DE60029703T2 - Verfahren zum Herstellen einer Bratpfanne oder Kochtopf mit Antihaftbeschichtung - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das für die Herstellung einer mit einer Antihaftschicht versehen Bratpfanne oder eines so ausgerüsteten Kochtopfes verwendet wird, und die auf diese Weise erhaltene Bratpfanne bzw. den Kochtopf.
- Mit Antihaftschicht versehene Bratpfannen oder Kochtöpfe sind seit einiger Zeit bekannt geworden, deren Boden Einprägungen hat, die dazu bestimmt sind, die mit den zu kochenden Lebensmitteln in Berührung gelangende Oberfläche zu vermindern und die Flüssigkeiten, insbesondere Fette, aufzunehmen, die beim Kochen von den Lebensmitteln freigeben werden, und die als ein haftungsfreies Kissen zwischen den Lebensmitteln und dem Boden selbst wirken können, wobei der Boden ebenfalls mit einer Antihaftschicht versehen ist, im Allgemeinen aus Polytetrafluroethylen (PTFE), siehe beispielsweise EP-A-0259056.
- Aufgrund der Tatsache, dass die Berührungspunkte zwischen dem Boden und den zum Waschen oder zum Entfernen der Lebensmittel aus ihrem Inneren verwendeten Werkzeuge beschränkt sind, bleibt bei dieser Bratpfanne oder diesem Kochtopf die Antihaftschicht außerdem über lange Zeit intakt.
- Das für die Herstellung einer Bratpfanne oder eines Kochtopfes dieser Art traditionell verwendete Verfahren enthält eine erste Phase des Prägens einer Scheibe aus Aluminium, Stahl oder einem anderem Material in einer solchen Weise, dass am Boden der Bratpfanne oder des Kochtopfes Einprägungen mit der erforderlichen Gestalt erzeugt werden.
- Diesem folgt ein Ziehen der Scheibe, um ihr die Gestalt der Bratpfanne oder des Kochtopfes zu geben, d. h. aus der ursprünglichen Scheibe eine Bratpfanne oder einen Kochtopf zu erhalten, die bzw. der einen Boden und eine Seitenwand hat.
- Das Aufbringen der Antihaftschicht kann vor oder nach der Ziehphase geschehen und erfolgt im Allgemeinen durch die bekannte Sprühtechnik.
- Das auf diese Weise erhaltene Erzeugnis ergibt sich, obgleich es gute Antihafteigenschaften zeigt, durch einen wirklich teuren Herstellungsvorgang bzgl. der Aufbringphase der Antihaftschicht durch Aufsprühen, die komplexe und voluminöse Systeme erfordert.
- Aus diesem Grunde beschäftigen die Firmen, die Bratpfannen oder Kochtöpfe herstellen, und insbesondere kleine Firmen, zur Aufbringung der Antihaftschicht spezialisierte externen Unternehmen mit der Folge, dass sie den Produktionsvorgang nicht vollständig unter Kontrolle halten können.
- Andererseits wird ein beträchtlich wirtschaftlicheres Verfahren für die Aufbringung der Antihaftschicht auf eine Bratpfanne oder einen Kochtopf, nämlich das Aufwalzen, bei der Herstellung von Bratpfannen oder Kochtöpfen mit geprägten Boden und Antihaftschicht gegenwärtig nicht im Einsatz, weil wegen der relativen Steifigkeit der Walze, die für das Aufwalzen verwendet wird, die Antihaftschicht nicht ausreichend in die durch die Prägung ausgebildeten Vertiefungen eindringt, wodurch Zonen des Bodens der Bratpfanne oder des Kochtopfes zurückbleiben, die vollständig unbedeckt sind.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren für die Herstellung einer mit einer Antihaftschicht versehenen Bratpfanne oder eines so ausgerüsteten Kochtopfes anzugeben, das die traditionell vorhandenen Nachteile vermeidet, und insbesondere ein Verfahren für die Herstellung einer mit Antihaftschicht versehenen Bratpfanne oder eines so ausgerüsteten Kochtopfes anzugeben, das bei Sicherstellung hervorragender Antihafteigenschaften und großer Lebensdauer des Erzeugnisses auch beträchtlich vereinfacht und daher wirtschaftlich ist.
- Diese Aufgabe wird dank des Verfahrens zum Herstellen einer mit Antihaftschicht versehenen Bratpfanne oder eines so ausgerüsteten Kochtopfes gelöst, das gemäß einem der hier enthaltenen unabhängigen Ansprüche angegeben ist.
