch beim Auslösen den freien Raum des Ganges überstreichen.
- 2. Klemmfalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen und das Fangeisen gemeinsam durch Schlauchfedern belastet sind, die sich einendig auf den festen Rahmen, anderendig auf dem Fangeisen abstützen.
- 3. Klemmfalle nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine den starren Rahmen überbrückende, wiegenartig aufgehängte Klinke, die eine das Fangeisen spannende Feder in ihrer waagerechten Fangstellung hält, und deren eines Ende einen Abdruckfuß, das andere Ende einen Abzughaken trägt.
- 4. Klemmfalle nach den Ansprüchen 1 bis 3 für oberirdischen Gebrauch, gekennzeichnet durch eine gangartig Umhüllende mit kragenartigem Oberrand, dessen Querstege Lager zur Aufnahme der Fallenspannachse enthalten und gegen dessen Flachseite sich das Widerlager für die Schlauchfedern des Greifeisens anlegen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 1334 8.
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