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Hintergrund der Erfindung
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1) Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
geläuterter
Pyromellitsäure
zur Verwendung als Rohstoff für
Beschichtungsmittel etc. sowie ein Verfahren zur Herstellung von
geläutertem
Pyromellitsäureanhydrid
zur Verwendung als Rohstoff für
Polyimidharze mit hoher Wärmebeständigkeit,
Vernetzungsmittel für
geschäumte
Polyester und insbesondere Weichmacher.
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2) Stand der Technik
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Als
Verfahren zur Herstellung von Pyromellitsäure sind ein Verfahren zur
Herstellung von Pyromellitsäure
durch Oxidation von Durol in der flüssigen Phase und ein Verfahren
zur Herstellung von Pyromellitsäure durch
Oxidation von 2,4,5-Trimethylbenzaldehyd in der flüssigen Phase
bekannt. Als Verfahren zur Herstellung von Pyromellitsäureanhydrid
durch Dehydratisierungsläuterung
von roher Pyromellitsäure
ist ein Verfahren bekannt, das das Dehydratisieren von roher Pyromellitsäure in Gegenwart
von aliphatischem Säureanhydrid,
wie Essigsäureanhydrid,
umfaßt.
Jedoch besitzt das oben genannte Verfahren einen Nachteil hoher
Kosten, da Essigsäureanhydrid
verwendet wird.
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Ferner
ist als ein Verfahren zur Herstellung von Pyromellitsäureanhydrid
ein Verfahren bekannt, das das Durchführen der Gasphasenoxidation
von Durol oder 2,4,5-Trimethylbenzaldehyd umfaßt.
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JP-OS
Nr. 62-59280 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Pyromellitsäureanhydrid,
das das Erwärmen
von Pyromellitsäure
auf eine spezifische Temperatur umfaßt.
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Pyromellitsäure und
Pyromellitsäureanhydrid,
die durch die oben genannten Verfahren hergestellt werden, enthalten
eine kleine Menge an Nebenprodukten, wie Trimellitsäure (TMA)
und Methyltrimellitsäure (MTMA),
und sind häufig
gefärbt.
Obwohl JP-OS Nr. 62-59280 das Dehydratisieren von Pyromellitsäure offenbart,
die mit Wasser umkristallisiert wurde, ist das so erhalten Pyromellitsäureanhydrid
ein wenig gefärbt.
Deshalb ist weiterhin eine hohe Qualität von Pyromellitsäureanhydrid
und Pyromellitsäure
erforderlich.
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FR-A-2
134 513 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von farbloser Pyromellitsäure, das
das Auflösen
von roher Pyromellitsäure
in Wasser, das Behandeln der wäßrigen Lösung mit
Aktivkohle, das Abtrennen der Lösung
von der Aktivkohle und das Durchführen einer Kristallisation
umfaßt.
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FR-A-2
134 514 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von reinem Pyromellitsäuredianhydrid,
das das Auflösen
von rohem Pyromellitsäurendianhydrid
in Wasser, gegebenenfalls das Durchführen einer Behandlung mit Aktivkohle,
das Kristallisieren von Pyromellitsäure aus der Lösung und
das Rückumwandeln
der Pyromellitsäure
in das Dianhydrid durch Dehydratisierung umfaßt.
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US-A-4
014 755 offenbart ein Verfahren zur Reinigung von rohem Pyromellitsäuredianhydrid,
das durch Gasphasenoxidation von 1,2,4,5-Tetraalkylbenzol hergestellt
wurde, indem eine zweistufige Destillation eingesetzt wird.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung
von geläuterter
Pyromellitsäure
und geläutertem
Pyromellitsäureanhydrid
bereitzustellen, die wenig Nebenprodukte enthalten und nicht gefärbt sind.
