DE4338585A1 - Injektordüse - Google Patents
InjektordüseInfo
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- Percussion Or Vibration Massage (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Injektordüse zur Erzeugung
luftgefüllter Flüssigkeitstropfen, entsprechend dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Es sind bereits sog. Zweistoffdüsen in verschiedenen
Ausführungsformen bekannt. Diesen Düsen werden bei
spielsweise ein flüssiges und ein gasförmiges Medium
unter Druck zugeführt, wobei diese Medien innerhalb ei
ner Mischkammer miteinander vermischt werden. Bei der
Verwendung solcher Düsen zum Ausbringen von Pflanzen
schutzmitteln wird Zusatzluft meist nur zur Geschwin
digkeitserhöhung der Teilchen oder Tröpfchen bzw. zur
Verfeinerung des Tropfenspektrums, d. h. zur Verkleine
rung der mittleren Tropfendurchmesser ausgenutzt. Durch
einen relativ hohen Verbrauch an Zusatzluft und durch
die Notwendigkeit eines Druckerzeugers sind solche Dü
sensysteme technisch relativ aufwendig und wenig prak
tikabel. Außerdem beeinflußt der Luftdruck die Menge
der ausgedüsten Flüssigkeit, wodurch der technische
Aufwand durch Einrichtungen zur Mengenregulierung bzw.
-konstanthaltung noch erhöht wird.
Zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln sind vor allem
bei handbetätigten Kleingeräten auch Injektordüsen mit
selbsttätiger Luftansaugung bekannt. Der Vorteil sol
cher Injektordüsen liegt in der unproblematischen
Durchflußregelung über den Flüssigkeitsdruck, in einer
- in bezug auf den Ausstoß von Pflanzenschutzmitteln -
geringeren Windanfälligkeit durch stark vergrößerte
Tropfendurchmesser sowie in einer Verbesserung der Be
lagstruktur auf der Zielfläche, da die luftgefüllten
Tropfen beim Aufprallen z. B. auf Pflanzenoberflächen
zerplatzen, wodurch bei gleichem Flüssigkeitsvolumen
größere Benetzungsoberflächen erzielt werden. Durch die
Expansion der komprimierten Luft- bzw. Gaspartikel beim
Verlassen der Düse erfahren die Tropfen eine zusätzli
che Beschleunigung, wodurch eine bessere Durchdringung
der Zielbestände ermöglicht wird. Als nachteilig bei
diesen bekannten Injektordüsen hat sich jedoch eine In
homogenität des erzeugten Flüssigkeits-Luft-Gemisches
vor der Düsenaustrittsöffnung erwiesen. Hierdurch ent
stehen starke Pulsationen in der Flüssigkeitszufuhr,
mit der Folge, daß sich an der Düsenaustrittsöffnung
äußerst unterschiedliche Tropfengrößen und starke
Schwankungen in der Verteilungscharakteristik sowie im
Ausstoß des Flüssigkeits-Luft-Gemisches im Mikrobereich
einstellen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Injektordüse der im Oberbegriff des Anspruches 1 vor
ausgesetzten Art zu schaffen, die sich unter Beibehal
tung der zuvor geschilderten Vorteile der bekannten
Ausführungen sowie bei relativ einfacher Konstruktion
durch eine besonders hohe Gleichmäßigkeit der Tropfen
größen und eine weitgehend schwankungsfreie Vertei
lungscharakteristik dieser Flüssigkeitstropfen aus
zeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzei
chen des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemäßen Injektordüse ist zwischen der
Mischkammer und dem Austrittselement ein Homogenisier- und
Beruhigungsraum vorgesehen, dessen Eintritts
querschnitt sprunghaft gegenüber dem Austrittsquer
schnitt der Mischkammer vergrößert ist. Durch diese
Maßnahme wird das in der Mischkammer gebildete und dar
aus austretende Flüssigkeits-Luft-Gemisch in einem sich
in Strömungsrichtung unmittelbar anschließenden Raum
beruhigt und dabei besonders günstig homogenisiert.
