DE4432301A1 - Elektronisches Steuergerät für Rückhaltesysteme - Google Patents
Elektronisches Steuergerät für RückhaltesystemeInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem elektronischen Steuergerät
für Rückhaltesysteme von Fahrzeuginsassen, mit einem
Mikrorechner und mit einer von dem Mikrorechner ansteuerbaren
Endstufe. Ein derartiges Steuergerät zur Ansteuerung einer
Endstufe mit Wechselspannung ist aus der auf die Anmelderin
zurückgehenden US-PS 5 146 104 bekannt.
Das elektronische Steuergerät mit den Merkmalen des
Hauptanspruchs ermöglicht auf einfache Weise eine zuverlässige
Überwachung des aus Steuergerät und Endstufe bestehenden
Systems, die für eine kontinuierliche Funktionskontrolle einer
derartigen sicherheitsrelevanten Einrichtung unabdingbar ist.
Besonders vorteilhaft ist, daß dabei die in der einen
Zündkreis bildenden Endstufe enthaltenen Widerstände in der
Größenordnung von 0 bis etwa 10 Ohm mit einer vergleichsweise
hohen Genauigkeit von ca. ± 160 Milliohm erfaßbar sind.
Weiterhin kann die Kapazität des Zündkreiskondensators
ebenfalls mit großer Genauigkeit gemessen werden, wobei beide
Messungen weitgehend unabhängig von parasitären Induktivitäten
der Zündleitungen sind, die die Endstufe mit dem Steuergerät
selbst verbinden. Weiterhin können alle in der Praxis
möglichen Kurzschlußarten an den Zündleitungen und an dem
Zündelement der Endstufe, sowohl nach Batteriespannung als
auch nach Masse sicher erkannt werden, ohne daß dabei die
Gefahr einer Fehlauslösung durch den Meßvorgang selbst
besteht. Außerdem ermöglicht das erfindungsgemäße
elektronische Steuergerät die Erkennung von Nebenschlüssen
zwischen den Zündleitungen selbst oder parallel zu dem
Zündkreiskondensator.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild des
elektronischen Steuergerätes und
Fig. 2 bis Fig. 7 Signalverläufe, die bei der Zündkreisüberwachung auftreten. Dabei zeigen im einzelnen Fig. 2 die Signalverläufe bei der Kurzschlußmessung zwischen der +-Leitung der Endstufe gegen die Spannungsquelle oder Masse, Fig. 3 Signalverläufe bei der Widerstandsmessung, Fig. 4 Signalverläufe bei der Messung der Zündkreiskapazität, Fig. 5 Signalverläufe ohne Kurzschluß an der Masseleitung der Endstufe und Fig. 7 Signalverläufe bei Kurzschluß der Masseleitung der Endstufe.
Fig. 2 bis Fig. 7 Signalverläufe, die bei der Zündkreisüberwachung auftreten. Dabei zeigen im einzelnen Fig. 2 die Signalverläufe bei der Kurzschlußmessung zwischen der +-Leitung der Endstufe gegen die Spannungsquelle oder Masse, Fig. 3 Signalverläufe bei der Widerstandsmessung, Fig. 4 Signalverläufe bei der Messung der Zündkreiskapazität, Fig. 5 Signalverläufe ohne Kurzschluß an der Masseleitung der Endstufe und Fig. 7 Signalverläufe bei Kurzschluß der Masseleitung der Endstufe.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Blockschaltbild
des elektronischen Steuergeräts 1. Das elektronische
Steuergerät 1 umfaßt eine Steuerstufe 1a und eine Endstufe 1b.
