DE458801C - Anordnung fuer Fahrzeuge und unter aehnlichen Verhaeltnissen arbeitende Getriebe, die durch ein fluessiges oder gasfoermiges Mittel gesteuert werden - Google Patents
Anordnung fuer Fahrzeuge und unter aehnlichen Verhaeltnissen arbeitende Getriebe, die durch ein fluessiges oder gasfoermiges Mittel gesteuert werdenInfo
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Description
- Anordnung für Fahrzeuge und unter ähnlichen Verhältnissen arbeitende Getriebe, die durch ein flüssiges oder gasförmiges mittel gesteuert werden. Es ist bekannt, bei Fahrzeugmotoren zwischen Verbrennungskraftmaschine und Fahrzeugachse Flüssigkeitsgetriebe zu schalten. Bei diesen Getrieben ist es eAvünsclit, und es sind Anordnungen dieser Art bekannt, die es gestatten, die Verbindung zwischen Motor und Fahrzeugachse derart zu steuern, daß selbsttätig die Verbindung zwischen Motor und angetriebener Fahrzeugachse aufgehoben wird, sobald die Wagengeschwindigkeit die Motorgeschwindigkeit überschreitet und die Verbindung wiederhergestellt wird, sobald die Geschwindigkeiten übereinstimmen oder die Motorgeschwindigkeit die Wagengeschwindigkeit überschreitet.
- Für diese und ähnliche Steuerungen. gelangt man bei Fahrzeugen und unterähnlichen .Verhältnissen arbeitende Getriebe, die durch ein flüssiges oder gasförmiges Mittel gesteuert werden, zu einer wesentlich vereinfachten und sehr betriebssicheren Anordnung, wenn man der Erfindung gemäß für Flüssigkeitsgetriebe, z. B. nach P r o e t t, mit Hubverstellung (Taumelscheibe )und Umlaufschieber, die Steuergetriebe beider -derart vereinigt, daß nur in der Mittellage der Hubverstellung der Schieher verstellt -wird, während die Hubverstellung nur in den Endlagen des Schiebers erfolgt.
- Ein Ausführungsbeispiel zur Veranschaulichung der Verhältnisse ist in der- Zeichnung veranschaulicht. Bei dem in Abb. 1 veranschaulichten Beispiel handelt es sich um einen Flüssigkeitsgenerator 2o mit umlaufender Taumelscheibe 21 und umlaufendem Kolben 22. Mit 11 ist der den Flüssigkeitsgenerator antreibende Verbrennungsmotor bezeichniet, dessen Brennstoffzufuhr durch das Brennstoffventil 12 und den Schalthebel 13 geregelt wird. Der Fahrschalter, der zur Steuerung des Motors dient, ist mit 14 bezeichnet. Von dem Handrad 15 wird über das Kegelgetriebe 16, 17 das Gestänge 19, der Schaltkasten 18 bedient, von dem aus einerseits die Hubverstellung des Flüssigkeitsgenerators 2o sowie andererseits die Verstellung des Schiebers 3o bedient wird.
- Steuergetriebe der Hubverstellung - Taumelscheibe 21 -- und des Schiebers 3o sind der Erfindung gemäß derart miteinander vereinigt, daß nur in der Mittellage der Hubverstellung der Schieber verstellt wird, während die Hubverstellung nur in den Endlagen des Schiebers erfolgt. Sind Taumelscheibe und Schieber in der Mittellage, so wird Flüssigkeit durch den Generator nicht gefördert, das ruhende Fahrzeug bleibt in Ruhe.
- Das Verfahren zur Steuerung gemäß der Erfindung wird nun so vorgenommen, daß bei der Bedienung des Fahrschalters von der Nullage des Fahrschalters aus bei stetiger Verstellung des Fahrschalters in dem einen oder anderen Sinn zunächst der Umlaufschieber von seiner Nullage über die Umlaufstel- Jung in die Betriebsstellung für die Förderrichtung der Flüssigkeit bzw. Fahrtrichtung gestellt wird und dann die Geschwindigkeitsregelung durch Hubverstellung erfolgt.