Dieser Homogenisier- und Beruhigungsraum kann etwa als
windkesselartiger Hohlraum ausgebildet sein und wirkt
dabei gewissermaßen als Pulsationsdämpfer bzw. Druck
speicher, wodurch die unerwünschten Schwankungen, wie
sie bei den erläuterten bekannten Ausführungen auftre
ten, weitgehend und im allgemeinen sogar vollkommen
vermieden werden können, wobei dies auch für sog. Mi
kropulsationen gilt. Durch eine sinnvolle Gestaltung
dieses Homogenisier- und Beruhigungsraumes wird auch
eine besonders hohe Gleichmäßigkeit in der Größe der
Flüssigkeitstropfen bei im wesentlichen schwankungs
freier Verteilungscharakteristik erzielt. Die so aus
der Austrittsöffnung des Austrittselements dieser In
jektordüse austretenden luftgefüllten Flüssig
keitstropfen sind äußerst wenig windanfällig und sorgen
damit für eine optimale Belagstruktur der ausgestoßenen
Flüssigkeit auf einer Zielfläche, beispielsweise auf
Pflanzenoberflächen, wenn es etwa um das Ausbringen und
Verteilen von Pflanzenschutzmitteln geht.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn bei der erfindungsge
mäßen Injektordüse der Eintrittsquerschnitt des Homoge
nisier- und Beruhigungsraumes den etwa 1,5- bis 9fachen
Wert, vorzugsweise den 3- bis 5fachen Wert des
Austrittsquerschnittes der Mischkammer aufweist.
Bei dieser erfindungsgemäßen Ausbildung kann der den
Homogenisier- und Beruhigungsraum bildende Hohlraum
mindestens etwa das doppelte Volumen aufweisen wie die
Mischkammer, wobei die Formen und Ausgestaltungen die
ses Raumes in äußerst günstiger Weise verschiedenen
Zwecken besonders angepaßt werden können. Dementspre
chend kann der Homogenisier- und Beruhigungsraum eine
Gesamtlänge besitzen, die größer ist als die Länge der
Mischkammer.
Ferner kann es dabei besonders vorteilhaft sein, wenn
der Homogenisier- und Beruhigungsraum einen hinteren
Raumbereich aufweist, der den die Mischkammer bildenden
Bauteil ringförmig umschließt. Bei dieser Ausgestaltung
des genannten Raumes dehnt sich das aus der Mischkammer
einströmende Flüssigkeits-Luft-Gemisch z. T. entgegen
der allgemeinen Strömungsrichtung - nach rückwärts -
aus, was sich besonders günstig zur Vermeidung von Mi
kropulsationen auswirkt.
Die Gleichmäßigkeit der Größe der Flüssigkeitstropfen
kann ferner im Bedarfsfalle in vorteilhafter Weise auch
dadurch verbessert werden, daß zwischen der Mischkammer
und dem Austrittselement ein vorzugsweise durch ein
Drahtgewebe oder ein Lochblech gebildetes, perforiertes
Element vorgesehen ist.
Es kann ferner auch von Vorteil sein, wenn die Luftan
saugöffnung der Mischkammer an eine Einrichtung, vor
zugsweise eine Drosselvorrichtung, zur Veränderung der
angesaugten Luftmenge anschließbar ist. Auf diese Weise
können im Bedarfsfalle die Tropfenaustrittsge
schwindigkeit und Tropfengröße beeinflußt werden.
Die Luftansaugöffnung der Mischkammer kann darüber hin
aus auch an ein unter Überdruck stehendes Luftsystem,
vorzugsweise an das Abgassystem eines Trägerfahrzeugs,
anschließbar sein. Dies kann beispielsweise der Fall
sein, wenn die Injektordüse zu einem Spritzaggregat ge
hört, mit dem Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden
sollen und das von einem Kraftfahrzeug mit Verbren
nungsmotor getragen wird.
In manchen Einsatzfällen kann es außerdem auch zweckmä
ßig sein, zur Einspeisung weiterer Flüssigkeiten
und/oder Gase in die Mischkammer wenigstens eine wei
tere Ansaugöffnung vorzusehen, die beispielsweise ähn
lich ausgebildet und angebracht sein könnte wie die
Luftansaugöffnung der Mischkammer.
