DE4108728A1 - Aufnahme- und/oder kopiersystem - Google Patents
Aufnahme- und/oder kopiersystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Aufnahme- und/oder Kopiersystem
für zu speichernde Daten.
Bei dem Digital Audio Tape (DAT) Standard und der zur digita
len Verbindung zwischen mehrerer Geräten verwendeten sog.
AES/EBU-Schnittstelle ist eine Quellenidentifikation vorgese
hen, die im Rahmen des standardisierten "Serial Copy Manage
ment System" (SCMS) von DAT zur Kontrolle aller Aufnahme- und/oder
Kopiervorgänge genutzt wird.
Desweiteren sind bei VHS und S-VHS-Videorecordern analoge
Lösungen in Anwendung bzw. Untersuchung, bei denen die Signa
le auf vorbespielten Kassetten so gegenüber dem genormten
Standard modifiziert sind, daß sie beim Versuch der Überspie
lung auf einen standardmäßigen Recorder dessen Synchronisati
onssysteme beeinflussen oder die Farbdeckungen zerstören
o.a. Diese Systeme, die unlizensierte Kopien verhindern sol
len, können jedoch durch relativ einfache Zusatzgeräte un
wirksam gemacht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Aufnahme- und/oder
Kopiersystem anzugeben, das eine sichere Kontrolle
von Aufnahmevorgängen bewirkt.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Erfindungsgemäß werden Zusatzsignale verwendet, die z. B. als
digitale Nebeninformation, sogenannte Subcodes, zusätzlich
zu den Bild- und Tonsignalen auf Band aufgezeichnet werden.
Durch das Zusatzsignal wird die Bandaufnahme bzw. die Video
kassette bezüglich ihrer originären Quelle identifizierbar
gemacht. Über diese Information kann durch entsprechende
Steuerung aller gegebenenfalls nachfolgender Videorecorder
die Einhaltung von Kopierbeschränkungen, z. B. durch Copy
right, und die Vermeidung unerlaubter Kopiervorgänge sicher
gestellt werden. Aus der Decodierung der Zusatzsignale ist
erkennbar und z. B. unterscheidbar,
- - ob die Kassette vom Besitzer selbst mit einer Kamera bzw. einem Kamerarecorder aufgezeichnet worden ist und daher vermutlich frei von Kopiereinschränkungen ist, oder
- - ob die Kassette aus einem Kopierwerk stammt, und daher vermutlich einer Kopierbeschränkung unterliegt, oder
- - ob die Kassette über den Tuner-Eingang eines Videore corders aufgenommen worden ist, und daher gegebenen falls zum privaten Gebrauch ohne Einschränkungen kopier bar ist.
Bei dem erfindungsgemäßen System zur Kontrolle von Aufnahme- und/oder
Kopiervorgängen, insbesondere für Videorecorder und
Kamerarekorder sowie in Verbindung mit digitaler Aufzeich
nung auf Band, werden bei der Aufzeichnung von Bild- und/oder
Tonsignalen Zusatzsignale auf Band aufgezeichnet,
welche codierte Informationen über die Quelle enthalten, aus
der die aufzuzeichnenden Signale stammen.
Vorzugsweise werden die Zusatzsignale mit den Informationen
über die Signalquelle getrennt oder gemeinsam für das Ton- und
Bildsignal aufgezeichnet.
Beispielsweise zeichnet ein erfindungsgemäßer Kamerarecorder
- Kombinationsgerät aus Videokamera und Videoaufzeichnungsge
rät - bei Aufnahme mit der Kamera zusätzlich zu den Bild- und/oder
Tonsignalen automatisch Zusatzsignale mit einer
fest vorgegebenen Codierung auf Band auf, die diese Aufnahme
als von einem Kamerarecorder stammend identifizierbar macht.
Bei einem erfindungsgemäßen Videorecorder mit mehreren Ein
gängen werden bei der Aufnahme zusätzlich zu den Bild- und/oder
Tonsignalen automatisch Zusatzsignale mit einer vom
jeweils benutzten Eingang abhängigen Codierung aufgezeich
net, die diese Aufnahme bezüglich des benutzten Einganges
identifizierbar macht.
