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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein seitlich neigbares Fahrzeug gemäß der Präambel von
Anspruch 1. Ein solches Fahrzeug wird in der
FR 2338836 A gezeigt und
ist zum Beispiel ein Motorrad oder ein Schneemobil.
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Es
besteht eine Anforderung, Motorräder oder
Schneemobil-Fahrzeuge in einem breiteren Bereich zu verwenden. Eine
breiterer Verwendungsbereich erfordert Verbesserungen bei der Motorradverwendung,
in dem Sinne, dass das Motorrad oder das Äquivalent bei niedrigeren Geschwindigkeiten
einfacher zu handhaben ist. Es besteht auch eine Anforderung, dass
der Fahrer- und die Passagiersitze in einem größeren Maße umschlossen sind, so dass dem
Fahrer und jedem Passagier ein Platz im Fahrzeug gegeben wird, die
einen größeren Schutz
unter dem Aspekt von Zusammenstößen aber
auch vor Wind und Wetter bietet. Ein größeres Maß von Umschlossenheit der Fahrer-
und Passagiersitze impliziert unter anderem, dass der Fahrer bei
niedrigeren Geschwindigkeiten oder in Ruhe nicht imstande ist, das
Fahrzeug im Gleichgewicht zu halten, indem er den Fuß nach unten
setzt. Die besagten Anforderungen als solche können mit bekannten Stützrad-Anordnungen
erfolgreich angegangen werden.
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Motorräder mit
Stützrad-Anordnungen,
die aktiv sind oder bei niedrigeren Geschwindigkeiten heraus gelassen
werden und bei höheren
Geschwindigkeiten deaktiviert oder zurückgezogen werden sind weithin
bekannt. Für
Beispiele solcher Motorräder
kann Bezug auf das Ecomobile-Motorrad genommen werden, das von der
Firma PERAVES verkauft wird. Diese bekannte Motorrad hat eine interne
Befestigung oder ein Gehäuse
für einen
Fahrer und einen möglichen
Passagier.
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Es
gibt dennoch ausgeprägte
Anforderungen, die mit bekannten Anordnungen und Fahrzeugen bisher
nicht erfüllt
worden sind. Die natürliche Motorradempfindung
sollte nicht verloren gehen oder beeinträchtigt werden, aber das Fahrzeug
sollte geeignet sein, in Kurven geneigt zu werden, und das Neigen
sollte beendet werden können,
wie beim normalen Fahren eines Motorrads. Das Motorrad muss während des
Startens und des Bremsens insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten
auch stabilisiert werden. Die Stabilität, die bei hohen Geschwindigkeiten
erreicht wird, muss aufrecht erhaltbar sein und sollte nicht durch
die Stützrad-Anordnung
beeinflusst werden. Deshalb sollten die Stützräder über den gesamten Geschwindigkeitsbereich
Hilfeleistung anbieten, ohne die Motorradempfindung bei den höheren Geschwindigkeiten
zu beeinträchtigen.
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Es
kann auch vorteilhaft sein, dass die Stützvorrichtungsanordnung nicht
den Platz im Gehäuse des
Motorrad beeinträchtigt,
wenn das Fahrzeug sich neigt. Es ist auch vorteilhaft, dass Bauteile
verwendet werden können,
die an sich bekannt sind, und Vorteile erzielt werden, wenn eine
Stützvorrichtungsanordnung
im Wesentlichen ein so genanntes passives System darstellt, d.h.
ein System, das z.B. keine elektrischen oder hydraulischen Steueranlagen
benötigt,
um betrieben zu werden. Manchmal gibt es eine Notwendigkeit, in
den unterschiedlichen Designs unterschiedliche Platzierungen für den Motor zu
haben, z.B. ein Motor, in dem eine herkömmliche Gelenkwelle nicht verwendet
werden kann, zum Beispiel auf Grund der Tatsache, dass der Motor
verhältnismäßig weit
unten und/oder vorne angebracht ist. Außerdem kann es auch vorteilhaft
sein, das Auftreten der neigungs-erhöhenden Kräfte einzuschränken oder
denen entgegen zu wirken. Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
ein seitlich neigbares Fahrzeugs bereitzustellen, das über eine
geeignete Handhabung unter Niedrig- und Hochgeschwindigkeitsbedingungen
verfügt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird dieses Ziel durch ein seitlich neigbares Fahrzeug
nach Anspruch 1 gelöst.
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Es
ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, ein seitlich neigbares
Fahrzeugs bereitzustellen, worin das Neigen des Fahrzeugs bei niedrigeren
Geschwindigkeiten vorteilhaft beeinflusst wird, und dass es nur
einen unwesentlichen Einfluss oder gar keinen Einfluss auf das Neigen
des Fahrzeugs bei höheren Geschwindigkeiten
gibt.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung mittels der bevorzugten
Ausführungsformen
in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen detaillierter veranschaulicht
und erklärt.
In den Zeichnungen:
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1 zeigt
in einer Ansicht schräg
von oben/von vorne eine Ausführungsform
eines seitlich neigbaren Fahrzeugs mit einer Seiten-Stützrad-Anordnung,
worin das Fahrzeug (Motorrad) lediglich symbolisch mittels dessen
Vorder- und Hinterrad
gezeigt ist;
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2 zeigt
im Querschnitt und von vorne Teile der Anordnung gemäß 1,
worin das Hinterrad des Fahrzeugs mit einem ersten Neigungswinkel in
Bezug auf eine Bodenoberfläche
seitlich geneigt gezeigt ist, und das Neigen ein seitliches oder
transversales Versetzen des Stützrades
oder der Stützvorrichtungsanordnung
in der seitlichen Richtung des Fahrzeugs verursacht;
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3 zeigt
einen Querschnitt entsprechend dem in 2, in welchem
aber das hintere Rad des Fahrzeugs seitlich in einem anderen Winkel
geneigt worden ist, der größer als
der erste Winkel ist und der einen größeren seitlichen Versatz der
Stützräder von einer
vertikalen Fläche
durch den wesentlichen Kontaktpunkt des Rades mit der Bodenoberfläche/der Bodenebene
verursacht;
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4 zeigt
im Querschnitt entsprechend den Querschnitten in 2 und 3 die
Neigungswinkel in Bezug auf verschiedene Versatze des Schwerpunktes,
worin der seitliche Versatz der Seiten-Stützräder Werte annimmt, die der
Größe des Versatzes
des Schwerpunktes entsprechen;
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5 zeigt
im Querschnitt entsprechend zu den 2–4 das
Neigen in der Querrichtung des Gehäuses/des Chassis und die Beziehung
dessen zu den quer versetzten Seiten-Stützrädern;
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6 zeigt
in horizontaler Ansicht eine Plattform, die durch das vordere und
hintere Rad und die Seiten-Stützräder gebildet
wird, und die Position des Schwerpunktes in Bezug zu der Plattform
bei verschiedenen Neigungsgraden;
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7 zeigt
ein Motorrad von der Seite, das mit einem Gehäuse für Fahrer und Passagier versehen
ist;
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8 zeigt
in einer Ansicht schräg
von oben/von vorne eine zweite Ausführungsform in Bezug zu der
Ausführungsform
gemäß 1;
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9 zeigt
von der Seite Teile eines Seiten-Stützbauteiles in Form eines Skis
mit Rad;
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10 zeigt
im Querschnitt den Ski mit Rad gemäß 9;
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11 zeigt
von der Seite einen Seiten-Stützbauteilaufbau
in Form eines Schienenwagens oder gleichwertiges, der einer Anzahl
von kleineren Rädern
auf unterschiedlichen Niveaus aufweist, die eines hinter dem anderen
angeordnet sind;
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12 zeigt
das Fahrzeug von der Rückseite
und den Versatz des Kontaktpunktes zwischen hinterem Rad und Bodenoberfläche bei
höheren
Geschwindigkeiten;
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13 zeigt
erzeugte Kräfte
um Gelenkwelle und Rad von der Rückseite
des Fahrzeugs gesehen;
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14 zeigt
in Perspektivansicht und in grundlegender Darstellung eine Anordnung
für neigungs-widerrufende
Bauteile, welche betätigt
werden können,
wenn sich ein Fahrzeug in einer geparkten Position stark neigt;
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15 und 15a zeigen von der Rückseite und in grundlegender
Darstellung die Wechselwirkung des Chassis mit einem Vierstab-Mechanismus
oder – einer
Vierstab-Verbindung, womit ein virtuelles Drehzentrum erzeugt wird;
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16 zeigt
in einer Ansicht schräg
von unten/von vom den Vierstab-Mechanismus,
der mit Torsionsstäben
wechselwirkt; und
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17 zeigt
ein Lenkwinkelmittel, das den Neigungswinkel beeinflusst, wenn die
hydraulischen Zylinder in einem Niedriggeschwindigkeits-Modus gesperrt
sind.
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In 1 ist
eine Motorrad (seitlich neigbares Fahrzeug), welches durch sein
vorderes und hinteres Rad 1 beziehungsweise 2 (vordere
und hintere Haupt-Stützelemente)
und durch eine Stützvorrichtungsanordnung,
die in der Figur durch 3 gekennzeichnet ist, symbolisch
angedeutet ist. In der veranschaulichenden Ausführungsform enthält die Anordnung
Seiten-Stützbauteile
in Form von Stützrädern 4 und 5.
Die Räder 1, 2, 3 und 4 können prinzipiell
aus Bauteilen bestehen, die in Wechselwirkung mit der Bodenoberfläche des
Fahrzeugs gebracht werden können,
z.B. Skibauteile, Skibauteile kombiniert mit Rädern, z.B. kleinere Räder, etc.
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Auf
die Seiten-Stützvorrichtungsanordnung kann
durch Kraft-erzeugende Bauteile eingewirkt werden, die aus Hydrozylindern 7, 8 bekannter
Bauart bestehen können.
Die Hydrozylinder erzeugen Kräfte
F, F', welche die
Räder 4, 5 nach
unten gegen die Bodenoberfläche
drücken,
und welche, wenn sie betätigt
werden, die Stützräder über den
gesamten Geschwindigkeitsbereich des Motorrads gegen die Bodenoberfläche heruntergedrückt halten.
