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DE816393C - Strangpresse zur Herstellung von gefuellten Rohren, insbesondere Lotdraht - Google Patents

Strangpresse zur Herstellung von gefuellten Rohren, insbesondere Lotdraht

Info

Publication number
DE816393C
DE816393C DEP8029D DEP0008029D DE816393C DE 816393 C DE816393 C DE 816393C DE P8029 D DEP8029 D DE P8029D DE P0008029 D DEP0008029 D DE P0008029D DE 816393 C DE816393 C DE 816393C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
recipient
extrusion press
filled
punch
filler
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP8029D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Koehler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP8029D priority Critical patent/DE816393C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE816393C publication Critical patent/DE816393C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/40Making wire or rods for soldering or welding
    • B23K35/406Filled tubular wire or rods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Extrusion Of Metal (AREA)

Description

  • Strangpresse zur Herstellung von gefüllten Rohren, insbesondere Lotdraht Die Erfindung bezieht sich auf eine Strangpresse von mit auch im kalten Zustand plastischen Werkstoffen gefüllten Rohren, insbesondere von einem mit einer oder mehreren Bohrungen versehenen, in den Bohrungen mit Flußmitteln gefüllten Lotdraht.
  • Es ist bekannt, den aus Lotmetall bestehenden rohrförmigen Mantel durch Strangpressen herzustellen. Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, das Füllmittel in (las Rohr beim Strangpressen einzuführen. Hierbei ist die Vorrichtung so ausgebildet, (laß das formgebende Werkzeug für das gefüllte Rohr sich an einer Seite des das Preßgut umgebenden Behälters befindet, während der Preßstempel von der anderen Seite wirkt und das Preßgut durch (las Werkzeug preßt. Bei einer solchen Anordung entstehen sehr hohe Reibungskräfte, da während des Preßvorganges sich das gesamte Preßgut längs der Behälterwandung bewegt, bis der Preßstempel bis zu dem Werkzeug vorgedrungen ist. Man benötigt hierfür sehr hohe Kräfte, insbesondere da während des Strangpressens des rohrförrnigen Mantels das Flußmittel zum Eintreten in das gebildete Rohr mitgerissen werden muß. Das Auftreten der hohen Reibungskräfte hatte zur Folge, daß man den Behälter jeweils nur mit wenig Preßgut versehen konnte. Außerdem ließ sich jeweils nur ein Lotdraht auf diese Weise herstellen.
  • Die Erfindung hat eine Strangpresse zum Herstellen von gefüllten Rohren zum Gegenstand, bei der das formgebende Werkzeug für die Bildung des gefüllten Rohres mit der Zuführung des Füllmittels unmittelbar in dem Preßkolben angeordnet ist. Vorteilhaft ist hierbei der Rezipient beweglich, und der Preßkolben wird feststehend und hohl ausgebildet. Der Kolben erhält an seiner Bohrung an dein in den Rezipienten eingreifenden Ende eine mit einer Matrize versehene, die Bohrung abschließende Platte.
  • Außerdem wird ein von außen in die Bohrung eintretendes Zuführungsrohr für das Füllmaterial vorgesehen, das durch die Platte hindurchgeführt und auf der dem Rezipienten zugekehrten Seite um i8o° umgelenkt ist. Das Ende des Zuführungsrohres wird düsenförmig ausgebildet und reicht koaxial mit der Matrize bis in die Matrizenöffnung hinein.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung hat den Vorzug einer wesentlichen Verkürzung des Reibungsweges und damit einer erheblichen Druckersparnis. Sie ermöglicht erst ein einwandfreies und einfaches Herstellen von gefüllten Rohren. Die Verminderung der Reibung und des Druckes hat zur Folge, daß bei mindestens gleicher Leistung gegen früher die Knickbeanspruchung des Stempels verringert wird und der Rezipientendurchmesser vergrößert werden kann. Es kann ferner das Gewicht, d. h. der Materialeinsatz gegenüber den bisher verwendeten Pressen beträchtlich herabgesetzt werden, wobei dennoch eine höhere Leistung zu erwarten ist. Außerdem ist bei benötigter Wärmezufuhr der Einbau elektrischer Heizung möglich gemacht. Die stehende :Anordnung der Strangpresse erlaubt weiterhin die Verwendung mehrerer Rezipienten für das gleiche Werkzeug, so daß schon während des Preßvorganges ein zweiter Rezipient gefüllt werden kann. Wärme- und Zeitverluste werden dadurch vermieden. Hierbei ist auch eine Innenbeheizung durch einen entsprechenden Heizkörper für beide Füllzylinder möglich.