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DE407405C - Verfahren zur Herstellung von linoleumartigem Boden- oder Wandbelag - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von linoleumartigem Boden- oder Wandbelag

Info

Publication number
DE407405C
DE407405C DESCH65108D DESC065108D DE407405C DE 407405 C DE407405 C DE 407405C DE SCH65108 D DESCH65108 D DE SCH65108D DE SC065108 D DESC065108 D DE SC065108D DE 407405 C DE407405 C DE 407405C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
linoleum
floor
oil
production
wall covering
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH65108D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR WILHELM SCHMITZ
Original Assignee
DR WILHELM SCHMITZ
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR WILHELM SCHMITZ filed Critical DR WILHELM SCHMITZ
Priority to DESCH65108D priority Critical patent/DE407405C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE407405C publication Critical patent/DE407405C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N1/00Linoleum, e.g. linoxyn, polymerised or oxidised resin

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Floor Finish (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von litioleumartigem Boden- oder Wandbelag. Es ist bekannt, aus Holz- und Steinmehl unter Zusatz von Bindemitteln, wie Wasserglas, Magnesit, Magnesiumchlorid, Natronlauge, Kalk u. dgl.. Linoleumersatz oder sogenannten Steinholzfußboden herzustellen.
  • Diese Beläge leiden aber meistens daran, daß sie bald rissig und brüchig werden, weiß ausschlagen, nicht wasserbeständig sind oder infolge Feuchtigkeit, von unten oder aus der Luft, sich werfen und schließlich vom Untergrund abbröckeln und sich ablösen.
  • Der Gegenstand der Erfindung besteht in der Herstellung eines Boden- oder Wandbelages, der diesen Übelständen abhelfen und einen billigen, brauchbaren, raumbeständigen, linoleumartigen Belag schaffen soll, und zwar dadurch, daß die Unterlage, worauf der Belag aufgetragen wird, besonders präpariert wird. Diese Unterlabe kann aus Filz, Papier, Pappe u. dgl. mit oder ohne Gewebeüberzug bestehen und wird durch eine mittlere Isolierschicht sowohl nach unten wie nach oben gegen Durchlassen von Flüssigkeit, überhaupt gegen Feuchtigkeit geschützt.
  • Auf diese Unterlage wird eine Masse aus Holz oder Pflanzenmehl, Korkmehl, Papierfasern, Sand oder ähnlichen Materialien unter Zusatz von Zinkoxyd, mittels Leinöl oder Leinölfirni13 vermischt, in einer Schicht von beliebiger Stärke aufgetragen, abgespachtelt und mit einer Walze geglättet und gepreßt. Nach dem Erhärten wird die Masse poliert, gebohnert, gewachst oder geölt.
  • Hierdurch erhält man einen Belag, der vollauf den Ansprüchen an Härte, Dichte, Elastizität, Wasserbeständigkeit und Haltbarkeit genügt.
  • Der Masse kann beliebiger Farbenzusatz beigefügt werden, um die verschiedensten Farbentöne, Granitmuster u. dgl. zu erzielen. Beispiel. Die Unterlage, z. B. Pappe, wird in der Weise präpariert, daß zwei oder mehrere Stücke mittels eines wasser- und ölsicheren Anstrichs aufeinander geklebt und gepreßt werden, wodurch eine vollkommene Isolierung gegen Nässe und Feuchtigkeit von unten oder von der Seite und eine Ölsicherung gegen Eingringen des öles der Belagmass e erzielt wird. Dieses streichfähige Isolierklebemittel besteht aus Teerprodukt mit Zerrentzusatz, dem man noch zur weiteren Sicherung Zeauloidlösung zufügen kann.