Die Zylindergehäuse
der Hydrozylinder werden an Bindegliedern 9 und 10 befestigt,
an denen die Stützräder 5 beziehungsweise 4 befestigt
werden. Die Kolbenstangen 7a, 8a der Hydrozylinder
werden an symbolisch andeuteten Chassisteilen 11, 12 befestigt.
Die Hydrozylinder können
in einer bekannten Weise von einer Hydraulikanlage 13 auf
dem Motorrad angetrieben werden, die nur symbolisch angedeutet ist.
Die Energieversorgung zu den Hydrozylindern wird durch 14 und 15 symbolisiert.
Alternativ können
die inneren Kammern der Zylinder miteinander in einer bekannten
Weise durch einen symbolisch angedeuteten Anschluss 16 verbunden
sein.
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Deshalb
ist die Seiten-Stützanordnung
mit Bauteilen 7, 8 versehen, z. B. Hydrozylinder,
welche die nach unten drückenden
Kräfte
erzeugen, und/oder kann manuell angelegten nach unten drückenden
Kräften
F'' ausgesetzt werden
(wie im Detail später
beschrieben). Die nach unten drückenden Kräfte F, F', F'' sind so gewählt, dass sie in dem besagten
unteren Geschwindigkeitsbereich eine Reibung F''' (siehe 2)
zwischen den Stützbauteilen 4, 5 und
der Bodenoberfläche 6 erzeugen,
wobei die Reibung eine neigende Wirkung erzeugt, die vom Versatz
des Schwerpunktes abhängig
ist.
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Die
Anordnung 3 umfasst eine Gelenkwelle 17, die eine
Schwenkachse definiert und sich in einer vertikalen Ebene in der
Längsrichtung
des Fahrzeugs erstreckt. Die besagte Schwenkachse erstreckt sich
entlang einer Mittelachse der Gelenkwelle. Die Gelenkwelle 17 ist
(vorzugsweise) gegen eine Horizontalebene (in der Fig. parallel
zur Bodenoberfläche 6)
des Fahrzeugs geneigt.
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Unter
Bedingungen mit niedriger Geschwindigkeit bewegt sich die Gelenkwelle
entlang einem kreisförmigen
Weg – symbolisiert
durch die Pfeile 18, 19 – wenn sich das Fahrzeug neigt,
und zwar auf Grund des Versatzes des Schwerpunktes 28 des Fahrzeugs,
wie im Detail später
beschrieben wird. Der besagte Versatz des Schwerpunktes wird durch den
Fahrer und möglicherweise
den Passagier erzielt, indem die Lage seines/ihres Körpergewichts
in oder auf dem Fahrzeug geändert
wird. Das Neigen des Fahrzeugs wird in seiner Querrichtung, d.h. 20 oder 21 beeinflusst.
Die Bewegung 18 oder 19 der Gelenkwelle 17 bei
Auftreten der Neigung wird den Stützrädern über oder mittels einer Stützradwelle 22 übertragen,
die eine Einheit mit der Gelenkwelle 17 bildet. Die besagte
Welle 22 trägt
an ihren Enden Bindeglieder oder Bindegliedbauteile 9 und 10,
in oder an welchen die Stützräder befestigt
sind. Die Gelenkwelle 17 bildet zusammen mit den Wellenbauteilen 22,
welche die Stützbauteile
tragen, eine Brücke,
die sich in der Querrichtung des Fahrzeugs erstreckt. Die besagten
Bindeglieder 9 und 10 sind auf der Welle 22 drehbar
angeordnet, so dass die Bindeglieder 9 und 10 innerhalb
von Ebenen schwenken können,
die im Wesentlichen vertikal und auf beiden Seiten des Fahrzeugs
angeordnet sind. Die Anordnung umfasst auch Zylinderfedern, von
denen nur die Zylinderfeder 23 für das Bindegliedbauteil 10 und
das Stützrad 5 in der
Fig. gezeigt sind. Die Zylinderfedern werden zur Verfügung gestellt,
um die Bindegliedbauteile 9, 10 und die Seiten-Stützräder 4, 5 gegen
die Bodenoberfläche
zu drücken.
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Wenn
die Gelenkwelle 17 zusammen mit Wellenbauteilen 22,
die sich in der Querrichtung des Fahrzeugs erstrecken, einen Teil
einer gemeinsamen Einheit darstellt, tragen diese an ihren Enden
ein oder mehrere Bindegliedbauteile 9, 10, an
denen das jeweilige Stützbauteil 4, 5 oder
der Stützbauteilaufbau
(38, 39, 40, 41, im Detail später beschrieben) z.B.
elastisch befestigt ist.
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Die
jeweilige Seit- oder Querbewegung der Gelenkwelle 17 verursacht
jeweilige entsprechende Querbewegungen 24 und 25 der
Seiten-Stützräder relativ
zu der Bodenoberfläche.
Die Bewegungen der Gelenkwelle 17 und der Seiten-Stützräder 4, 5 werden
in der gleichen Richtung ausgeführt,
d.h. im Falle der Bewegung 18 tritt der Versatz in der
Richtung 24 und im Falle der Bewegung 19 in der
Richtung 25 auf.
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Bei
niedrigen Geschwindigkeiten des Fahrzeugs in seiner Vorwärtsrichtung 26,
werden die seitlichen Räder
unter Reibung oder Rutschen gegen die Bodenoberfläche 6 versetzt.
Bei höheren
Geschwindigkeiten mit großen
Drehradien können
die Seiten-Stützräder diesen
folgen, was wiederum bedeutet, dass es bei hohen Geschwindigkeiten
keinen oder nur einen sehr kleinen Betrag der Reibung oder des Rutschens
relativ zu der Bodenoberfläche
gibt. Reibungsbeseitigende und rutschbeseitigende Faktoren sind
durch den Versatz des Kontaktpunktes zwischen dem hinteren Rad oder
dem hinteren Ski in einer Richtung entgegen dem Neigungswinkel und im
Falle der Stützräder durch
ihre hohen/höheren
Rotationsgeschwindigkeiten gegeben. Wenn es Stützräder gibt, wird der seitliche
Versatz durch die Elastizität
der seitlichen Räder
auch in den Reifen oder in den Gummiringen und durch die zunehmende
Rotationsgeschwindigkeit der Stützräder absorbiert.
Die Stützrad-Anordnung
beeinflusst deshalb nicht die Stabilität des Fahrzeugs bei hohen Geschwindigkeiten
und erzeugt eine weiche und gleichmäßige Neige-Funktion bei niedrigeren
Geschwindigkeiten. Die Übergang
zwischen der reibungsanwendenden Funktion und der nicht-reibungsanwendenden
Funktion kann prinzipiell weich, z.B. sinusförmig, ausgebildet sein.
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In
der nicht-geneigten Lage innerhalb des unteren Geschwindigkeitsbereiches,
können
die Hydrozylinder gesperrt sein, was bedeutet, dass die Fahrzeugneigung
konstant bleibt. Eine solche Sperrung kann mit einem Sperrbauteil 27 etc.
verwirklicht werden, welches verhindert, dass Hydrauliköl zwischen
den Zylindern fließt
und die Hydraulikquelle trennt. Die Sperrbauteile 27, die
Teil der Anordnung sind, werden aktiviert, um das Fahrzeug insbesondere
im unteren Geschwindigkeitsbereich in einer gewünschten geneigten Lage zu halten,
und ebenso in der nicht-geneigten Lage, wenn das Fahrzeug z.B. geparkt
ist. Das/Die Sperrbauteile) 27 ist/sind angeordnet, um
seine/ihre Sperrung zumindest bei niedrigeren Geschwindigkeiten
im unteren Geschwindigkeitsbereich zu bewirken. Das jeweilige Sperrbauteil 27 kann
mittels einem manuellen Betätigungsbauteil bei
dem Start- oder Stopp-Vorgang des Fahrzeugs und/oder mit den geschwindigkeitserfassenden und/oder
neigungserfassenden Bauteilen aktiviert werden. Die besagte Lenkfähigkeit
für die
Stützräder wird
durch die besagte Neigung relativ zu der Horizontalebene der Gelenkwelle
erreicht.
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In
der Figur wird der Schwerpunkt des Fahrzeugs durch 28 symbolisiert,
und die Gelenkwelle 17 erstreckt sich vorzugsweise durch
den Schwerpunkt, der bei den Neigefunktionen das gleiche Bewegungsmuster
wie die Gelenkwelle erhält,
d.h. in der Richtung der Pfeile 18, 19.
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Die
Anordnung kann auch einer manuellen Kraftanwendung einer nach unten
drückende
Kraft F'' auf das Stützrad gegen
die Bodenoberfläche
ausgesetzt sein, was durch einen Fußbekleidungsartikel 29 symbolisiert
ist. Diese nach unten drückende
Kraft F'' kann eine Ergänzung oder
Ersetzung der Kraft F darstellen. Ein Abstandes A zwischen der Mittelachse des
Schwerpunktes und jener der Gelenkwelle 17 nimmt die oben
genannten Werte an. Die Anordnung 3 auf dem Bindeglied-
oder Wellenbauteil 9, 10 bis zum jeweiligen Stützbauteil 4, 5 hat
Platz für
eine Fußbetätigung 29,
damit ein Fahrer 32 oder Passagier 33 in der Lage
ist, auf das Stützbauteil
eine nach unten drückende
Kraft F'' gegen die Bodenoberfläche zu erzeugen.
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In 2 wird
eine vertikale Fläche
in der Längsrichtung
des Fahrzeugs durch 29 angedeutet, d.h. eine vertikale
Fläche,
die sich senkrecht zu der Abbildungsebene erstreckt. Wenn auf, über und
unter der vertikalen Fläche
Bezug genommen wird, bedeutet dies durchweg eine vertikale Fläche, die
auf das Fahrzeug oder Motorrad bezogen ist, wenn dieses eine aufrechte
vertikale Position einnimmt. Das selbe trifft auf die Horizontalebenen
zu, die oben und unten genannt sind.
