DE815850C - Vorrichtung zur Aufzeichnung veraenderlicher, physikalischer Vorgaenge - Google Patents
Vorrichtung zur Aufzeichnung veraenderlicher, physikalischer VorgaengeInfo
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- DE815850C DE815850C DEP32205A DEP0032205A DE815850C DE 815850 C DE815850 C DE 815850C DE P32205 A DEP32205 A DE P32205A DE P0032205 A DEP0032205 A DE P0032205A DE 815850 C DE815850 C DE 815850C
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- G—PHYSICS
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Description
- Vorrichtung zur Aufzeichnung veränderlicher, physikalischer Vorgänge Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufzeichnung veränderlicher, physikalischer Vorgänge und hat insbesondere Bedeutung für registrierende Meßgeräte. Es sind bereits registrierende Schreibvorrichtungen zur Aufzeichnung von Kurvenzügen, Meßergebnissen o. dgl. bekannt, bei denen die Aufzeichnung mit Hilfe eines Lichtschreibverfahrens erfolgt. Zu diesem Zweck ist der Schriftträger meist als lichtempfindliches Papier ausgebildet, und die Aufzeichnung erfolgt derart, daß ein Lichtstrahl über entsprechende Ablenkungseinrichtungen auf den Schrift träger gelenkt wird. Bei solchen registrierenden Geräten ist eine unmittelbare Auswertung der Aufzeichnung nicht oder nur in bedingtem Maße möglich, da die lichtempfindliche Schicht nach der Aufzeichnung erst einem Entwicklungs- und Fixierungsprozeß unterworfen werden muß.
- Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein unmittelbar wirksames Lichtschreibverfahren zu schaffen, bei dem keine Entwicklung und Fixierung eines licht empfindlichen Materials notwendig ist.
- Die Erfindung besteht darin, daß eine Vielzahl von lichtempfindlichen Halbleitern vorgesehen ist, von denen jeder derart mit einem ihm zugeordneten Schreibstift versehen ist, daß die einzelnen Schreibstifte als Elektrode für die Zuleitung elektrischer Ströme ausgebildet sind und die Aufzeichnung durch chemische Reaktion auf dem Schrift träger, z. B.
- Papier, erfolgt.
- Die Schreibstifte sind zweckmäßig nebeneinander in einer Reihe angeordnet und werden vorzugsweise durch Federdruck gegen den Schriftträger angedrückt.
- Die lichtempfindlichen Halbleiter sind zweckmäßig lang und schmal ausgebildet. Dementsprechend ist auch das Lichtbündel so zu bemessen, daß es als schmales langes Lichtband jeweils auf einen langgestreckten, schmalen, licht empfindlichen Halbleiter auftrifft. Zur leichteren Erzeugung eines solchen Lichtbandes sind Lichtquelle und Optik dementsprechend auszubilden; so kann die Lichtquelle beispielsweise eine Glühlampe mit langgestrecktem Faden oder eine Quecksilberdampfkapillarlampe Sein, so daß die Lichtquelle an sich schon ein schmales langgestrecktes Lichtbündel abgibt. tber geeignete Spiegel und Optiken, evtl.
- Zylinderoptiken, läßt sich dann ein gewünschtes schmales Lichtband erzielen.
- Die lichtempfindlichen Halbleiter mit innerem lichtelektrischem Effekt oder Sperrschichtphotoeffekt können mit metallischen Längsbelegungen versehen sein, die an geeigneter Stelle Schreibstifte tragen. Die Stromzuleitung wird dann so vorgenommen, daß die Spannungsquelle einerseits an den Halbleitern liegt, während der andere Pol zur Schreibwalze geführt ist und der Strom das elektrisch empfindliche Papier oder einen anderen geeigneten Schriftträger durchfließt.
- Das Lichband macht den unter ihm liegenden Halbleiterabschnitt leitend, so daß jeweils der darunterliegende Schreibstift zur Stromführung herangezogen wird.
- Es ist hierbei nicht unbedingt notwendig, daß die licht empfindlichen Halbleiter unmittelbar mit den Schreibstiften in Verbindung stehen. Es wäre durchaus möglich, die einzelnen Photozellen auch weiträumiger an geeigneter Stelle, beispielsweise auf einen Kreisbogen verteilt, anzuordnen und gesonderte, elektrische Zuleitungen von innen aus zu den Schreibstiften vorzusehen. In diesem Falle würde sich lediglich eine kammartige Anordnung von Schreibstiften über dem zu beschriftenden Papier befinden. Für die Anbringung der lichtempfindlichen Halbleiter selbst kann jede andere Anordnung, die sich hierzu eignet, verwendet werden. Selbstverständlich können auch Verstärker zwischengeschaltet werden, die gegebenenfalls durch dauernde Umschaltung mit einer einzigen Röhre auskommen. Es ist daher auch nicht notwendig, die Lichtquelle und die Optik in der oben beschriebenen Weise zu gestalten, sondern man kann auch entsprechend der Abmessungen und Anordnung derPhotozellen Lichtbündel von anderen Formen verwenden.
- Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert. In Fig. I ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in ihren für die Erfindung wesentlichen Teilen rein schematisch veranschaulicht. Das elektrisch empfindliche Papier I ist über eine Rolle 2 geführt. Mit 3 ist eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden, lichtempfindlichen Halbleitern mit innerem lichtelektrischem Effekt bezeichnet. Diese Halbleiter, die gegebenenfalls auch ein einziges zusammenhängendes Stück sein können, sind an ihrer Unterseite mit metallischen Längsbelegungen 4 verbunden, die wiederum mit federnden Schreibstiften 5 in Verbindung stehen.
- Das Lichtband ist mit 6 bezeichnet und wird durch eine nicht dargestellte Spiegeleinrichtung auf den Halbleiter 3 gelenkt, wobei je nach der Ablenkung ein unter dem Lichtband liegender Halbleiterabschnitt leitend wird, so daß der entsprechende Schreibstift zur Stromführung herangezogen wird.
- Diese Wirkungsweise ist in Fig. 2 veranschaulicht.
- Mit 7 ist dabei eine Stromquelle bezeichnet, deren einer Pol mit der Halbleiterschicht 3 verbunden ist, während der andere Pol an eine Walze 2, die zu diesem Zweck aus leitendem Material besteht, geführt ist.
- Der Stromfluß erfolgt entsprechend der Stellung des Lichtbandes 6 über einen unter dem Lichtband 6 liegenden Schreibstift 5 durch das elektrisch empfindliche Papier I hindurch.
- In Fig. 3 sind zwei Ausführungsbeispiele für die Lichtquelle schematisch veranschaulicht. Im oberen Teil der Fig. 3 ist eine Quecksilberdampfkapillarlampe schematisch dargestellt, während im unteren Teil eine Glühlampe mit langgestreckter Wendel zur Darstellung gelangt ist. Durch eine solche Ausbildung der Lichtquelle läßt sich besonders gut ein schmales langgestrecktes Lichtband erzeugen.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zur Aufzeichnung veränderlicher, physikalischer Vorgänge, insbesondere registrierendes Meßgerät mit Lichstrahlaufzeichnung, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von lichtempfindlichen Halbleitern, von denen jeder derart mit einem ihm zugeordneten Schreibstift versehen ist, daß die einzelnen Schreibstifte als Elektroden für die Zuleitung elektrischer Ströme ausgebildet sind und die Aufzeichnung durch chemische Reaktion auf dem Schriftträger, z. B. Papier, erfolgt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibstifte nebeneinander angeordnet sind und vorzugsweise durch Federdruck an den Schriftträger angepreßt werden.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden, langgestreckten Halbleitern oder ein zusammenhängender Halbleiter mit einer Vielzahl von langgestreckten, schmalen, leitenden Längsbelegungen versehen ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines der Form der einzelnen Halbleiter oder Halbleiterabschnitte entsprechend gestalteten Lichtbandes von schmaler und langgestreckter Form.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP32205A DE815850C (de) | 1949-01-22 | 1949-01-22 | Vorrichtung zur Aufzeichnung veraenderlicher, physikalischer Vorgaenge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP32205A DE815850C (de) | 1949-01-22 | 1949-01-22 | Vorrichtung zur Aufzeichnung veraenderlicher, physikalischer Vorgaenge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE815850C true DE815850C (de) | 1951-10-04 |
Family
ID=7372646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP32205A Expired DE815850C (de) | 1949-01-22 | 1949-01-22 | Vorrichtung zur Aufzeichnung veraenderlicher, physikalischer Vorgaenge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE815850C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970472C (de) * | 1954-05-23 | 1958-09-25 | Wilhelm Frede | Registriervorrichtung fuer schnell verlaufende Vorgaenge |
| DE1068903B (de) * | 1959-11-12 | |||
| DE1146664B (de) * | 1957-06-14 | 1963-04-04 | Hartmann & Braun Ag | Messstellenumschalter, insbesondere fuer Kompensationsmessgeraete |
| DE1285752B (de) * | 1962-08-09 | 1968-12-19 | Hellige & Co Gmbh F | Vorrichtung zur Amplituden-Registrierung, insbesondere schnell ablaufender, in elektrische Strom- und Spannungsschwankungen uebersetzbarer Vorgaenge |
-
1949
- 1949-01-22 DE DEP32205A patent/DE815850C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1068903B (de) * | 1959-11-12 | |||
| DE970472C (de) * | 1954-05-23 | 1958-09-25 | Wilhelm Frede | Registriervorrichtung fuer schnell verlaufende Vorgaenge |
| DE1146664B (de) * | 1957-06-14 | 1963-04-04 | Hartmann & Braun Ag | Messstellenumschalter, insbesondere fuer Kompensationsmessgeraete |
| DE1285752B (de) * | 1962-08-09 | 1968-12-19 | Hellige & Co Gmbh F | Vorrichtung zur Amplituden-Registrierung, insbesondere schnell ablaufender, in elektrische Strom- und Spannungsschwankungen uebersetzbarer Vorgaenge |
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