DE3712531C1 - Apparatus for keeping the temperature of biological samples constant for their cryosubstitution - Google Patents
Apparatus for keeping the temperature of biological samples constant for their cryosubstitutionInfo
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- G01N1/28—Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Konstanthalten der Temperatur von biologischen
Proben zu deren Kryosubstitution, bestehend
aus einer einen Innenraum bildenden Ummantelung
aus wärmeisolierendem Material, wobei der Innenraum
zur Aufnahme der Proben und eines Kühlmittels
für ca. -80°C bestimmt ist.
Zur elektronenmikroskopischen Präparation biolo
gischer Proben ist es notwendig, diese zunächst
in ihrem nativen Zustand zu fixieren und anschlie
ßend möglichst schonend zu entwässern. Eine
praktizierte Methode ist das Schockgefrieren
des Probenmaterials (Kryofixation) und das
anschließende Austauschen der wäßrigen Bestandteile
gegen ein mit dem späteren Einbettungsmedium
mischbares Lösungsmittel (z. B. Aceton). Dieser
Austauschprozeß findet am optimalsten bei einer
Temperatur von ca. -80°C statt (Kryosubstitution).
Ein Erwärmen auf Temperaturen von <-75°C vor
dem Austausch des Eises gegen das Substitutions
medium bewirkt eine Umbildung des amorphen
Eises gegen kristallines Eis (Rekristallisation).
Die wachsenden Eiskristalle zerstören dann
die ursprünglich gut erhaltenen Zellstrukturen.
Aus diesem Sachverhalt ergibt sich die Notwendigkeit,
das Präparat zusammen mit dem Substitutions
medium eine bestimmte Zeit, die vom Proben
volumen abhängig ist (in der Regel mehr als 24 h)
auf einer Temperatur von möglichst exakt -80°C
zu halten.
Es ist bekannt, zur Durchführung der Kryosubstitution
elektronisch gesteuerte Systeme einzusetzen,
die jedoch in der Regel aufwendig, relativ
teuer und auch störanfällig sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung
zur Durchführung der Kryosubstitution von biologi
schen Proben zu schaffen, die im Aufbau und
in ihrer Handhabung einfach, billig in der
Anschaffung sowie störunanfällig ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der
eingangs bezeichneten Art gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß sich im Innenraum ein Metall
körper befindet, dessen Dimensionen so bemessen
sind, daß bei vorgegebener Menge des Kühlmittels
die Probe für eine vorbestimmte Zeit auf der
gewünschten Temperatur von -80°C verbleibt.
Beim Einsatz dieser Vorrichtung werden Metallkörper
und Menge des Kühlmittels (unter Berücksichtigung
der Isolationswirkung der Ummantelung) so aufein
ander abgestimmt, daß die Temperatur von -80°C
für die gewünschte Zeit konstant gehalten wird.
Dabei wird der Metallkörper zweckmäßigerweise
auf -80°C gebracht und eine hinreichende Menge
an Kühlmittel in den Innenraum gegeben, bevor
die Proben in den aus der Ummantelung bestehenden
Behälter gegeben werden.
Durch die Verwendung des Metallkörpers wird
nicht nur erreicht, daß die Dauer der Verweilzeit
der Proben bei ca. -80°C (durch Verwendung
von festem CO2 bei -79°C) exakt vorherbestimm
bar ist. Hinzu kommt, daß sich der Metallkörper
als nützliches "Kältereservoir" für den Aufwärm
vorgang der Proben auf Raumtemperatur erweist,
so daß das Aufwärmen in der gewünschten Zeit,
d. h. nicht zu schnell, erfolgt. Dies ist erforder
lich, da biologische Proben aufgrund ihrer
komplexen Struktur gegen plötzliche Temperatur
schwankungen äußerst empfindlich ind. Auch
kann dadurch ein Nebeneffekt eines Kontrastier
mittels (z. B. OsO4), das zur Steigerung des
Bildkontrastes im Elektronenmikroskop dem
Substitutionsmittel zugeführt wird, weitgehend
vermieden werden, der darin besteht, daß eine
zusätzliche chemische Fixierung der leicht
diffusiblen Ionen eintritt. Dieser Effekt kommt
mit zunehmender Aufwärmung des Präparates immer
stärker zum Tragen, weshalb es erforderlich
ist, daß die Aufwärmekinetik einen bestimmten
Verlauf hat, der genau bekannt ist. Diese An
forderungen werden bei Verwendung des Metall
körpers als "Kältereservoir" erfüllt.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist absolut
störunanfällig, zumal keine äußere Energiequelle
(Netz, Kühltruhen), die ausfallen könnten,
Verwendung finden. Dennoch sind - wie oben
ausgeführt - die Verweilzeiten in dem für die
Kryosubstitution optimalen Temperaturbereich
exakt und einfach zu bestimmen.