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In 2 sind
jene Teile, die in 1 eine Entsprechung haben, durch
die gleichen Bezugszeichen bezeichnet. In 2 ist dem
Fahrzeug eine Neigung als ein Resultat aus einer Änderung
des Schwerpunkts 28 zugewiesen worden. Das besagte Neigen
ist vom Fahrer und möglicherweise
vom Passagier erzielt worden, der/die sein/ihr Körpergewicht auf dem Fahrzeug
verlagert haben. Ein solches Neigen ist vorhanden, wenn sich das
Fahrzeug in einem Zustand mit niedriger Geschwindigkeit dreht. Im
Beispiel gemäß 2 wird
der Neigungswinkel mit α bezeichnet,
der eine Rechts-Drehung angibt. In Zusammenhang mit dem Neigen und
dem Versatz des Schwerpunktes werden gemäß den obigen Ausführungen
die Gelenkwelle 17 und die Welle 22 auch hinsichtlich
der Ebene 29 verlagert. Diese Verlagerung bedeutet, dass
die Stützräder 4 und 5 seitlich
in der Querrichtung 24 auf der Bodenoberfläche versetzt
werden, und dass der seitliche Versatz dem besagten Versatz des
Schwerpunktes 28 entspricht.
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Eine
vertikale Fläche
durch den Schwerpunkt ist in der geneigten Lage durch 29' angegeben worden.
Gemäß dem oben
Genannten tritt der Quer-Versatz 24 der Stützräder 4 und 5 relativ
zu der Bodenoberfläche 6 auf.
In dem unteren Geschwindigkeitsbereich des Fahrzeugs werden auf
den seitlichen Versatz hin Reibungskräfte F''' und F''' zwischen den
Stützrädern 4 beziehungsweise 5 und
der Bodenoberfläche
erzeugt.
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In
dem oberen Geschwindigkeitsbereich tritt kein Rutschen oder keine
Reibung auf, und zwar aufgrund der Tatsache, dass der Drehradius
des Fahrzeugs größer ist,
und dass wegen der Neigung der Gelenkwelle eine bestimmte Lenkfähigkeit
für die Stützräder 4 und 5 existiert,
wobei die Lenkfähigkeit bedeutet,
dass die Stützräder prinzipiell
in Richtung des Drehmittelpunkts der Lenkbewegung des Fahrzeugs
gerichtet werden können.
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In 3 ist
angedeutet, dass dem Fahrzeug ein noch größerer Neigungswinkel α' zugewiesen worden
ist als im Fall der 2, und dass die Stützräder 4 und 5 noch
mehr versetzt worden sind. Im Fall gemäß 3, der als
das maximale Neigungsszenario darstellend angesehen werden kann,
haben die seitlichen Räder
eine Position mit maximalem Quer-Versatz relativ zu der vertikalen
Ebene 29 eingenommen, welche sich im Wesentlichen durch
den Kontaktpunkt 2a des hinteren Rades 2 mit der
Bodenoberfläche 6 erstreckt.
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In 4 ist
die Ausgangsstellung der Seiten-Stützrad-Anordnung durch ununterbrochene
Linien und die verschiedenen seitlichen Versatzpositionen gemäß den 2 und 3 durch
gestrichelte Linien angedeutet. Im Beispiel gemäß 4 nimmt der
höchste
Punkt einen Abstand A über
der Bodenoberfläche 6 in
der Größenordnung
von 0,4–0,5
Metern, vorzugsweise etwa 0,45 Meter, an.
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Im
vorliegenden Fall ist die jeweilige Breite zwischen den Außenseiten 4a und 5a der
Stützräder 4 und 5 ca.
0,85 Meter. Abhängig
von dem Aufbau des Fahrzeugs in anderer Weise kann diese Breite
B verändert
werden, kann z.B. auf ca. 0,5 Meter verringert werden. Wenn eine
vertikale Linie durch die vertikale Ausdehnung des Stützrades 5' seitlich um
ca. 0,2 Meter in Richtung zur vertikalen Fläche durch den Schwerpunkt 28 verlagert
wird, ist das Ergebnis davon, dass ein Abstand B zwischen den Mittelachsen der
Räder 4' und 5' in der vertikalen
Richtung einen Wert B von ca. 0,55 Meter annimmt. Ein entsprechender
seitlicher Versatz, der einen Abstand B' von ca. 0,12 m erzeugt, erzeugt in
der vertikalen Fläche der
Stützräder einen
Abstand B'' von ca. 0,65 Metern zwischen
den Mittelachsen der Stützräder 4'' und 5''. Die Änderung
H in der vertikalen Position des Bindegliedbauteils 10 zwischen
der Position für
den seitlichen Versatz gemäß 5' und der Ausgangsstellung 10 nimmt
Werte von ungefähr
0,04 Meter an. Die Anordnung muss in diesem Fall so sein, dass diese
höhere Position
ausgeglichen wird, indem das Rad 5 mittels der besagten
Hydrozylinder herunterdrückt
wird (vgl. 8 in 1).
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5 zeigt
die seitlichen Neigungspositionen für ein Chassis- oder Gehäuseteil
in Zusammenhang mit dem Neigen des Fahrzeugs. Ein Chassis- oder
Gehäuseteil 30 ist
in der aufrechten Position des Fahrzeugs durch ununterbrochene Linien
gezeigt, d.h. in welcher das hintere Rad 2 eine nicht-geneigte Lage
einnimmt. 30' zeigt
eine erste geneigte Lage für das
Chassis oder das Gehäuse,
in der das hintere Rad die Position 2' einnimmt, und 30'' zeigt die maximale geneigte Lage,
in der das hintere Rad 2'' die maximale
geneigte Lage einnimmt. Die verschiedenen seitlichen Versatzpositionen
für die
Stützräder werden
durch 4', 4'' beziehungsweise 5', 5'' gezeigt. Es ist zu bemerken, dass
die seitlich versetzten Stützräder den
Platz in dem umschließenden
Bereich nicht erheblich beeinträchtigen.
In der maximalen Querrichtungsposition 5'' kann
jedoch gewährt werden,
dass ein gewisses Abstehen nach innen auftritt. Das besagte Abstehen
nach innere ist jedoch minimal. Als Resultat der Anordnung können folglich
die Stützräder gemäß 2, 3, 4 und 5 ständig eine
aufrechte Position einnehmen, ohne die Stützräder den Innenraum des umschließenden Bereichs
erheblich beeinträchtigen
müssen.
In 6 ist durch ununterbrochene Linien 31 eine
Plattform gezeigt, die im Wesentlichen aus den vorderen und hinteren
Rädern 1 und 2 und
den Stützräder 4 und 5 gebildet
wird. In Abhängigkeit
von dem seitlichen Versatz der Stützräder wird das Aussehen der Plattform gemäß 31' und 31'' geändert. 6 zeigt
auch die Position des Schwerpunktes 28 in der Plattform
und einen Abstand L zum Stützrad 5.
Auf einen seitlichen Versatz des Schwerpunktes zur Position 28' beziehungsweise
zur Position 28'' hin, bleibt
der Schwerpunkt weiterhin in einem sicheren Abstand L und L'' von der Stützradposition 5' beziehungsweise 5''. Die oben angegebene Neigung der
Gelenkwelle 17 durch den Schwerpunkt 28 bedeutet,
dass drei Winkel β, β' und β'' für
die verschiedenen Schwerpunkt-Positionen 28, 28' beziehungsweise 28'' verschiedene Werte annehmen, welche
die besagte Lenkfähigkeit
der Stützräder angeben.
Der Winkel β nimmt
folglich einen Winkelwert von ca. 44°, β' ein Winkelwert von ca. 41 ° und β'' einen Winkelwert von ca. 40° an.
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Das
oben beschriebene seitlich neigbare Fahrzeug hat eine Rahmenvorrichtung,
z.B. ein Gehäuseteil,
das ein vorderes und hinteres Stützelement 1, 2 verbindet.
Seiten-Stützbauteile 4, 5 sind
auf beiden Seiten des Fahrzeugs angeordnet. Die besagten Seiten-Stützbauteile
sind drehbar um eine einzelne Gelenkwelle 17 an der besagten
Rahmenvorrichtung gelagert. Eine Mittelachse der besagten Gelenkwelle
definiert eine Schwenkachse, die nahe an dem Schwerpunkt des Fahrzeugs
bereitgestellt ist. Zumindest in einer aufrechten nicht-neigbaren Position
des besagten Fahrzeugs erstreckt sich die besagte Schwenkachse in
einer vertikalen Längsebene
des Fahrzeugs und nahe an dem Schwerpunkt 28 des besagten
Fahrzeugs.
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Die
seitliche Versatzfunktion ist so gewählt, dass die von den Stützbauteilen
erzeugte Stabilität bei
maximalem Neigen des Fahrzeugs sicherstellt, dass sich der Schwerpunkt 28'' in einem beträchtlichen, d.h. sicheren Abstand
L'' innerhalb des jeweiligen
Stützbauteils 5'' befindet.
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Die
Definition „nahe
an dem Schwerpunkt" soll
so verstanden werden, dass der besagte Schwerpunkt durch die Verlagerung
des Körpergewichts
des Fahrers verlagert wird, wenn eine Neigung des Fahrzeugs beabsichtigt
ist. Deshalb kann die Position des Schwerpunktes durch eine Kombination
des Fahrzeugs und des Fahrers nicht als vollständig festgelegt betrachtet
werden. Gemäß der Ausführungsform
erstreckt sich die Schwenkachse durch den Schwerpunkt. Dies heißt, den
Schwerpunkt des Fahrzeugs ohne einen Fahrer oder Passagier, oder
ohne ein angenommenes mittleres Gewicht des Fahrers und des Passagiers
zu berücksichtigen.
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Das
Fahrzeug, welches die oben erwähnten Merkmale
hat, ist unter Niedrig- und Hochgeschwindigkeitsbedingungen neigbar.
Insbesondere unter Niedriggeschwindigkeitsbedingungen tritt der
Neigungsvorgang um eine Achse durch die Kontaktpunkte des Haupt-Stützelements
mit der Bodenoberfläche
auf. Deshalb werden die besagten Kontaktpunkte in Bezug auf die
Bodenoberfläche
im Wesentlichen nicht verlagert, wie in 6 angedeutet.