Die Erfindung sei nachfolgend anhand einiger in der
Zeichnung veranschaulichter Ausführungsbeispiele näher
beschrieben. In dieser Zeichnung zeigen
Fig. 1 einen Axial-Längsschnitt durch eine
erste Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Injektordüse;
Fig. 2 eine auseinandergezogene Perspektivan
sicht dieser erfindungsgemäßen Injek
tordüse;
Fig. 3 bis 7 ähnliche Axial-Längsschnitte wie
Fig. 1, jedoch zur Erläuterung einiger
weiterer Ausführungsformen, insbeson
dere im Bereich des Homogenisier- und
Beruhigungsraumes;
Fig. 8 und 9 ähnliche Axial-Längsschnitte wie
Fig. 1, jedoch zur Erläuterung einiger
Ausführungsvarianten für das Aus
trittselement.
Die Gesamtkonstruktion der erfindungsgemäßen Injektor
düse sei zunächst anhand des in den Fig. 1 und 2 veran
schaulichten ersten Ausführungsbeispieles erläutert.
Diese Injektordüse 1 ist zur Erzeugung luftgefüllter
Flüssigkeitstropfen ausgebildet und enthält als Haupt
bestandteile ein Dosierdüsenelement 2 zur Erzeugung ei
nes Flüssigkeitsstrahles, einen mittleren Düsenkörper 3
mit einer zentral darin ausgebildeten, in Strömungs
richtung (Pfeil 4) des Flüssigkeitsstrahles auf das Do
sierdüsenelement 2 folgenden Mischkammer 5, die mit ei
ner Luftansaugöffnung 6 versehen ist und zur Erzeugung
eines Flüssigkeits-Luft-Gemisches dient, sowie ein in
Form eines Verteilermundstückes 7 ausgebildetes Aus
trittselement, das mit wenigstens einer Austrittsöff
nung 8 für das Flüssigkeits-Luft-Gemisch versehen ist.
Dieses Austrittselement bzw. Verteilermundstück 7 ist
auswechselbar vorgesehen, indem es mit Hilfe eines
Schnellverschlußsystems am Düsenkörper 3 befestigt ist,
bei dem es sich vorzugsweise um einen Bajonett
verschluß 9 handeln kann.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 veranschaulichten Ausfüh
rungsbeispiel ist das dem Verteilermundstück 7 abge
wandte Ende des Düsenkörpers 3 mit einer nach außen of
fenen, zentralen, axialen Gewindebohrung 10 versehen,
an deren Boden 10a das Dosierdüsenelement 2 in der
Weise lose abgestützt ist, daß seine Düsenöffnung ko
axial zur zentralen Düsenlängsachse 1a sowie zur unmit
telbar anschließenden Mischkammer 5 ausgerichtet ist.
Dieses Dosierdüsenelement 2 ist somit auswechselbar in
der Gewindebohrung 10 aufgenommen und durch einen
stopfenartigen, mit Außengewinde versehenen Gewinde
adapter 11 festgelegt, der eine koaxial zur Düsen
längsachse 1a ausgerichtete Durchgangsbohrung 11a auf
weist und an seinem dem Dosierdüsenelement 2 entgegen
gesetzten Ende mit einer Überwurfmutter 12 versehen
ist, durch die die ganze Injektordüse 1 an eine ent
sprechende - hier nicht veranschaulichte - Leitung
(Leitungssystem) angeschlossen werden kann, durch die
eine zu verteilende Flüssigkeit unter Druck herange
führt wird.
Wie Fig. 1 ferner zeigt, ist zwischen der Mischkammer 5
und dem Verteilermundstück 7 ein Hohlraum vorhanden,
durch den ein Homogenisier- und Beruhigungsraum 13 ge
bildet ist, dessen Eintrittsquerschnitt (angedeutet
etwa durch die strichpunktierte Linie 13a) sprunghaft
gegenüber dem Austrittsquerschnitt 5a der Mischkammer 5
vergrößert ist. Dieser Eintrittsquerschnitt 13a des Ho
mogenisier- und Beruhigungsraumes 13 weist etwa den
1,5- bis 9fachen Wert, vorzugsweise den 3- bis 5fachen
Wert des Austrittsquerschnittes 5a der Mischkammer 5
auf.
