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DE60105159T2 - Schutzhütte - Google Patents

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DE60105159T2
DE60105159T2 DE60105159T DE60105159T DE60105159T2 DE 60105159 T2 DE60105159 T2 DE 60105159T2 DE 60105159 T DE60105159 T DE 60105159T DE 60105159 T DE60105159 T DE 60105159T DE 60105159 T2 DE60105159 T2 DE 60105159T2
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Cintec International Ltd
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    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H9/00Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
    • E04H9/04Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions
    • E04H9/10Independent shelters; Arrangement of independent splinter-proof walls

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Bunker und im besonderen auf Bunker für gefährliche Umgebungen, welche Schutz bieten gegen Explosionen und Feuerwaffengefecht.
  • Es gibt viele Orte in der Welt, in welchen ein rasch erstellter Bunker als Sicherheit gegen Gewehr- oder Maschinengewehrfeuer und gegen Bombenexplosionen oder Granateneinschlag ein sehr erstrebenswerter Rückzug ist. Sie müssen jedoch in großer Eile an entfernten Orten aufgebaut werden, die möglicherweise nur durch einen Helikopter erreichbar sind. So ist das Herbeibringen des gesamten Aufbaues keine realistische Option.
  • In der US-PS 3 886 751 ist ein Wandaufbau beschrieben, der gebildet wird durch eine Mehrzahl von Säcken, die gefüllt werden können mit einem Füllmittel, wie etwa Beton, obwohl sie dort keine Lehre eines Bunkers als solchen ergibt.
  • In der US-PS 5 611 178 wird ein unterirdischer Bunker beschrieben, mit zwei im wesentlichen identischen starren Platten, die montiert werden können zu einem tunnelartigen Aufbau, über welchen und um welchen herum Erde und/oder Sandsäcke platziert werden können, um die Wirksamkeit des Bunkers zu erhöhen, obwohl sich dort keine Lehre ergibt, wie der Bunker selbsttragend aufgebaut werden kann in einer anderen Art und Weise, als die starren Platten an Ort und Stelle zu lassen.
  • Es gibt dementsprechend ein Bedürfnis für einen Bunker, dessen Gesamtaufbau zum großen Teil aus lokalen Materialien bereitgestellt werden kann und bei welchem lediglich ein Skelettaufbau zum Errichtungspunkt gebracht werden muss, welcher auf dem Boden "ausgefüllt" wird.
  • Gemäß der Erfindung wird ein Bunker bereitgestellt mit einer bogenförmigen Auskleidung, die mindestens eine zeitweilige Stütze und eine externe längliche Umhüllung aus Säcken bildet, welche sich im wesentlichen horizontal erstreckt und aufgefüllt ist mit einem Füllmaterial, wobei die Säcke bis auf die Einlässe geschlossen sind, durch die der Füllwerkstoff eingefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Säcke in Kammern unterteilt und derart montiert sind, dass die Kammern eines jeden Sackes von der Verkleidung zunehmend beabstandet sind.
  • Vorzugsweise kommt feinpartikuliertes Material zum Einsatz. Dies kann Sand sein oder möglicherweise Erde, obwohl Sand mit Zement vermischt sein kann. Das Füllmaterial und der Beton in der vorher eingestellten Schlammform können jedoch gepumpt werden, um die Säcke zu füllen, und es ist zu bemerken, dass die Erfindung den Einsatz derartiger groberer Materialien umfasst. Fasern oder kleine Tuchstücke können ebenfalls der Mischung beigegeben werden.
  • Nachdem die Auskleidung aufgebaut ist, werden leere Säcke platziert, um diese zu umhüllen, und dann werden zumindest einige der inneren Kammern beginnend mit den untersten Säcken und aufwärts bis zur Krone des Bogens mit Füllmaterial aufgefüllt. Dann werden die benachbarten Kammern gefüllt und so weiter, bis die äußersten gefüllt sind und der Bunker vervollständigt ist. Das Füllen eines Bereiches der Kammern kann beginnen, bevor die Nächstinnere vervollständigt ist, obwohl dies nicht bevorzugt wird, und bestimmt darf dieses das Füllen der inneren Kammern nicht überholen bei der Annäherung an die Krone des Bogens.