Die Endstufe 1b besteht aus der Serienschaltung eines
Zündelements RP und einer Kapazität CP. Das Zündelement RP ist
mittels Stromfluß aufheizbar und steht in Wirkverbindung mit
einem Sicherungsmittel 10 für Fahrzeuginsassen, wie Airbag,
Gurtstraffer oder dergleichen, die eine von dem aufgeheizten
Zündelement RP aktivierbare und dabei Treibgase freisetzende
Treibladung enthalten. Das Zündelement RP wird dazu von der
Steuerstufe 1a des Steuergerätes 1 angesteuert. Dazu ist die
das Zündelement RP umfassende Endstufe 1b über zwei Leitungen
ZK+ und ZK- mit der Steuerstufe 1a des Steuergerätes 1
verbunden. In der Leitung ZK+ ist zwischen dem Zündelement RP
und der Steuerstufe 1a zweckmäßig noch eine Induktivität LP
angeordnet, die Störimpulse unterdrückt. Die Steuerstufe 1a
umfaßt einen Mikrorechner 2, der mit einem
beschleunigungsempfindlichen Sensor S verbunden ist. Der
beschleunigungsempfindliche Sensor S liefert ein
beschleunigungsabhängiges Ausgangssignal, das von dem
Mikrorechner 2 ausgewertet wird. Überschreitet die von dem
Sensor S erfaßte Fahrzeugbeschleunigung einen vorgegebenen
Grenzwert, der auf eine Unfallsituation und damit auf eine
Gefährdung der Fahrzeuginsassen hinweist, dann steuert die
Steuerstufe 1a die das Zündelement RP umfassende Endstufe 1b
an und löst damit die die Fahrzeuginsassen schützenden
Sicherungsmittel 10 aus. Die Steuerstufe 1a des Steuergerätes
1 umfaßt weiter eine Reserveenergiequelle C1, vorzugsweise
einen Kondensator großer Kapazität, der mit einer
vergleichsweise hohen Spannung, z. B. 45 V, verbindbar und
dadurch aufladbar ist. Zu diesem Zweck ist ein erstes
Schaltelement S1 vorgesehen, dessen erster Schaltanschluß mit
dem positiven Pol des Kondensators C1 und dessen zweiter
Schaltanschluß mit dem ersten Anschluß eines Widerstands R3
verbunden ist, dessen anderer Anschluß an die Kathode einer
ersten Diode D1 geführt ist, deren Anode mit Masse verbunden
ist. Das Schaltelement S1 ist von dem Mikrorechner 2
steuerbar. Die Steuerstufe 1a umfaßt zwei weitere
Schaltelemente S2, S3, deren erster Schaltanschluß jeweils
mit Masse verbunden ist. Der zweite Schaltanschluß des
Schaltelements S2 ist mit dem Verbindungspunkt zwischen dem
Widerstand R3 und der Kathode der Diode D1 verbunden. Der
zweite Schaltanschluß des Schaltelements S3 ist mit der
Kathode einer weiteren Diode D2 verbunden, deren
Anodenanschluß mit Masse verbunden ist. Von dem
Verbindungspunkt des zweiten Schaltanschlusses des
Schaltelements S3 und der Kathode der Diode D2 führt ein
Widerstand R4 nach Masse. Der masseferne Anschluß des
Widerstands R4 ist mit der ersten Anschlußleitung ZK- der
Endstufe 1b verbunden. Die zweite Anschlußleitung ZK+ der
Endstufe 1b ist einerseits mit dem massefernen Anschluß des
Widerstandes R3 und andererseits über einen Widerstand R1 mit
dem Mikrorechner 2, genauer gesagt mit einem Analogeingang des
in dem Mikrorechner 2 vorhandenen Analog/Digital-Wandlers
verbunden. Ebenfalls mit der zweiten Anschlußleitung ZK+ der
Endstufe 1b verbunden ist einweiterer Widerstand R2, dessen
anderer Anschluß an die Betriebsspannung VCC geführt ist.
Der Ablauf der diversen Meßvorgänge zur Überprüfung der
Funktionsfähigkeit des elektronischen Steuergerätes wird im
folgenden unter Bezugnahme auf Fig. 2 bis Fig. 7 der
Zeichnung näher erläutert. Das in Fig. 1 dargestellte
Schaltelement S1 hat für die Meßvorgänge selbst keine
Bedeutung; es wird nur für die Ansteuerung der Endstufe 1b von
dem Mikrorechner 2 angesteuert und in seine Schaltlage
überführt, in der es die Reserveenergiequelle C1 mit der
Endstufe 1b verbindet. Die Überwachung der Endstufe 1b wird
ausschließlich mit den Schaltelementen S2 und S3 durchgeführt.
Das Schaltelement S1 wird regelmäßig in einem Prüfvorgang,
vorzugsweise beim Starten des Fahrzeugs, getestet.
