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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einheit zum Prüfen der
Dosierung einer pharmazeutischen Substanz in einer Produktionsmaschine.
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Insbesondere
ist die vorliegende Erfindung vorteilhaft anzuwenden in einer Kapselfüllmaschine zur
Herstellung von Hartgelatinekapseln für pharmazeutische Zwecke, vom
Typ mit einem Kapseldeckel und einem Kapselkörper, enthaltend Dosierungen
einer pharmazeutischen Substanz in Pulver- oder Partikelform, auf welche sich
die vorliegende Beschreibung bezieht, jedoch ohne den Zweckbereich
der vorliegenden Erfindung zu begrenzen.
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Allgemein
gesprochen enthält
eine Kapselfüllmaschine
zur Herstellung pharmazeutischer Kapseln grundlegend eine Trommel,
welche sich um eine vertikale Drehachse dreht, und einen kreisförmigen feststehenden
Behälter,
welcher die in die Kapseln durch Dosierung einzuführende pharmazeutische Substanz
enthält.
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Die
Trommel handhabt und positioniert die mit der pharmazeutischen Substanz
zu füllenden Kapseln
durch Trennen des Kapseldeckels von dem Kapselkörper und dann durch erneutes
Schliessen derselben, sobald sie gefüllt sind.
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Die
Trommel, an welche der die zu dosierende Substanz enthaltende Behälter angeschlossen
ist, hat ebenfalls eine Anzahl von Dosierelementen, dazu bestimmt,
eine entsprechende Dosis der Substanz aus dem Behälter aufzunehmen
und jeweils eine jede Dosis in den Kapselkörper zu geben, bevor der Kapselkörper wieder
mit dem entsprechenden Kapseldeckel verschlossen wird.
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Nach
einem bekannten Dosierverfahren führen die Dosierelemente, jedes
bestehend aus einem hohlen Stempel, der einen Hohlzylinder bildet
und einen Kolben mit wechselweiser Bewegung aufnimmt, die folgenden
Betriebsphasen eine nach der anderen aus: einen vertikalen Hub des
Hohlzylinders in den Behälter
zum Eintauchen in die pharmazeutische Substanz, bis der Zylinder
den Boden des Behälters berührt, wobei
eine Dosis oder ein Pfropfen von Substanz im Inneren des Hohlzylinders
gebildet wird; eine Abwärtsbewegung
durch den Kolben, um die Dosis der pharmazeutischen Substanz zu
komprimieren; eine anschliessende rücklaufende Aufwärtsbewegung
des Hohlzylinders mit der noch darin enthaltenen gepressten Dosis,
um die Dosis aus dem Behälter
zu nehmen; und schliesslich wird mit einer Druckbewegung des Kolbens
nach unten die komprimierte Dosis in den betreffenden Kapselkörper abgegeben,
und zwar nach einer axialen Bewegung, dazu bestimmt, den Kapselkörper durch
die Umdrehung der Trommel zu dem angehobenen Hohlzylinder auszurichten.
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Um
die Dosis korrekt aufzunehmen und sie dann in den Kapselkörper zu
füllen,
aber vor allem, um zu sichern, dass jede Kapsel eine Dosis der pharmazeutischen
Substanz enthält,
deren Gewicht innerhalb eines vorgegebenen Gewichtsbereiches liegt,
wird der vertikale Hub des sich im Inneren des Hohlzylinders befindenden
Kolbens entsprechend reguliert, und zwar in beiden Richtungen je
nach den Werten, die als Konstante festgelegt und mit der Bewegung
des Hohlzylinders synchronisiert sind.
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Um
zu prüfen,
ob das Gewicht der Dosierungen der pharmazeutischen Substanz in
den Kapseln korrekt ist, bezieht ein bekanntes Prüfverfahren
die Verwendung von Präzisionswaagen
mit ein, auf welche die als Muster von dem Ausgangsabschnitt einer Kapselfüllmaschine
entnommenen Kapseln gelegt werden.
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Da
solche Waagen sehr lange Setzzeiten während der Wiegephasen haben,
kann dieses Verfahren nicht dazu verwendet werden, alle durch die Kapselfüllmaschine
hergestellten Kapseln zu prüfen, da
dies sehr stark den Produktionsfluss verlangsamen würde.
