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Spundlochverstärkung für Metallfässer
f)ie Irfindung betrifft die .\usl,ildung
von Sl'uiidl>üchsen an Fässern, Tonnen oder ähnlichen lJellältern mit einer Füllöffnung
in der Seite, bei denen ein Pfropfen oder Stopfen benutzt wird, während das gefüllte
Faß befördert wird. Das Hauptziel der Erfindung besteht darin, eine neue, eigenartige,
starke und nicht kostspielige Durchbildung für den Aufbau der Spund- oder Füllöffnung
in dem Faß o. dgl. zu schaffen. Dieser Aufbau umfaßt eine anordnung von Teilen,
die ohne Durchdringung der Faßwand anwendbar ist und ohne daß sich Risse oder unebene
Flächen bilden können, die beim Verschließen der Füllöffnung durch Anwendung eines
Stopfens o. dgl. hinderlich werden könnten.
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Ein weiteres Ziel dieser Erfindung besteht darin, eine Spundlochverstärkung
für Fässer zu schaffen, die einen Verstärkungsblock aufweist, der gestaltlich zu
der Füllöffnung in der Seitenwandung des Fasses paßt und mit seiner Linienführung
in die Außenfläche der Faßseitenwandung übergeht und durch Verschweißen des Blockumfangs
mit der Faßwandung an seinem Platz gehalten wird sowie unter Verschweißung an der
Verbindungszone zwischen der Blocköffnung und der Faßöffnung, die bündig zueinander
liegen, eine vollständige Füllöffnung zu bilden.
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Ferner bezweckt die Erfindung, eigenartige Wege zu schaffen, um den
Verstärkungsblock am Fasse anzubringen, wo die Füllöffnung durch das Zusammenwirken
besagten Blockes und der Faßseitenwandung gebildet ist, und Rillen, Höhlungen oder
winklige Flächen im Block oder in der Faßseitenwandung oder auch in beiden Teilen
zur Aufnahme der Schweißnaht vorzusehen.
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Weitere Merkmale der Erfindung werden sich
aus der
folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen ergeben.
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Fig. I ist ein Seitenaufriß eines Fasses und zeigt die Anwendung
eines Verstärkungsblockes, um eine vollständige Füllöffnung zu bilden; Fig. 2 ist
ein Teilquerschnitt nach der Linie II-II von Fig. I; Fig. 3 ist ein Teilquerschnitt
nach der Linie II 1-111 von Fig. I; Fig. 4 und 5 sind ähnliche Ansichten entsprechend
den Fig. 2 und 3, stellen aber eine Abwandlung des Erfindungsgedankens dar; Fig.
6 und 7 sind ähnliche Schnitte entsprechend den Fig. 2 und 3, zeigen aber noch eine
weitere Abwandlung des Erfindungsgedankens.
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Die Herstellung von Fässern, Tonnen oder sonstigen Hohlkörpern aus
Metallblech entwickelt sich schnell, und die Aufgabe, eine zufriedenstellende Füllöffnung
herzustellen, die verspundet oder sonstwie geschlossen werden kann, bereitet Schwierigkeiten.
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Der in Fig. 1 dargestellte Faßkörper wird im allgemeinen durch das
Bezugszeichen 10 bezeichnet und seine ringförmige Seitenwand 12 ist in allen Fig.
I bis 7 von gleichem Umriß und gleicher Art.
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Bei der Ausführungsform der Erfindung nach den Fig. 1 bis 3 hat die
Faßwand 12 eine Öffnung I4, die sich in einer Spundbüchse I6 nach außen fortsetzt.
Diese springt radial nach außen vom Körper 10 des Fasses vor. Ihre freie Kante ist
nach unten und außen bei I8 geneigt, um mit einem Teil des Verstärkungsblockes 20
in einer später noch ausführlich zu beschreibenden Weise zusammenzuwirken.
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Der Körper des Fasses 10 besitzt ein Paar Ringe 22, die nach außen
gedrückt sind (Fig. r), auf denen das Faß rollt, wenn es bewegt wird.