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Als
Ergebnis umfangreicher Untersuchungen zur Lösung der oben genannten Probleme
des Standes der Technik haben die Erfinder gefunden, daß eine hohe
Qualität
von geläuterter
Pyromellitsäure
mit großem Teilchendurchmesser
und ungefärbt
mit einem industriellen Vorteil hergestellt werden kann, indem gefärbte rohe
Pyromellitsäure
oder rohes Pyromellitsäureanhydrid,
die Nebenprodukte enthalten, unter Erwärmen in Wasser gelöst und dann
die so erhaltene wäßrige Lösung abgekühlt wird,
um eine Kristallisation als Pyromellitsäure durchzuführen, dann
die so erhaltenen Kristalle abgetrennt werden, um Pyromellitsäure zu erhalten, die
wenige Verunreinigungen enthält,
dann die so erhaltene Pyromellitsäure durch Wärme dehydratisiert wird, dann
das so erhaltene Pyromellitsäureanhydrid
verdampft wird, der Dampf abgekühlt
und geläuterte
Kristalle von Pyromellitsäureanhydrid
gewonnen werden, und daß ferner
ungefärbte
Pyromellitsäure,
die wenige Verunreinigungen enthält,
durch Auflösen
von roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
unter Erwärmen
in Wasser, Durchführen
einer Kontaktbehandlung der so erhaltenen wäßrigen Lösung mit Aktivkohle, dann Abtrennen
der wäßrigen Lösung von
der Aktivkohle, dann Abkühlen
der wäßrigen Lösung zur
Durchführung
einer Kristallisation als Pyromellitsäure und Abtrennen der Kristalle
erhalten werden kann, und ein geläutertes Pyromellitsäureanhydrid
kann leicht durch Dehydratisieren unter Erwärmen der so erhaltenen Pyromellitsäure auf
eine Temperatur von 170 bis 260°C
hergestellt werden, und sie haben so die vorliegende Erfindung vollendet.
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Das
heißt,
die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren für geläutertes Pyromellitsäureanhydrid
bereit, welches umfaßt:
Auflösen von
roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
in Wasser,
dann Abkühlen
der so erhaltenen wäßrigen Lösung, um
eine Kristallisation als Pyromellitsäure durchzuführen,
dann
Abtrennen der so erhaltenen Kristalle aus dem Wasser,
dann
Dehydratisieren der so abgetrennten Kristalle von Pyromellitsäure unter
Erwärmen
zur Erzeugung von Pyromellitsäureanhydrid,
dann
Verdampfen des so erzeugten Pyromellitsäureanhydrids,
Abkühlen des
so erhaltenen Dampfes von Pyromellitsäureanhydrid und
dadurch
Gewinnen von geläuterten
Kristallen von Pyromellitsäureanhydrid.
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Ferner
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
geläuterter
Pyromellitsäure bereit,
welches umfaßt:
Auflösen von
roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
in Wasser,
dann Durchführen
einer Kontaktbehandlung der so erhaltenen wäßrigen Lösung mit Aktivkohle,
dann
Abtrennen der wäßrigen Lösung von
der Aktivkohle,
dann Abkühlen
der wäßrigen Lösung zur
Durchführen
einer Kristallisation als Pyromellitsäure,
dann Abtrennen der
so erhaltenen Kristalle vom Wasser und
dadurch Gewinnen von
geläuterter
Pyromellitsäure.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von geläutertem
Pyromellitsäureanhydrid
bereit, welches umfaßt:
Auflösen von
roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
in Wasser,
dann Durchführen
einer Kontaktbehandlung der so erhaltenen wäßrigen Lösung mit Aktivkohle,
dann
Abtrennen der wäßrigen Lösung von
der Aktivkohle,
dann Abkühlen
der wäßrigen Lösung zur
Durchführung
einer Kristallisation als Pyromellitsäure,
dann Abtrennen der
so erhaltenen Kristalle vom Wasser zur Gewinnung von geläuterter
Pyromellitsäure,
und
dann Dehydratisieren der so gewonnenen Pyromellitsäure unter
Erwärmen
auf eine Temperatur von 170 bis 260°C, um geläutertes Pyromellitsäureanhydrid
zu erhalten, und
ferner Verdampfen des so erzeugten Pyromellitsäureanhydrids,
Abkühlen des
so erhaltenen Dampfes von Pyromellitsäureanhydrid und
dadurch
Gewinnen von geläuterten
Kristallen von Pyromellitsäureanhydrid.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend im Detail beschrieben.
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Als
zu läuternde
Rohstoffe in der vorliegenden Erfindung kann rohe Pyromellitsäure, die
durch Oxidation von Durol oder 2,4,5-Trimethylbenzaldehyd in der
flüssigen
Phase erhalten wurde, rohes Pyromellitsäureanhydrid, das durch Gasphasenoxidation
von Durol oder 2,4,5-Trimethylbenzaldehyd erhalten wurde, oder ein Anhydrid
von roher Pyromellitsäure,
die durch die oben genannte Oxidation in flüssiger Phase erhalten wurde, verwendet
werden. Insbesondere ist rohe Pyromellitsäure, die durch Oxidation von
2,4,5-Trimethylbenzaldehyd in flüssiger
Phase erhalten wurde, als zu läuternder
Rohstoff bevorzugt.