Wie bereits weiter oben erwähnt worden ist, kann der
Homogenisier- und Beruhigungsraum 13 entsprechend den
jeweiligen Einsatzerfordernissen der Injektordüse 1
verschiedenartig gestaltet sein.
In Fig. 1 ist zu erkennen, daß der Homogenisier- und Be
ruhigungsraum 13 eine Gesamtlänge L besitzen kann, die
größer ist als die Länge der Mischkammer 5. Der Homoge
nisier- und Beruhigungsraum 13 weist in diesem Falle
einen hinteren Raumbereich 13b auf, der den die Misch
kammer 5 bildenden Bauteil 3a des Düsenkörpers 3 ring
förmig umschließt. Hierbei ist es ferner günstig, wenn
zwischen dem in Strömungsrichtung (Pfeil 4) weisenden
Ende 3b des Düsenkörpers 3 einerseits und dem inneren
Ende 7a des Verteilermundstücks 7 bzw. einem entspre
chenden Absatz 9a innerhalb des Bajonettverschlusses 9
andererseits ein ringförmiger Dichtungskörper 14 aus
geeignetem Dichtungs- bzw. Puffermaterial angeordnet
ist, dessen Innenraum ebenfalls einen Teil des Homoge
nisier- und Beruhigungsraumes 13 darstellt.
Bei dem in Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsbeispiel
ist die sich koaxial zur Düsenlängsachse 1a er
streckende Mischkammer 5 so gestaltet, daß sie sich zum
Homogenisier- und Beruhigungsraum 13 hin konisch erwei
tert, so daß sich insgesamt eine Ausbildung nach Art
des an sich bekannten Venturi-Systems ergibt. Hierbei
kann die Luftansaugöffnung 6 etwa in Form einer radia
len Bohrung ausgeführt sein und - in Strömungsrichtung
(Pfeil 4) des Flüssigkeitsstrahles betrachtet - in das
hintere, etwa zylindrisch erweiterte Ende 5b der Misch
kammer 5 einmünden.
Das auswechselbare Dosierdüsenelement 2 kann ebenfalls
in verschiedener Weise ausgebildet sein. Gemäß dem Aus
führungsbeispiel in Fig. 1 sei angenommen, daß es
selbstzentrierend ausgebildet ist. Zu diesem Zweck kann
das die Düsenöffnung 2a enthaltende vordere Ende 2b
dieses Dosierdüsenelements 2 etwa konisch gestaltet
sein und teilweise in das etwa zylindrische hintere
Ende 5b der Mischkammer 5 eingreifen.
Was die Ausbildung des Verteilermundstückes 7 anbe
langt, so kann die darin vorgesehene Austrittsöffnung 8
jede für den jeweiligen Einsatzzweck der Injektordüse 1
geeignete Ausbildung aufweisen, um dem austretenden
Flüssigkeits-Luft-Gemisch beispielsweise die Form eines
Flachstrahles, Vollkegels, Kegels oder dgl. zu geben.
Anhand der Darstellungen in den Fig. 3 bis 7 seien
zunächst noch einige weitere Ausführungsformen und -va
rianten der erfindungsgemäßen Injektordüse erläutert,
und zwar betreffen diese Ausgestaltungen insbesondere,
aber nicht nur den Bereich des Homogenisier- und Beru
higungsraumes, während alle übrigen Bauteile der In
jektordüse - soweit sie nicht besonders angesprochen
werden - im wesentlichen gleichartig ausgeführt sein
können, wie es zuvor anhand der Fig. 1 und 2 erläutert
worden ist.