Bei einem erfindungsgemäßen Videorecorder, dem zur Aufzeich
nung Bild- und/oder Tonsignale zugeführt werden, welche be
reits Zusatzsignale mit einer quellenabhängigen Codierung
enthalten, werden diese zur Steuerung von Aufnahmeparametern
benutzt. Zusätzlich können diese Zusatzsignale nach festge
legten Regeln und in Abhängigkeit von dem jeweils benutzten
Eingang modifiziert auf Band aufgezeichnet werden.
Eine unveränderte Aufzeichnung auf Band ist zur Quellidenti
fikation ebenfalls möglich.
Im Wiedergabemodus eines erfindungsgemäßen Videorecorders
werden an den jeweiligen Ausgängen die von Band gelesenen Zu
satzsignale gemeinsam mit den Bild- und/oder Tonsignalen aus
gegeben.
Vorteilhaft können bei einem erfindungsgemäßen Videorecorder
Einrichtungen vorhanden sein, mit denen Bild- und/oder Tonsi
gnale an einem Eingang auf die zugehörigen Zusatzsignale zur
Quellenidentifikation analysiert werden können.
Mit dem erfindungsgemäßen Aufnahme- und/oder Kopiersystem
wird vorteilhaft eine automatische Erzeugung von codierten
Zusatzsignalen, welche später von Band die Quelle- oder den
benutzten Eingang/Eingangsstandard identifizierbar machen,
erzeugt.
Diese für automatisch prozessierbare Kennungen auf dem Video
band abgelegten Zusatzsignale dienen einer Vielzahl von denk
baren Anwendungen und Fällen zur anpaßbaren automatischen
Steuerung und Kontrolle von Kopier-, Editier-, Aufnahme- und
Wiedergabefunktionen.
Die erfindungsgemäße Lösung ist einsetzbar in künftigen digi
talen Videorecordern mit diversen Eingängen, wie z. B. PAL-Tu
ner, Satelliten-Tuner, HD-MAC, SCART, golden SCART, dig.
Überspieleingang, Video-Disk oder einem digitalen Kamerare
corder. Es werden automatisch Informationen über den Eingang
und/oder die Quelle der aufzuzeichnenden Videosignale
und/oder den jeweiligen Standard auf Band aufgezeichnet, und
diese Informationen werden bei Wiedergabe an allen Ausgängen
verbunden mit dem Videosignal wieder ausgegeben. Falls bei
einem Videorecorder bereits ein mit Codierung versehenes Si
gnal zur Aufzeichnung an einem Eingang ansteht, wird die dar
in enthaltene Codierung ausgewertet und vorzugsweise zur
Steuerung von Aufnahmeparametern an dem Recorder benutzt und
entweder unverändert oder nach bestimmten Regeln modifiziert
auf dem aufzunehmenden Band wieder aufgezeichnet. Zum Bei
spiel könnte erfindungsgemäß ein von einer Videodisc stammen
des Signal grundsätzlich eine Aufnahmesperrung auslösen, wäh
rend andere Signale eingeschränkt oder frei wieder aufgenom
men werden könnten.
Im Beispiel der Videodisc könnte beispielsweise auch eine
einmalige Kopie auf Band erlaubt sein, wobei die codierte
Zusatzinformation von der Videodisc modifiziert auf Band auf
gezeichnet wird und erst später einen weiteren Kopierversuch
von dem kopierten Band verhindern würde.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird eine hohe Flexibili
tät von logischer Fallunterscheidung auf Basis der Quellenin
formation zur Steuerung von Gerätefunktionen und zur Sicher
stellung einer eventuellen Kopiersperre erreicht. Neben der
Kopiersperre könnte ein intelligenter Videorekorder z. B. bei
Eingangssignalen geringerer technischer Qualität (z. B. PAL,
SECAM) auf eine geringere Aufzeichnungsqualität (z. B. im
Longplay) schalten und bei HDTV Eingangssignalen z. B. auf
Normalgeschwindigkeit.
Ein weiterer Vorteil liegt in der konsequenten und im exi
stierenden Standard festgelegten Implementierung des vorge
schlagenen Systems in eine völlig neue Gerätegeneration (di
gitale Videorecorder). Hiermit läßt sich ein Teil der Proble
me heutiger Kopierschutzsysteme, die stets auch mit alten
Recordern arbeiten müssen, vermeiden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläu
tert. Darin zeigen:
Fig. 1 Kopierschutz bei einer Aufnahme mittels eines
Kamerarecorders,
Fig. 2 Kopierschutz bei einer gekauften Kassette,
Fig. 3 Kopierschutz bei einer geliehenen Kassette,
Fig. 4 Kopierschutz bei einer Aufnahme mittels eines
Tischrecorders.
Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines Kopierschutzes bei einer Auf
nahme mittels eines Kamerarecorders 10. Das Ausgangssignal
des Kamerarekorders 10 kann z. B. über eine Ausgangsschnitt
stelle einem digitalen Videorecorder 14 zugeführt oder di
rekt auf eine Kassette 16 aufgezeichnet werden. Das dem
Videorecorder 14 zugeführte Signal des Kamerarecorders 10
kann auf einer Kassette 22 gespeichert werden. Dem Signal
wird erfindungsgemäß ein Subcode 12 sowohl auf das Band 16
aufgezeichnet als auch an den Ausgang des Kamerarecorders 10
gegeben. Der Subcode 12 enthält beispielsweise als Quellen
identifikation SI=KR für den Kamerarecorder 10. Ein im Sub
code 12 enthaltener Kopierzähler CC enthält den Wert 0. Als
Kopierschutzinformation CP ist für den Kamerarecorder 10 der
Wert "no" eingesetzt. Durch diese Kopierschutzinformation
CP="no" ist eine beliebige Vervielfältigung gestattet. So
kann die Kassette 16 über einen weiteren digitalen Videore
corder 18 wiedergegeben und von einem dritten Videorecorder
20 auf die Kassette 22 aufgezeichnet werden. Der von den Vi
deorecordern 14, 20 aufgezeichnete Subcode 24 ist mit dem von
dem Kamerarecorder 10 erzeugte Subcode 12 nahezu identisch.
Vorzugsweise werden bei jedem Kopiervorgang der Wert des Ko
pierzählers CC um "1" erhöht.
Fig. 2 zeigt ein Beispiel für einen Kopierschutz bei einer
gekauften, vorbespielten Kassette 26. Diese Kassette 26 ent
hält neben der Programminformation einen Subcode 32 mit z. B.
einer Quellenidentifikation SI=OB für die Kennzeichnung,
daß es sich um eine gekaufte, vorbespielte Kassette 26 han
delt. Der Kopierzähler CC ist auf "0" gesetzt, die Kopier
schutzinformation CP auf "yes". Eine so gekennzeichnete Kas
sette 26 kann über einen Videorecorder 28 wiedergegeben und
es kann eine Sicherungskopie 34 mittels eines Videorecorders
30 angefertigt werden. Die Sicherungskopie 34 enthält dann
einen Subcode, bei dem der Kopierzähler auf "1" gesetzt ist.
Eine weitere Kopie von der Sicherungskopie 34 mittels eines
weiteren Videorecorders 36, 38 ist dann nicht mehr möglich.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel für einen Kopierschutz bei einer
geliehenen, vorbespielten Kassette 52. Diese Kassette 52 ent
hält neben der Programminformation einen Subcode 50 oder 52
mit z. B. einer Quellenidentifikation SI=OR für die Kenn
zeichnung, daß es sich um eine geliehene, vorbespielte Kas
sette 52 handelt. Der Kopierzähler CC ist auf "0" oder "1"
gesetzt, die Kopierschutzinformation CP auf "yes". Eine so
gekennzeichnete Kassette 52 kann über einen Videorekorder 54
wiedergegeben werden. Eine Sicherungskopie mittels eines Vi
deorecorders 56 kann nicht angefertigt werden.