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Um
das oben erwähnte
Problem zu lösen, das
heisst alle produzierten Kapseln zu prüfen, ohne den Produktionsfluss
zu verlangsamen, sind die heutigen modernen Kapselfüllmaschinen
mit Prüfvorrichtungen
versehen, die dazu bestimmt sind, die nach unten drückende Kraft
der Kolben während
der Dosierphase zu erfassen und den Kolbenhub unter Rückmeldung
zu prüfen,
wenn die genannte Kraft Dosierungen der pharmazeutischen Substanz
mit nicht akzeptierbaren Gewichtswerten liefert.
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Bei
der beschriebenen Kapselfüllmaschine, zum
Beispiel in dem
US-Patent Nr.
US 6.327.835 , ist jeder Dosierkolben einer sich mit schrittweiser
Bewegung drehenden Trommel mit einem Kraftfühler versehen, angeschlossen über ein Übertragungssystem mit
Verbindungskabeln an eine Prüfeinheit,
die dazu bestimmt ist, während
jeder Pause in der schrittweisen Umdrehung der Trommel ein Signal
zu empfangen, das sich auf einen Kompressionskraftwert des Kolbens
bezieht, um den genannten Wert mit einem vorgegebenen Bezugswert
zu vergleichen und ein Rückführsignal
auszusenden, um die Kolbenführeinheit
während
der Dosierphase der pharmazeutischen Substanz zu regulieren.
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Die
in dem genannten US-Patent beschriebene Prüfeinheit ist nutzbringend zu
verwenden nur bei Kapselfüllmaschinen
mit wechselweiser Bewegung, jedoch kann sie natürlich, zurückzuführen auf die Übertragungssysteme
mit Verbindungskabeln, nicht bei einer Kapselfüllmaschine verwendet werden,
deren Trommel sich kontinuierlich mit einer Drehgeschwindigkeit
dreht, welche heute als sehr hoch bezeichnet werden kann.
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Zweck
der vorliegenden Erfindung ist daher, die oben erwähnten Nachteile
und Probleme der bekannten Technik zu überwinden.
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Insbesondere
ist Zweck der vorliegenden Erfindung, eine Prüfeinheit vorzusehen, welche
eine leistungsfähige
Gewichtskontrolle aller der von einer Kapselfüllmaschine hergestellten Kapseln
erlaubt, ob diese nun mit kontinuierlicher oder wechselweiser Bewegung
arbeitet.
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Demgemäss sieht
die vorliegende Erfindung eine Einheit zum Prüfen der Dosierung einer pharmazeutischen
Substanz in einer Kapselfüllmaschine
vor, bestimmt zur Produktion von Kapseln vom Typ mit einem Kapseldeckel
und einem Kapselkörper,
wobei die Maschine eine feststehende Struktur enthält, versehen
mit einer Drehtrommel zum Halten einer Anzahl von Kapseln an ihrem
Rand, zum Öffnen
jeder Kapsel durch Trennen des Kapseldeckels von dem Kapselkörper, zum
Füllen
des Kapselkörpers
mit einer Dosis der pharmazeutischen Substanz, und dann zum Schliessen
des Kapselkörpers
wieder mit dem entsprechenden Kapseldeckel. Die Drehtrommel hat einen
die pharmazeutische Substanz enthaltenden Behälter und trägt eine Anzahl von Dosierelementen, jedes
enthaltend wenigstens einen Kolben, der im Inneren eines Hohlzylinders
gleitet, um eine Dosis der Substanz aus dem Behälter aufzunehmen und zu pressen
und diese dann in einen Kapselkörper
einer Kapsel zu füllen.
Die Einheit ist dadurch gekennzeichnet, dass sie an einem jeden
Kolben angebrachte Fühlermittel
enthält,
um einen Druckwert des Kolbens auf die Dosis zu erfassen; Übertragungsmittel,
angeschlossen an die Fühlermittel,
zum Übertragen
des Wertes an ein Empfangselement durch die telemetrische Übertragung
eines entsprechenden Signals, wobei das genannte Empfangselement
an der Maschine befestigt ist, und zwar in wenigstens einem Bereich
der feststehenden Struktur. Stromspeisungsmittel sind ebenfalls
vorgesehen, um während
der Umdrehung der Trommel zyklisch die Fühlermittel und die Übertragungsmittel
zu aktivieren.