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können mehrere Adern des gefüllten Rohres gleichzeitig in einem Stempel gepreßt werden. Es lassen sich ohne Schwierigkeit zwei oder mehrere formgebende Werkzeuge mit Füllanordnung in dem Stempel unterbringen, Hierbei wird der Stempel ringförmig oder ringförmig geschlitzt ausgebildet. ,Man kann ihn aber auch massiv ausführen und mit zwei- oder mehrfachen Ausfräsungen versehen. Das Erzeugnis bekommt hierbei nur eine Schnittfuge. Gerade die erfindungsgemäße Kombination macht die gleichzeitige Herstellung mehrerer gefüllter Adern leicht möglich, da der Preßdruck wesentlich herabgesetzt werden kann, einerseits durch die Verminderung der Reibung bei der stehenden Pressenanordnung und andererseits durch Vervielfachung der Preßquerschnitte, wodurch die Beherrschung des Druckes zur Erzielung eines einwandfreien Erzeugnisses leichter wird. Auch die Temperatur läßt sich hierbei besser regeln. Die Zuführung des Füllmittels bietet keine Schwierigkeit, da sie zentral in (lein Stempel erfolgt. Die Erfindung läßt weiterhin die Herstellung zweier Füllungen in einem Erzeugnis zu, wobei die Füllungen durch eine Zwischenwand getrennt sind.
  • Es können gemäß der Erfindung alle Profile verschiedenster Art angefertigt "-erden. Weiterhin können in das Erzeugnis bei entsprechender Ausbildung des Werkzeugs weiche und harte Stoffe eingeführt werden, z.13. Ileiz(lriilite oder Heizspiralen in keramischer Masse, die das NWerl;zeug auch spiralförmig verlassen können. Die Anlage kann schließlich insbesondere bei schwenkbarer Anordnung des Rezipienten auch für viele andere Arten der Fabrikation und für die Verarbeitung fast aller Stoffe Verwendung finden.
  • Die Erfindung ist vornehmlich zur Herstellung von gefülltem Lotdraht in allen Dicken geeignet, insbesondere aber auch von. geringerem Durchmesser, als allgemein üblich. Das Füllmittel kann ein Flußmittel, z. B. Kolophonium sein. Es kann auch ein Desoxydations- oder 1\'edul;tiolisniittel verwendet werden.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Fig. i zeigt in schematischer Darstellung eine Strangpresse gemäß der Erfindung zur Herstellung von gefüllten Rohren, insbesondere Lotdraht; die Fig. 2, 3 und 4 veranschaulichen verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung des Stempels iin Querschnitt; Fig. 5 und 6 stellen in Ansicht und iin Schnitt nach der Linie VI-VI die Zuführungsanordnung des Füllmittels dar.
  • Die Strangpresse gemät3 der Erfindung wird vorteilhaft als stehende Presse ausgebildet. Sie besteht im wesentlichen aus dein vertikal an den Sätileil i geführten Tisch 2, der durch einen liy-di-aulisch angetriebenen Kolben 3 liin und her bewegt werden kann. Die Säulen sind oben durch eine feststehende Traverse 4 verbunden, an der sich der Stempel 5 befindet, der ebenfalls feststeht. Mit dein Tisch bewegt sich vertikal der (las I'i-eßgut aufnehmende Rezipient 6, der von (lein Arin 7 gehalten wird und um die in der Zeichnung rechts befindliche Säule i schwenkbar ist.
  • Der Stempel 5 ist hohl ausgebildet und enthält vorzugsweise mehrere Werkzeuge zuni gleichzeitigen Pressen mehrerer Adern. In (lein Ausführungsbeispiel weist der Stempel den in Fig. 2 dargestellten Ouerschnitt auf, d. h. ringförmig. voll oder auch geschlitzt, je nachdem, wie (las entstehende Mohr abgeführt wird. Der Querschnitt des Stempels kann auch massiv mit zwei oder mehrfachen Ausfräsungen ausgebildet werden, wie ei- iil den Fig. 3 und 4 veranschaulicht ist. In denn Holilstenipel 5 der Fig. 3 ist ein Werkzeughalter 8 angeordnet, der zugleich zur Zuführung und Verteilung des Füllmittels dient. Der Halter 8 ist zur Aufnabnie von drei Werkzeugen 9 vorgesehen, durch die (las Rohr erzeugt wird. Unterhall> der Werkzeuge werden düsenartig ausgebildete Dorne io angeordnet, durch die das Füllmittel für die Herstellung gefüllter Rohre zugeleitet wird, und zwar kann es vorteilhaft in der Weise geschehen, daß von einem über der Strangpresse angeordneten Behälter ein Zulauf i i durch den Hohlstempel führt, der an die zentrale Bohrung n2 des Halters 8 angeschlossen wird. Von hier verteilt sich die weitere Zuführung zu den einzelnen Düsenkörpern io, wie aus dein Querschnitt der Fig. 6 ersichtlich ist. Der untere Teil des Halt-crs 8 und die Düsenkörper to sind zur Verringerung des Widerstandes nach strömungstechnischen Gesichtspunkten, d. h. tropfenförmig ausgebildet.