Auf Grund des Abstands der Schwenkachse von der besagten Bodenoberfläche werden
die Seiten-Stützbauteile
in seitliche Richtung verschoben.
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Unter
Hochgeschwindigkeitsbedingungen tritt der Neigungsvorgang im Wesentlichen
um eine Achse nahe an dem Schwerpunkt auf, und ein solcher Neigungsvorgang
ist aus der Motorrad-Fahrdynamik gut bekannt. Deshalb werden die
Kontaktpunkte der Haupt-Stützelemente
in Bezug auf die Bodenoberfläche
verschoben. Weil die Schwenkachse, welche die Seiten-Stützbauteile
auf dem Rahmen drehbar trägt,
zumindest in einer aufrechten, nicht-geneigten Lage des Fahrzeugs
nahe an dem Schwerpunkt ist, werden die besagten Seiten-Stützbauteile
in Bezug auf die Bodenoberfläche
im Wesentlichen nicht verschoben. Deshalb haben unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen
die besagten Seiten-Stützbauteile
nur einen geringen Einfluss auf das Fahrgefühl für das besagte Fahrzeug, so
dass das Fahrgefühl
unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen im Wesentlichen das selbe
ist wie auf einem Motorrad ohne solche Stützbauteile.
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Gemäß der Ausführungsform
nimmt das jeweilige Stützbauteil 4, 5 bei
dem jeweiligen seitlichen Versatz eine aufrechte Position ein, sowohl
während dem
seitlichen Versatz als auch in der seitlich versetzten Position.
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Mit
dem seitlich neigbaren Fahrzeug, das die oben erwähnten Merkmale
hat, ist die natürliche
Motorradempfindung nicht verloren oder beeinträchtigt. Das Fahrzeug kann in
Kurven geneigt werden, und das Neigen kann wie beim normalen Fahren
eines Motorrads beendet werden. Das Motorrad wird während des
Startens und des Bremsens auch stabilisiert, insbesondere mit niedrigen
Geschwindigkeiten. Die Stabilität,
die bei hohen Geschwindigkeiten erreicht wird, wird beibehalten
und durch die Stützrad-Anordnung
nicht oder nur geringfügig
beeinflusst. Deshalb stellen die Stützräder über den gesamten Geschwindigkeitsbereich
eine Unterstützung zur
Verfügung,
ohne die Motorradempfindung bei höheren Geschwindigkeiten zu
beeinträchtigen.
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7 zeigt
das besagte Fahrzeug oder Motorrad von der Seite, wobei die Positionen
der vorderen und hinteren Räder 1 und 2 und
des Stützrades 4 in
Bezug auf das Gehäuse 30 gezeigt
sind. Die Positionen des Fahrers 32 und des Passagiers 33 im
Gehäuse
sind zusätzlich
angedeutet worden. Das Fahrzeug hat in bekannten Weise Lenkbauteile,
z.B. eine Lenkstange 34 und Tragteile oder Sitze 35 für Fahrer und
Passagier. Das Fahrzeug kann prinzipiell in einer solchen Weise
mit Motoranordnung, Antriebsbauteilen, Tank, etc. aufgebaut sein,
die an sich bekannt ist.
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8 zeigt
eine alternative Ausführungsform
in Bezug zu der Ausführungsform
gemäß 1. Bei
der weiteren Ausführungsform
werden nur die Unterschiede zu der Ausführungsform, die oben beschrieben
ist, erläutert.
Die weiteren Merkmale und die gewünschten Wirkungen sind im Wesentlichen die
selben wie bei der oben erwähnten
Ausführungsform.
In diesem Fall sind doppelte Gelenkwellen 17a und 17b vorhanden,
wobei jeweils eine auf jeder Seite einer besagten vertikalen Fläche in der
Längsrichtung
des Fahrzeugs angeordnet ist. Die besagten zwei Gelenkwellen 17a, 17b definieren
die Schwenkachse, um welche die besagten Seiten-Stützräder relativ
zu dem Fahrzeugrahmen schwenkbar sind. Die besagte Schwenkachse
erstreckt sich zumindest in der aufrechten, nicht-geneigten Lage
des Fahrzeugs nahe an dem Schwerpunkt. Die erzeugte Bewegung der
jeweiligen Gelenkwellen 17a, 17b wird an die jeweiligen
betroffenen Stützbauteile über ein
oder mehrere Bindegliedarme oder Stützwellen übertragen. Die Versatze der
Stützbauteile
werden mit Hilfe von zwei Gelenkwellen 17a, 17b erzeugt,
die sich parallel zur Längsmittelfläche des
Fahrzeugs nahe an, vorzugsweise auf dem Schwerpunkt 28 des
Fahrzeugs erstrecken.
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Mit
der jeweiligen Gelenkwelle ist ein Wellenbauteil oder ein Bindegliedbauteil 22a und 22b verbunden,
in denen die Stützräder 4 beziehungsweise 5 in
einer an sich bekannten Weise befestigt sind. Diese veranschaulichende
Ausführungsform
enthält auch
Hydrozylinder 7' und 8', welche die
besagten nach unten drückenden
Kräfte
gegen eine bestimmte Bodenoberfläche
erzeugen (vgl. oben). Die Zylinder können durch eine Verbindung 16' miteinander
verbunden sein, damit eine notwendiges nach unten Drücken auf
das äußere Rad
zu jeder Zeit während des
Neigens und des Drehens vorhanden ist. In diesem Fall können die
Hydrozylinder in bestimmte Positionen, z.B. in der nicht-geneigten Lage oder
in einer geneigten Lage mit einem kleineren Winkel im niedrigeren
Geschwindigkeitsbereich, etc. gesperrt werden.
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In
der Ausführungsform
mit zwei Gelenkwellen trägt
jede der besagten Gelenkwellen eines der linken bzw. rechten Seiten-Stützbauteile.
Die besagten Gelenkwellen definieren die Schwenkachse nahe an dem
Schwerpunkt des Fahrzeugs und in der aufrechten nicht-geneigten
Lage desselben. Deshalb sollte für
diese Ausführungsform
die Schwenkachse als eine virtuelle Schwenkachse angesehen werden.
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Gemäß der oben
erwähnten
Ausführungsform
kann die besagte Schwenkachse (virtuelle Schwenkachse) so vorgesehen
sein, dass sie vom Schwerpunkt weg verschoben wird, falls sich der
Neigungswinkel erhöht.
Da sich jedoch die besagte virtuelle Schwenkachse zumindest in der
aufrechten Position des Fahrzeugs nahe an dem Schwerpunkt befindet,
wird der Neigungsbetrieb nahe an der besagten aufrechten Position,
von der jeder Neigungsvorgang beginnt, verbessert.
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Die
Hydrozylinder gemäß den Ausführungsformen
in 1 und 8 können prinzipiell durch anderen
Kraft-erzeugende Bauteile ausgetauscht werden, die manuell gesteuert
werden können,
z.B. mit Tastenbetrieb, mit geschwindigkeitserfassenden und/oder
positionserfassenden Bauteilen, etc. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Anlage in ihrer Gesamtheit jedoch eine passive Anlage.
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Gemäß 9,
können
die Seiten-Stützbauteile
eine andere Form als die reine Stützrad-Anordnungen haben. Das Stützbauteil
bei einer Schneemobil-Verbindung kann deshalb aus einem skiförmigen Bauteil
bestehen, wobei die vorderen und hinteren Räder auch die Form von Skis
haben. Alternativ oder zusätzlich,
können
die Stützbauteile
die Form einer Kombination eines Skibauteils 6 und eines
Radbauteils 37 haben, wie in grundlegender Darstellung in
den 9 und 10 angedeutet, Schienenwagenaufbau,
etc.
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11 zeigt
ein weiteres Beispiel von Stützbauteilen,
welche eine Anzahl von kleineren Rädern 38, 39, 40 und 41 umfassen,
die eines hinter dem anderen angeordnet sind. Die Räder können in
diesem Fall auf unterschiedlichen Niveaus angeordnet sein, und im
Fall gemäß 11 wird
das vordere Rad 38 in einem Abstand N über dem Niveau oder den Niveaus
der Räder 39, 40 und 41 platziert.
Als Ergebnis dieser Anordnung können
Objekte, die auf oder in der Bodenoberfläche 6 liegen, leicht überfahren
werden. Deshalb besteht das jeweilige Stützbauteil aus einem Stützrad 4, 5 oder
einer Anordnung von Stützrädern 38, 39, 40, 41,
z. B. ein Schienenwagen, der eine Anzahl von kleineren Räder haben
kann, die nebeneinander und/oder hintereinander angebracht sind,
ein Ski 6 mit Durchgangsrädern 37 auf dem gleichen oder
auf unterschiedlichen Niveaus, eins hinter dem anderen, etc.
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12 veranschaulicht,
wie der Kontaktpunkt des hinteren Rades 2 mit einer Bodenoberfläche 6 in
einer Richtung 42 verlagert wird, während die Neigung des hinteren
Rades bei hohen Geschwindigkeiten erhöht wird. Während sich die Geschwindigkeit
erhöht,
verlagert sich der Kontaktpunkt in die Richtung 42, die
entgegen der Neigungsrichtung gemäß k, k' und k'' ist,
wobei entsprechenden Positionen des Rads (hinteres Rad) als 2, 2' und 2'' bezeichnet sind. Dieses entspricht
dem Fahrverhalten in Bezug auf Motorräder, wobei das Fahrzeug bei höheren Geschwindigkeiten
gezwungen ist, die geneigte Lage einzunehmen. Die Gelenkwelle nimmt
in der Abhängigkeit
von der geneigten Lage niedrigere Positionen ein.
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Deshalb
tritt, wie bereits unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen erläutert, der
Neigungsvorgang im Wesentlichen um eine Achse nahe an dem Schwerpunkt
auf, was in der Motorrad-Fahrdynamik gut bekannt ist. Deshalb werden
die Kontaktpunkte der Haupt-Stützelemente
in Bezug auf die Bodenoberfläche
verlagert. Weil die Schwenkachse, welche die seitlichen Stützbauteile
drehbar an dem Rahmen lagert, zumindest in einer aufrechten, nicht-geneigten
Lage des Fahrzeugs nahe an dem Schwerpunkt ist, werden die besagten
Seiten-Stützbauteile
im Wesentlichen nicht in Bezug auf die Bodenoberfläche verlagert.