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Die
technischen Eigenschaften der vorliegenden Erfindung, in Übereinstimmung
mit den oben erwähnten
Zwecken, sind in den beiliegenden Patentansprüchen hervorgehoben, und die
Vorteile werden besser in der nachstehenden detaillierten Beschreibung
verdeutlicht, und zwar unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen,
welche eine vorgezogene Ausführung
der Erfindung darstellen, ohne des Zweckbereich des erfinderischen
Konzeptes zu begrenzen, und in welchen:
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1 eine
schematische Planansicht von oben, mit einigen Teilen der besseren
Klarheit wegen entfernt, von einer Kapselfüllmaschine ist, versehen mit
der Einheit zum Prüfen
der Dosierung einer Substanz nach der vorliegenden Erfindung ist;
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2 ist
eine Seitenansicht, teilweise im Querschnitt und mit einigen Teilen
entfernt, von einem Abschnitt der in 1 gezeigten
Kapselfüllmaschine
in einer Betriebsposition;
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3 ist
eine Seitenansicht, mit einigen Teilen entfernt und anderen im Querschnitt,
von der in 1 gezeigten Kapselfüllmaschine
in einer anderen Betriebsposition;
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4 ist
ein Ablaufdiagramm, welches den Betrieb der Einheit zum Prüfen der
Dosierung einer Substanz nach der vorliegenden Erfindung zeigt;
und
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5 ist
ein Ablaufdiagramm, welches den Betrieb eines Teils der in 4 gezeigten
Einheit zeigt.
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Unter
Bezugnahme auf die 1, 2 und 3 bezeichnet
die Nummer 1 eine Kapselfüllmaschine zur Herstellung
von Kapseln CF vom Typ mit einem Kapseldeckel C und einem Kapselkörper F,
enthaltend Dosierungen einer pharmazeutischen Substanz M in Pulver- oder Partikelform.
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Die
Maschine 1 enthält
grundlegend eine Trommel 2, die sich kontinuierlich um
eine vertikale Achse Z und in Uhrzeigerrichtung B dreht, wie in 1,
und deren Rand dazu bestimmt ist, die Kapseln CF in einer bekannten
Weise zu tragen und zu handhaben und die Kapseln CF in einem Winkel
zu positionieren, so dass sie mit den Dosierungen einer pharmazeutischen
Substanz M gefüllt
werden können,
indem der Kapseldeckel C von dem Kapselkörper F abgenommen und letzterer
nach dem Füllen wieder
verschlossen wird, und zwar nach einem in den 2 und 3 dargestellten
bekannten Verfahren. Die Trommel 2 ist an einen kreisförmigen Behälter 5 angeschlossen,
enthaltend die pharmazeutische Substanz M, die dem Behälter 5 durch
eine Zuführstation 100 (1)
zugeführt
wird.
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Die
Trommel 2 hat eine Anzahl von bekannten Dosierelementen 3,
jedes eine Dosierstation bildend und dazu bestimmt, Dosierungen
DS der Substanz M aus dem Behälter 5 aufzunehmen
und dann jede Dosierung DS in den Kapselkörper F der Kapsel CF zu füllen, bevor
der Kapselkörper
F wieder mit dem entsprechenden Kapseldeckel C verschlossen wird.
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Wie
in den 2 und 3 gezeigt ist, enthält jedes
Dosierelement 3 einen Kolben 8, welcher sich im
Inneren eines Hohlzylinders 4 bewegt. Es sollte beachtet
werden, dass jedes Dosierelement 3 vorzugsweise ein Paar
von Kolben 8 enthält,
welche sich im Inneren von jeweiligen Hohlzylindern 4 bewegen,
aber der Einfachheit halber wird in dieser Beschreibung nur auf
einen einzigen Kolben 8 und einen entsprechenden Zylinder 4 Bezug
genommen, ohne in irgend einer Weise den Anwendungszweck der Erfindung
zu begrenzen.
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Der
Zylinder 4 bewegt sich vertikal in beiden Richtungen, angetrieben
durch hier nicht gezeigte bekannte Antriebsmittel zwischen einer
gesenkten Position ( 2), in welcher der Hohlzylinder 4 in den
Behälter 5 eingetaucht
ist, und einer angehobenen Position, in welcher sich der Zylinder 4 ausserhalb
des Behälters 5 befindet
(3).