  • Der Bogen ist im allgemeinen kreisförmig oder elliptisch und die Säcke besitzen vorzugsweise eine solche Form, dass sie im Querschnitt des Bunkers an Steine erinnern um die Krümmung eines Steinbogens, mit anderen Worten sind sie keilförmig ausgebildet. Vorzugsweise ist eine Einrichtung vorhanden, um benachbarte Säcke positiv miteinander zum Eingriff zu bringen. In einer Ausführungsform kann diese Maßnahme Stäbe umfassen, die sich in Längsrichtung des Bunkers erstrecken und durch sich überlappende Schlaufen benachbarter Säcke hindurch ergreifen, ähnlich wie ein Gelenkstift.
  • Wenn die Säcke voll sind, sind sie selbsttragend und die Auskleidung kann entfernt werden. Sie können dann für den Aufbau eines weiteren Bunkers dienen usw.
  • Das Material der Säcke ist eine Sache der Auswahl, und obwohl es nicht erforderlich ist, dass die Säcke anhebbar sind, wenn sie mit Füllmaterial ausgefüllt sind, wird bevorzugt, dass es sich um ein starkes verstärktes Schichtmaterial handelt, das im Falle des Anhebens das Gewicht der Inhalte zu tragen vermag. Das optimale verfügbare Material ist gegenwärtig wahrscheinlich "Kevlar"TM, welches sich als kugelsicher erwiesen hat zumindest in einem gewissen Ausmaß.
  • Da die Säcke leer zum Errichtungspunkt gebracht werden, sind sie vorzugsweise so lang wie der Bunker selbst, so dass die Montagezeit auf ein Minimum reduziert wird.
  • Das Füllmaterial ist vorzugsweise Sand, der oft am Ort verfügbar ist. Aber Umstände können den Einsatz von Erde diktieren.
  • Der Sand kann mit Zement gemischt werden, so dass die Umhüllung aushärtet. Natürlich besteht keine Notwendigkeit, dass alle Kammern mit dem gleichen Material gefüllt sind, und man könnte die inneren fest mit einer Mischung aus Sand und Zement und die äußeren lediglich mit Sand gefüllt vorsehen.
  • Die Auskleidung kann auf verschiedene Art und Weise vorgesehen sein. Beispielsweise könnte es sich um vorgekrümmte starre Schichtmaterialien, wie etwa gewelltes Eisen handeln, so dass es wie eine Wellblechhütte aussieht. Alternativ können einzelne Bögen vorgesehen sein, die ein geripptes Fachwerk bilden über die Länge des Bunkers. Diese können an Ort und Stelle belassen oder entfernt werden, nachdem die Säcke aufgefüllt sind. Alternativ kann eine her kömmliche innere Abstützung eingesetzt werden, welche demontiert werden muss, um den Bunker benutzbar zu machen.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Errichten eines Bunkers bereitgestellt, wobei die Auskleidung aufgestellt wird, die Säcke hierüber angeordnet und miteinander verbunden werden und die Kammern progressiv gefüllt werden von der innersten Kammer des niedrigen Sackes bis zum oder zu jeder äußeren Kammer an der Krone des Bogens, wobei keine Kammer gefüllt wird, bis die nächste oder diejenigen, welche am Umfang niedriger sind, sowie radial innere aufgefüllt worden sind.
  • Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Erstellen eines Bunkers bereitgestellt, wobei die Auskleidung errichtet wird, die untersten Säcke positioniert und gefüllt werden von der innersten Kammer nach außen, wobei die nächsten niedrigsten Säcke positioniert und in einer ähnlichen Weise gefüllt werden usw. bis zur Krone des Bogens.
  • Bei jedem Aufbauverfahren werden die Säcke gefüllt in einer progressiven Weise mit einem Füllmaterial, wie etwa Sand oder einem aushärtbaren Material, wie etwa Beton, wobei jeder Sack platziert wird in Verbindung mit einem gefüllten Sack, bevor er selbst aufgefüllt wird. Wenn die Säcke gefüllt sind, tragen sie dazu bei, eine gegenseitige Bewegung der Säcke zu verhindern zumindest in einer Richtung in der allgemeinen Ebene dieser Flächen.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Bunker bereitgestellt mit einer Barriere, die Reihen von Säcken umfasst, gefüllt mit Füllmaterial, wobei die Säcke mindestens eines Umlaufes breiter sind als die Säcke in dem unteren Umlauf, so dass zumindest eine Seite der Barriere ausgekragt ist.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die breiteren Säcke unterteilt durch Längsstege in Seite-an-Seite liegende Kammern. Diese werden aufeinanderfolgend ausgefüllt, wobei die mittigen oder diejenigen oberhalb des existierenden Aufbaus zunächst aufgefüllt werden, um Stabilität und Gegenge wicht bereitzustellen zu den Kammern, die heraushängen über den existierenden Aufbau.