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Als
Wasser zur Auflösung
von roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
wird ionenausgetauschtes Wasser oder destilliertes Wasser verwendet.
Das Gewichtsverhältnis
von Wasser zu roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
beträgt
2/1 bis 10/1 und bevorzugt 3/1 bis 8/1. Eine minimale Menge an Wasser,
die zur Auflösung
von roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
erforderlich ist, ist bevorzugt, da eine zu große Menge von Wasser die Ausbeute
verringert.
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Die
Auflösungstemperatur
ist im Bereich von 70 bis 180°C
und bevorzugt 80 bis 160°C.
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Die
Kristallisation wird durch Abkühlen
der wäßrigen Lösung durchgeführt, in
der der zu läuternde
Rohstoff gelöst
ist. Jedes Verfahren zum Abkühlen
kann eingesetzt werden, einschließlich natürlicher Abkühlung, wie Abkühlen unter
Stehen bei Umgebungstemperatur, Abkühlung unter Einsatz von Siedehitzeentfernung durch
Rückfluß unter
reduziertem Druck und äußerer Abkühlung unter
Verwendung eines Mediums wie Wasser. Insbesondere ist Abkühlung unter
reduziertem Druck bevorzugt. Die Abkühlungsgeschwindigkeit wird
geeignet festgelegt, abhängig
von der beabsichtigten Kristallgröße der Pyromellitsäure. Es
ist bevorzugt, daß die Kristallisationsendtemperatur
im Bereich von 20 bis 40°C
ist. Als Verfahren zur Kristallisation kann ein absatzweises Verfahren
oder ein kontinuierliches Verfahren eingesetzt werden.
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Die
so gebildeten Kristalle werden vom Wasser durch ein geeignetes Mittel
abgetrennt, wie Filtration, Abdekantieren oder Zentrifugentrennung.
Die Trennvorrichtung kann geeignet aus einem Sedimentationskonzentrator,
einem Flüssigkeitszyklon,
einem Zentrifugenseparator, einem Superdekanter, einem Vakuumfilter und
einem Filter mit angelegtem Druck ausgewählt werden. Falls erforderlich
kann anhaftende Mutterlauge unter Waschen mit Wasser entfernt werden.
Eine geläuterte
Pyromellitsäure
kann durch Trocknen der so erhaltenen Kristalle erhalten werden.
In diesem Verfahren der Kristallisation wird ein Großteil von
Trimellitsäure
und Methyltrimellitsäure
als Verunreinigungen in die Phase der Mutterlauge übertragen,
wodurch geläuterte
Pyromellitsäure
als Kristalle erhalten wird.
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Um
geläuterte
Pyromellitsäure
zu erhalten, die wenig gefärbt
ist, ist es bevorzugt, daß rohe
Pyromellitsäure
oder rohes Pyromellitsäureanhydrid
in Wasser gelöst
und dann eine Kontaktbehandlung der so erhaltenen wäßrigen Lösung mit
Aktivkohle durchgeführt
wird und dann eine Abkühlung
zur Kristallisation der Pyromellitsäure durchgeführt wird.
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Die
Temperatur zur Durchführung
der Kontaktbehandlung der wäßrigen Lösung aus
gelöster
roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
mit Aktivkohle ist im Bereich von 70 bis 180°C und bevorzugt 80 bis 160°C. Es ist
bevorzugt, daß die
Auflösungstemperatur
die gleiche wie die Temperatur der Kontaktbehandlung mit Aktivkohle
ist.
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Als
Aktivkohle wird körnige
oder pulverförmige
Aktivkohle vom Kokosnußschalentyp
oder Aktivkohle vom Kohlentyp und Flüssigphasentyp verwendet. Aktivkohle
mit Entfärbungskraft
ist bevorzugt. Ein Beispiel für
Aktivkohle schließt
die Markennamen "Kurarecoal
GLC, GL", das auf
dem Markt erhältlich
ist, hergestellt von Kurare Chemical K.K. in Japan, und "Fuji Activated carbon", das auf dem Markt
erhältlich
ist, hergestellt von Daisan Kogyo K.K. in Japan, ein.