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Der Verstärkungsblock 20 ist verhältnismäßig dick gegenüber der Stärke
der Wand 12 und besteht aus verhältnismäßig starkem Material, beispielsweise aus
einer Aluminiumlegierung oder einem anderen Stoffe, der die Wandung 12 schützt und
ihre Verzerrung verhindert, wenn ein Spund o. dgl. (hier nicht dargestellt) eingesetzt
und in die Füllöffnung eingetrieben wird. Diese besteht aus der Länge der Spundbüchse
I6 zuzüglich der Schweißnaht 24, wenn das Ganze zusammengefügt ist. Der Block 20
ist etwas dicker als die Höhe der Spundbüchse I6, und die Innenfläche 26 des Blockes
20 schließt sich mit ihrer Gestalt vollständig der Außenfläche 28 des Fasses 10
an. Der Block 20 befindet sich zwischen den Rollwülsten 22, liegt aber gänzlich
unter dem äußeren Umfang dieser Rollwülste, wie aus Fig. 3 hervorgeht, damit der
Block nicht gegen den Boden, über den das Faß rollt, oder sonstwie anstößt. Der
Block 20 erstreckt sich von der Füllöffnung nach außen. Diese besteht nicht nur
aus der Öffnung 14 durch die Wand I2, sondern auch aus dem Loche 30 im Block 20.
Man bemerkt, daß der oberhalb des Außenendes der Spundbüchse I6 liegende Teil des
Loches 30 nach oben und außen geneigt ist, und daß der Winkel dieser Neigung mit
dem abgewinkelten Außenrand der Spundbüchse I6 eine Rinne zur Aufnahme der Schweißnaht
24 bildet.
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Die Rollwülste 22 senken sich zur Wand hinab, wo der Block 20 angebracht
ist, und aus diesem Grunde ist der Block 20 mit Kuppen 32 ausgebildet, die in gleicher
Linie zu den Wulstringen 22 liegen, um mit ihnen zum Schutz der Füllöffnung gegen
Beschädigung zusammenzuwirken. Nachdem der Block 20 hergestellt und das Faß 10 gebildet
ist, wird der Block an seine Stelle auf die Außenfläche 26 der Faßwand I2 gebracht
und die Schweißnaht 24 hergestellt. Der Außenumfang des Blockes 20 wird unmittelbar
mit der Wandung 12 durch eine Schweißnaht 24 verschweißt, und infolgedessen bedarf
es keiner Öffnung oder Durchbrechungen in der Wand I2, um die Spundlochverstärkung
an ihrer Stelle zu halten.
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Die Spundbüchsenverstärkung kann aber auch so ausgebildet sein, daß
die Spundbüchse I6 sich bis zur Außenfläche des Blockes 20 erstreckt. Die Schweißnaht
24 befindet sich dann an der Außenkante des Stutzens I6.
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Das verhältnismäßig weiche Material des Fasses, wenn dieses aus Aluminiumblechen
hergestellt ist, wird durch den Block 20 geschützt und verstärkt, und man kann in
die aus der Offnung 14 und dem Loch 30 bestehende Füllöffnung einen Spund jeglicher
Gestalt eintreiben. Die äußere Oberfläche der Spundbüchse I6 ist nicht gegen die
Achse der Füllöffnung geneigt, aber die innere Oberfläche 36 der Füllöffnung neigt
sich nach außen, so daß sich die Füllöffnung, in die der Spund oder Stopfen einzusetzen
ist, nach außen erweitert.
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Bei der Ausbildung des Erfindungsgegenstandes nach den Fig. 4 und
5 ist das Faß 10 mit Ausnahme der Spundbüchse um die Öffnung herum im wesentlichen
gleich dem nach den Abb. I bis 3 ausgebildet, und infolgedessen brauchen nur die
Teile dieser abgeänderten Ausbildung, die von den oben behandelten unterschiedlich
sind, hier näher auseinandergesetzt zü werden.