- Der von der vorliegenden Erfindung geschaffene Herstellungsvorgang besteht im Wesentlichen in der Vorwegnahme der Aufbringphase der Antihaftschicht durch Ausführen derselben mittels der Aufwalztechnik und einer ersten Aufbringung der Antihaftschicht auf eine Scheibe durch Aufwalzen und nur nach den Phasen des Prägens und Ziehens, die vorteilhafterweise auch gleichzeitig stattfinden können.
- Auf diese Weise kann die Walztechnik, die sehr wirksam und vor allem sehr wirtschaftlich ist, zur Herstellung einer mit Antihaftschicht versehenen Bratpfanne oder eines so ausgerüsteten Kochtopfes mit geprägten Boden ausgenützt werden, was vermeidet, dass Zonen des Bodens der Bratpfanne oder des Kochtopfes zurückbleiben, die frei von einer Antihaftschicht sind. Das Aufwalzen wir tatsächlich an einer glatten und flachen Scheibe ausgeführt und garantiert ein gleichmäßiges Ausbreiten des Antihaftmaterials über die gesamte Aufbringoberfläche.
- Das Prägen und anschließende Ziehen der Scheibe, die auf diese Weise beschichtet wurde, schafft eine antihaftbeschichtete Bratpfanne oder einen entsprechenden Kochtopf, der mit einem geprägten Boden ausgerüstet ist, der vollständig beschichtet ist, auch an den Vertiefungen, die durch die Einprägungen gebildet sind.
- Was zuvor beschrieben worden ist, geht aus dem Studium der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Verfahrens zum Herstellen einer antihaftbeschichteten Bratpfanne oder eines Kochtopfes gemäß der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen klarer hervor.
-
1 zeigt eine vergrößerte und geschnittene perspektivische Ansicht der Bratpfanne oder des Kochtopfes, die bzw. den man nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung erhält; -
2 zeigt die Phase des Prägens einer durch Aufwalzen beschichteten Scheibe im Falle, dass die Präge- und Ziehphasen getrennt sind; -
3 zeigt die Phase des Prägens und Ziehens einer durch Aufwalzen beschichteten Scheibe, wenn die Phasen des Prägens und Ziehens gleichzeitig sind. -
1 zeigt eines Bratpfanne oder einen Kochtopf aus Aluminium, die bzw. den man nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält. - Sie/er ist von einem Boden
1 und einer Seitenwand3 gebildet, an der ein Griff5 in bekannter Weise, beispielsweise durch Schrauben (nicht gezeigt) angebracht ist. - Der Boden
1 der Bratpfanne oder des Kochtopfes hat innen eine Antihaftschicht7 . - Der geprägte Boden
1 der Bratpfanne oder des Kochtopfes hat eine Dicke von 1,5 mm und beschreibt eine geordnete Serie von Vertiefungen9 quadratischen Umrisses und einer Tie fe von 0,2 mm. Die Antihaftschicht7 fügt sich perfekt, wie gezeigt, in die von der geprägten Basis1 gebildeten Vertiefungen9 ein. - Natürlich kann die Geometrie der Prägung nach Bedarf gewählt werden, wobei eine andere Form verwendet wird, und im Allgemeinen sind nicht antihaftbeschichtete Böden mit Einprägungen bevorzugt, die zusätzlich zu den in der vorliegenden Ausführungsform dargestellten eine kreisförmige oder sogar eine einfach rechteckige Gestalt haben.
- Das Verfahren zum Herstellen der nun beschriebenen antihaftbeschichteten Bratpfanne oder des Kochtopfes wird nachfolgend erläutert.
- Eine Aluminiumscheibe einer Dicke zwischen 1,5 mm und 10 mm wird eingesetzt, und die Lage aus einer Antihaftschicht wird durch die Aufwalztechnik auf wenigstens den Teil aufgebracht, der die Innenwand des Bodens der Bratpfanne oder des Kochtopfes bilden soll.
- Die Aufwalztechnik umfasst das Aufbringen des Antihaftmaterials auf die zu beschichtende Oberfläche mittels einer Walze, die gegen die Aufbringfläche gedrückt wird.
- Eine Härtung der auf diese Weise aufgebrachten Beschichtung wird durch Überführen der Scheibe in einen geeigneten Brennofen erzielt.
-
2 zeigt die nachfolgende Phase gemäß einer ersten Alternative des Herstellungsvorganges einer Bratpfanne oder eines Kochtopfes mit Antihaftschicht gemäß der vorliegenden Erfindung. - In diesem Falle wird die beschichtete Scheibe einfach durch Einführen derselben zwischen die Form
4 und die Gegenform6 geprägt und mit einem Druck von etwa 0,8 t/cm2 oder in jedem Falle für die Art der zu erhaltenden Prägung geeigneten Größe geprägt. - Die geprägte Scheibe
2 wird dann dem Ziehvorgang unterworfen, um den Boden1 und die Seitenwand3 auszubilden. - Schließlich wird der Rand Seitenwand
3 der Bratpfanne oder des Kochtopfes abgedreht, der äußere Boden wird, falls notwendig, abgedreht, und es wird der Griff5 angebracht. - Ein noch vorteilhafteres, alternatives Verfahren erlaubt, das Ziehen und Prägen in einer einzigen Phase auszuführen.