- Der Getriebekasten 18 ist somit so eingerichtet, daß bei fortlaufender Bewegung des Fahrschalters, beispielsweise von der Ausgangsstelle aus, die sowohl am Fahrschalter wie auch am Schieber mit 6o bezeichnet ist und die der Nullage :oder Mittellage der Hubverstellung entspricht, zunächst der Schieber in dem einen Sinn oder dem anderen Sinn verstellt wird, so daß der Fahrschalter bzw. der Angriffspunkt des Schiebers in eine der Stellungen 6r oder 62 gelangt, so daß. der Umlaufschieber also von seiner Nullage, die beispielsweise der Sperrstellung bei abgestelltem Flüssigkeitsgenerator entspricht, über die die Umlaufstellung, die einer Bremsstellung oder Rückarbeitsstellung .entsprechen kann, in die Betriebsstellung für die Förderrichtung der Flüssigkeit bzw. Fahrtrichtung gestellt wird. Sobald die Endlage des Schiebers 61, 62 erreicht ist, beginnt bei einer Weiterbewegung des Fahrschalters nunmehr die Hubverstellung der Taumelscheibe in dem einen oder dem anderen Sinn, z. B. für Vorwärtsgang von der Stellung 6 i aus bis zum Anschlag 63, für Rückwärtsgang von der Endstellung 62 des Schiebers aus bis zum Anschlag 6q., so daß dementsprechend die Geschwindigkeitsregelung durch Hubverstellung erfolgt.
- Die veranschaulichte Anordnung ist wertvoll, weil alle Steuermanöver oder die wesentlichen Steuermanöver, wie z. B. Geschwindigkeitsregelung, Wechsel der Drehrichtung, Bremsung, mittels eines einzigen Fahrschalters vorgenommen werden. Es ergibt sich damit eine außerordentlich einfache Bedienung des Fahrzeuges, da nur ein Steuerhebel zu betätigen ist.
- Das Getriebe des Getriebekastens ist in einem Ausführungsbeispiel schematisch in Abb.2 veranschaulicht. Auf der Steuerwelle 1g sitzen die Scheiben 2q., 25, die mit Zahnbögen a6, 27 bzw. 28 versehen sind. Wird die Stenenvelle beispielsweise von der Stellung des Fahrschalters 6o bis zur Stellung 61 bewegt, z. B. in dem eingezeichneten Pfdilsinn, so wird mittels des Zahnbogens 28 und des Zahnrades 32 der Schieber 5o aus der Mittellage nach links geführt, bis der Zahnbogen 28 mit dem Zahnrad 32 außer Eingriff gerät. Nunmehr verstellt der ebenfalls auf der Steuerwelle r9 sitzende Zahnbogen 27 das Zahnrad 34 aus der Mittellage 35 nach rechts, 36, so daß nunmehr die Taumelscheibe 21 den rechten Kolben 22 senkt, den linken Kolben hebt, so daß die rechte Seite des Getriebes zur Druckseite, die linke Seite des Getriebes zur Saugseite wird. Der Schieber 3o kann durch eine geeignete, in der Zeichnung nicht angedeutete Sperrvorrichtung in seiner Lage verriegelt werden, während die Hubverstellung beliebig je nach der erwünschten Fahrgeschwindigkeit eingestellt wird. Diese Betriebslage des Fahrthebels kann nunmehr beibehalten bleiben, selbst wenn das Fahrzeug vorübergehend auf eine Gefällstrecke gelangt. Ist dies nämlich der Fall, so kann das Fahrzeug ohne weiteres abrollen, da die infolge der erhöhten Motorgeschwindigkeit von der Flüssigkeitsmenge des Generators abweichende Fördermenge sich über ein Ventil 38 ausgleichen kann, das beispielsweise so angeordnet ist, daß es Druckseite und Saugseite des Umlaufschiebers miteinander verbindet. Da der Schieber 3o in die eine oder andere Endlage geführt wird, bevor die Hubverstellung des Flüssigkeitsgenerators aus der Mittellage beginnt, so wird das Venti138 jeweils von dem Druck der Druckseite geschlossen gehalten, bis der Druck auf der Saugseite das vorgeschriebene Maß überschreitet und der Ausgleich der Flüssigkeitsmengen über das Ventil erfolgen, kann. Sobald das Fahrzeug die Gefällstrecke verlassen hat, stellt sich der Zug wieder in die alte Geschwindigkeit selbsttätig ein, so daß Geschwindigkeitspendelungen im Zuge völlig vermieden werden, was im besonderen bei langen Zügen von Bedeutung ist, da hiermit eine wesentliche Ursache von Kupplungsbrüchen entfällt. Soll das Fahrzeug stillgesetzt werden, so wird zunächst der Fahrthebel wieder nach der Stellung 61 zurückgeführt, so daß der Generator keine Arbeitsflüssigkeit mehr liefert. Die vom Motor geförderte Flüssigkeitsmenge durchströmt den durch das Venti138 geöffneten Umlauf. Beim Durchtritt durch dieses Ventil wird die Flüssigkeit gedrosselt, so daß eine Bremswirkung eintritt, die dadurch weiter gefördert werden kann, daß nunmehr der Schieber 3i nach der Mittellage zurückgeführt wird, indem man den Fahrschalter aus der Stellung 61 in die Stellung 6o führt. Sobald die Platten des Schiebers 3o den Umlauf zwischen Saugseite und Druckseite freigeben, wirkt auch dieser Strömungsweg drosselnd und somit bremsend auf das Fahrzeug.