Deshalb haben die besagten Seiten-Stützbauteile unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen
nur einen geringen Einfluss auf das Fahrgefühl des besagten Fahrzeugs,
so dass das Fahrgefühl
unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen im Wesentlichen das selbe
ist wie auf einem Motorrad ohne solche Stützbauteile. Der seitliche Versatz
(24 oder 25) kann auch beim Auftreten der Neigung α, α' im höheren Geschwindigkeitsbereich verwirklicht
werden. In diesem bestimmten Geschwindigkeitsbereich wird Reibung
oder Rutschen durch den besagten Versatz des Kontaktpunktes und die
erhöhten
Rotationsgeschwindigkeiten der Stützräder verhindert und kann auf
Grund der Elastizität
in den Reifen oder Gummiringen der Stützräder absorbiert werden.
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13 zeigt
Kräfte
F1, F2, F3 und F4, die an der Gelenkwelle erzeugt werden, sowie
Hub- und Reibungskräfte
F5 und F6 an dem jeweiligen äußeren Rad 4 oder 5.
Um die Hubkräfte
an dem äußeren Rad
zu begrenzen, soll das Verhältnis
der Höhe
h der Gelenkwelle über
der Bodenoberfläche 6 und
dem Abstand s zwischen der vertikalen Fläche der Stützräder, die senkrecht zur Abbildungsebene
in 13 ist, Werte von 0,5 oder kleiner annehmen.
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Deshalb
ist es bevorzugt, die Gelenkwelle oder die Schwenkachse in einem
ersten Abstand h über
der Bodenoberfläche
angeordnet vorzusehen. Die Stützbauteile,
z.B. die Stützräder, sind
in einem zweiten Abstand s angeordnet, der zwischen den vertikalen
Flächen
der im Wesentlichen aufrechten Stützbauteile gerechnet wird,
und das Verhältnis
zwischen dem ersten und zweiten Abstand ist niedriger als der Wert
0,5 gewählt.
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Das
Fahrzeug kann in der Parkposition oder in der Position mit einer
Geschwindigkeit von Null stark geneigte Lagen annehmen. Gemäß 14 ist in
diesem Fall eine neigungswiderrufende Anordnung 44 vorgesehen,
unter deren Einfluss das Fahrzeug aktiviert werden kann, die nicht-geneigte
Lage oder eine geneigte Lage mit einem kleineren Winkel einzunehmen.
Alternativ oder zusätzlich
können
neigungshemmende Bauteile vorgesehen sein, damit die starke Neigung
in der Parkposition verhindert wird.
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Gemäß 14 umfassen
die neigungswiderrufenden Bauteile Hydrozylindern 45, 46 (oder elektrisch
gesteuerte Rückstell-Bauteile)
oder sie funktionieren mit solchen. Die neigungswiderrufenden Bauteile
(Rückstell-Bauteile)
umfassen eine Steuereinheit 47, welche eine Hydraulikquelle 48 (oder
eine elektrische Energiequelle) steuert, so dass die Hydrozylinder
betätigt
werden und eine ungefähr aufrechte
oder vertikale Position des Fahrzeugs bewirken. Die Steuereinheit
steuert dabei eine Flussbestimmungseinheit 49 in einer
Verbindung 50 zwischen den Zylindern. Die Steuereinheit
kann über eine
drahtlose Verbindung 51 oder 52 von eine Box 53 oder
einem Schlüssel 54 betätigt werden
(vgl. bekannte Öffnungs-
und Schließfunktionen
für Autos). Die
Einheit und die Box 53 bzw. 54 sind hier mit bekannten
codierten Sender- und Empfängereinheiten ausgerüstet. In
den 15 und 15a ist
eine weitere Ausführungsform
gezeigt. Bei dieser weiteren Ausführungsform werden nur die Unterschiede
zu den oben beschriebenen Ausführungsformen
erläutert.
Die weiteren Merkmale und die erwünschten Effekte sind im Wesentlichen
die selben wie bei den oben erwähnten
Ausführungsformen.
Gemäß der besagter
Ausführungsform
ist das Chassis, das mit der Seitenbauteilwelle 22' zusammen gekoppelt
ist, als 55 bzw. 55' bezeichnet,
wobei das Chassis eine aufrechte Position bzw. eine geneigte Lage
hat. Die Kopplung wird mit Hilfe einer Vierstab-Einheit verwirklicht,
die zwei Bindegliedbauteile 56, 57 bzw. 56', 57' umfasst. Jedes
Bindeglied 56 und 57 ist in einer Gelenkbauweise über seine
Enden 58, 59 bzw. 60, 61 an
der Welle 22' bzw.
am Chassis befestigt, wobei alles im mit der Papierebene der 15 und 15a übereinstimmenden
Querschnitt gesehen ist. Als ein Ergebnis der Anordnung kann ein
virtuelles Drehzentrum (Schwenkachse) 62 als gegeben angesehen werden.
Deshalb wird das Drehzentrum 62 mittels einer Vierstab-Einheit 58, 59, 60, 61 erhalten,
durch welche die Stützbauteilwelle 22' das Chassis 55, 55' des Fahrzeugs
stützt.
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Das
Drehzentrum befindet sich in der aufrechten Chassisposition gemäß 15 in
der Längsschnittebene
oder in der vertikalen Ebene 63 des Fahrzeug senkrecht
zur Papierebene und stimmt im Wesentlichen mit dem Schwerpunkt des
Fahrzeugs überein,
der in der 15a als TP bezeichnet ist. Bei dem
Auftreten gegenseitiger Neigung zwischen dem Chassis und der Welle 22', bewegt sich
das Drehzentrum entlang einer im Wesentlichen gekrümmten Linie,
vgl. die Position 62' in
der 15a. Ein Kontaktpunkt 64 zwischen
dem Rad/dem Bauteil 65 und der Bodenfläche 66 befindet sich
gemäß 15 in
der Position in der zweiten Längsschnittebene 63.
In dem Fall gemäß 15a ist der Kontaktpunkt 64' an eine Position
außerhalb/neben
der Ebene 63 verlagert worden. Der Schwerpunkt TP bleibt
in der vertikalen Ebene 63 und die Bindeglieder 56 und 57 in 15 haben
in der 15a als Ergebnis der Drehpositionen 58', 59' bzw. 60', 61' die Positionen 56' bzw. 57' angenommen.
Es wird Bezug auf 16 genommen.
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In
Bezug auf die Ausführungsform,
welche die Vierstab-Verbindung aufweist, die die besagten Seiten-Stützbauteile
an der Rahmenvorrichtung lagert, definiert die besagte Verbindung
die besagte Schwenkachse nahe an dem Schwerpunkt des Fahrzeugs,
zumindest in der aufrechten, nicht-geneigten Lage desselben. Deshalb
ist die besagte Schwenkachse eine virtuelle Schwenkachse. Die besagte Schwenkachse
(virtuelle Schwenkachse) kann so vorgesehen sein, dass sie vom Schwerpunkt
TP weg verschoben wird, falls sich der Neigungswinkel wie in 15 und 15a gezeigt erhöht. Weil die besagte virtuelle
Schwenkachse zumindest in der aufrechten Lage des Fahrzeugs nahe
an dem Schwerpunkt ist, wird der Neigungsvorgang nahe an der besagten
aufrechten Lage, von der jeder Neigungsvorgang beginnt, verbessert.
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Das
Drehzentrum 62 bewegt sich in einem Querschnitt durch das
Fahrzeug gesehen entlang einer gekrümmten Linie, wenn Bewegungen
zwischen der Längselementwelle 22' und dem Chassis 55, 55' auftreten.
Die besagte Schwenkachse 62 ist entlang der besagten gekrümmten Linie
entsprechend einer Neigungsbewegung des Fahrzeugs beweglich, wobei
die besagte gekrümmte
Linie nahe an den besagten Schwerpunkt verläuft, sich insbesondere durch den
besagten Schwerpunkt erstreckt.
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Um
den neigungsfördernden
Effekten auf Grund eines gebildeten Abstands AS zwischen dem Drehzentrum
und dem Schwerpunkt TP in der Querschnittsfläche gemäß 15a entgegen
zu wirken, werden neigungshemmende Bauteile in Form von einem oder
mehreren Torsionsstäben 67, 68 verwendet.
Das Ende 67a des jeweiligen Stabes wird in einer Befestigung
oder etwas Gleichwertigem in Bezug auf das Chassis festgeklemmt.
An seinem anderen Ende 67b wird der Stab an dem drehbaren
und schwenkbaren Bindeglied befestigt, d.h. im gezeigten Fall an
dem Bindeglied 56. Wenn das Bindeglied in seinen Lagern 58 und 59 von
einer Ausgangsstellung, in der das Chassis eine aufrechte Position
annimmt (siehe 15), in eine geneigte Lage gedreht wird,
z.B. die Position gemäß 15a, ist der Torsionsstab der darauf wirkenden
Drehkraft unterworfen. Der jeweilige Torsionsstab auf den eingewirkt
wird, wirkt den neigungsfördernden
Kräften
entgegen, die auf Grund des besagten gebildeten Abstands erzeugt
werden.
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Deshalb
ist es für
die Ausführungsformen
bevorzugt, ein oder mehrere neigungshemmende Bauteile zur Verfügung zu
stellen. Ein Beispiel wird in Form von den Torsionsstäben 67, 68 gegeben,
die sich in der allgemeinen Längsrichtung
des Fahrzeugs erstrecken. Die besagten Torsionsstäbe 67, 68 sind
so angeordnet, dass sie neigungserhöhenden Kräften entgegen wirken oder sie
verhindern, welche auf Grund dessen, dass das Drehzentrums beim
Auftreten von Neigung einen Abstand AS vom Schwerpunkt TP des Fahrzeugs
einnimmt, erzeugt werden.