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Die
Kontaktbehandlung der wäßrigen Lösung von
roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
mit Aktivkohle kann in einem absatzweisen Verfahren, einem halbkontinuierlichen
Verfahren oder einem kontinuierlichem Verfahren durchgeführt werden.
Es ist bevorzugt, daß die
Menge an Aktivkohle 1 bis 30 Gew.-Teile auf 100 Gew.-Teile von roher
Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
ist. Wenn die Kontaktbehandlung in einem kontinuierlichen Verfahren
durchgeführt
wird, kann ein Festbett oder ein Suspensionsbett eingesetzt werden.
Es ist bevorzugt, daß die
Kontaktbehandlungszeit (Kontaktzeit) mit Aktivkohle im Bereich von
0,2 bis 10 Stunden ist.
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Aktivkohle
und absorbierte Verunreinigungen können leicht durch geeignete
Mittel, wie Filtration und Dekantieren, entfernt werden.
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Die
Kristallisation für
die wäßrige Auflösungslösung, die
der Kontaktbehandlung mit Aktivkohle unterworfen wurde, wird durch
Abkühlen
durchgeführt.
In dieser Kristallisation sind die Bedingungen der Kristallisation,
das Verfahren zur Kristallisation und das Verfahren zur Abtrennung
der so gebildeten Kristalle die gleichen wie im zuvor genannten
Fall, wenn die Kontaktbehandlung mit Aktivkohle nicht durchgeführt wird.
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Geläuterte Pyromellitsäure wird
bei einer Temperatur von 170 bis 260°C und bevorzugt 180 bis 240°C unter Wärme dehydratisiert,
wodurch Pyromellitsäureanhydrid
erhalten wird. Wenn die Erwärmungstemperatur
unter 170°C
ist, ist die Dehydratisierungseffizienz gering, wohingegen oberhalb
260°C die
Befürchtung
besteht, daß die
Pyromellitsäureanhydrid
verfärbt
wird. Die Erwärmungszeit
beträgt
1 bis 20 Stunden und bevorzugt 3 bis 10 Stunden.
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Als
Vorrichtung zur Wärmedehydratisierung
von Pyromellitsäure
kann jeder Typ von Vorrichtung, einschließlich Fließbett, Festbett, vom kontinuierlichen
Typ, halbkontinuierlichen Typ und kontinuierlichen Typ, unter der
Bedingung eingesetzt werden, daß ein
Feststoff gleichförmig
erwärmt
werden kann.
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Als
Druck in der Wärmedehydratisierung
kann Atmosphärendruck,
ein angelegter Überdruck
oder ein reduzierter Druck eingesetzt werden. Atmosphärendruck
oder reduzierter Druck ist bevorzugt unter Berücksichtigung der Einfachheit
der Vorrichtung und der Entfernungseffizienz von Wasser.
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Das
so erhaltene Pyromellitsäureanhydrid
wird verdampft und dann abgekühlt,
wodurch geläuterte Kristalle
von Pyromellitsäureanhydrid
gewonnen werden.
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Wenn
die oben genannte Kontaktbehandlung mit Aktivkohle in der Herstellung
von geläuterter
Pyromellitsäure
nicht durchgeführt
wird, ist die Verdampfungsbehandlung besonders wirksam in der Herstellung von
geläutertem
Pyromellitsäureanhydrid,
das wenig gefärbt
ist.
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Der
Verdampfungsdruck ist ein reduzierter Druck von 20 kPa (150 Torr)
oder darunter und bevorzugt 16 kPa (120 Torr) oder darunter. Die
Verdampfungstemperatur ist im Bereich von 250 bis 400°C. Der Schmelzpunkt
von Pyromellitsäureanhydrid
beträgt
287°C. Der
Verdampfungsvorgang von Pyromellitsäureanhydrid im flüssigen Zustand
ist bevorzugt, da die Handhabung im flüssigen Zustand leichter als
im festen Zustand ist und Pyromellitsäureanhydrid im flüssigen Zustand
leicht einer Läuterungsvorrichtung
kontinuierlich zugeführt
werden kann. Die Verdampfung von Pyromellitsäureanhydrid wird bevorzugt
im Zustand von 290 bis 350°C
durchgeführt.