  • Derartige Barrieren können aufgebaut werden an den Enden der gebogenen Strukturen, die oben angegeben wurden, um einen runden Bunker zu vervollständigen. Sie können jedoch vollständig unabhängig voneinander sein.
  • Für ein besseres Verständnis der Erfindung sollen einige Ausführungsformen nun beispielhaft beschrieben werden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen:
  • 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Sackes mit trapezförmigem Querschnitt,
  • 2 zeigt die Säcke gemäß 1 unterteilt in drei Kammern,
  • 3 ist ein schematischer Querschnitt eines Bunkers unter Wiedergabe von Schritten beim Aufbau,
  • 4 ist ein Detail eines Teils des Bunkers in Endansicht,
  • 5 ist eine Ansicht in Richtung A der 4,
  • 6 zeigt verschiedene Bogenaufbauten zur Bildung der Basis des Bunkers,
  • 7 zeigt Details der Verankerung des Bunkers mit dem Boden,
  • 8 zeigt eine Endansicht eines Sackes zur Bildung eines Bogens entsprechend der Darstellung in 10,
  • 9 zeigt eine weitere Endansicht eines Sackes, der geeignet ist für einen bogenförmigen Aufbau, der in 10 gezeigt ist,
  • 10 zeigt einen gebogenen Aufbau,
  • 11 zeigt einen Sack mit ineinandergreifenden Teilen,
  • 12 zeigt einen Sack mit gewellten Seiten und
  • 13 zeigt Endansichten verschiedener Wandbarrieren, die zum Einsatz kommen können in Verbindung mit dem Bunker.
  • Die Säcke können so beschrieben werden, als dass sie von einfacher Form sind, wie dies in 1 der beigefügten Zeichnungen gezeigt ist. Hierbei handelt es sich um eine perspektivische Ansicht eines Teils eines Sackes 1 mit trapezoidalem Querschnitt, der geeignet ist zur Bildung eines Voussoirs mit rohrförmigen Taschen 2a an den Längskanten zur Aufnahme eines (nicht dargestellten) Stabes, über welchen benachbarte Säcke miteinander verbunden werden. Typischerweise ist der Sack unterteilt in drei Kammern durch innere Stege 3 entsprechend der Darstellung in 2, bei welcher es sich um eine Endansicht des Sackes handelt, wobei die Taschen 2a weggelassen sind. Ein gebogener Aufbau entsprechend der Darstellung in 3 kann ausgebildet werden durch derartige Säcke, die gefüllt werden in einer progressiven Art und Weise.
  • Der Bunker wird aufgebaut durch das Auffüllen der Säcke 1, die über eine gebogene Auskleidung 2 gelegt sind. In 3 sind die Säcke alle einander ähnlich und unterteilt in drei Kammern durch innere Stege 3. In der Endansicht sind die Säcke leicht keilförmig ausgebildet, so dass sie an Steine erinnern, die der Krümmung eines Gebäudebogens folgen, und die Stege 3 folgen der Krümmung des Bogens derart, dass sich eine innere Kammer 4, eine mittlere Kammer 5 sowie eine äußere Kammer 6 in jedem Sack ergibt. Obwohl sie in 3 als expandiert dargestellt sind mit nahezu ihrer eventuellen Form, fallen sie im leeren Zustand zumeist zusammen gegen die Auskleidung 2.
  • Die inneren Kammern 4 werden zunächst aufgefüllt, beginnend von dem untersten Sack 1 an der Basis des Bogens. Sie werden aufeinanderfolgend gefüllt in Richtung auf die Krone des Bogens, bis sich eine vollständige ursprüngliche Umhüllung mit granuliertem Material um die Auskleidung ergibt. Dann werden die mittleren Kammern 5 gefüllt in der gleichen Weise, beginnend von dem Boden und fortschreitend zur Krone. Schließlich werden die äußeren Kammern 6 gefüllt in einer ähnlichen Art und Weise.