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Die
neigungshemmenden oder neigungswiderrufenden Bauteile können z.B.
auch manövrierbare
Hydrozylinder umfassen, die derart angeordnet sind, dass sie betätigt werden
können
wenn das Fahrzeug sich in der aufrechten Lage z.B. merklich neigt.
Die neigungshemmenden oder neigungswiderrufenden Bauteile können mittels
Funktionen betätigt werden,
die von außerhalb
oder innerhalb das Fahrzeug initialisiert werden. Die neigungshemmenden oder
neigungswiderrufenden Bauteile umfassen Bauteile, die mit einer
transportablen Box oder einem Schlüssel gesteuert werden können.
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17 zeigt
einer Anordnung, welche bei den oben erwähnten Ausführungsformen verwendet werden
kann. Die besagte Anordnung zeigt eine Art und Weise den Übergang
vom gesperrten langsamen zum entsperrtem mittleren Geschwindigkeits-Modus
natürlicher
auszubilden. Die Zylinder können
zum Beispiel durch das Sperrbauteil 27 in 1 oder
durch mechanische, auf den Hydrozylindern angeordnete Sperrbauteile 79, 80 gesperrt
sein. Es gibt eine Verbindung zwischen der vorderen Gabel zur Hydrozylinderhalterung
am Rahmen, so dass eine Lenkverriegelung das Fahrzeug in einen geneigten
Modus versetzt, wenn die Zylinder in gesperrtem Modus sind. Der
eingeführte
Neigungswinkel kann nahe oder identisch mit dem Neigungswinkel sein, den
das Fahrzeug mit eingestellter Lenkverriegelung bei der bestimmten
Geschwindigkeit hat, bei der die Hydrozylinder entsperrt werden,
um der Zentrifugalkraft entgegen zu wirken. Indem dies durchgeführt wird,
gibt es einen sehr sauberen Entsperrprozess, selbst dann wenn das
Fahrzeug ein nicht gerade ausgerichtetes Vorderrad hat. Eine Möglichkeit
dies zu erreichen ist in 17 gezeigt.
Ein Lenk-Bindeglied 69 ist an der Lenksäule 70 angebracht,
am Ende des Lenk-Bindeglieds ist eine Druck-/Zugstange 71 zum Beispiel
mit ein Kugelgelenk 71' verbunden;
durch eine andere Verbindung 71'' ist
die Druck-/Zugstange mit einer L-förmigen Halterung verbunden,
welche um eine vertikale am Rahmen befestigte Welle 73 drehbar
ist. Durch das verbindende Bindeglied 76 und seine Verbindungen 76', 76'' werden die Lenkbewegungen auf
die Hydrozylinderhalterung übertragen,
die um eine auf dem Rahmen befestigte Längswelle 78 seitlich
verschoben werden kann, wodurch das Fahrzeug in die Richtung kippt,
in die das Steuer eingeschlagen ist. Deshalb erzeugt der Lenkungswinkel
wenn das Neigen gesperrt ist in einer solchen Weise einen Neigungswinkel,
dass bei einer vorbestimmten langsamen Geschwindigkeit der Neigungswinkel
die Zentrifugalkraft ausgleicht.
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Die
oben genannte Ausführungsform
bezieht sich auf ein Fahrzeug, z.B. ein Motorrad, das seitlich durch
Versatz des Schwerpunktes neigbar ist, und das mit einer Stützbauteilanordnung,
z.B. einer Stützrad-Anordnung,
versehen ist. Die Anordnung umfasst auf beiden Seiten des Fahrzeugs
Stützbauteile,
die in Wechselwirkung mit einer Bodenoberfläche für das Fahrzeug gebracht werden
können.
Die Anordnung ist vorgesehen, um Kräfte zu erzeugen oder zu übertragen,
welche die Stützbauteile
gegen die Bodenoberfläche
drücken.
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Zusätzlich zu
einem Motorrad, wie beschrieben, kann die Lehre der Ausführungsformen
im Zusammenhang mit einem Schneemobil angepasst werden, insbesondere
auf Motor räder
und Schneemobile, die ein vorderes Rad oder einen vorderen Ski und
ein hinteres Rad oder einen Antriebsriemen haben.
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Wenn
ein Neigungseinfluss auf das Fahrzeug in irgend einer Richtung bei
den besagten niedrigeren Geschwindigkeiten ausgeübt wird, werden gemäß den Ausführungsformen
die Seiten-Stützbauteile
in Bezug auf die Bodenoberfläche
seitlich in eine seitliche Richtung verlagert, die mit der Neigungsbewegung übereinstimmt.
Während
der seitlichen Verlagerung sind die Stützbauteile parallel zu oder
in Abhängigkeit
von den Neigungswinkeln des Fahrzeugs winklig in Bezug auf die Längsachse
des Fahrzeugs angeordnet. Aufgrund der Anordnung wird ein Einfluss
auf das Neigen des Fahrzeugs in Form einer stabilisierten Empfindlichkeit
bei dem Neigungsvorgang erhalten.
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Weitere
Eigenschaften sind, dass die Ausübung
eines Neigungseinflusses auf das Fahrzeug in jeder Richtung bei
den besagten höheren
Geschwindigkeiten durch Versatz des Kontaktpunktes zwischen dem
hinteren Rad oder dem hinteren Ski (Haupt-Stützbauteil) des Fahrzeugs und
der Bodenoberfläche
in einer Richtung entgegen der besagten seitlichen Richtung, die
mit der Neigungsbewegung übereinstimmt,
verhindert, dass die Fahreigenschaften des Fahrzeugs beeinflusst
werden. Wenn Stützbauteile
in Form von Stützrädern oder
unter Einbezug von solchen verwendet werden, helfen die sich erhöhenden (oder
die hohen) Rotationsgeschwindigkeiten dabei, irgendeinen Einfluss
auf die besagten Fahreigenschaften zu verhindern.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform werden
die Seiten- oder Quer-Versatze der Seiten-Stützbauteile mit Hilfe der Schwenkachse
erzeugt (z.B. bedeutet eine Gelenkwelle oder eine Gelenkeinrichtung
das Festlegen der besagten Schwenkachse), die sich in der vertikalen
Ebene in Längsrichtung
des Fahrzeugs durch den Schwerpunkt erstreckt. Die Schwenkachse
(Gelenkwelle) ist in Bezug auf eine Horizontalebene geneigt (wenn
das Fahrzeug vertikal aufrecht ist). Mit der geneigten Schwenkachse
werden die Seiten-Stützelemente auch
um eine vertikale Achse so verschoben (geschwenkt), dass die zusätzliche
Lenkkraft erzeugt wird, welche die Kurvenbewegung des Fahrzeugs unterstützt.
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Gemäß der Ausführungsform
mit der einzelnen Gelenkwelle definiert die besagte Gelenkwelle die
Schwenkachse, welche sich nahe an dem Schwerpunkt des Fahrzeugs
erstreckt. Vorzugsweise ist die besagte Gelenkwelle (Gelenkwellenteil)
nahe an den besagten Schwerpunkt oder sich durch diesen erstreckend
vorgesehen, und zwar hinsichtlich der Längs-, Seiten- und Vertikalausdehnung
des Fahrzeugs.
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In
einer alternativen Ausführungsform
können
die Seiten- oder Quer-Versatze der Seiten-Stützbauteile mit Hilfe von zwei
oder mehr Gelenkwellen erzeugt werden, die so angeordnet sind, dass
eine virtuelle Schwenkachse zur Verfügung gestellt wird. In der
ver tikalen aufrechten nicht-geneigten Lage des Fahrzeugs erstreckt
sich die besagte virtuelle Schwenkachse nahe an dem Schwerpunkt
oder durch den Schwerpunkt. Die erzeugte Bewegung der jeweiligen
Schwenkachse kann in diesem Fall auf das jeweils betroffene Stützbauteil
durch ein oder mehrere Bindegliedarme oder Stützwellen übertragen werden. Die besagte
virtuelle Schwenkachse ist entlang einer gekrümmten Linie gemäß einer
Neigungsbewegung des Fahrzeugs beweglich, worin die besagte gekrümmte Linie
nahe an dem besagten Schwerpunkt verläuft, sich insbesondere durch
den besagten Schwerpunkt erstreckt.
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Das
jeweilige Neigen des Fahrzeugs wird mit Hilfe der Versatze des Schwerpunktes
des Fahrzeugs erzielt oder beendet, d.h. der Fahrer und möglicherweise
der Passagier erzeugen während
des Fahrens den besagten Versatz oder die Versatze mit seinem oder
ihrem Körpergewicht.
Deshalb sollte die Position des Schwerpunktes bei einer Kombination des
Fahrzeugs und des Fahrers nicht als vollständig festgelegt betrachtet
werden. Gemäß den Ausführungsformen
wird ein Schwerpunkt des Fahrzeugs ohne irgendeinen Fahrer/Passagier
oder ein Schwerpunkt des Fahrzeugs mit einem angenommenen mittleren
Gewicht des Fahrers und des Passagiers in Betracht gezogen.
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Gemäß den Ausführungsformen
können Sperrbauteile,
die Teil der Anordnung darstellen, betätigt werden, um das Fahrzeug
in einer gewünschten
geneigten Lage, insbesondere im unteren Geschwindigkeitsbereich
und in der nicht-geneigten Lage, die z.B. mit dem Parken des Fahrzeugs
verbunden ist, zu halten. Wenn das Fahrzeug sich z.B. erheblich
neigt, können
die neigungswiderrufenden Bauteile betätigt werden.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist
das Fahrzeug mit einem Schwerpunkt konstruiert, der 0,25–0,6 Meter,
vorzugsweise zwischen 0,4 und 0,5 Meter, über der Bodenoberfläche angeordnet
ist. Die Anordnung wird mit Bauteilen aufgebaut, welche nach unten
drückende
Kräfte
erzeugen und die aus Hydrozylindern oder pneumatisch und/oder elektrisch
arbeitenden Bauteilen bestehen können.