Im Beispiel der Fig. 3 ist innerhalb der Injektordüse 1′
der Homogenisier- und Beruhigungsraum 13′ besonders
großvolumig und dabei mit einem Raumbereich 13′a ausge
bildet, der einen größeren Durchmesser als die übrigen
Raumbereiche dieses Homogenisier- und Beruhigungsraumes
13′ besitzt. Dieser im Durchmesser erweiterte Raumbe
reich 13′a ist etwa in dem Längsabschnitt des Homogeni
sier- und Beruhigungsraumes 13′ vorgesehen, der den
Austrittsquerschnitt 5a der Mischkammer 5 umgibt, so
daß hier ein besonders großer Eintrittsquerschnitt des
Homogenisier- und Beruhigungsraumes 13′ im Vergleich
zum Austrittsquerschnitt 5a der Mischkammer 5 vorhanden
ist. Auch hierbei kann der hintere Raumbereich 13b′
dieses Homogenisier- und Beruhigungsraumes 13′ den die
Mischkammer 5 bildenden Bauteil 3a ringförmig umschlie
ßen. Zumindest der vordere Raumbereich 13′c des Raumes
13′ kann sich ferner in Strömungsrichtung (Pfeil 4) des
Flüssigkeitsstrahles leicht konisch erweitern.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform der Injektordüse 1′′
veranschaulicht, deren Homogenisier- und Beruhigungs
raum 13′′ ähnlich dem Homogenisier- und Beruhigungsraum
13′ gemäß Fig. 3 ausgeführt sein kann, mit der Ausnahme,
daß hier (Fig. 4) kein im Durchmesser vergrößerter Raum
bereich vorhanden ist. Vielmehr erweitert sich der Ho
mogenisier- und Beruhigungsraum 13′′ gemäß Fig. 4 über
seine ganze Länge in Strömungsrichtung (Pfeil 4) leicht
konisch.
Gemäß den Ausführungsformen in den Fig. 5 und 6 der In
jektordüse 1′′′ und 1′′′′ kann der darin ausgebildete Ho
mogenisier- und Beruhigungsraum 13 jeweils grundsätz
lich die gleiche Ausbildung und Anordnung aufweisen,
wie es anhand Fig. 1 ausführlich erläutert worden ist.
Eine Besonderheit dieser beiden Ausführungsformen ist
darin zu sehen, daß zwischen der Mischkammer 5 und dem
Verteilermundstück 7 noch jeweils ein perforiertes Ele
ment vorgesehen ist. Dieses perforierte Element kann im
Falle der Fig. 5 durch ein Lochblech 15 und im Falle der
Fig. 6 durch ein Drahtgewebe bzw. Sieb 16 gebildet sein.
In beiden Ausführungsformen (Fig. 5 und 6) ist dieses
perforierte Element 15 bzw. 16 in den ringförmigen
Dichtungskörper 14 eingebaut. Dieses perforierte Ele
ment 15 bzw. 16 sorgt in optimaler Weise für eine äu
ßerst gute Gleichmäßigkeit der Flüssigkeits-Tropfen
größen.
Gegenüber dem anhand Fig. 1 beschriebenen und veran
schaulichten Ausführungsbeispiel weist die Ausführungs
form der Injektordüse 1′′′ in Fig. 5 noch eine weitere
Besonderheit insofern auf, als dort das wiederum aus
wechselbar in der Gewindebohrung 10 angeordnete und
durch den Gewindeadapter 11 festgelegte Dosierdüsenele
ment 2′ im wesentlichen in Form einer Düsenscheibe aus
gebildet sein kann, die von einem O-Ring 17 umgeben
ist, der aus einem elastischen Dichtungsmaterial beste
hen kann und dieses Dosierdüsenelement 2′ mit seiner
Düsenöffnung 2′a koaxial zur Düsenlängsachse 1′′′a aus
richtet, wobei auch hier eine Art Selbstzentrierung er
reicht werden kann.
In Fig. 7 ist eine Ausführungsform der Injektordüse ver
anschaulicht, in der der Homogenisier- und Beruhigungs
raum 13′′′′′ zwischen der Mischkammer 5 und dem Vertei
lermundstück 7 in seinem Volumen besonders klein gehal
ten ist, dabei aber ebenfalls eine sprunghafte Ver
größerung seines Eintrittsquerschnittes gegenüber dem
Austrittsquerschnitt der Mischkammer 5 aufweist. Auch
in diesem Falle sei wiederum angenommen, daß zwischen
der Mischkammer 5 und dem Verteilermundstück 7 ein per
foriertes Element (vorzugsweise Drahtgewebe 16 oder
Lochblech 15) vorgesehen ist, das - gleichartig wie in
den Fig. 5 und 6 - in dem ringförmigen Dichtungskör
per 14 eingebaut sein kann. Auch mit dieser Ausfüh
rungsform können die Vorteile der erfindungsgemäßen In
jektordüse erzielt werden, wobei in diesem Falle noch
eine besonders kompakte, raumsparende Ausführung hinzu
kommt.