Bei der Überwachung der Endstufe 1b können insgesamt vier
unterschiedliche Messungen durchgeführt werden, deren
Reihenfolge aufgrund sicherheitstechnischer, wie auch
physikalischer Überlegungen zweckentsprechend festgelegt wird.
Alle Messungen werden, wie aus der Übersichtsdarstellung in
Fig. 2 hervorgeht, durch Betätigung der Schaltelemente S2, S3
eingeleitet. Die Messungen selbst fußen auf der Bestimmung von
Spannungswerten an der ZK+-Leitung durch den Mikrorechner 2,
dem die Meßwerte über einen einzigen ADC-Eingang 20 zugeführt
werden. Im einzelnen sind folgende Messungen durchführbar.
1. Kurzschlußerkennung zwischen der Leitung ZK+ und der
Versorgungsspannung VCC oder Masse durch Messung der
Spannung an der Leitung ZK+. Weiterhin sind hierdurch
auch Nebenschlüsse zwischen den Leitungen ZK+, ZK- oder
parallel zu dem in der Endstufe 1b in Serie zu dem
Zündelement RP angeordneten Kondensator CP erkennbar. Es
wurde angenommen, daß die Schaltelemente S2 und S3 seit
der letzten Messung lange geöffnet gewesen sind. Der in
der Endstufe 1b in Serie zu dem Zündelement RP
geschaltete Kondensator CP konnte sich dadurch über die
Widerstände R2 und R4 auf den Spannungspegel VCC
aufladen. Da die Messung zyklisch in einem festen
Meßraster erfolgt, ist immer sichergestellt, daß der
Kondensator CP vollständig geladen ist. Die Spannung an
der ZK+-Leitung liegt über den Widerstand R1 an dem
Eingangsanschluß 20 des ADC des Mikrorechners 2 an. Nun
können folgende drei Fälle auftreten:
- 1.1 Die Spannung an der ZK+-Leitung beträgt im wesentlichen 5 Volt (Potential von VCC). Daraus folgt, daß die Endstufe 1b betriebsfähig ist und daß kein Kurzschluß vorliegt.
- 1.2 Die Spannung an der ZK+-Leitung liegt unter dem Potential von VCC. Daraus kann auf einen Kurzschluß der ZK+-Leitung nach Masse oder auf einen Nebenschluß zwischen den Leitungen ZK+, ZK- bzw. parallel zu dem Kondensator CP geschlossen werden.
- 1.3 Die Spannung an der Leitung ZK+ liegt oberhalb des Potentials von VCC. Daraus kann auf einen Kurzschluß der ZK+-Leitung zum positiven Pol der Fahrzeugspannung geschlossen werden.
Auch die sehr gefährlichen Kurzschlüsse zwischen dem
Zündelement RP und dem Kondensator CP nach dem positiven
Pol der Fahrzeugspannung bzw. zu dem Masseanschluß werden
bei dieser Messung sicher erkannt, das auch hier über den
Widerstand des Zündelements RP das Potential der ZK+-
Leitung entsprechend den vorstehend erwähnten drei Fällen
verändert wird. Sollten die vorgenannten Fehler
auftreten, dann kann durch Unterbinden aller weiteren
Meßvorgänge mit Sicherheit verhindert werden, daß
gefährlich hohe Ströme durch das Zündelement RP fließen.
2. Messung des ohmschen Widerstandes in der Endstufe 1b.
Bei dieser Messung wird der gesamte, in der Endstufe 1b
vorhandene ohmsche Widerstand bestimmt. Dieser setzt sich
im wesentlichen aus dem Widerstand des Zündelements RP,
den Widerständen der Leitungen ZK+ und ZK- und der
notwendigen Steckverbindungen zusammen.