Die Anordnung kann zusätzlich
oder alternativ auch so aufgebaut sein, dass sie manuell anlegbaren
nach unten drückenden
Kräften
ausgesetzt werden kann, z.B. können
der Fahrer und/oder ein Passagier sein/ihr Körpergewicht verwenden, um nach
unten drückende
Kräfte
zu erzeugen. Die Stützbauteile oder
die Stützräder, die
durch die nach unten drückenden
Kräfte über den
gesamten Geschwindigkeitsbereich des Fahrzeugs gegen die Bodenoberfläche gedrückt werden,
sind so angeordnet, dass sie nach unten drückenden Kräfte aufnehmen, welche so gewählt sind,
dass sie in dem besagten unteren Geschwindigkeitsbereich eine Reibung
zwischen den Stützbauteilen
und der Bodenoberfläche
erzeugen und die Reibung einen Neigungsvorgang bewirkt, der empfindlich
gegen den Versatz des Schwerpunktes ist. Der Fahrer und jeder Passagier spüren deshalb,
dass mit dem Versatz des Schwerpunktes ein weicher und empfindlicher
Neigungsvorgang erhalten wird.
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Die
Anordnung ist so angeordnet, dass sie dem Fahrzeug bei dem Auftreten
von Neigung in dem unteren Geschwindigkeitsbereich und den vorderen Hauptbauteilen
des Fahrzeugs, die in Wechselwirkung mit der Bodenoberfläche gebracht
werden können,
Stabilität
verleiht, was in Zusammenhang mit einem Motorrad bedeutet, dass
das vordere Rad des Fahrzeugs bei dem Auftreten von Neigung die
Stabilisierungsfunktion übernimmt,
wenn die Geschwindigkeit der Fahrzeugs zunimmt, um die Stabilisierungsfunktion
im höheren
Geschwindigkeitsbereich vollständig
zu übernehmen.
Die Übertragung
der Stabilisierungsfunktion bei dem Auftreten von Neigung von der
Stützbauteilanordnung
auf das Fahrzeug selbst (welches durch die Drehung des vorderen
Rades Stabilität
erlangt) oder umgekehrt, tritt weich, z.B. sinusförmig auf,
so dass die Fahrfunktion des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt wird.
Der untere Geschwindigkeitsbereich erstreckt sich vorzugsweise von
0 bis ca. 25 km/h und der höhere
Geschwindigkeitsbereich erstreckt sich vom letzteren Geschwindigkeitswert
an aufwärts.
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Die
Anordnung ist mit Sperrbauteilen versehen, die in Abhängigkeit
von ihrer Aktivierung das Fahrzeug in einer bestimmten Neigungslage
sperren, z.B. in der nicht-geneigten Lage. Das Sperrbauteil oder
die Sperrbauteile können
hier so angeordnet sein, dass seine/ihre Sperrung bei wenigstens
den niedrigeren Geschwindigkeiten innerhalb des unteren Geschwindigkeitsbereiches
hervorgerufen wird. Zusätzlich
oder alternativ dazu kann das jeweilige Sperrbauteil mit einem manuellen
Betätigungsbauteil (Taste
oder Äquivalentes)
bei dem Start- oder Stoppvorgang des Fahrzeugs und/oder mit den
geschwindigkeitserfassenden und/oder neigungserfassenden Bauteilen
aktiviert werden. Solche Aktivierungen und Deaktivierungen können in
einer Weise durchgeführt werden,
die an sich bekannt ist. Das Fahrzeug kann mit neigungswiderrufenden
Bauteilen, z.B. Hydrozylindern oder -bauteilen ausgestattet sein,
die durch eine Drucktaste von außerhalb oder innerhalb des Fahrzeugs
elektronisch bedient werden können. Elektronisch
bediente Einrichtungen können
hier ebenfalls verwendet werden, z.B. Einrichtungen, in denen die
neigungswiderrufende Funktion z.B. mit Funkwellensteuerung oder
irgendeiner anderer Steueranlage in bekannter Weise von einem Schlüssel oder
einer Box initialisiert werden kann.
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In
den Ausführungsformen
sind Bindegliedmittel 69, 71, 72, 76, 77 vorgesehen,
um einen Lenkungswinkel am vorderen Haupt-Stützelement den besagten Seiten-Stützbauteilen
direkt über
das Sperrmittel 79, 80 zu übermitteln. Das Fahrzeug ist dem
Lenkungswinkel entsprechend neigbar, wobei das Sperrmittel 79, 80 in
einer Arretierstellung ist. Deshalb wird beim Übergang von den sehr niedrigen Geschwindigkeiten
im Niedrig-Geschwindigkeitsbereich, bei denen der Neigungsmechanismus
in der normalerweise aufrechten Arretierstellung ist, ein Vorgang
eingeführt,
vorzugsweise eine mechanische Verbindung, der das Fahrzeug proportional
zum Lenkungswinkel neigen lässt,
so dass bei einer vorbestimmten sehr niedrigen Geschwindigkeit,
vorzugsweise die Geschwindigkeit, bei welcher der Fahrer normalerweise
die Hydrozylinder entsperrt oder eine automatische Vorrichtung die
Hydrozylinder entsperrt, der Neigungswinkel die Zentrifugalkraft
ausgleicht. Mit dieser Verbindung fühlt sich der Übergang von
der Arretierstellung zu der entsperrten Position für den Fahrer
natürlicher
an.
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Die
Quer-Versatzfunktion für
die Stützbauteile,
die durch die Gelenkwelle erzeugt wird, wenn der Schwerpunkt verlagert
wird, wird über
ein oder mehrere Bindeglied- oder Wellenteile übertragen, die mit der jeweiligen
Gelenkwelle verbunden sind und die an ihren Enden die Stützbauteile
tragen. In einer Ausführungsform
bildet die Gelenkwelle zusammen mit Wellenteilen, welche die Stützbauteile
tragen, eine Brücke,
die sich in der Querrichtung des Fahrzeugs erstreckt. Das Fahrzeug
hat vordere und hintere Bauteile, die in Wechselwirkung mit der
Bodenoberfläche gebracht
werden können,
d.h. vordere und hintere Räder
oder vordere und hintere Ski. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Schwerpunkt des Fahrzeugs im Wesentlichen auf halber Strecke
zwischen den vorderen und hinteren Bauteilen platziert oder angeordnet.
Die Stützvorrichtungsanordnung
ist vorzugsweise im Wesentlichen auch auf halber Strecke zwischen
den vorderen und hinteren Bauteilen angeordnet. Das Fahrzeug umfasst
ein Chassisteil oder Gehäuseteil,
und die Stützbauteile
oder Stützräder verhindern
aufgrund ihrer seitlichen Versatzfunktionen, dass das Neigen des
Fahrzeugs auf das Chassis, den Körper
oder den umgebenden Gehäuseraum
einwirkt.
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Der
besagte seitliche Versatz wird beim Auftreten des Neigens in dem
höheren
Geschwindigkeitsbereich durchgeführt,
wobei das Auftreten von Reibung oder Rutschen durch den besagten
Versatz des Kontaktpunktes zwischen dem hinteren Rad und der Bodenoberfläche und
der Zunahme der Rotationsgeschwindigkeit der Stützräder und/oder der Deformation
oder Elastizität
in dem/den Stützradreifen verhindert
wird.
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Die
Anordnung auf dem Bindeglied oder dem Wellenteil bis zum jeweiligen
Stützbauteil
(Stützrad), kann
einen Platz zur Fußbetätigung haben,
damit ein Fahrer oder ein Passagier zum Erzeugen einer nach unten
drückenden
Kraft auf das Stützbauteil
gegen die Bodenoberfläche
in der Lage ist. Das jeweilige Stützbauteil kann aus einem einzelnen,
etwas größeren Stützrad oder
einer Anordnung oder aus einem Aufbau von Stützrädern, z. B. in Form eines Schienenwagens,
bestehen, der eine Anzahl von kleineren Räder haben kann, die nebeneinander
oder eines nach dem anderen angeordnet sind. Alternativ kann eine
Stützvorrichtungsanordnung
vorgesehen sein, die einen Ski beinhaltet, der durch Räder hindurch geht,
welche auf dem gleichen oder auf unterschiedlichen Niveaus eines
hinter dem anderen angeordnet sind.
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Wenn
eine Gelenkwelle zusammen mit Wellenteilen, die sich in der Querrichtung
des Fahrzeugs erstrecken, Teil einer gemeinsamen Einheit bildet, können diese
an ihren Enden ein oder mehrere Bindegliedbauteile tragen, an die
das jeweilige Stützbauteil
oder der jeweilige Stützbauteilaufbau
elastisch befestigt ist. Die seitliche Versatzfunktion ist so gewählt, dass
beim maximalen Neigen des Fahrzeugs die Stabilität, die von den Stützbauteilen
erzeugt wird, sicherstellt, dass sich der Schwerpunkt in einem beträchtlichen,
d.h. sicheren Abstand innerhalb des jeweiligen Stützbauteils
befindet. Das jeweilige Stützbauteil
kann bei dem jeweiligen seitlichen Versatz sowohl während dem
seitlichen Versatz als auch in der seitlich versetzten Lage eine
aufrechte Position einnehmen.
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Gemäß den Ausführungsformen
kann ein Verhältnis
zwischen der Höhe
der Gelenkwelle über der
Bodenoberfläche
und dem Abstand zwischen den vertikalen Flächen der Stützräder durch die Mitte der Stützräder auch
so gewählt
werden, dass es einen Wert von 0,5 oder kleiner hat. In einer Ausführungsform
ist das Fahrzeug mittels einer Vierstabvorrichtung mit einem virtuellen
Drehzentrum versehen, die in Wechselwirkung mit einem oder mehreren Rückholbauteilen
und/oder Bauteilen, die neigungsantreibenden Kräften entsprechen, z.B. in Form
von Torsionsstäben,
gebracht werden kann.