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Der
Kolben 8 ist dazu bestimmt, sich vertikal im Inneren des
Zylinders 4 zu verschieben, wieder in beiden Richtungen,
angetrieben durch hier nicht gezeigte bekannte Antriebsmittel auf
solche Weise, dass praktisch jedes Dosierelement 3 die
folgenden Betriebsphasen eine nach der anderen ausführt: einen
vertikalen Hub des Hohlzylinders 4 in den Behälter 5,
so dass er in die pharmazeutische Substanz M eingetaucht ist, bis
der Zylinder den Boden des Behälters 5 berührt, wobei
eine Dosis DS oder ein Pfropfen der Substanz M im Inneren des Hohlzylinders 4 gebildet
wird (2); eine Abwärtsbewegung des
Kolbens 8, um die Dosis DS der pharmazeutischen Substanz
M zu komprimieren (2); eine anschliessende rücklaufende
Aufwärtsbewegung des
Hohlzylinders 4 mit der sich noch im Inneren des Zylinders 4 befindlichen
komprimierten Dosis DS der Substanz M, um die Dosis aus dem Behälter 5 aufzunehmen;
schliesslich, durch einen Druck des Kolbens 8 nach unten
die Freigabe der komprimierten Dosis DS in den entsprechenden Kapselkörper F (3),
getragen von den Schlittenmitteln 7 an der Trommel 2.
Praktisch wird die aufzunehmende Dosis DS der Substanz M durch den Durchmesser
des Zylinders 4, durch die Ausgangsposition des Kolbens 8 und
den Abwärtshub
festgelegt.
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Wie
in den 1, 2, 4 und 5 gezeigt
ist, enthält
die Maschine 1 eine Einheit 6 zum Prüfen der
Dosierung einer Substanz M, welche wiederum für jedes Dosierelement 3 Fühlermittel 9 enthält, angeschlossen
an den Kolben 8, um Werte V zu erfassen und zu speichern,
die sich auf die Kompressionskraft beziehen, ausgeübt durch den
Kolben 8 auf die Dosis DS im Inneren des Hohlzylinders 4,
sowie Übertragungsmittel 10,
angeschlossen an die Fühlermittel 9,
um die Kompressionskraftwerte V an Empfangsmittel 11 zu übertragen, indem
entsprechende Übertragungssignale
S ausgesandt werden.
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Die
Einheit 6 enthält
ebenfalls Mittel 12, welche die Fühlermittel 9 und die Übertragungsmittel 10 eines
jeden Dosierelementes 3 mit Strom speisen und diese zyklisch
aktivieren.
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Wie
in den 1 und 5 gezeigt ist, enthalten die
Mittel 12 zur Stromspeisung und zyklischen Aktivierung
Mittel 13 zum Aktivieren der Übertragungsmittel 10,
eins für
jedes Dosierelement 3, positioniert an der Trommel 2,
sowie Stromspeisungsmittel 14 für die Aktiviermittel 13,
positioniert an einem feststehenden Abschnitt 15 der Maschine 1.
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Spezifischer
ausgedrückt,
und wie besser in 4 gezeigt ist, enthalten die
Mittel 12 zur Stromspeisung und zyklischen Aktivierung
zwei Statorelemente 14 (zum Beispiel Dauermagneten), positioniert
in entsprechenden festen Bereichen P und P1 der Maschine 1,
und ein Rotorelement 13 (zum Beispiel eine Wicklung), angeschlossen
an jedes der Dosierelemente 3. Bei einer nicht gezeigten
Ausführung
stimmen die Bereiche P und P1 überein,
so dass nur ein Statorelement 14 vorhanden ist. Jedes Rotorelement 13,
angeschlossen an eins der beiden Statorelemente 14, bilden
zusammen eine Transformatorgruppe zum Übertragen von Strom von dem Statorelement 14 auf
ein einzelnes Rotorelement 13, wenn sie während der
Umdrehung der Trommel 2 in der Richtung B dicht beieinander
angeordnet sind.
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Die Übertragung
von Strom ist dazu bestimmt, die Fühlermittel 9 und die Übertragungsmittel 10 zu
aktivieren, um in den Bereichen P und P1 das Erfassen eines Wertes
V zu erlauben, der sich auf die Kompressionskraft des Kolbens 8 auf
die Dosis DS bezieht, und anschliessend den Wert an die Mittel 10 zu
senden, und nur in dem Bereich P1 eine anschliessende telemetrische Übertragung
durch Radiofrequenz eines Signals S von den Übertragungsmitteln 10 an
die Empfangsmittel 11.