  • Diese präparierte Pappe wird in den zu belegenden Räumen aufgeklebt, aufgenagelt oder sonstwie befestigt und dann auf diese ein dünner Vorstrich von einem Mehlkleister, dem etwas Öl und Sikkativ oder Harz zugesetzt ist, gegeben. Noch naß wird dann darauf ein Gemenge, welches aus 2o kg Holzmehl, to kg Sand, 20 kg Kreide und 3 kg Zinkoxyd oder dessen Ersatz besteht, mit Leinöl o. dgl. zu einer knetbaren Masse vermischt und aufgetragen, gleichmäßig verteilt und mit einer Walze geglättet und gepreßt.
  • Nach kurzer Zeit bindet sich dieser Belag mit der Unterlage und in sich selbst und erhärtet, worauf man abschleift, poliert, bohnert, wachst. oder ölt. Ein entsprechender Farbenzusatz kann dem Gemenge in einem beliebigen Ton gegeben werden.
  • Mit diesem Belag werden ganze Räume ausgelegt oder auch Formstücke, z. B. Treppenstufen, Vorleger, Teppiche, Wandbekleidung u. dgl., in beliebiger Größe und Stärke angefertigt.
  • Die Vorteile dieses neuen Verfahrens sind, daß man, anstatt fertiges Linoleum in Rollen oder Platten aufzulegen, in einem bestimmten Raum von einem zum anderen Ende in einheitlichem Zusammenhang, also fugenlos, den Bodenbelag herstellt, wodurch erreicht wird, daß ein Loslösen einzelner Stücke vermieden wird, daß keine Fugen durch die Berührungsstellen der Bahnen, wie bei fertigem Linoeleum, entstehen, wodurch Wasser unter das Linoleum eindringen kann, daß ferner die Unterlage (also die präparierte Pappe) selbst wasserdicht ist, wodurch weder Grundfeuchtigkeit von unten und der Seite eindringen kann. Durch diese Eigenschaften ist ein Werfen und ein Beulen des ganzen Belages ausgeschlossen.
  • Auch können spätere Reparaturen an schadhaften Stellen, die durch irgendwelche Umstände hervorgerufen sind, leicht mit der betreffenden Masse fast unmerklich gemacht werden. Dieser Fußbodenbelag kann bei jeder Witterung und jeder Jahreszeit ohne Schwierigkeiten gelegt werden, da er keine wäßrigen Flüssigkeiten enthält.
  • Ein weiterer Vorteil ist der, daß diese linoleumartigen Fußböden mit dem gemischten Material am Bestimmungsort selbst hergestellt werden, wodurch, da man die Masse trocken in Säcken mitführt und erst dort mit dem öl anmengt, an Material gespart wird.
  • Von Bedeutung ist es auch, daß dieser Bodenbelag, weil ein schlechter Wärmeleiter, sich nicht kalt anfühlt, sich also besonders für Büro-, Handels- und Wohnräume, Krankenhäuser u. dgl. eignet und in jeder beliebigen Stärke, selbst bis zu einer dünnen Schicht von t,'. mm hergestellt werden kann. Es sei auch noch die Schallsicherheit erwähnt und die Billigkeit dieses Materials hervorgehoben.
  • Die Pflege dieses fertigen Bodenbelages, ist genau dieselbe wie diejenige bei Linoleumbelab, dagegen die Herstellung desselben bedeutend einfacher und von jedem auszuführen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: r Verfahren zur Herstellung von linoleumartigem Boden- oder Wandbelag, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage von Filz, Papier, Pappe u. dgl. mit oder ohne Gewebeüberzug in zwei oder mehreren. Schichten, durch Isolier- und-Klebemasse zusammengepreßt, die Oberfläche dieser Unterlage mit einem ölhaltigen Harz oder Sikkativkleister vorgestrichen ist und ein dickbreiiger Belag oder ölfeuchtes Gemenge, bestehend z. B. aus Holz- oder Pflanzenmehl, Korkmehl, Papierfasern, Sand oder ähnlichen Materialien unter Zusatz von Zinkoxyd mit Leinöl, Leinölfirnis aufgetragen wird.
DESCH65108D 1922-06-04 1922-06-04 Verfahren zur Herstellung von linoleumartigem Boden- oder Wandbelag Expired DE407405C (de)

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DE407405C true DE407405C (de) 1924-12-12

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