Bei der Ausführung der Injektordüse gemäß Fig. 7 ist
noch eine weitere Besonderheit zu erwähnen. Hiernach
kann die Luftansaugöffnung 6 noch durch eine Abdeckung
18 geschützt sein, die vorzugsweise - wie in Fig. 7 ver
anschaulicht - in Form einer Ringblende ausgebildet
ist, die eine Art Ringraum oder Ringspalt 18a abdeckt
und in einer axialen Verlängerung des hülsenartigen Be
festigungsteiles 19 des Bajonettverschlusses 9 oder bei
einer anderen Ausführung des Schnellverschlußsystemes
für das Verteilermundstück 7 auch in einer Be
festigungsmutter bzw. Überwurfmutter integriert sein
kann. An einer solchen Abdeckung 18 der Luftansaugöff
nung 6 können eventuell rückströmende Flüssigkeitspar
tikel aufgefangen werden, so daß dort ein gesondertes
Rückschlagventil mit den damit verbundenen betriebli
chen Nachteilen auf einfache Weise vermieden werden
kann.
Im Hinblick auf die bauliche Gestaltung im Bereich der
Luftansaugöffnung 6 sei nochmals auf das anhand Fig. 4
veranschaulichte Ausführungsbeispiel eingegangen. Dort
ist zusätzlich noch eine Möglichkeit angegeben, wie die
Luftansaugöffnung 6 der Mischkammer 5 an eine Einrich
tung, vorzugsweise an eine Drosselvorrichtung 20, zur
Veränderung der angesaugten Luftmenge angeschlossen
sein kann. Diese bei 20 veranschaulichte Drosselvor
richtung kann selbstverständlich auch durch jede andere
geeignete Einrichtung gebildet sein, die eine entspre
chende Veränderung bzw. Steuerung der anzusaugenden
Luftmenge gestattet.
In bezug auf diese zuvor anhand der Fig. 7 und 4 erläu
terten Ausgestaltungsmöglichkeiten im Bereich der Luft
ansaugöffnung 6 sei ausdrücklich betont, daß diese Aus
gestaltungsmöglichkeiten nicht nur auf die anhand der
Fig. 7 und 4 erläuterten Ausführungsbeispiele der
Injektordüse mit den besonderen Formen des Homogeni
sier- und Beruhigungsraumes verbunden sind, sondern daß
sie auch mit allen anderen beschriebenen Ausführungs
formen der erfindungsgemäßen Injektordüse kombiniert
werden können.
Anhand der Fig. 8 und 9 sind schließlich noch einige
Möglichkeiten für die Ausgestaltung des als Verteiler
mundstück ausgebildeten Austrittselements veranschau
licht.
So zeigt Fig. 8 eine Ausbildungsform des Verteilermund
stückes 7′ mit einer einzigen Austrittsöffnung 8′, die
einen hinsichtlich Form und Größe einstellbaren Quer
schnitt aufweist. Letzteres kann dadurch erreicht wer
den, daß etwa im Bereich vor dieser Austrittsöffnung 8′
eine Einstell-Lochscheibe 21 nach Art einer Einstell
blende vorgesehen sein kann, die entweder verdreht oder
quer bzw. radial verschoben werden kann, um die Düsen
austrittsöffnung 8′ bzw. deren Querschnitt in gewünsch
ter Weise zu verstellen.
Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem das wie
derum als Verteilermundstück 7′′ ausgebildete Austritts
element mehrere Austrittsöffnungen 8′′ aufweist, die in
bezug auf die Düsenlängsachse 1a zueinander nach außen
divergierend ausgerichtet sein können.
Auch in bezug auf diese zuvor anhand der Fig. 8 und 9
geschilderten Ausführungsmöglichkeiten für die Düsen
austrittsöffnung bzw. -öffnungen 8′ bzw. 8′′ sei betont,
daß diese Ausgestaltungen des Verteilermundstückes 7′
bzw. 7′′ mit allen anderen zuvor beschriebenen Ausfüh
rungsformen der erfindungsgemäßen Injektordüse kombi
niert werden können.