Eine zweckmäßige Ausführungsform der Vorrichtung
gemäß der Erfindung besteht darin, daß der
Metallkörper quaderförmig ist. Auch ist zweckmäßig,
daß er Bohrungen zur Aufnahme der Proben aufweist
und aus Messing besteht.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform
der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß zur Aufnahme in den Innenraum
eine zweite Ummantelung aus Isoliermaterial
für den Metallkörper, die Proben und ein weiteres
Kühlmittel, z. B. flüssiger Stickstoff, vorgesehen
ist, wobei im Innenraum hinreichend Platz für
das erste Kühlmittel verbleibt.
Diese Ausführungsform der Vorrichtung gemäß
der Erfindung erlaubt es, die Proben zusammen
mit dem Metallkörper, durch Verwendung von
flüssigem Stickstoff, auf -195°C gekühlt in
den größeren Behälter zu geben. Ohne die zweite
Ummantelung wäre dies nicht möglich, da der
gekühlte Metallkörper sonst nicht angefaßt
werden könnte. Auch läßt sich der durch die
zweite Ummantelung gebildete kleinere Behälter
mit den Proben (und dem Metallkörper) leichter
transportieren und ggf. bei beengten Verhältnissen
beim Experiment leichter unterbringen als der
weitaus größere äußere Behälter.
Auch beim Aufwärmvorgang von -194°C auf ca.
-80°C wirkt der Metallkörper als "Kältereservoir"
und dämpft daher auch diesen Temperaturanstieg.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäß
der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung mit innerem und
äußerem Behälter im Querschnitt;
Fig. 2 den Temperaturanstieg der Proben
bei Verwendung einer Vorrichtung
gemäß Fig. 1.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt einen aus der
Ummantelung 1 gebildeten äußeren Behälter,
einen im äußeren Behälter befindlichen, aus
der Ummantelung 2 gebildeten inneren Behälter
und in diesem den Metallkörper 3, der mit Bohrungen 4
für die Proben 5 versehen ist. Am Boden des
inneren Behälters befindet sich flüssiger Stickstoff,
am Boden des äußeren Behälters festes CO2.
Fig. 2 zeigt den Verlauf der Aufwärmkurve
von biologischen Proben bei Verwendung einer
Vorrichtung, die der in Fig. 1 im Schnitt
dargestellten Vorrichtung entspricht. Die Um
mantelung 1 bestand aus Polyurethanschaum,
die Ummantelung 2 aus Polystyrol, wobei die jeweils
äußeren Abmessungen 220 mm × 240 mm × 140 mm
bzw. 480 mm × 420 mm × 315 mm (Länge × Breite × Höhe)
betrugen. Die Dicken der Ummantelungen betrugen
20 mm bzw. 35 mm. Der Metallkörper war ein
Messingkörper mit den Abmessungen 160 mm × 180 mm ×
60 mm (Länge × Breite × Höhe) und Bohrungen
von 28 mm ⌀. Die Menge des flüssigen Stickstoffs
(der Messingkörper und die Proben waren bereits
vor ihrem Einbringen in den äußeren Behälter
auf -194°C abgekühlt worden) betrug 600 mg,
die Menge an festem CO2 ca. 1000 g.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Konstanthalten der Temperatur
von biologischen Proben zu deren Kryosubstitution,
bestehend aus einer einen Innenraum bildenden
Ummantelung aus wärmeisolierendem Material,
wobei der Innenraum zur Aufnahme der Proben
und eines Kühlmittels für ca. -80°C bestimmt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich im Innenraum ein Metallkörper (3)
befindet, dessen Dimensionen so bemessen sind,
daß bei vorgegebener Menge des Kühlmittels
die Probe für eine vorbestimmte Zeit auf der
gewünschten Temperatur von -80°C verbleibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallkörper (3) quaderförmig ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallkörper (3) Bohrungen (4) zur
Aufnahme der Proben (5) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallkörper (3) aus Messing besteht.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Aufnahme in den Innenraum eine zweite Um
mantelung (2) aus Isoliermaterial für den Metall
körper (3), die Proben (5) und ein weiteres
Kühlmittel, z. B. flüssiger Stickstoff, vorgesehen
ist, wobei im Innenraum hinreichend Platz für
das erste Kühlmittel verbleibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873712531 DE3712531C1 (en) | 1987-04-13 | 1987-04-13 | Apparatus for keeping the temperature of biological samples constant for their cryosubstitution |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873712531 DE3712531C1 (en) | 1987-04-13 | 1987-04-13 | Apparatus for keeping the temperature of biological samples constant for their cryosubstitution |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3712531C1 true DE3712531C1 (en) | 1988-05-19 |
Family
ID=6325551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873712531 Expired DE3712531C1 (en) | 1987-04-13 | 1987-04-13 | Apparatus for keeping the temperature of biological samples constant for their cryosubstitution |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3712531C1 (de) |
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-
1987
- 1987-04-13 DE DE19873712531 patent/DE3712531C1/de not_active Expired
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