  • Wie zuvor erwähnt, ist das Füllmaterial vorzugsweise Sand und kann ausgehärtet werden durch die Beigabe von Zement, was jedoch nicht notwendigerweise in jeder Schicht so ist.
  • Obwohl nicht geformt, wie in 3 gezeigt, zeigt die 4 zwei der untersten Säcke und wie sie miteinander verbunden sind. Der unterste Sack 1 besitzt innere und äußere Gruppen von Materialschlaufen 7 an seiner Oberseite und der nächste Sack 1 weist ähnliche Schlaufen 8 an seiner Unterseite auf, die ausgerichtet sind auf die Schlaufen 7, wenn die Säcke richtig positioniert sind. Stäbe, Draht oder Seil 9 können eingesteckt werden wie ein Gelenkstift durch beide Gruppen von Schlaufen, wodurch die Säcke fest miteinander verbunden werden. Die anderen Säcke werden in einer ähnlichen Weise miteinander verbunden.
  • Am Ende einer jeden Kammer 4, 5 und 6 befindet sich ein Einlass 10, durch welchen das granulierte Material eingepumpt werden kann. Trockener Sand fließt ganz leicht und jede Kammer kann vollständig gefüllt werden, um eine im wesentlichen feste Barriere zu bilden.
  • Um einen Sack zu füllen, kann ein Schlauch eingeführt und zum äußersten Ende des Sackes geleitet werden, wobei dann, wenn das Material zugeführt wird, er langsam zurückgezogen wird. Dies ist jedoch nicht der einzige Weg und es kann geeignet erscheinen, mehrere Eingangspunkte entlang eines jeden Sackes vorzusehen, so dass das Auffüllen chargenweise erfolgt.
  • Die 6 zeigt einige mögliche Auskleidungen. Eine einfache in 6(a) ist gekrümmtes Metallblech 11 und eine Alternative in 6(b) ist eine Grup pe von Metallrahmenbögen 12, die als rippenförmiger Aufbau angeordnet werden können, wobei die Rippen eng genug beieinander sind, um die Säcke, die hierüber gelegt sind, zu positionieren und abzustützen. Nachdem die Säcke alle gefüllt sind, können diese Auskleidungen entweder entfernt werden oder an Ort und Stelle verbleiben. In 6(c) positioniert und unterstützt eine hölzerne Abstützung 13 die Säcke während des Aufbaus und diese muss demontiert werden, nachdem die Säcke gefüllt sind und sich selbst tragen.
  • Die 7 zeigt, in welcher Weise die Basis der Auskleidung positioniert werden kann. Der Boden kann abgetragen werden, so dass sie in flache Gräben eingesetzt werden kann, deren Wände einer seitlichen Expansion widerstehen entsprechend der Darstellung in 7(a).
  • Alternativ können Bodenverankerungen 14 eingegraben werden, um eine seitliche Expansion zu verhindern entsprechend der Darstellung in 7(b). Eine andere Lösung liegt darin, die untersten Säcke 1 mit Streifen 15 oder einem Schichtmaterial zu verbinden, welches sich über den Boden des Bunkers erstreckt entsprechend der Darstellung in 7(c).
  • Es gibt auch einen anderen Weg, benachbarte Säcke aneinander anzukoppeln, womit die Notwendigkeit für die Taschen und Stäbe vermieden wird. Beispiele sind in den 8 und 9 gezeigt, wobei es sich um Endansichten von Säcken 1a und 1b handelt, die geeignet sind zur Bildung eines gekrümmten Aufbaues entsprechend der Darstellung in 10. Sie sind nach wie vor unterteilt durch innere Stege 3, wobei jedoch jede Kammer 4, 5 und 6 versetzt ist zur nächsten hinsichtlich des Umfanges des Bogens, um komplementär abgestufte Seiten zu ergeben. Das heißt, dass dann, wenn ähnliche Säcke um einen Bogen herum angepasst werden, die einander zugewandten Seiten benachbarter Säcke in der Art und Weise von Nut und Feder ineinander eingreifen.