  • Der um die Säule i drehbare Arm ist doppelseitig bzw. mehrfach ausgebildet. So trägt beispielsweise der Arm 13 ebenfalls einen Rezipienten (nicht dargestellt), der zu dem Rezipienten 6 um i,So° versetzt ist. Der Arm kann auch dreifach ausgebildet sein. Das Schwenken der Rezipienten unter den Stempel geschieht auf dem Tisch 2, der entsprechend verlängert werden kann.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung geschieht wie folgt: Nach Füllen des Rezipienten 6 mit dem Preßgut wird er unter den feststehenden Stempel 5 geschwenkt und durch eine Vorrichtung festgestellt. Alsdann wird der Rezipient durch den Tisch und den Kolben 3 vertikal dem Stempel und damit den formgebenden Werkzeugen entgegengeführt, wodurch das fortlaufende Rohr erzeugt wird. Zugleich läßt man das Füllmittel aus den Düsenkörpern io entweder durch die eigene Schwerkraft oder durch Unterdrucksetzen austreten. Der Füllmittelstrom bildet in Verbindung mit dem Düsenkörper den Dorn für das zu erzeugende Rohr und füllt dieses sogleich. Die gefüllten Rohre treten entweder aus den Schlitzen rd des Stempels aus oder sie werden erst bis Tiber die Traverse d. geführt und dann umgeleitet und aufgewickelt. Das Füllmittel läuft nach Art einer Fontäne in das durch die formgebenden Werkzeuge eben erzeugte Rohr ein. Beim fortgeschrittenen Prozeß saugt das gefüllte und damit geschlossen wirkende Rohr das Füllmittel förmlich nach, wodurch ein einwandfreies Füllen zugleich mit der Rohrherstellung und ein Heruntergehen auf wesentlich geringere Rohrdurchmesser als bisher möglich ist. Während des Preßvorganges kann der zweite Rezipient gefüllt werden, womit Zeitverluste vermieden werden. Es ergibt sich dadurch der weitere Vorteil, daß die Wärmeregulierung einfacher und besser gestaltet werden kann. Z. B. kann sich über dem freien Rezipienten ein stempelartig ausgebildeter Heizkörper befinden, der während des Preßvorganges durch das Hochgehen des Rezipienten in das Füllgut eintaucht. Man erzielt damit eine wirksame Innenbeheizung.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zur Herstellung nur einer gefüllten Ader, noch vorteilhafter mehrerer Adern zugleich durchgeführt werden. In Verbindung mit einer solchen Anordnung der Strangpresse, bei der der Rezipient dein Stempel mit dein forriigebenden Werkzeug entgegengeführt wird, wird durch das Pressen mehrerer Adern eine wesentliche Druckersparnis erzielt. Dadurch hat man die Regulierung des Druckes am Anfang und Ende des Preßvorganges besser und leichter in der Hand als bisher. Der Erfindungsgegenstand bietet aber auch eine bessere Möglichkeit der Regulierung der Wärme des Preßgutes. Dadurch wird die sicher laufende Herstellung eines einwandfreien Erzeugnisses wesentlich gefördert.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Strangpresse zur Herstellung von mit auch im kalten Zustand plastischen Werkstoffen gefüllten Rohren, insbesondere von einem mit einer oder mehreren Bohrungen versehenen, in den Bohrungen mit Flußmittel gefüllten Lotdraht, mit einem Preßkolben und einem das Preßgut aufnehmenden Rezipienten, die gegeneinander eine Relativbewegung ausführen, dadurch gekennzeichnet, daß das formgebende Werkzeug für die Bildung des gefüllten Rohres und die Zuführung des Füllmittels unmittelbar in dem Preßkolben angeordnet sind.
  2. 2. Strangpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rezipient beweglich und der Preßkolben feststehend hohl ist, wobei letzterer in seiner Bohrung an dem in den Rezipienten eingreifenden Ende eine mit einer Matrize versehene, die Bohrung abschließende Platte (8) aufweist und der Stempel ein von außen in die Bohrung eintretendes Zuführungsroter (i i) für das Füllmaterial besitzt, das durch die Platte (8) hindurchgeführt und auf der dem Rezipienten zugekehrten Seite um i8o° umgelenkt ist und dessen Ende düsenförmig ausgebildet ist und koaxial mit der Matrize bis in die Matrizenöffnung hineinreicht.
  3. 3. Strangpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Platte (8) zwei oder mehrere Matrizen mit entsprechenden Füllanordnungen (io) vorgesehen sind. .I.
  4. Strangpresse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (5) über der Platte (8) ringförmig oder ringförmig geschlitzt oder massiv mit zwei- oder mehrfachen Ausfräsungen ausgebildet ist.
  5. 5. Strangpresse nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllmittelbehälter in einer zur Erreichung des erforderlichen Druckes ausreichenden Höhe über dem feststehenden Stempel (5) angeordnet ist.
  6. 6. Strangpresse nach den Ansprüchen i bis 5, gekennzeichnet durch mehrere Rezipienten für das gleiche Werkzeug bzw. den gleichen Stempel in schwenkbarer Anordnung.
  7. 7. Strangpresse nach den Ansprüchen i bis 6, gekennzeichnet durch eine Heizung, vorzugsweise elektrischer Art, im Stempel und im Rezipienten.
DEP8029D 1948-10-02 1948-10-02 Strangpresse zur Herstellung von gefuellten Rohren, insbesondere Lotdraht Expired DE816393C (de)

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