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Die
Abkühlungstemperatur
von Pyromellitsäureanhydriddampf
ist gewöhnlich
200°C oder
darunter und bevorzugt 100°C
oder darunter. Es ist bevorzugt, daß das Abkühlen in einem Gasphasenteil
in einer Vorrichtung zur Verdampfung von Pyromellitsäureanhydrid
durch Erwärmen
unter reduziertem Druck oder in einem Abkühlungsteil mit einer plattenförmigen Abkühlungsoberfläche, die
mit dem oben genannten Gasphasenteil verbunden ist, durchgeführt wird.
Die an die plattenförmige
Abkühlungsoberfläche anhaftenden Kristalle
von Pyromellitsäureanhydrid
können
leicht mit einer Abschabvorrichtung gewonnen werden.
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Es
ist bevorzugt, daß die
zur Verdampfung erforderliche Zeit kurz ist, um eine thermische
Zersetzung soweit wie möglich
zu reduzieren. Die Zeit ist gewöhnlich
im Bereich von 0,2 bis 8 Stunden und bevorzugt im Bereich von 0,5
bis 5 Stunden. Wenn die Zeit über
8 Stunden ist, wird Trimellitsäureanhydrid
erzeugt, so daß die
Reinheit von Pyromellitsäureanhydrid
verringert ist.
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Jedes
Verfahren, einschließlich
eines absatzweisen Verfahrens, eines halbkontinuierlichen Verfahrens und
eines kontinuierlichen Verfahrens, kann für die Verdampfung, Abkühlung und
Gewinnung von Pyromellitsäureanhydrid
angewendet werden.
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Bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend im größeren Detail unter Bezugnahme
auf Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben, die nicht als
Beschränkung
des Umfangs der vorliegenden Erfindung beabsichtigt sind.
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Der
Färbungsgrad
von Pyromellitsäureanhydrid
in den nachfolgenden Beispielen wurde durch die Auflösungsfarbe
in Methanol dargestellt. Die Auflösungsfarbe in Methanol wurde
durch das folgende Verfahren bestimmt.
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5
g einer Probe wurden in 100 ml Methanol gelöst. Die Extinktion der so erhaltenen
Lösung
bei einer Wellenlänge
von 430 nm wurde gemessen. Das 100-fache des gemessenen Wertes wurde
als die Auflösungsfarbe
in Methanol bezeichnet.
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Referenzbeispiel
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(Herstellung von roher Pyromellitsäure)
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Eine
Katalysatorflüssigkeit
mit einer Bromionenkonzentration von 2,3 Gewichtsprozent (nachfolgend "Gew.%"), einer Manganionenkonzentration
von 0,44 Gew.% und einer Eisenionenkonzentration von 13 ppm, gemischt
aus 1450,3 g Wasser, 15,3 g 100%igem Bromwasserstoff, 34,4 g Manganbromid
(Tetrahydrat) und 0,1 g Eisen(III)-bromid, wurde in die erste Reaktorstufe
eines kontinuierlichen Reaktors vom zweistufigen Typ gefüllt, der
mit zwei Zr-Autoklaven mit einem Innenvolumen 2 l verbunden war,
ausgerüstet
mit einem Rückflußkondensator,
einem Rührer,
einem Heizer, einem Rohstoff-Übertragungsanschluß, einem
Gaseinleitungsanschluß und
einem Reaktionsprodukt-Abzugsanschluß, und 1000 g der gleichen
Katalysatorflüssigkeit
wie in der ersten Reaktorstufe wurden in die zweite Reaktorstufe
gefüllt.