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Wieder
wie in dem Diagramm in 4 gezeigt ist, enthalten weitere
Mittel 14a zur Stromspeisung und zyklischen Aktivierung
ein drittes Statorelement 14b, angeordnet in einem dritten
festen, bestimmten Bereich P2 der Maschine 1, um die Aktivierung
eines einzelnen Rotorelementes 13 zu erlauben, das an jedem
der Dosierelemente 3 positioniert ist. Der Bereich P2 entspricht
dem Teil der Maschine 1, an welchem jede Dosis DS in einen
Kapselkörper F
eines Kapsel CF gefüllt
wird.
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Das
dritte Statorelement 14b in dem Bereich P2 befindet sich
im Verhältnis
zu der Drehrichtung B der Trommel 2 stromabwärts der
anderen beiden Statorelemente 14, welche in den Bereichen
P und P1 der feststehenden Struktur 15 der Maschine 1 sind.
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Ausserdem
speisen die Stromspeisungsmittel 14a die Übertragungsmittel 10 auf
solche Weise, dass die telemetrische Übertragung unter Verwendung
von Radiofrequenz und mit Hilfe eines Signals S1 an andere Mittel 41 von
einem Wert V1 erlaubt ist, der sich auf die Entladekraft bezieht,
erforderlich zum Abgeben der Dosis DS in den Kapselkörper F.
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Betrachtet
man die Konstruktionsdetails in den 2 und 5 mehr
in der Nähe,
so enthält jedes
Fühlermittel 9 einen
Druckwandler oder Dehnungsmesser 17, vorzugsweise eine
Ladezelle 17, positioniert am oberen Ende des Zylinders 4 und
angeschlossen in einer bekannten Weise an den Kolben 8.
Die Übertragungsmittel 10 enthalten
eine Übertragungseinheit 10,
zum Beispiel einen Transponder, für die Signale S und S1, angeschlossen
direkt an die Ladezelle 17, und welcher durch das Rotorelement 13 gespeist
werden kann, wenn letzteres durch das Statorelement 14 oder 14b aktiviert
wird.
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Die
Empfangsmittel 11 und 41, montiert an der feststehenden
Struktur 15 der Maschine 1, sind ebenfalls, zum
Beispiel durch ein Serienkabel, an eine Verarbeitungs- und Steuervorrichtung 16 vom Typ
mit einem Mikroprozessor angeschlossen.
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Bei
der vorgezogenen Ausführung
der offengelegten Erfindung sind die durch die Übertragungsmittel 10 an
die Empfangsmittel 11 übertragenen
Signale S und S1 elektrische Signale, welche moduliert werden, zum
Beispiel in Frequenz oder Amplitude.
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Insbesondere
sind solche modulierten Signale S und S1, wenn auch in einer nicht
begrenzenden Weise, vom digitalen Typ.
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Zum
Beispiel können
die Signale S und S1 binär
und vom bekannten Typ OOK sein, das heisst ON-Off-Keying, vorzugsweise
mit einer Frequenz von 433 MHz.
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Die
von den Empfängern 11 und 41 empfangenen
Signale S und S1 werden wiederum an die Mikroprozessorvorrichtung 16 übertragen,
so dass die Vorrichtung 16 die Werte V und V1 der Kompressionskraft
auf die Dosis DS und jeweils der Entladekraft der Dosis DS in den
Kapselkörper
F verarbeiten und diese mit den Bezugswerten VF und VF1 vergleichen
kann, die in einem Speicherbereich der Vorrichtung 16 sichergestellt
sind.
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Daher,
wenn der sich auf die Kompressionskraft des Kolbens 8 auf
die Dosis DS beziehende Wert V, erfasst durch die Ladezelle 17 und übertragen
an den Empfänger 11 und
dann an die Vorrichtung 16, nicht dem Bezugswert VF entspricht,
mit dem er verglichen wird, aktiviert die Vorrichtung 16 praktisch
Mittel 30, vorzugsweise von pneumatischer Art mit einem
Druckluftstrahl, um die Kapsel CF auszustossen, deren Dosis DS mit
einer Kompressionskraft von dem Wert V gepresst wurde, wobei die
Mittel 30 an einem Ausgangsabschnitt 31 der Maschine 1 positioniert
sind.