Fig. 3 zeigt einen Kopierschutz bei einer Aufnahme mittels
eines digitalen Videorecorders 43. Der Videorecorder 43 kann
z. B. Eingänge a bis e aufweisen, wobei der Eingang a ein
Kameraeingang, Eingang b ein Scart-Eingang, Eingang c ein
Scart-Eingang für HDTV-Signale, Eingang d ein Antennenein
gang und Eingang e ein Eingang für ein Bildplattensignal dar
stellt. In einen Eingangsteil 41 des Videorecorders 43 wer
den die Eingänge a bis 3 einem Tuner und Demodulator 46 zuge
führt, an dessen Ausgängen d1 bis d4 z. B. TV-Signale unter
schiedlicher Normen abgreifbar sind. Diese Ausgänge d1 bis
d4 werden einer Eingangsselektionsstufe 42 des Videorecord
ers 43 zugeführt. An diese Eingangsselektionsstufe 42
schließt sich eine Aufnahme- und Wiedergabestufe 44 an, die
eine digitale Schnittstelle gut aufweist. Aufgezeichnete In
formationen sind auf einer Kassette 48 gespeichert. Diese
Kassette 48 und die digitale Schnittstelle out enthalten ei
nen Subcode, wie er in den Fig. 1-3 beschrieben ist. So
kann die Quellenidentifikation SI die Information über die
verschiedenen Eingänge des Videorecorders 43 und/oder die
Demodulationsart enthalten. Der Stand des Kopierzählers ist
von dem Eingangstand abhängig, ebenso die Kopierschutzinfor
mation.
Der Videorecorder 43 wird bei der Kopie einer Aufnahme den
vorhandenen Quellenidentifikationscode SI kopieren. Falls
keine Quellenidentifikation SI vorhanden ist, wird dieser,
abhängig von der aufzuzeichnenden Quelle, von dem Videore
corder 43 erzeugt.
Claims (10)
1. System zur Kontrolle von Aufnahme- und/oder Kopiervor
gängen bei Videorecordern oder Kamerarekordern, dadurch
gekennzeichnet, daß bei der Aufzeichnung von Bild- und/oder
Tonsignalen, insbesondere in Verbindung mit
digitaler Aufzeichnung auf Band, Zusatzsignale auf Band
aufgezeichnet werden, welche codierte Informationen
über die Quelle enthalten, aus der die aufzuzeichnenden
Signale stammen.
2. System nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zusatzsignale mit den Informationen über die Signal
quelle getrennt für das Ton- und Bildsignal aufgezeich
net werden.
3. System nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zusatzsignale mit den Informationen über die Signal
quelle gemeinsam für das Ton- und Bildsignal aufgezeich
net werden.
4. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3, da
durch gekennzeichnet, daß bei Aufnahme mit einer Kamera
ein zugehöriger Kamerarecorder zusätzlich zu den Bild- und/oder
Tonsignalen automatisch Zusatzsignale mit ei
ner fest vorgegebenen Codierung auf Band aufzeichnet,
die diese Aufnahme als von einem Kamerarecorder stam
mend identifizierbar macht.
5. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3, da
durch gekennzeichnet, daß ein Videorecorder mit mehre
ren Eingängen bei Aufnahme zusätzlich zu den Bild- und/oder
Tonsignalen automatisch Zusatzsignale mit ei
ner vom jeweils benutzten Eingang abhängigen Codierung
aufzeichnet, die diese Aufnahme bezüglich des benutzten
Einganges identifizierbar macht.
6. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3 und
5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Videorecorder, dem
zur Aufzeichnung Bild- und/oder Tonsignale zugeführt
werden, welche bereits Zusatzsignale mit einer quellen
abhängigen Codierung enthalten, diese zur Steuerung von
Aufnahmeparametern benutzt.
7. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3 und
5-6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Videorecorder, dem
zur Aufzeichnung Bild- und/oder Tonsignale zugeführt
werden, welche bereits Zusatzsignale mit einer quellen
abhängigen Codierung enthalten, diese nach festgelegten
Regeln und in Abhängigkeit von dem jeweils benutzten
Eingang modifiziert auf Band aufzeichnet.
8. System nach einem oder mehreren der Ansprüchen 1-3 und
5-7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Videorecorder, dem
zur Aufzeichnung Bild- und/oder Tonsignale zugeführt
werden, welche bereits Zusatzsignale mit einer quellen
abhängigen Codierung enthalten, diese unverändert wie
der auf Band aufzeichnet.
9. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-8, da
durch gekennzeichnet, daß ein Videorecorder bei Wieder
gabe an den jeweiligen Ausgängen die von Band gelesenen
Zusatzsignale gemeinsam mit den Bild- und/oder Tonsigna
len ausgibt.
10. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-9, da
durch gekennzeichnet, daß ein Videorecorder über Ein
richtungen verfügt, mit denen Bild- und/oder Tonsignale
an einem Eingang auf die zugehörigen Zusatzsignale zur
Quellenidentifikation analysiert werden können.
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