- Andererseits ist die Steuereinrichtung auch wertvoll für das Anfahren des Fahrzuges auf Steigungen; da nunmehr die vom Flüssigkeitsgenerator gelieferte Fördermenge die von dem Motor gelieferte unter allen Umständen überwiegt, bleibt das Ventil 38 geschlossen, der Flüssigkeitsraum zwischen Motor und Generator ist eindeutig abgeschlossen und bildet somit eine starre Verbindung zwischen Motor und Generator, so daß, das Fahrzeug auch in starken Gefällen nicht zurückrollen kann. Es ist also nicht erforderlich, sobald der Zug auf der Steigung steht, die Bremsen anzuziehen, so daß für die Steuerungsperiode der Zeitraum für Schließen und Lösen der Bremse entfällt. Auch eine besondere Kupplung ist aus gleichem Gründe zwischen Flüssigkeitsgenerator und Antrieb des Fahrzeuges nicht erforderlich, so daß die Bedienung des Fahrzeuges eine auherordentlich einfache wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung für Fahrzeuge und unter ähnlichen Verhältnissen arbeitende Getriebe, die durch ein flüssiges oder gasförmiges Mittel gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß für Flüssigkeitsgetriebe, z. B. nach P r ö t t, mit Hubverstellung (Taumelscheibe) und Umlaufschieber die Steuergetriebe beider derart vereinigt sind, daß nur in der Mittellage der Hubverstellung der Schieber verstellt wird, während die 'Hubverstellung nur in den Endlagen des Schiebers erfolgt. Verfahren zur Steuerung nach Anspruch i, dadurch :gekennzeichnet, daß bei der Bedienung des Fahrschalters von der Nullage (Mittellage der Hubverstellung) des Fahrschalters aus bei stetiger Verstellung des Fahrschalters in dem einen oder anderen Sinn zunächst der Umlaufschieber von seiner Nullage (gegebenenfalls der Sperrstellung bei abgestelltem- Flüssigkeitsgenerator) über die Umlaufstellung (Bremsstellung, Rückarbeitsstellung) in die Betriebsstellung für die Förderrichtung der Flüssigkeit bzw. Fahrtrichtung gestellt wird und dann die Geschwindigkeitsregelung durch Hubverstellung erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP50208D DE458801C (de) | 1925-04-08 | 1925-04-08 | Anordnung fuer Fahrzeuge und unter aehnlichen Verhaeltnissen arbeitende Getriebe, die durch ein fluessiges oder gasfoermiges Mittel gesteuert werden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP50208D DE458801C (de) | 1925-04-08 | 1925-04-08 | Anordnung fuer Fahrzeuge und unter aehnlichen Verhaeltnissen arbeitende Getriebe, die durch ein fluessiges oder gasfoermiges Mittel gesteuert werden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE458801C true DE458801C (de) | 1928-04-23 |
Family
ID=7384248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP50208D Expired DE458801C (de) | 1925-04-08 | 1925-04-08 | Anordnung fuer Fahrzeuge und unter aehnlichen Verhaeltnissen arbeitende Getriebe, die durch ein fluessiges oder gasfoermiges Mittel gesteuert werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE458801C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1158999B (de) * | 1955-11-19 | 1963-12-12 | Der Ludwig Von Roll Schen Eise | Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer ein hydrostatisches Getriebe eines Fahrzeuges, insbesondere Schienenfahrzeuges |
-
1925
- 1925-04-08 DE DEP50208D patent/DE458801C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1158999B (de) * | 1955-11-19 | 1963-12-12 | Der Ludwig Von Roll Schen Eise | Selbsttaetige Regelvorrichtung fuer ein hydrostatisches Getriebe eines Fahrzeuges, insbesondere Schienenfahrzeuges |
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