Claims (18)
1. Injektordüse zur Erzeugung luftgefüllter Flüssig
keitstropfen, enthaltend
- a) ein Dosierdüsenelement (2, 2′) zur Erzeugung ei nes Flüssigkeitsstrahles,
- b) eine in Strömungsrichtung (4) des Flüssigkeits strahles auf das Dosierdüsenelement folgende, mit einer Luftansaugöffnung (6) versehene Misch kammer (5) zur Erzeugung eines Flüssigkeits- Luftgemisches,
- c) sowie ein mit wenigstens einer Austrittsöffnung (8) für das Flüssigkeits-Luft-Gemisch versehenes Austrittselement (7),
dadurch gekennzeichnet, daß
- d) zwischen der Mischkammer (5) und dem Austrittse lement (7) ein Homogenisier- und Beruhigungsraum (13, 13′, 13′′, 13′′′′′) vorgesehen ist, dessen Eintrittsquerschnitt (13a) sprunghaft gegenüber dem Austrittsquerschnitt (5a) der Mischkammer (5) vergrößert ist.
2. Injektordüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Eintrittsquerschnitt (13a) des Homoge
nisier- und Beruhigungsraumes (13) den 1,5- bis 9fachen
Wert, vorzugsweise den 3- bis 5fachen Wert
des Austrittsquerschnitts (5a) der Mischkammer (5)
aufweist.
3. Injektordüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Homogenisier- und Beruhigungsraum (13,
13′, 13′′) eine Gesamtlänge (L) besitzt, die größer
als die Länge der Mischkammer (5) ist.
4. Injektordüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Homogenisier- und Beruhigungsraum (13,
13′, 13′′) einen hinteren Raumbereich (13b, 13′) auf
weist, der das die Mischkammer (5) bildende Bauteil
(3a) ringförmig umschließt.
5. Injektordüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Homogenisier- und Beruhigungsraum (13′)
wenigstens einen Raumbereich (13′a) aufweist, der
einen größeren Durchmesser als die übrigen Raumbe
reiche des Homogenisier- und Beruhigungsraumes be
sitzt.
6. Injektordüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen der Mischkammer (5′) und dem Aus
trittselement (7) ein vorzugsweise durch ein Draht
gewebe (16) oder ein Lochblech (15) gebildetes, per
foriertes Element vorgesehen ist.
7. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Mischkam
mer (5) zum Homogenisier- und Beruhigungsraum (13)
hin konisch erweitert.
8. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Austrittselement (7)
auswechselbar ist.
9. Injektordüse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß das Austrittselement (7) mittels eines
Schnellverschlußsystemes, vorzugsweise eines Bajo
nettverschlusses (9), befestigt ist.
10. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Dosierdüsenele
ment (2, 2′) auswechselbar ist.
11. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Dosierdüsen
element (2) selbstzentrierend ausgebildet ist.
12. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Austrittsele
ment (7′′) mehrere Austrittsöffnungen (8′′) aufweist.
13. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöff
nung (8′) des Austrittselements (7′) einen hinsicht
lich Form und Größe einstellbaren Querschnitt auf
weist.
14. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftansaugöff
nung (6) der Mischkammer (5) an eine Einrichtung,
vorzugsweise eine Drosselvorrichtung (20), zur
Veränderung der angesaugten Luftmenge anschließbar
ist.
15. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftansaugöff
nung der Mischkammer an ein unter Überdruck stehen
des Luftsystem, vorzugsweise an das Abgassystem ei
nes Trägerfahrzeugs, anschließbar ist.
16. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftansaugöff
nung (6) der Mischkammer (5) durch eine Abdeckung
(18) geschützt ist, die vorzugsweise durch eine
Ringblende gebildet wird, die in einen Befestigungs
teil (19) des Schnellverschlußsystems (9) für das
Austrittselement (7) integriert ist.
17. Injektordüse nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einspeisung
weiterer Flüssigkeiten und/oder Gase in die Misch
kammer wenigstens eine weitere Ansaugöffnung vorge
sehen ist.
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