Es werde angenommen, daß der Kondensator CP, wie anhand
der Abbildung in Fig. 3 verdeutlicht ist, auf eine
Spannung von ungefähr 5 Volt (entspricht dem Potential
VCC) aufgeladen ist. Für die Einleitung der Messung des
ohmschen Widerstandes in der Endstufe 1b wird zunächst
das Schaltelement S3 betätigt und für eine Zeit t5
geschlossen. Nach einer Wartezeit tv1 wird auch das
Schaltelement S2 betätigt und für eine Zeit t1
geschlossen und danach wieder geöffnet. Während dieser
Zeit t1 wird der Kondensator CP über das Zündelement RP
die Induktivität LP und den Widerstand R3 teilweise
entladen. Infolge unterschiedlicher Leitungslängen und
unterschiedlicher Steckverbindungen kann der Wert der
Induktivität in der Praxis zwischen etwa 2 Mikrohenry und
12 Mikrohenry schwanken. Der Widerstand R3 und das
Zeitintervall t1 werden in der Praxis zweckmäßig so
dimensioniert, daß die Widerstandsmessung nahezu
unabhängig von der Größe der Induktivität LP ist. Bei
dieser Messung ist darauf zu achten, daß das Zündelement
RP durch Stromfluß weder aktiviert noch dauernd
vorgeschädigt wird. Die in dem auf das Potential VCC
aufgeladenen Kondensator CP gespeicherte Energie liegt in
der Größenordnung von etwa 6 Mikrojoule. Da die
sogenannte "allfire"-Zündenergie von in der Praxis
verwendeten Zündelementen RP jedoch in der Größenordnung
von ca. 3,7 Millÿoule liegt, wird das Zündelement bei
der Messung nur mit einem mehr als 600-fach geringeren
Energiewert belastet. Unter "allfire"-Zündenergie
versteht man denjenigen Energiewert, der notwendig ist,
um das Zündelement RP mit Sicherheit zu zünden. Auch eine
Vorschädigung des Zündelements RP kann nicht auftreten,
da der Entladestrom des in der Endstufe vorgesehenen
Kondensators CP durch den Widerstand R3 auf sehr niedrige
Werte begrenzt und zudem die Entladezeit t1 äußerst kurz
gewählt wird. Dadurch werden in dem Zündelement RP
niemals kritische Stromdichten, die zu einer
Vorschädigung führen könnten, erreicht. Nach einer kurzen
Einschwingzeit stellt sich an der RC-Kombination der
Endstufe 1b eine stabile Spannung ein, die nun über den
Widerstand R1 und nach Umsetzung in dem ADC (Analog-
Digital-Converter = Analog-Digital-Wandler) von dem
Mikrorechner 2 gemessen werden kann. Die jetzt an dem
Kondensator CP gemessene Restspannung ist ein Maß für den
ohmschen Widerstand der Endstufe 1b. Da Schwankungen der
Kapazität der Endstufe direkt in die Widerstandsmessung
eingehen, muß dieses Meßergebnis, soweit erforderlich,
nach der Kapazitätsmessung gegebenenfalls noch korrigiert
werden. Ein dafür geeignetes Korrekturverfahren wird
weiter unten noch beschrieben. Als Vorbereitung für die
anschließende Kapazitätsmessung wird das Schaltelement S2
nochmals für die Zeit t2 geschlossen. Dadurch wird der
Kondensator CP innerhalb der Endstufe 1b weiter entladen.
Schließlich wird auch das Schaltelement S3 nach Ablauf
der Schließzeit t5 wieder geöffnet.
3. Messung der Kapazität des Kondensators CP.
Diese Kapazitätsmessung schließt sich zweckmäßig direkt
an die zuvor beschriebene Widerstandsmessung an und wird
in bezug die in Fig. 4 dargestellten Diagramme näher
erläutert. Zunächst wird das Schaltelement S3 für eine
Zeit t6 geschlossen, was zur Folge hat, daß die ZK--
Leitung mit dem Masseanschluß verbunden ist. Auch das
Schaltelement S2 wird geschlossen und für eine Zeitdauer
t3 in einem geschlossenen Zustand gehalten. Dadurch wird
der Kondensator CP vollständig entladen. Nach dem Öffnen
des Schaltelements S2, also nach Ablauf der Zeit t3, wird
der Kondensator CP über den Widerstand R2 langsam
aufgeladen. Da der Widerstandswert des Widerstandes R2
wesentlich größer gewählt ist als der Widerstand des
Zündelements RP, spielt der Widerstand des Zündelements
RP bei dieser Messung keine Rolle und kann vernachlässigt
werden. Auch die Induktivität LP hat auf den Meßvorgang
keinen Einfluß, da es sich um einen vergleichsweise
langsamen Aufladevorgang handelt. Nach einer fest
vorgebbaren Ladezeit t1 wird nun die Spannung an dem
Zündelement gemessen. Sie ist ein direktes Maß für die
Kapazität des Zündkreiskondensators. Im Anschluß an diese
Messung wird das Schaltelement S3 nach Ablauf der Zeit t6
wieder geöffnet.