- Um dieses zu tun, wird die beschichtete Scheibe
2 zu Anfang auf eine Schulter8 der Gegenform10 aufgelegt, die einen Hohlraum18 umgibt, in dem die Formgebung der Bratpfanne oder des Kochtopfes unter der Wirkung des Stempels12 stattfindet. - Genauer gesagt, oberhalb der Scheibe
2 wird ein Stempel12 positioniert, der das zur Ausbildung der Bratpfanne oder des Kochtopfes erforderliche Profil hat und der angetrieben wird, um sich vertikal auf die Scheibe2 durch den Pressvorgang mit etwa 1 t/cm2 zu bewegen, was eine ausreichende Größe ist, um sowohl das Ziehen als auch das Prägen der Scheibe2 korrekt auszuführen. - Um das Prägen der beschichteten Scheibe
2 durchzuführen, wird die Gestalt der unteren flachen Oberfläche16 der Gegenform10 ausgenutzt. - Insbesondere drückt die Betätigung der Presse den Stempel
12 in den Hohlraum18 der Gegenform10 , so dass bei der Vorwärtsbewegung des Stempels12 die Scheibe2 allmählich die Gestalt der Bratpfanne oder des Kochtopfes annimmt. - Am Ende des Bewegungshubes des Stempels
12 in den Hohlraum18 bestimmt die nun gezogene beschichtete Scheibe2 eine Bratpfanne oder einen Kochtopf mit einem Boden1 und einer Seitenwand3 . - Während der Boden
1 der Bratpfanne oder des Kochtopfes, die bzw. der sich aus der neu gezogenen Scheibe2 ergibt, auf dem flachen Teil16 des Hohlraums18 ruht, erlaubt der durch die Unterseite des Stempels12 darauf ausgeübte Druck, ihre bzw. seine endgültige Prägung auszuführen. - Dieses letztgenannte Verfahren ist bevorzugt, da es die folgenden Vorteile mit sich bringt: Eine einfache und sehr wirtschaftliche Technik, das Aufwalzen, wird dazu verwendet, die Antihaftschicht der Bratpfanne oder des Kochtopfes mit geprägtem Boden auszubilden; eine Form wird gegenüber demjenigen Fall beseitigt, bei dem das Prägen und Ziehen getrennt ausgeführt werden; im Vergleich zu dem Fall, bei dem Prägen und Ziehen getrennt ausgeführt werden, wird Zeit gespart; und schließlich ist es möglich, in der Fabrik alle Pha sen des Herstellungszyklus der Bratpfanne oder des Kochtopfes von der Aufbringung der Antihaftschicht auf die Scheibe bis zum Abrichten des fertigen Erzeugnisses unter Kontrolle zu halten.
Claims (2)
- Verfahren zum Herstellen einer antihaftbeschichteten Bratpfanne oder eines Kochtopfes des Typs, der eine geprägte innere Oberfläche des Bodens (
1 ) umfasst, welche mit einer Antihaftschicht (7 ) beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass es der Reihenfolge nach folgende Phasen umfasst: – das Aufbringen einer Antihaftschicht (7 ) auf mindestens eine der Oberflächen der Metallscheibe (2 ) mit Hilfe des Aufwalzverfahrens; – das Ziehen der Scheibe (2 ) und gleichzeitige Prägen der inneren Oberfläche des Teils der Scheibe (2 ), der als Boden der Bratpfanne oder des Kochtopfes dient, und zwar mit Hilfe einer einzigen Form. - Verfahren zum Herstellen einer antihaftbeschichteten Bratpfanne oder eines Kochtopfes des Typs, der eine geprägte innere Oberfläche des Bodens (
1 ) umfasst, welche mit einer Antihaftschicht (7 ) beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass es der Reihenfolge nach folgende Phasen umfasst: – das Aufbringen einer Antihaftschicht auf mindestens eine der Oberflächen einer Metallscheibe (2 ) mit Hilfe des Aufwalzverfahrens; – das Prägen der inneren Oberfläche des Teils der Scheibe (2 ), der als Boden der Bratpfanne oder des Kochtopfes dient; – das Ziehen der beschichteten und geprägten Scheibe (2 ).
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