Stickstoff wurde unter einem angelegten Druck aus dem Gaseinleitungsanschluß eingeführt, um
den Druck auf 1 MPa zu erhöhen,
und die Temperatur wurde mit dem Heizer auf 220°C erhöht. Dann wurden 2,4,5-Trimethylbenzaldehyd
mit einer Geschwindigkeit von 90 g/h und die Katalysatorflüssigkeit
mit einer Geschwindigkeit von 780 g/h mit den gleichen Komponenten wie
in der Befüllungsflüssigkeit
für den
Reaktor jeweils getrennt der ersten Reaktorstufe zugeführt. Die
Einführung
von Luft wurde gleichzeitig mit der Zufuhr von 2,4,5-Trimethylbenzaldehyd
aus dem Gaseinführungsanschluß begonnen,
und die Fließgeschwindigkeit
von Luft wurde kontrolliert, um die Sauerstoffkonzentration im Abgas
aus dem Reaktor auf 2,5 % zu halten. Dann wurde die Übertragung
der Flüssigkeit
aus der ersten Reaktorstufe zur zweiten Reaktorstufe begonnen, während das
Flüssigkeitsniveau
in der ersten Reaktorstufe auf einem konstanten Niveau gehalten
wurde, und gleichzeitig wurde die Katalysatorflüssigkeit mit einer Bromkonzentration
von 3,3 Gew.%, gemischt aus 58 g Wasser und 2 g 100%igem Bromwasserstoff,
mit einer Geschwindigkeit von 60 g/h der zweiten Reaktorstufe zugeführt, und
die Einführung
von Luft wurde aus dem Gaseinführungsanschluß begonnen,
und die Fließgeschwindigkeit
von Luft wurde kontrolliert, um die Sauerstoffkonzentration im Abgas
aus dem Reaktor auf 4,5 % zu halten. 1150 g/h Reaktionsprodukt wurden
aus der zweiten Reaktionsstufe abgezogen, während das Flüssigkeitsniveau
in der zweiten Reaktorstufe auf einem konstanten Niveau gehalten
wurde. Daneben wurde der Druck in den Reaktoren in der ersten Stufe
auf 3,2 MPa und in der zweiten Stufe auf 2,9 MPa gehalten.
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Die
so erhaltene Reaktionsproduktflüssigkeit
wurde bei 150°C
unter 1 MPa in Gegenwart eines 0,5 % Pd/C-Katalysators hydriert
und abgekühlt.
Dann wurden die so erhaltenen Kristalle durch Filtration abgetrennt und
getrocknet, wodurch rohe Pyromellitsäure erhalten wurde. Die so
erhaltene rohe Pyromellitsäure
enthielt 1,6 Gew.% Pyromellitsäure
und 0,97 Gew.% Methyltrimellitsäure,
und ihre Reinheit betrug 96,7 Gew.%.
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Vergleichsbeispiel 1
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300
g der im Referenzbeispiel erhaltenen rohen Pyromellitsäure wurden
in 2200 g reinem Wasser bei 80°C
gelöst
und in diesem Zustand für
0,5 Stunden gehalten und dann zur Durchführung einer Kristallisation abgekühlt. Dann
wurden die so erhaltenen Kristalle aus dem Wasser bei 40°C abgetrennt
und dann mit einer gleichen Menge Wasser gespült und über einen Tag bei 120°C getrocknet.
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200
g der so getrockneten Pyromellitsäure wurde für 10 Stunden unter Rühren auf
250°C erwärmt, um eine
Dehydratisierung durchzuführen.
Die Meßergebnisse
der Reinheit und Eigenschaften der so erhaltenen Pyromellitsäure und
des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids
sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel 1
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Die
gleiche Behandlung wie in Vergleichsbeispiel 1 wurde durchgeführt. 150
g des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids
wurden einfach unter 9,3 kPa (70 Torr) bei 305°C destilliert. Die Destillationszeit
betrug 1 Stunde. Der Gewinnungsprozentanteil von Pyromellitsäureanhydrid
betrug 95 %. Die Meßergebnisse
der Eigenschaften des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids sind in Tabelle
1 gezeigt.
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Beispiel 2
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Die
Behandlung wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer daß Pyromellitsäureanhydrid
unter 6,7 kPa (50 Torr) bei 297°C
einfach destilliert wurde. Die Destillationszeit betrug eine Stunde. Der
Gewinnungsprozentanteil von Pyromellitsäureanhydrid betrug 90 %. Die
Meßergebnisse
der Eigenschaften des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids sind in Tabelle
1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 2
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200
g der im Referenzbeispiel erhaltenen rohen Pyromellitsäure wurden
für 10
Stunde bei 250°C
unter Rühren
und ohne Durchführung
von Kristallisation und Spülen
durch Wärme
dehydratisiert. 150 g des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids
wurden unter 9,3 kPa (70 Torr) bei 305°C einfach destilliert. Die Destillationszeit
betrug 1 Stunde. Der Gewinnungsprozentanteil von Pyromellitsäureanhydrid
betrug 95 %. Die Meßergebnisse
der Reinheit und Eigenschaften der so erhaltenen Pyromellitsäure und
des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids
sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Wie
aus Beispielen 1 und 2 ersichtlich ist, kann gemäß dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung eine hohe Qualität
von geläutertem
Pyromellitsäureanhydrid,
das wenig Nebenprodukte enthält
und nicht gefärbt ist,
durch Auflösen
von roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
in reinem Wasser und Abkühlen
der so erhaltenen wäßrigen Lösung zur
Durchführung
einer Kristallisation als Pyromellitsäureanhydrid und anschließendes Dehydratisieren
der so erhaltenen Pyromellitsäure
in der Wärme
und anschließendes
Destillieren des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids hergestellt werden.