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Aufgrund
dessen, was oben angegeben worden ist, kann ein zweirädriges Fahrzeug,
z.B. in Form eines Motorrads, mit „intelligent" arbeitenden Stützrädern oder Äquivalentem
versehen sein. Die Anordnung ermöglicht,
dass die Stützräder mit
der Bodenoberfläche
wechselwirken oder gegen diese über den
gesamten Geschwindigkeitsbereich betätigt werden, ohne die Motorradempfindung
als solche zu beeinträchtigen,
insbesondere bei höheren
Geschwindigkeiten. Rutschen oder Reibung wird in der seitlichen
Richtung bei den besagten höheren
Geschwindigkeiten durch eine Zunahme der Rotationsgeschwindigkeit
der Stützräder und
dem besagten Versatz des Kontaktpunktes zwischen dem hinteren Rad und
der Bodenoberfläche
vermieden. Beträchtliche Vorteile
werden durch die Stützwelle
und die Stützräder erzielt,
die vor der hinteren Welle in Verbindung mit dem Schwerpunkt angebracht
sind. Vorzugsweise sind der Schwerpunkt und die Stützräder auf
halber Strecke zwischen den vorderen und hinteren Räder des
Motorrads angebracht. Bei der Plattform, die durch die Stützräder und
die vorderen und hinteren Räder
gebildet wird, befindet sich der Schwerpunkt folglich deutlich innerhalb
der äußeren Begrenzungslinie
der Plattform, was eine stabile Funktion sogar bei maximaler Neigung
sicherstellt. Die Anordnung kann optimal verwendet werden, wenn
die Voraussetzung gegeben ist, dass sich das Fahrzeug um den Kontaktpunkt
mit dem Boden dreht. Der hoch angebrachte Gelenkpunkt bedeutet,
dass bei niedrigen Geschwindigkeiten ei ne gute Stabilität erreicht
werden kann. Die besagten virtuellen Drehzentren und neigungshemmenden
Bauteile/Torsionsstab (-stäbe) können verwendet
werden, wenn der Motor des Fahrzeugs so positioniert oder angeordnet
ist, dass (eine) herkömmliche
Gelenkwelle(n) nicht geeignet eingesetzt werden kann (können).
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Die
Stabilität
des Fahrzeugs hängt
auch von den Abständen
zwischen den Stützbauteilen
oder den Stützrädern ab.
Der besagte Abstand kann an die verschiedenen betroffenen Fahrzeuge
angepasst werden, und in einer Ausführungsform kann der besagte
Abstand zwischen 0,5 und 0,8 Meter betragen.
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Wenn
das Fahrzeug stationär
ist und sich z.B. deutlich neigt, werden gemäß den Ausführungsformen, die Bauteile,
die das Neigen hemmen oder das Neigen widerrufen, z.B. Hydrozylinder,
z.B. durch manuelle Steuerung von außerhalb oder innerhalb das
Fahrzeug aktiviert, damit das Fahrzeug aufgerichtet wird.
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Die
Anordnung 3 ist vorgesehen, um dem Fahrzeugs 30 bei
dem Auftreten von Neigung α, α' in dem unteren Geschwindigkeitsbereich
Stabilität
zu verleihen, und damit die Hauptbauteile 1, 2 des
Fahrzeugs, die in Wechselwirkung mit der Bodenoberfläche 6 gebracht
werden können,
z.B. das vordere Rad des Fahrzeugs, die Stabilisierungsfunktion
bei Auftreten von Neigung α, α' übernehmen, wenn sich die Geschwindigkeit
des Fahrzeugs erhöht,
um die Stabilisierungsfunktion in dem höheren Geschwindigkeitsbereich
vollständig
zu übernehmen.
Die Übertragung
der Stabilisierungsfunktion bei Auftreten der Neigung α, α', von der Stützbauteilanordnung 3 zum Fahrzeug
selbst oder umgekehrt, geschieht weich, z.B. sinusförmig. Im
Fall, dass höheres
Rutschen oder Reibung zwischen Stützrädern und Bodenoberfläche bei
niedrigeren Geschwindigkeiten erforderlich ist, wird der Schwerpunkt
näher an
das vordere Rad oder den vorderen Ski verschoben.
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Gemäß den Ausführungsformen
hat das Fahrzeug 30 vordere und hintere Baeuteile 1, 2,
z.B. Räder
oder Ski, die in Wechselwirkung mit der Bodenoberfläche gebracht
wrden können,
indem der Schwerpunkt 28 in der Horizontalebene des Fahrzeugs
gesehen im Wesentlichen auf halber Strecke zwischen den besagten
vorderen und hinteren Bauteilen eingestellt ist, und indem die Stützvorrichtungsanordnung 3 im
Wesentlichen auch auf halber Strecke zwischen den vorderen und hinteren
Bauteilen 1, 2 angeordnet ist. Die oben beschriebenen
Ausführungsformen
lehren ein seitlich neigbares Fahrzeug, das eine Rahmenvorrichtung
aufweist, die ein vorderes Haupt-Stützelement 1 und ein
hinteres Haupt-Stützelement 2 verbindet,
und Seiten-Stützbauteile 4, 5 auf
beiden Seiten des Fahrzeugs angeordnet sind, wobei die besagten
Seiten-Stützbauteile 4, 5 drehbar
um eine Schwenkachse 17, 62 an der besagten Rahmenvorrichtung
gelagert sind, worin sich zumindest in einer aufrechten nicht-geneigten Lage
des besagten Fahrzeugs die Schwenkachse 17, 62 in
einer vertikalen Längsebene 29, 63 des Fahrzeugs
und nahe an einem Schwerpunkt 28, TP des Fahrzeugs erstreckt.
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Gemäß einer
Ausführungsform
ist die besagte Schwenkachse eine Mittelachse einer Gelenkwelle 17,
welche die besagten seitlichen Stützbauteile 4, 5 an
der besagten Rahmenvorrichtung trägt, worin die besagte Gelenkwelle 17 nahe
an dem Schwerpunkt 28 des Fahrzeugs vorgesehen ist.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfassen die besagten Seiten-Stützbauteile
ein rechtes Seiten-Stützbauteil 4 und
ein linkes Seiten-Stützbauteil 5,
und es sind mindestens zwei Gelenkwellen 17a, 17b zum
Lagern der jeweiligen besagten Seiten-Stützbauteile 4, 5 an
der besagten Rahmenvorrichtung zur Verfügung gestellt, worin zumindest
in der aufrechten nicht-geneigten Lage des besagten Fahrzeugs die
besagten Gelenkwellen 17a, 17b die besagte Schwenkachse
nahe an dem Schwerpunkt des Fahrzeugs definieren.
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Gemäß einer
Ausführungsform
ist ein Bindeglied 56, 57; 56', 57', insbesondere
eine Vierstab-Verbindung, zum Lagern der besagten Seiten-Stützbauteile 4, 5 an
der besagten Rahmenvorrichtung vorgesehen, worin das besagte Bindeglied 56, 57; 56', 57' zumindest in
der aufrechten nicht-geneigten Lage des besagten Fahrzeugs die besagte Schwenkachse 62 nahe
an dem Schwerpunkt TP des Fahrzeugs definiert. Die besagte Schwenkachse 62 ist
entlang einer gekrümmten
Linie entsprechend einer Neigungsbewegung des Fahrzeugs beweglich, worin
die besagte gekrümmte
Linie nahe an dem besagten Schwerpunkt verläuft, sich insbesondere durch
den besagten Schwerpunkt erstreckt.
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Gemäß Ausführungsformen
ist ein seitliches Bindeglied 22, 22' zum miteinander
Verbinden der besagten Seiten-Stützbauteile 4, 5 zur
Verfügung
gestellt.
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Die
besagte Schwenkachse erstreckt sich zumindest in der aufrechten
nicht-geneigten Lage des besagten Fahrzeugs durch den Schwerpunkt 28, TP
des Fahrzeugs. Die besagte Schwenkachse ist gegenüber einer
Horizontalebene des Fahrzeugs in der aufrechten nicht-geneigten
Lage geneigt.
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Außerdem sind
Mittel 7, 8, 7', 8' vorgesehen, um eine nach unten
drückende
Kraft F, F', F'' zu erzeugen, die auf die Seiten-Stützbauteile 4, 5 einwirkt. Sperrmittel 27, 79, 80 sind
vorgesehen, um eine geneigte Lage der Rahmenvorrichtung relativ
zu den Seiten-Stützbauteilen 4, 5,
zu arretieren, insbesondere eine Lage mit einem Neigungswinkel von
Null. Bindegliedmittel 69, 71, 72, 76, 77 sind
vorgesehen, um einen Lenkungswinkel am vorderen Haupt-Stützelement über die
Sperrmittel 79, 80 direkt an die besagten Seiten-Stützbauteilen
zu übermitteln,
worin das Fahrzeug entsprechend dem Lenkungswinkel neigbar ist und
das Sperrmittel 79, 80 in einer Arretierstellung
ist. Neigungshemmen de oder neigungswiderrufende Mittel sind zur
Unterstützung
einer Bewegung des Fahrzeugs von einer geneigten Lage zu einer aufrechten
Lage zur Verfügung
gestellt.
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Die
Mittel 7, 8, 7', 8', welche die nach unten drückende Kraft
erzeugen, und/oder die Sperrmittel 27, 79, 80 und/oder
die neigungshemmenden oder neigungswiderrufenden Mittel sind durch
ein manuelles Betätigungsbauteil
und/oder entsprechend einem Start- oder Stoppvorgang des Fahrzeugs und/oder mit
geschwindigkeitserfassenden Mitteln und/oder neigungserfassenden
Mitteln steuerbar.
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Gemäß Ausführungsformen
ist der Schwerpunkt 28 in einem Abstand von 0,25–0,6 Meter,
vorzugsweise zwischen 0,4 und 0,5 Meter, über einer Bodenoberfläche angeordnet.
Die Schwenkachse ist in einem ersten Abstand h über einer Bodenoberfläche angeordnet,
und die Seiten-Stützbauteilen 4, 5 sind
in einem zweiten Abstand s in einer vertikalen Richtung angeordnet,
worin ein Verhältnis
zwischen dem ersten und zweiten Abstand h/s kleiner als 0,5 ist.
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Gemäß Ausführungsformen
sind das vordere Haupt-Stützelement
und/oder das hintere Haupt-Stützelement
Hauptstützräder 1, 2,
insbesondere eines Motorrads, oder einer Skivorrichtung, insbesondere
eines Schneemobiles, und die Seiten-Stützbauteile sind Seiten-Stützräder 4, 5,
oder Skivorrichtungen oder eine Ski-Rad-Vorrichtungskombination 6, 37.