4. Kurzschlußerkennung an der ZK--Leitung gegen den
positiven Pol der Fahrzeugspannung oder Masse.
Bei dieser Messung, die anhand der Abbildung von Fig. 5
erläutert ist, kann ein Kurzschluß zwischen der ZK--
Leitung und dem positiven Pol der Fahrzeugspannung
einerseits oder dem Masseanschluß andererseits entdeckt
werden, ohne daß ein weiterer ADC-Eingang zur Messung der
Spannung an der ZK--Leitung benötigt wird. Das
Meßverfahren beruht auf einer Umladung des Kondensators
CP, wenn dieser auf der ZK--Seite über einen kleinen
dynamischen Innenwiderstand an Masse gelegt ist. Während
dieses Meßvorgangs bleibt das Schaltelement S3 ständig
geöffnet. Das Schaltelement S2 dagegen wird nur für einen
vergleichsweise kurzen Zeitraum t4 geschlossen und danach
wieder geöffnet. Nach dem Öffnen des Schaltelements S2
lassen sich auf der ZK+-Leitung charakteristische
Spannungsverläufe meßtechnisch erfassen, die Rückschlüsse
auf den jeweiligen Zustand ermöglichen. Die dabei
auftretenden unterschiedlichen Spannungsverläufe sind
beispielhaft in Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 7 dargestellt.
In Fig. 5 ist zunächst der Spannungsverlauf an der ZK+-
Leitung dargestellt, wenn kein Kurzschluß zwischen der
ZK--Leitung und dem positiven Pol der Fahrzeugspannung
oder Masse besteht. Die zunächst im wesentlichen
konstante Spannung an der ZK+-Leitung bricht während der
Schließzeit t4 des Schaltelements S2 kurz zusammen, um
dann relativ schnell wieder auf den zuvor vorhandenen
Wert anzusteigen. In dem angedeuteten Meßzeitpunkt tm hat
die Spannung an der ZK+-Leitung im wesentlichen wieder
den vor dem Umschaltvorgang des Schaltelements S2
bestehenden Wert erreicht, der in der Größenordnung von
VCC liegt. In den Kurvendarstellungen gemäß Fig. 6 und
Fig. 7 wird zum Meßzeitpunkt tm eine wesentlich
unterhalb des Potentials VCC liegende Spannung auf der
Leitung ZK+ festgestellt. Dadurch kann ein Kurzschluß der
ZK--Leitung gegen den positiven Pol der Fahrzeugspannung
oder gegen Masse erkannt werden. Allerdings ist eine
Unterscheidung, ob der festgestellte Kurzschluß zwischen
der ZK--Leitung und dem positiven Pol der
Fahrzeugspannung oder zwischen der Masseleitung besteht,
nicht möglich, da sich die Umladungen des Kondensators CP
nicht voneinander unterscheiden lassen.
5. Korrektur des gemessenen Widerstands.
Wie schon im Zusammenhang mit der Widerstandsmessung
beschrieben, kann das Ergebnis der Messung sehr stark von
der Kapazität des Kondensators CP in der Endstufe 1b
abhängig sein, da das Meßprinzip auf einer Teilentladung
dieser Kapazität beruht. Deshalb ist es nötig, den
Widerstandswert anhand der gemessenen Kapazität des
Zündkreiskondensators zu korrigieren. Diese Korrektur
erfolgt zweckmäßig anhand einer rechnerisch oder
meßtechnisch aufgestellten Korrekturtabelle, die
entsprechende Korrekturwerte enthält. Da eine derartige
Korrekturtabelle für positive oder negative
Kapazitätsabweichungen vom Nominalwert der Kapazität des
Kondensators CP im wesentlichen symmetrisch aufgebaut
ist, ist es völlig ausreichend, die Werte der
Korrekturtabelle, ausgehend vom Nominalwert des
Kondensators, nur für eine Fehlerrichtung (zum Beispiel
für zu große Kapazitätswerte) aufzustellen. Die
Korrekturwerte für die andere Fehlerrichtung (also in
Richtung zu geringer Kapazitätswerte), ergeben sich dann
durch einfachen Vorzeichenwechsel der in der Tabelle
aufgeführten Korrekturwerte. Die Werte der
Korrekturtabelle werden zweckmäßig in einem
Speicherbereich des Mikrorechners 2 abgespeichert.