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Wenn
dagegen der Wert V1, der sich auf die Entladekraft bezieht, den
Grenzwert VF1 überschreitet,
hält die
Kapselfüllmaschine 1 automatisch
an, um jede folgende Möglichkeit
eines Schadens an dem Zylinder 4 und/oder dem Kolben 8 zu
verhindern.
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Wieder
wie in 4 gezeigt ist, enthält die Einheit 6 ebenfalls
eine Vorrichtung 32 zur manuellen Eingabe eines Gewichtswertes,
der zu dem vorgegebenen Wert für
die Dosierungen DS einer Substanz M wird, welche in die Kapseln
CF in der Maschine 1 eingefüllt werden sollen. Gleichermassen
kann auch ein Wert VF1, der einer Grenzkraft zur Abgabe der Dosis
DS in den Kapselkörper
F durch den Kolben 8 entspricht, manuell eingestellt werden.
Die Vorrichtung 32 ist, zum Beispiel durch ein Serienkabel,
an die Mikroprozessorvorrichtung 16 angeschlossen, deren
Speicher einen speziellen Algorithmus enthält zum Umwandeln des oben erwähnten Gewichtswertes
(zum Beispiel ausgedrückt
in Milligramm) in einen entsprechenden Druckkraftwert (zum Beispiel
ausgedrückt
in Newtons), welcher durch die Kolben 8 erzeugt werden
muss, und welcher die Bezugswerte VF und VF1 beschreibt.
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Die
Mikroprozessorvorrichtung 16 ist ebenfalls an eine Vorrichtung 33 zum
Wiegen der fertigen Kapseln CF mit einem vorgegebenen statistischen Takt
angeschlossen.
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Diese
Vorrichtung 33 ist dazu bestimmt, an die Mikroprozessorvorrichtung 16 ein
Signal SP auszusenden, das dem aktuellen Gewicht der Kapsel CF entspricht,
um durch Rückmeldung
ein Prüfen
des korrekten Ablaufs der Vergleiche zu erlauben, ausgeführt durch
die Mikroprozessorvorrichtung 16, und somit den korrekten
Betrieb der Prüfeinheit 6.
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Die
Mikroprozessorvorrichtung 16 steuert auch eine Vorrichtung 34 zum
Erzeugen eines Rückmeldesignals,
um den Hub eines jeden Kolbens 8 in dem entsprechenden
Hohlzylinder 4 zu regulieren, vorzugsweise basierend auf
einer Durchschnittsbewertung in einer bestimmten Produktionszeitspanne.
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Praktisch
arbeitet die Einheit 6 wie folgt.
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Bei
angehaltener Maschine 1 benutzt der Bedienende die Vorrichtung 32,
um den Gewichtswert einzustellen, welcher der vorgegebene Wert für die Dosierungen
DS einer Substanz M sein wird, die in die Kapseln CF eingefüllt werden
sollen. Auf diese Weise kann die Vorrichtung 16 den Bezugswert
VF der Kompressionskraft des Kolbens 8 verarbeiten. Der
Grenzwert VF1 der Entladekraft wird in der gleichen Weise eingestellt.
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An
diesem Punkt kann die Maschine 1 mit dem Produktionszyklus
beginnen, und wenn jedes Dosierelement 3 während der
kontinuierlichen Umdrehung der Trommel 2 zyklisch an das
erste Statorelement 14 gelangt, feststehend in dem ersten
vorgegebenen Bereich P, wird die Ladezelle 17 durch den Rotor 13 erregt,
dieser wiederum aktiviert durch den Stator 14, und kann
die Kompressionskraft des Kolbens 8 auf die Dosis DS im
Inneren des Zylinders 4 aufzeichnen. Danach bewegt sich
das Dosierelement 3 in den nächsten feststehenden Bereich
P1, in welchem das zweite Statorelement 14 vorhanden ist.
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Die
durch den Rotor 13 erregte Ladezelle 17 sendet
den vorher aufgezeichneten Wert V entsprechend der Kompressionskraft
des Kolbens 8 an das Übertragungsmittel 10,
welches ebenfalls durch den Rotor 13 erregt wird und das
Signal S an den feststehenden Empfänger 11 überträgt, welcher
wiederum dasselbe Signal S an die Mikroprozessorvorrichtung 16 sendet.