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Beispiel 3 (Referenz)
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300
g der im Referenzbeispiel erhaltenen rohen Pyromellitsäure und
50 g Aktivkohle, Handelsbezeichnung "Kurarecoal GL" (10 bis 30 mesh), die auf dem Markt
erhalten wird, hergestellt von Kurare Chemical K.K. in Japan, wurden
zu 2200 g reinem Wasser gegeben und bei 80°C gelöst und in diesem Zustand für 0,5 Stunden
gehalten und dann zur Durchführung
einer Kristallisation abgekühlt.
Dann wurden die so erhaltenen Kristalle vom Wasser bei 40°C abgetrennt
und dann mit einer gleichen Menge Wasser gespült und bei 120°C über einen
Tag getrocknet, wodurch geläuterte
Pyromellitsäure
erhalten wurde.
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200
g der so erhaltenen geläuterten
Pyromellitsäure
wurden für
10 Stunden unter Rühren
auf 250°C erwärmt, um
eine Dehydratisierung durchzuführen,
wodurch geläutertes
Pyromellitsäureanhydrid
erhalten wurde. Die Meßergebnisse
der Reinheit und Eigenschaften der so erhaltenen geläuterten
Pyromellitsäure
und des so erhaltenen geläuterten
Pyromellitsäureanhydrids
sind in Tabelle 2 gezeigt.
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Beispiel 4 (Referenz)
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Die
Behandlung wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 3 durchgeführt, außer daß Aktivkohle, Handelsbezeichnung "Kurarecoal GLC" (10 bis 30 mesh),
die auf dem Markt erhalten wird, hergestellt von Kurare Chemical
K.K. in Japan, anstelle von Aktivkohle, Handelsbezeichnung "Kurarecoal GL", verwendet wurde. Die
Meßergebnisse
der Reinheit und Eigenschaften der so erhaltenen geläuterten
Pyromellitsäure
und des so erhaltenen geläuterten
Pyromellitsäureanhydrids
sind in Tabelle 2 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 3
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Die
Behandlung wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 3 durchgeführt, außer daß keine
Kontaktbehandlung mit Aktivkohle durchgeführt wurde. Die Meßergebnisse
der Reinheit und Eigenschaften der so erhaltenen Pyromellitsäure und
des so erhaltenen Pyromellitsäureanhydrids
sind in Tabelle 2 gezeigt.
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Wie
aus Beispielen 3 und 4 ersichtlich ist, kann eine hohe Qualität von geläuterter
Pyromellitsäure,
die wenige Nebenprodukte enthält
und nicht gefärbt
ist, durch Auflösen
von roher Pyromellitsäure
oder rohem Pyromellitsäureanhydrid
in reinem Wasser und Durchführen
einer Kontaktbehandlung der so erhaltenen wäßrigen Lösung mit Aktivkohle und anschließendes Abtrennen
der wäßrigen Lösung von
der Aktivkohle und anschließendes
Abkühlen
der wäßrigen Lösung zur
Durchführung
einer Kristallisation als Pyromellitsäure hergestellt werden, und
ferner kann geläutertes
Pyromellitsäureanhydrid,
das wenig Nebenprodukte enthält
und nicht gefärbt
ist, durch Dehydratisieren des so erhaltenen geläuterten Pyromellitsäureanhydrids
in der Wärme hergestellt
werden.
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Die
vorliegende Erfindung ist industriell bedeutsam, da das erfindungsgemäße Verfahren
ein ausgezeichnetes Verfahren ist, in dem eine hohe Qualität von geläuterter
Pyromellitsäure
und geläutertem
Pyromellitsäureanhydrid
leicht erzeugt werden kann.
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