  • In 8 ist die innere Kammer 4 schmäler als die mittlere Kammer 5, die wiederum schmäler ist als die äußere Kammer 6, um Rücksicht zu nehmen auf die Krümmung des Bogens. Die Blockstufen an den Seiten bedeuten, dass sich möglicherweise keine exakte Anpassung zwischen benachbarten Säcken ergibt, was jedoch für die meisten Zwecke gut genug ist. Wenn eine bessere Anpassung erforderlich ist, was insbesondere für Bögen mit kleinem Radius gilt, können dann die Säcke 1, 6 ausgebildet werden entsprechend der Darstellung in 9, wobei die Seiten der inneren und äußeren Kammern 4, 6 konform sind zu der keilförmigen Ausgestaltung der 1 und 2. Die Seiten der mittleren Kammer 5 können auch geneigt sein, aber es wird als weniger wichtig angesehen, dass dies der Fall sein soll.
  • Durch den Aufbau der Säcke, die miteinander in Eingriff treten, wenn sie gefüllt werden, können anspruchsvollere Formen als Bögen aufgebaut werden, insbesondere unter Einsatz von Beton oder anderen hart aushärtenden Materialien, die jedoch zuvor pumpbares Material sind. Obwohl eine temporäre Abstützung erforderlich sein kann, muss sie im allgemeinen nicht so arbeitsaufwendig sein, wie diejenige, die für normal gegossene Betonaufbauten erforderlich sind und bei einem rasch aushärtenden Zement, der in der Mischung eingesetzt wird, muss sie nur in Position verbleiben für etwa 1 h, bis der Beton ausgehärtet und der Sack fixiert ist. Auch bei einem wesentlichen Überhang ist es sicher, die temporären Abstützungen zu entfernen, um sie woanders einzusetzen aufgrund des mechanischen Ineinandergreifens zwischen den Säcken. Ein Verschließen ist nicht erforderlich: Dessen Funktion wird übernommen durch die Säcke selbst, die an Ort und Stelle verbleiben, nachdem das Füllmaterial ausgehärtet ist.
  • Die ineinandergreifenden Schritte müssen nicht mit der inneren Unterteilung übereinstimmen entsprechend der Anzeige in 11, bei welcher es sich um eine Endansicht eines weiteren Sackes 1c handelt, und die Federn und Nuten können schwalbenschwanzförmig oder anders ausgebildet sein, um eine noch stärkere positive Verbindung zwischen den Säcken zu ergeben. Andererseits kann ein etwas geringeres positives Eingreifen erforderlich sein, wie etwa eine Wellung der Seiten der Säcke 1d, wie dies in Endansicht in 12 gezeigt ist. Bei diesem Beispiel werden die Seiten in die angestrebte Form gebracht und die Stege 3, die die Kammern bilden, sind abgeschrägt, aber hierin liegt kein realer Nachteil.
  • Es verbleiben die Enden des Bunkers, die zu schützen sind, was erfolgen kann durch herkömmliche Sandsackwände. Aber wie bei jeder Wand, die ohne Bindung aufgebaut wird, sind diese oben nicht breiter als am Boden und wenn sie bis zu der geeigneten Höhe aufgebaut wird, nimmt sie im allgemeinen oben ab zur Stabilität. Je schmaler sie jedoch oben ist, umso leichter lässt sie sich verschieben.
  • Durch den Einsatz von unterteilten Säcken und/oder solchen mit unterschiedlicher Größe kann diese herkömmliche Form umgekehrt werden, wobei die oberen Säcke über die unteren hinaus kragen. Das besondere Gewicht oben übernimmt mehr Explosionsenergie, die aufzunehmen ist, und die unteren Säcke werden stärker zusammengedrückt und fester.
  • Beispiele sind in 13 gezeigt. In 13(a) besitzt der untere Teil einer Barriere zwei Umläufe von Säcken 18 und 19, die jeweils längs und vertikal durch einen Steg 17 in zwei Kammern unterteilt sind. Diese Säcke 16 sind überlappt durch zwei Umläufe von Säcken 18 und 19, die jeweils durch Stege 20 und 21 in drei Längskammern unterteilt sind, die Seite-an-Seite liegen. Die Säcke 18 und 19 besitzen unten eine Ausnehmung, so dass die Säcke 18 symmetrisch wie ein Sattel über den oberen Umlauf der Säcke 16 aufgesetzt sind und der etwas weitere Sack 19 sitzt in einer ähnlichen Weise auf den Säcken 18.
  • Nachdem die Säcke 16 sich an Ort und Stelle befinden und gefüllt sind, können die Säcke 18 positioniert und deren mittlere Kammern aufgefüllt werden. Dies ergibt ein hinreichendes Gegengewicht für die äußeren Kammern, so dass sie sicher aufgefüllt werden können. Dann werden die Säcke 19 an Ort und Stelle gebracht und in der gleichen Weise aufgefüllt.