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Auf
diese Weise kann die Vorrichtung 16 den mit Hilfe des Signals
S übersandten
Wert V mit dem Bezugswert VF vergleichen und folgende Wahlen treffen:
wenn der Wert V innerhalb des um VF eingestellten vorgegebenen Bereiches liegt,
kann die fertige Kapsel CF als normal an dem Ausgangsabschnitt 31 der
Maschine 1 austreten. Wenn der Wert V im Verhältnis zu
dem Wert VF nicht akzeptierbar ist, das heisst, wenn der Wert V
nicht innerhalb des vorgegebenen Bereich um VF liegt, aktiviert
die Vorrichtung 16 die Ausstossmittel 30, um die
Kapsel CF aus der Kapselfüllmaschine 1 auszuwerfen
und abzuleiten in einen Ausschussbehälter (nicht gezeigt).
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Die
kontinuierliche Bewegung der Trommel 2 in der Richtung
B bringt dann das Dosierelement 3 an ein drittes Statorelement 14b,
positioniert in dem festgelegten Bereich P2 der Maschine 1,
wobei wieder die Ladezelle 17 aktiviert wird, um den Wert
V1 entsprechend der Entladekraft aufzuzeichnen, die durch den Kolben 8 auf
die Dosis DS ausgeübt
wird, während
die Dosis DS in den Kapselkörper
F gefüllt
wird.
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Dieser
Wert V1 wird unverzüglich
mit Hilfe des Signals S1 von dem Übertragungselement 10 an den
feststehenden Empfänger 41 und
dann an die Mikroprozessorvorrichtung 16 gesandt.
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Die
Mikroprozessorvorrichtung vergleicht ihn mit dem vorher unter Verwendung
der Vorrichtung 32 eingegebenen Bezugswert VF1, um zu prüfen, ob
die Entladekraft korrekt ist: wenn der Wert V1 niedriger ist als
der Grenzwert VF1, läuft
der Produktionszyklus weiter. Andernfalls hält die Maschine 1 an,
um einen Schaden an dem Zylinder 4 und/oder dem Kolben 8 zu
verhindern.
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Die
Mikroprozessorvorrichtung 16 ist ebenfalls dazu bestimmt,
die Vorrichtung 34 zu aktivieren, welche den Hub des Kolbens 8 reguliert,
dessen Kompressionswert V ausserhalb des vorgegebenen Bereiches
erfasst wurde, um den Hub des Kolbens 8 einzustellen.
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Um
die Leistungsfähigkeit
des Prüfsystems zu
gewährleisten,
durchgeführt
durch die Mikroprozessorvorrichtung 16, werden die Kapseln
CF, die als von einem korrekten Gewicht betrachtet werden, auf der
Wiegevorrichtung 33 in einem vorgegebenen statistischen
Takt gewogen.
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Die
Vorrichtung 33 sendet ein Signal SP an die Mikroprozessorvorrichtung 16 entsprechend
dem aktuellen Gewicht der erhaltenen Kapsel CF aus, so dass der
korrekte Ablauf der Vergleiche durch die Vorrichtung 16 geprüft werden
kann.
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Im
Falle von Ungleichheiten zwischen dem aktuellen Gewicht und den
durch die Vorrichtung 16 gespeicherten Daten, kann der
Bedienende direkt einwirken oder es kann ein automatisches System
in der Vorrichtung 16 vorhanden sein, um die Vergleichsdaten
zu korrigieren.
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Die
auf diese Weise ausgelegte Prüfeinheit 6 erreicht
daher die gewünschten
Zwecke dank eines ausgesprochen schnellen Systems zum Prüfen der Dosierungen
aller Kapseln, die in der kontinuierlich arbeitenden Kapselfüllmaschine 1 hergestellt
sind, und zwar praktisch in Realzeit, dank des Systems zur Radiofrequenzübertragung
von modulierten elektrischen Signalen, ohne die Produktion der Kapselfüllmaschine 1 insgesamt
zu verlangsamen.
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Die
hohe Geschwindigkeit, Präzision
und Flexibilität
des Systems erlauben dessen Anwendung bei allen Typen von kontinuierlich
arbeitenden Kapselfüllmaschinen
und auch an solchen mit wechselweiser Bewegung, sei es bei hohen
wie auch bei niedrigen Produktionsgeschwindigkeiten.
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Die
beschriebene Erfindung kann Änderungen
und Varianten unterliegen, ohne dabei von dem Zweckbereich des erfinderischen
Konzeptes abzuweichen. Ausserdem können alle Details der Erfindung
gegen technisch gleichwertige Elemente ausgetauscht werden.