Um eine möglichst genaue Messung der Widerstands- und
Kapazitätswerte zu erreichen, ist es notwendig, den Einfluß
der Induktivität LP auf die Messungen möglichst gering zu
halten. Andererseits dürfen dabei aber die Zündeigenschaften
bei der Aktivierung des Airbag auf keinen Fall nachteilig
beeinträchtigt werden.
Folgende Dimensionierung der Widerstände hat sich daher als
zweckmäßig erwiesen:
R1: 14-22 Kiloohm, insbesondere 16-20 Kiloohm;
R2: 1,5-2,5 Kiloohm, insbesondere 1,9-22,1 Kiloohm;
R3: 6-14 Ohm, insbesondere 9-11 Ohm;
R4: 3-7 Kiloohm, insbesondere 4,4-5,5 Kiloohm.
R2: 1,5-2,5 Kiloohm, insbesondere 1,9-22,1 Kiloohm;
R3: 6-14 Ohm, insbesondere 9-11 Ohm;
R4: 3-7 Kiloohm, insbesondere 4,4-5,5 Kiloohm.
Auch die Schaltzeiten des Schaltelements S2 können,
insbesondere bei der Widerstandsmessung einen Einfluß darauf
haben, wie stark die Messungen durch die parasitäre
Induktivität LP beeinflußt werden. Außerdem müssen diese
Schaltzeiten so kurz sein, daß ein Fehlauslösung bei
Kurzschlüssen, vor allem bei Kurzschlüssen zu dem positiven
Pol der Fahrzeugspannung, ausgeschlossen ist.
Als besonders zweckmäßig haben sich daher folgende
Schaltzeiten erwiesen:
t1: 5,0-10 Mikrosekunden, insbesondere 7,0-8,0
Mikrosekunden;
t2: 6,0-14,0 Mikrosekunden, insbesondere 9,0-11,0 Mikrosekunden;
t3: 30-50 Mikrosekunden; insbesondere 35-45 Mikrosekunden;
t4: 1,5-2,5 Mikrosekunden; insbesondere 1,8-22,1 Mikrosekunden.
t2: 6,0-14,0 Mikrosekunden, insbesondere 9,0-11,0 Mikrosekunden;
t3: 30-50 Mikrosekunden; insbesondere 35-45 Mikrosekunden;
t4: 1,5-2,5 Mikrosekunden; insbesondere 1,8-22,1 Mikrosekunden.
Derart kurze Schaltzeiten lassen sich problemlos realisieren,
wenn in der Endstufe zur Ansteuerung der Schaltelemente
schnelle MOSFET-Transistoren eingesetzt werden.
Die Schaltzeiten des Schaltelements S3 sind weniger kritisch.
Jedoch sollten auch hier möglichst kurze Schaltzeiten
angestrebt werden, um insbesondere bei einem nicht entdeckten
Kurzschluß zum positiven Pol der Fahrzeugspannung das
Schaltelement S3 nicht zu gefährden. Folgende Schaltzeiten des
Schaltelements S3 haben sich als besonders zweckmäßig
herausgestellt:
t5: 110-160 Mikrosekunden, insbesondere 120-135
Mikrosekunden;
t6: 400-600 Mikrosekunden, insbesondere 450-540 Mikrosekunden.
t6: 400-600 Mikrosekunden, insbesondere 450-540 Mikrosekunden.
Die Erfindung ermöglicht eine vollständige Überwachung der
Zündkreise eines Airbag-Steuergerätes mit Wechselstromzündung
mit einem vergleichsweise geringen zusätzlichen
Hardwareaufwand. Als zusätzliche Bauelemente sind im
wesentlichen nur die vier Widerstände R1 bis R4 notwendig.