  • 13(b) zeigt eine Alternative mit drei Umläufen von Zweikammersäcken 16 und einen oberen Umlauf von überhängenden Dreikammersäcken 22. In 13(c) ist eine überkragende Wand aufgebaut durch den Einsatz von Säcken mit unterschiedlicher Breite, wobei sich die schmälsten Säcke 23 am Boden befinden und die Wand sich ausdehnt über die Säcke 24 und 25 bis zum oberen Umlauf mit den breitesten Säcken 26. Die Überkragung kann sich lediglich auf einer Seite befinden, um der gefürchteten Explosion zugewandt zu sein, während die andere Seite vertikal ist.
  • Obwohl die Maßnahmen, mit welchen die Säcke miteinander verbunden sind, d. h. durch den Einsatz von einander anliegenden Oberflächen und durch den Einsatz von Rippen und Schlaufen, getrennt erwähnt wurden, wird in Betracht gezogen, dass eine Kombination derartiger Maßnahmen zum Einsatz kommen kann, um einen besonders stabilen Aufbau bereitzustellen.

Claims (11)

  1. Ein Bunker mit einer bogenförmigen Verkleidung (2), welche wenigstens vorübergehenden einen Träger ausbildet, und einer externen, länglichen Ummantelung aus Säcken (1), welche sich im Wesentlichen horizontal erstrecken und mit einem Füllwerkstoff gefüllt sind, wobei die Säcke (1) dicht neben Einlässen (10) angeordnet sind, durch die der Füllwerkstoff eingefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Säcke in Kammern unterteilt und derart montiert sind, dass die Kammern (4, 5, 6) eines jeden Sackes von der Verkleidung zunehmend beabstandet sind.
  2. Ein Bunker nach Anspruch 1, wobei die Verkleidung ein geripptes Fachwerk (12) ist.
  3. Ein Bunker nach Anspruch 1, wobei die Verkleidung ein starrer, blattförmiger Werkstoff (11) ist.
  4. Ein Bunker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Teil des Füllwerkstoffes ein Granulatwerkstoff ist, welcher unverfestigt in den Säcken (1) verbleibt.
  5. Ein Bunker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Teil des Füllwerkstoffes eine Kombination aus Substanzen ist, welche sich in den Säcken (1) verfestigen.
  6. Ein Bunker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Mittel zum formschlüssigen miteinander Verbinden benachbarter Säcke (1) vorgesehen sind.
  7. Ein Bunker nach Anspruch 6, wobei das Verbindungsmittel längliche Elemente (9) sind, welche durch Schlaufen (7, 8) oder Augen greifen, die außen an den Säcken (1) angeordnet sind.
  8. Ein Bunker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei benachbarte, aneinander anschlagende Flächen der Säcke (1) derart ausgebildet sind, dass benachbarte Säcke ineinander greifen.
  9. Ein Bunker nach Anspruch 8, wobei jede Kammer (4, 5, 6) eines jeden Sackes zur benachbarten Kammer in Umfangsrichtung des Bogens teilweise versetzt ist, wodurch jede ineinander greifende Fläche aus Rippen und Nuten zusammengesetzt ist.
  10. Ein Verfahren zum Zusammenbauen eines Bunkers gemäß Anspruch 6 oder 7, wobei die Verkleidung (2) aufgestellt wird, die Säcke (1) darüber angeordnet und miteinander verbunden werden und die Kammern (4, 5, 6) zunehmend von der innersten Kammer (4) des untersten Sackes zu der oder jeder äußeren Kammer (6) am Scheitel des Bogens gefüllt werden, wobei keine Kammer gefüllt wird, bevor nicht die in Umfangsrichtung weiter unten und radial weiter innen liegende nächste oder liegenden nächsten gefüllt worden ist oder sind.
  11. Ein Verfahren zum Zusammenbauen eines Bunkers gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei die Verkleidung (2) aufgestellt wird, die untersten Säcke angeordnet und ausgehend von der innersten Kammer (4) nach außen gefüllt werden, die nächsten untersten Säcke angeordnet werden und ähnlich gefüllt werden und so weiter bis zum Scheitel des Bogens.
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