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Die Faßwand I2 hat eine Offnung 100, die sich in einen verhältnismäßig
kurzen, nach außen gerichteten Stutzen 102 fortsetzt, der erheblich unter der Außenfläche
104 des Verstärkungsblockes 106 endigt. Der Block 106 schließt sich der Außenfläche
der Wandung 12 in derselben Weise wie oben auseinandergesetzt an, und um den Außenumfang
des Blockes 106 liegt eine Schweißnaht 24, um den Block festzuhalten. Der Block
I06 hat eine übergreifende Lippe 1 10 oberhalb und in Abstand vom Ende des Stutzens
102, die mit diesem Stutzen zusammen eine Rinne II2 bildet. Diese Rinne liegt zwischen
der übergreifenden Lippe 110 und dem Stutzen II2, und die Schweißnaht 1 14 befindet
sich in dieser Rinne 112, wenn die Teile zusammengefügt sind. Der Block 106 besitzt
ein Loch 116, das bündig zur Offnung 100 liegt, und dadurch entsteht eine vollständige
Füllöffnung, die sich von der Innenfläche der Wandung I2 zur Außenfläche 104 des
Blockes 106 erstreckt. Man ersieht, daß der Umfang der durch den Stutzen 102 gebildeten
Öffnung 100 mit dem Loche 1 t6 und der Schweiß-
naht 14 zur Bildung
einer Füllöffnung zusammen arbeitet, die eine im wesentlichen gleiche, ununterbrochene
Ringwand von einem Ende bis zum anderen darstellt. Die Füllöffnung erweitert sich
nach außen (s. Fig. 4 und 5), und es kann ein Spund oder Stopfen (hier nicht dargestellt)
eingebracht werden, der den Faßinhalt vollständig sichert.
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Die in den Fig. 6 und 7 dargestellte Ausbildung der Erfindung unterscheidet
sich von der nach den Fig. 4 und 5 nur wenig, und grundsätzlich ist die Bildung
einer kräftigen Füllöffnungsdurchbildung dieselbe, wie oben auseinandergesetzt.
Bei der Herstellung tritt einige Ersparnis dadurch ein, daß der Stutzen an der Faßwand
I2 fortfällt, und wo das gewünscht ist, kann der Block 200 SO ausgebildet werden,
daß sein Loch 202 mit der Öffnung 204 in der Faßwandung I2 bündig liegt. Die Öffnungen
202 und 204 bilden zusammen die Füllöffnung, und wenn diese stutzenlose Füllöffnung
hergestellt werden soll, wird die die Öffnung 204 bildende Kante der Wand I2 abgeschrägt,
206, um mit einem winkligen Rande 208 des Blocks 200 zusammenzuwirken. Dieser befindet
sich dort, wo die Unterfläche des Blockes 200 und die Fläche, die das Loch 202 bildet,
zusammenstoßen. Wenn der Block 200 sich an seinem Platz befindet, so liegt seine
untere Fläche unmittelbar auf der Außenfläche der Wandung 12, und eine Schweißnaht
füllt die Rinne, die durch die entgegengesetzt geneigten Flächen 206 und 208 gebildet
wird. Auf diese Weise wirkt die Blocköffnung 202 mit der Wandöffnung 204 und der
Schweißnaht 210 zur Bildung einer Füllöffnung zusammen, die eine vollständig glatte
ununterbrochene Ringwandung von einem bis zum anderen Ende darstellt.
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Am äußeren Umfange des Blockes 200 befindet sich eine Schweißnaht
24, die zusammen mit der Schweißnaht 210 den Block an seiner Stelle hält, und wenn
ein Spund in die Füllöffnung eingetrieben wird, so wird die Spannung, die sonst
auf das verhältnismäßig weiche Material der Wandung I2 ausgeübt würde, vom Block
200 aufgenommen.
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Daraus, daß eine Anzahl Durchbildungen der Erfindung dargestellt und
beschrieben worden sind, ergibt sich für den Fachmann, daß weitere Abu eichungen
von den bestimmten, dargestellten l)urchbildungen auftreten können, ohne daß dadurch
der Bereich der Erfindung, wie er aus den Ansprüchen hervorgeht. verlassen wirt.
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PATENTANSPR;CHE: I. Spundlochverstärkung für Metallfässer, dadurch
gekennzeichnet, daß ein mit einer Öffnung (30, In6,202) zur Aufnahme des Spundes
versehener Verstärkungsblock (20, IO6, 200) bündig mit der Faßöffnung (I4, IOO,
204) aiif der Außenseite des Fasses liegt und mit dieser eine Füllöffnung bildet,
und daß er mit dem Faß (10) durch eine um die Füllöffnung laufende Schweißnaht (24,
114, 210) verbunden ist.