Durch einfache Schaltvorgänge der Schaltelemente S2 und S3 mit
anschließenden Spannungsmessungen können alle wesentliche
Bauelemente der Zündkreise überwacht und im Rahmen der
Überwachung Kurzschlüsse sowie Nebenschlüsse entdeckt werden.
Bei besonders kritischen Kurzschlüssen, insbesondere bei
Kurzschlüssen zu dem positiven Pol der Fahrzeugspannung könne
alle weiteren Meßvorgänge unterbunden und somit die Gefahr
einer Fehlauslösung erheblich reduziert werden. Da die
Schaltzeiten, insbesondere des Schaltelementes S2, sehr kurz
gewählt sind und der Entladewiderstand R3 relativ hochohmig
ist, besteht auch in dem äußerst unwahrscheinlichen Fall der
Nichtentdeckung eines Kurzschlusses keine Gefahr einer
Fehlauslösug des Zündelements, solange die Fahrzeugspannung
den zulässigen Wert von ungefähr 20 Volt nicht wesentlich
überschreitet.
Claims (6)
1. Elektronisches Steuergerät für Rückhaltesysteme von
Fahrzeuginsassen, mit einem Mikrorechner und mit einer von dem
Mikrorechner ansteuerbaren Endstufe, dadurch gekennzeichnet,
daß die Endstufe (1b) über mindestens je einen Widerstand (R2,
R4) mit den Polen einer Spannungsquelle (VCC) verbunden ist,
daß der positive Anschluß (ZK+) der Endstufe (1b) mit dem
Mikrorechner (2) verbunden ist, und daß für jede
Anschlußleitung (ZK+, ZK-) des Zündelementes (1b, RP, CP) ein
Schaltelement (S2, S3) vorgesehen ist, über das die jeweilige
Anschlußleitung (ZK+, ZK-) mit dem Masseanschluß verbindbar
ist.
2. Elektronisches Steuergerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltelemente (S2, S3) von dem
Mikrorechner (2) steuerbar sind.
3. Elektronisches Steuergerät nach einem der Ansprüche 1, 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltzeiten (t1, t2, t3, t4)
des Schaltelements (S2) wesentlich kürzer sind als die
Schaltzeiten (t5, t6) des Schaltelements (S3).
4. Elektronisches Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis
3, gekennzeichnet durch folgende Werte der Schaltzeiten des
Schaltelements (S2):
t1: 5,0-10 Mikrosekunden, insbesondere 7,0-8,0
Mikrosekunden;
t2: 6,0-14,0 Mikrosekunden, insbesondere 9,0-11,0 Mikrosekunden;
t3: 30-50 Mikrosekunden; insbesondere 35-45 Mikrosekunden;
t4: 1,5-2,5 Mikrosekunden; insbesondere 1,8-22,1 Mikrosekunden.
t2: 6,0-14,0 Mikrosekunden, insbesondere 9,0-11,0 Mikrosekunden;
t3: 30-50 Mikrosekunden; insbesondere 35-45 Mikrosekunden;
t4: 1,5-2,5 Mikrosekunden; insbesondere 1,8-22,1 Mikrosekunden.
5. Elektronisches Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis
3, gekennzeichnet durch folgende Werte der Schaltzeiten des
Schaltelements (S3):
t5: 110-160 Mikrosekunden, insbesondere 120-135
Mikrosekunden;
t6: 400-600 Mikrosekunden, insbesondere 450-540 Mikrosekunden.
t6: 400-600 Mikrosekunden, insbesondere 450-540 Mikrosekunden.
6. Elektronisches Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis
5, gekennzeichnet durch folgende Widerstandswerte:
R1: 14-22 Kiloohm, insbesondere 16-20 Kiloohm;
R2: 1,5-2,5 Kiloohm, insbesondere 1,9-22,1 Kiloohm;
R3: 6-14 Ohm, insbesondere 9-11 Ohm:;
R4: 3-7 Kiloohm, insbesondere 4,4-5,5 Kiloohm.
R2: 1,5-2,5 Kiloohm, insbesondere 1,9-22,1 Kiloohm;
R3: 6-14 Ohm, insbesondere 9-11 Ohm:;
R4: 3-7 Kiloohm, insbesondere 4,4-5,5 Kiloohm.
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